Painful Defloration Antihuman Antisocial (2010) - ein Review von walzenstein

Painful Defloration: Antihuman Antisocial - Cover
1
Review
1
Rating
8.00
∅-Bew.
Typ: Album
Genre(s): Metal Grindcore


walzenstein Avatar
06.04.2018 07:21

Aus dem Land der diesjährigen Fußball-Europameisterschaft kommen PAINFUL DEFLORATION. Aufgrund des Bandnamens dachte ich schon an Porngrind der übelsten Sorte, doch der Albumtitel „Antihuman Antisocial“ verwirrte mich dann doch etwas. Also mal rein in den Player.

Ich atme sofort auf; denn mit Porngrind haben PAINFUL DEFLORATION so viel zu tun, wie Assad mit Demokratie. Und schon sind wir beim Thema der Lyrics: Gesellschaftskritik. Und bei der derzeitigen politischen Lage in der Ukraine, verfehlt das Trio das Thema nicht.
Musikalisch können sie zudem auch noch überzeugen. Kraftvoller, teils groovender Grind mit Wechselgesang aus Growls und Screams und druckvoller Produktion wird dem Hörer hier geboten. Irgendwo zwischen THE ROTTED, GOREROTTED und NASUM angesiedelt, wurschteln sich die Ukrainer durch die knapp 25 Minuten Albumlänge. Und das richtig gut. PAINFUL DEFLORATION haben einen hohen Grad an Wiedererkennungswert und schrecken nicht vor Melodien zurück. Zu jeder Zeit versprüht das Trio eine Aggression, die man ihnen abkauft. Ja, sie sind angepisst von der Gesellschaft und das setzen sie gekonnt um. Die gehörige Portion Rock’n Roll, die die Musik von PAINFUL DEFLORATION ausmacht, spürt man sogar bei den Blast-Passagen. Und zum Schluss gibt es mit „Comin‘ Home“ noch ein DEEP PURPLE-Cover, was das Können der drei Musiker nochmal richtig beweist.

Wer auf NASUM oder GOREROTTED steht, der wird an PAINFUL DEFLORATION nicht vorbeikommen. Mordsmäßig geil!

Punkte: 8 / 10