The Brotherhood (2002) - ein Review von Stefan_73

Running Wild: Brotherhood, The - Cover
1
Review
28
Ratings
7.20
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Heavy Metal


Stefan_73 Avatar
07.09.2016 09:48

Nach dem etwas enttäuschenden „Victory“ Album habe ich auf den Nachfolger gehofft, aber das war dann wohl eher nichts. Die zuletzt schon dünner und künstlicher klingende Produktion wurde noch künstlicher, so dass gerade der Sound der Snare teilweise richtig nervt. Und die Zeiten der schnellen Running wild Songs war leider auch vorbei, denn bis auf wenige Ausnahmen besteht „The Brotherhood“ nur aus im Midtempo gehaltenen riffbetonten Hard Rock Songs, ohne die genialen Leadgitarren von früher. Und diese mangelnde Abwechslung ist es auch, warum ich dieses Album schon fast anstrengend finde. Aber Running wild wären nicht Running wild, wenn nicht trotzdem etwas auf der Habenseite stehen würde, und so sind mit dem etwas schnelleren Opener „Welcome to Hell“ (der Chorus hat etwas von W.A.S.P.), dem Midtemporocker „Soulstripper“, der getragenen Hymne „Unation“ und dem über zehn Minuten langen Epos „The Ghost“ doch noch ein paar gute Songs auf dem Album. Mit „Siberian Winter“ und „Pirate Song“ gibt es dann auch noch zwei typische schnelle Running wild Songs, ABER der erste davon ist nur ein Instrumental, und der zweite hat einen schunkeligen Chorus, der bei mir jedes Mal Kopfschütteln auslöst (also das von links nach rechts). Vielleicht ist ja hier der einfallslose Songname ein Zeichen für die damalige Unlust, solche Songs noch zu schreiben!? Die restlichen Songs sind dann entweder durch die Masse an gleichartigen Songs austauschbar, oder gleich richtig langweilig (der Titeltrack und „Detonator“).

Fazit: der Abwärtstrend von „Victory“ setzt sich fort und „The Brotherhood“ reiht sich bei mir wieder kampflos auf den letzten Platz der bis dahin zwölf Running wild Alben ein.

(Und ich weiß wirklich nicht, was sich GUN Records damals bei „Victory“ und „The Brotherhood“ gedacht haben, als sie die Hinweise auf den beiliegenden Sticker bzw die Bonustracks direkt aufs Digipak gedruckt hatten… sieht doch Kacke aus!)

Punkte: 5.5 / 10


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