Zillo CD-03/2013
CD, 2013, Heftbeilage, Pappschuber

Herstellungsland Deutschland
Veröffentlichungs-Jahr 2013
Zeit 67:24
EAN-Nr. nicht vorhanden
Label/Labelcode k.A.
Plattenfirma/Katalog-Nr. Zillo Musicmedia Verlag / Zillo CD 03/2013
Musikrichtung Dark Wave/Gothic: Deathrock, EBM, Electro, Industrial
Sammlungen Gesucht Flohmarkt
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Tracklist

I = Instrumental L = Live B = Bonustrack H = Hidden Track C = Coversong
CD
Track Künstler/Band Titel Zeit Besonderheit
Gesamtzeit 67:24  
1. Vishnu Fade On Me 5:24
2. Titans My Sorrow 5:30
3. Team Ghost Dead Film Star 3:30
4. Martin Kleid A Man With A Code Gun 4:28
5. Eden Weint Im Grab Feat. Le Comte Caspar (Coppelius) Moritat Des Leierkastenmanns (Akustik) 4:10
6. Northern Sadness Fear To See 3:56
7. Psionic Blasphemie 4:10
8. Project Rotten Freakshow (Psionic Remix) 5:11
9. Chainreactor Kick Ass 4:16
10. Dunkelwerk Schnuffi (Short Cut) 4:11
11. Demoncast Bitch 5:00
12. De:Ad:Cibel Vanitas 4:02
13. Kant Kino Übermensch 4:40
14. Cynical Existence Face Of God 3:37
15. A7IE Made Of Wrath 5:19

Infos

Das Frühjahr rückt näher, und was ist da angebrachter als eine kräftige Dosis energetischer Musik zum Erwachen aus dem Winterschlaf? Dieses Mal tummeln sich auf der Zillo-CD vor allem für Electro-Maniacs allerlei Perlen. Doch hört und lest selbst ...

Nachdem wir euch Vishnu in der letzten Ausgabe schon in einer Story vorgestellt haben, reichen wir nun eine musikalische Kostprobe nach. Die vier Norweger orientieren sich an Bands wie The Doors, Joy Division oder The Cult und spielen überzeugenden Düster-Rock mit Retro-Charme. Möge euch "Fade On Me" neugierig machen!

Hinter dem Namen Titans verbirgt sich ein schwedisch-amerikanisches Trio, das letztes Jahr mit seinem Debüt "For The Long Gone" bereits einige Aufmerksamkeit erregen konnte. Die Band vereint Electro, EBM und Pop mit schönen, eingängigen Melodien. Davon könnt ihr euch hier mit dem Track "My Sorrow" aus der gleichnamigen EP überzeugen.

Gründer von Team Ghost ist der Franzose Nicolas Fromageau, der bis zu seinem Ausstieg 2004 die eine Hälfte von M83 bildete. Hier nehmen rockige Elemente jedoch eine gleichberechtigte Rolle neben der Elektronik ein – Team Ghost spielten das Album sogar live im Studio ein. Irgendwo zwischen Sonic Youth, My Bloody Valentine, Brian Eno und Tangerine Dream bewegt sich die Debütscheibe "Rituals", aus der wir euch "Dead Film Star" präsentieren.

Hinter dem ominösen Namen Martin Kleid verbirgt sich kein Solomusiker, sondern eine italienische Band, die seit 2010 ihre Kreise zieht. Die vierköpfige Formation vereint britischen Indierock mit warmen elektronischen Klanglandschaften und einer hohen Griffigkeit. Aus dem Erstling "8Lights" gibt es "A Man With A Code Gun" auf die Ohren.

In eine ganz andere Richtung geht es hernach mit Eden Weint Im Grab, die ihren Song "Moritat des Leierkastenmanns" aus dem Album "Nachtidyll" neu aufgenommen haben – in einer Akustikversion, die von Le Comte Caspar (Coppelius) mit seinem Klarinettenspiel veredelt wurde. Dadurch erhält der Song über den immerfort orgelnden Leierkastenmann, der seit Äonen allein auf seinem Jahrmarkt steht, einen ganz neuen Charakter.

Northern Sadness sind 2010 aus der Asche der Band Dead Poets entstanden und widmen sich einer Mixtur aus Dark Electro und New Wave. Die aktuelle Single-Veröffentlichung der Belgier heißt "Fear To See", und daraus spendieren wir euch den Titeltrack als Vorgeschmack.

Psi-001 und Funker, die Köpfe von PsioniC, haben sich dem brachialen Harsh-Electro verschrieben. Das Linzer Duo legt dieser Tage sein Full-Length-Debüt, "Alteration", vor und legt Wert darauf, nicht nur mit Tanzbarkeit, sondern auch mit Inhalten zu überzeugen. Ob das klappt, könnt ihr mit "Blasphemie" herausfinden.

Project Rotten stehen dieser Tage mit ihrer digitalen EP "Welcome To The Freakshow" auf der Matte, um die Electro-Gemeinde in ihr musikalisches Horrorkabinett zu entführen. Darauf interpretiert das Duo Songs seines Debüts "The Freakshow" (2010) neu, z.B. den Titeltrack, den wir euch im Remix einer Combo vorstellen, die wir gerade schon mal hatten, richtig: PsioniC!

"The Silent & The Noise"? Wir geben es zu, wir finden den Titel des neuen Chainreactor-Werks irreführend, regiert darauf doch definitiv Lärm – Stille konnten wir lediglich zwischen den Songs entdecken. Doch das soll Industrial-Liebhaber nicht davon abhalten, Tracks wie das hier vertretene Club-Groovemonster "Kick Ass" mal anzuchecken.

Das Projekt Dunkelwerk widmet sich thematisch ganz dem Sujet Krieg und Niederlage. Dargestellt werden die bedrückenden Inhalte mit Dark Electro, Harsh Electro und Trance sowie Originalsamples aus der Zeit der beiden Weltkriege. "Operation: Duesterland" heißt der aktuelle Longplayer, den wir euch hier mit dem Track "Schnuffi" näherbringen.

Hinter Demoncast steckt der Israeli Ptyl, der sich für dieses Projekt mit der Sängerin Ariel Aviad zusammengetan hat und dem alternativen Industrial Rock frönt. Ob die Formation an ihre Vorbilder Nine Inch Nails, Massive Attack, Portishead, Skinny Puppy, Tool oder Marilyn Manson herankommt, könnt ihr anhand von "Bitch" anchecken.

Die Elektroniker von de:ad:cibel veröffentlichen in Kürze ihr nächstes Album, "Globalized", und schicken vorab die Single "Vanitas" ins Rennen, um um die Gunst des tanzfreudigen Publikums zu werben. Die Zillo-Redaktion rät: Mit Bass- und Volumeregler auf Anschlag erzielt ihr die beste Wirkung!

Die Norweger Kant Kino konnten für die Produktion von "Father Worked In Industry" eines ihrer großen Vorbilder als Kollaborateur gewinnen, denn Claus Larsen von Leaether Strip mischte und masterte die Scheibe und steuerte sogar Gast-Vocals und einen Remix bei. Dass sich die Kooperation gelohnt hat, beweist euch der Track "Übermensch".

Der Schwede Fredrik Croona ist uns auf dieser CD bereits mit Project Rotten begegnet, nun stellt er uns auch noch sein aktuelles Soloprojekt Cynical Existence vor, dessen Debüt "Come Out And Play" dieser Tage das Licht der Welt erblickt. Der im Vergleich zur Hauptband dunklere und experimentellere Sound findet mit "Face Of God" den Weg zu euch.

Und last but not least hätten wir noch A7ie. Die musikalische Spielwiese des Franzosen Gyom steht für pechschwarzen, hasserfüllten Hellectro. Der Macher hat sich das Motto "Sick Music For Sick People" auf die Fahnen geschrieben und legt mit "Tabula Rasa" bereits den dritten Longplayer vor. Mit "Made Of Wrath" locken wir euch in die depressive Parallelwelt des Ein-Mann-Projekts.

Das Zillo-Team wünscht ein aufregendes Hörvergnügen!

Quelle: Zillo 03/2012