Jacobs Dream (1996) - ein Review von Acurus_

Jacobs Dream: Jacobs Dream - Cover
1
Review
8
Ratings
9.81
∅-Bewertung
Aka: The Demo Years
Typ: Album
Genre(s): Metal Heavy Metal, Power Metal


Acurus_ Avatar
22.06.2011 22:21

Metal unterscheidet in letzter Konsequenz nichts von anderer Musik. Würde man ihn auf das Wesentliche reduzieren, bliebe - wie bei jedem Stil - eine bestimmte, einer Idee folgende Anordnung von Noten und Lauten übrig. Über deren Zusammensetzung entscheidet der Künstler. Oft steht der Zufall Pate, wenn eine einzigartige Konstellation die richtigen Musiker am richtigen Ort zur richtigen Zeit mit den richtigen Ideen und Inspirationen zusammenführt. Vielleicht greift auch manchmal eine höhere Macht lenkend ein. Am Ende misst der Empfänger die Qualität eines Werks mit seinen Sinnen. Er fällt die Entscheidung, ob etwas ein Recht auf Überdauerung hat. Das macht Musik zu einem inneren emotionalen Erlebnis.
JACOBS DREAM aus Columbus (Ohio, USA) deuten das Wirken einer höheren Macht bereits im Bandnamen an. Ihre Inspiration ist Glaube und Liebe. Wahrlich Großes kann daraus erschaffen werden und wahrlich groß ist die gleichnamige Demo, mit der sich JACOBS DREAM 1996 unangefochten die Krone des christlichen White Metal aufsetzen. Sie verbinden dafür typisch amerikanischen Power Metal mit progressiven Versatzstücken auf außergewöhnlich hohem Niveau. Dabei überwölben James Evans (Bass), Gary Holtzman (Drums), Jon Noble und John Berry (beide Gitarre) sowie Sänger David Taylor ihre sieben Stücke mit einer an Intensität nicht mehr zu überbietenden Sehnsucht. Das Ergebnis ist die pure, zu Musik verformte, am Abgrund wandelnde Metal-Schönheit. Kein weiterer Metalsänger verfügt wie David Tayler über die Gabe, Gefühle über die Färbung seiner Stimmbänder mit derart ergreifender Authentizität zu reproduzieren. Hinzu kommt ein Gitarrenspiel, welches die Kompositionen unentwegt mit einer fragilen Grundthematik durchzeichnet. Mal lieblich, mal tragisch wird der Hörer mit magischen Melodielinien überschüttet und sich selbst überlassen. Den roten Faden des sehr abwechslungsreichen und enorm eigenwilligen Albums bilden zwei Balladen: „The Jewel“ nimmt sich der Liebe an; „Sarah Williams“ thematisiert Alkoholmissbrauch und Tod. Um diese Balladen herum gruppiert sich mit sehr metallischer Schlagseite alles andere.
Mit David Taylor spielen JACOBS DREAM noch zwei weitere, ebenfalls hörenswerte CDs ein: „Jacobs Dream“ (2000) und „Theater of War“ (2001) - beide bei Metal Blade Records erschienen. Dann folgt der Sündenfall: Der übergewichtige Tayler muss wegen Bewegungsarmut auf der Bühne die Band verlassen. Damit hat sich die Gruppe selbst aus dem Metal-Paradies vertrieben.

Geschrieben für www.board.sacredmetal.de

Punkte: 10 / 10


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Tracklist:

  1. Welcome To My World
  2. Minds Will Burn
  3. Stain
  4. Illusive Dream
  5. Hand Full Of Dust
  6. The Hell That I Breathe
  7. The Darkest Hour
  8. All My Fears
  9. Reborn In Fire
  10. Beneath the Shadows
  11. The Blessing and the Curse

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