Haemorrhage Hospital Carnage (2011) - ein Review von walzenstein

Haemorrhage: Hospital Carnage - Cover
1
1 Review
3
3 Ratings
9.00
∅-Bew.
Typ: Album
Genre(s): Metal: Grindcore


walzenstein
05.04.2018 10:50

Klar, HAEMORRHAGE werden nie aus dem Schatten der guten alten CARCASS herauskommen. Auch musikalisch werden sie den Briten niemals das Wasser reichen können und dennoch, erfreuen sich die Spanier einer großen Beliebtheit. Das mag u.a. auch daran liegen, dass sich HAEMORRHAGE nicht ganz so ernst nehmen und live ein absolut geiles Erlebnis sind.

Mit “Hospital Carnage” bringen die Spanier um Luisma nun ihr offiziell sechstes Full-Length-Album auf den Markt und was soll ich sagen … es gibt nichts Neues. Und genau das ist gut so!
Ein an CARCASS erinnernder Anfang im schleppenden Tempo eröffnet den Reigen aufgeschnittener Leiber. Die kranken Vocals von Fernando stehen bei HAEMORRHAGE natürlich nach wie vor im Mittelpunkt. Hier hört man mal CARCASS raus, und auch AUTOPSY-Anleihen sind herauszuhören. Aber das ist bei HAEMORRHAGE normal. Und sie wollen es auch nicht anders. Innovativ sind und waren sie noch nie, aber doch irgendwie originell. HAEMORRHAGE ist so eine Band, die man entweder hasst oder liebt. Ein Zwischending gibt es nicht.
“Hospital Carnage” ist fies, manchmal groovend, aber zum größten Teil schnell und abartig. Das Geröchel immer passend eingesetzt und Samples sind vorhanden, werden aber sparsam eingesetzt, was ebenfalls positiv hervorzuheben ist. Die Musik von HAEMORRHAGE hier ausführlich zu beschreiben, wäre wie Eulen nach Athen tragen. HAEMORRHAGE sind HAEMORRHAGE und das werden sie auch (hoffentlich) immer bleiben.

“Hospital Carnage” macht Spaß, basta! “Hospital Carnage” ist kurzweilig, geil produziert und HAEMORRHAGE-typisch. Und was will der hörende Chirurg mehr?

Punkte: 8.5 / 10


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