Apathie Heimat: Einöde (2010) - ein Review von walzenstein

Apathie: Heimat: Einöde - Cover
1
Review
1
Rating
3.00
∅-Bew.
Typ: Album
Genre(s): Metal Black Metal


walzenstein Avatar
04.04.2018 13:55

APATHIE mit “Heimat: Einöde”. Geiler Name, geiler Titel …, das waren meine ersten Gedanken, als ich die CD-R der Oberlausitzer in den Händen hielt. Das Bandlogo ist dazu noch sehr ansprechend und ich freute mich auf ähnliche Musik, wie die der GRABNEBELFÜRSTEN, EÏS oder NOCTE OBDUCTA. Was ich dann aber zu hören bekomme, entzieht sich jeglicher Vorstellungskraft.

Ich weiß ja nicht, ob APATHIE Opfer der Flut geworden sind und ihr Proberaum von den Wassermassen heimgesucht wurde, die dann sämtliche Technik des Trios beschädigt hat. Wie sonst kommt man auf einen solch grottigen Sound?
APATHIE existieren seit 2007 und proben wohl nicht allzu oft. Warum sonst hört es sich manchmal so an, als würden alle gegeneinander spielen? Der Drummer kommt bei manchen Passagen nicht mal mehr hinterher. Das Highspeed-Drumming klingt, als würde es immer langsamer werden und so manche Breaks wirken holprig und deplaziert.
Die Saitenfraktion ist dann doch um einiges besser, wenn auch nicht wirklich gut. Aber immerhin kann man ab und an mal Fragmente von Melodien heraushören, die auch wirklich cool klingen, aber im Soundmatsch einfach untergehen.
Z.B. bei “Erlösung” gibt es Bass- und Gitarrenläufe, die wirklich geil klingen. Ähnlich wie bei DEKADENT untermalen sie passend den Songtitel und man denkt kurzzeitig: “So schlecht klingt das ja gar nicht!”, aber dann verfallen APATHIE wieder in Proberaumgerumpel par excellence.

Wie gesagt, ab und an sind mal ein paar gute Momente zu hören, aber das Gros der Scheibe ist unterirdisch. Okay, das Gekeife von Basser und Sänger Saerk kommt ganz gut, aber er sollte es beim Keifen belassen und nicht versuchen zu Growlen, denn das kann er gar nicht und wirkt komplett albern.
Wenn die Jungs an ihren Songs noch etwas feilen und eine etwas bessere Produktion vorweisen, dann bin ich mir sicher, dass sie ein geiles Album herausbringen können. Aber das hier ist einfach doof. Black Metal kann unterproduziert sein, aber nicht so derbe.

Punkte: 3 / 10