Power Supply (1980) - ein Review von torxbit

Budgie: Power Supply - Cover
1
Review
4
Ratings
8.88
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Hardrock, Heavy Metal


22.04.2011 02:03

Aus Jürgen Ruland - Home of Rock - Das Rock-Magazin



„Power Supply“, die erste Veröffentlichung der 80er-Trilogie, erschien 1980. In jenen Tagen suchte man überall nach News, es gab keine dementsprechenden Medien, und in einem Katalog (GOVI) erfuhr ich erstmals von der Existenz besagter Langrille. Etwa zeitgleich lief auf dem britischen Soldatensender BFBS „Tony Jasper’s HM-Show“, in welcher der Song Heavy Revolution vorgestellt wurde. Ein Track, der mir nie mehr aus dem Kopf gehen sollte. Der markante Gesang und das Monsterriff blieben für immer in meinem Schädel hängen.
Ohne vorher reinzuhören, nur aufgrund des einen mir bekannten Songs kaufte ich die Scheibe und hatte wie sich daheim herausstellte einen Meilenstein in der Plastiktüte. Kaum war die Nadel erstmals in der Rille (der Longplayer klingt bis heute phantastisch, ein Paradebeispiel für Vinyl) glaubte meinereiner seinen Ohren nicht zu trauen. Forearm Smash kam sofort wie eine gestochene rechte Gerade daher. Ein absoluter Hammer gleich zu Beginn mit 2 (!) Soli im Song, eine echte Rarität, dabei aber stets ein straighter Rhythmus (Drummer = wie ‘ne Maschine, permanent schnurstracks geradeaus). Über Hellbender (schleppend, aber heavy as shit) zum Knaller Heavy Revolution (der Gesang ist geradezu begnadet für die HM/HR-Szene) und anschließend Gunslinger. Der Track beginnt verhalten akustisch und steigert sich zu einem regelrechten Gewitter (hier merkt man deutlich die Siebzigerwurzeln, verbunden mit einem Mix aus AC/DC und NWOBHM).
Weiter geht es mit dem vielleicht schwächsten Albumtrack Power Supply (straighter Rocker) zum Midtempo-Kracher Secrets In My Head. Eine ultraheavy Gitarre, welche einen recht simplen Grundrhythmus spielt und zum Ende hin einen Groove entwickelt, das des Bangers Head nur noch wackelt.
Time To Remember (leicht spacig, wieder Richtung Seventies), abschließend dann das schlicht gehaltene, jedoch ungemein wirksam stampfende Crime Against The World (ein absoluter Live-Kracher, wie man auf dem mehr als 15 Jahre später erschienenen Livemitschnitten „Reading ‘80 & ‘82“ hören kann).
„Power Supply“ wird wohl stets einer meiner Faves bleiben, vielleicht sogar mein Absoluter. Der Sound dieser Scheibe bleibt bis heute unerreicht. Die Simplizität der Songs wird immer wieder unterbrochen durch Soli, welche sich stets dem Song an sich unterordnen. Der Rhythmus ist „ständig geradeaus“ (einfach, aber hier passt es > voll auf den Punkt!). Das Cover ist schlicht gehalten, eine Zeichnung mit dem auf fast allen Alben vertretenem Phantasievogel als Musiker auf einer imaginären Bühne. Hier passt es voll zur Mucke, und das Photo auf der Albumrückseite habe ich mir garantiert schon hundert Mal angeschaut. Ein Livepic, das genau den Inhalt von „Power Supply“ widerspiegelt: Volle Power geradeaus!!!!

Punkte: 10 / 10


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