vegetariancannibal

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vegetariancannibal
Registriert seit: 06.10.2009

Zum Verkauf 0 Eingetragen 29
Bewertungen: 228 Reviews: 31
Genres: Dark Wave/Gothic, Hörspiel/Hörbuch, Metal, Punk, Rock, Sonstiges
Bewertungsverteilung von vegetariancannibal
0.5 1 1.5 2 2.5 3 3.5 4 4.5 5 5.5 6 6.5 7 7.5 8 8.5 9 9.5 10
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6.0: 12.068965517241% (7x)

6.5: 20.689655172414% (12x)

7.0: 48.275862068966% (28x)

7.5: 22.413793103448% (13x)

8.0: 63.793103448276% (37x)

8.5: 43.103448275862% (25x)

9.0: 56.896551724138% (33x)

9.5: 15.51724137931% (9x)

10.0: 100% (58x)

Die letzten Bewertungen
10.0 für Anaal Nathrakh: Passion (2011) (19.03.2014 20:12)
7.0 für AC/DC: Flick Of The Switch (1983) (08.03.2014 21:22)
7.5 für AC/DC: Powerage (1978) (08.03.2014 19:49)
8.5 für AC/DC: Dirty Deeds Done Dirt Cheap (1976) (05.03.2014 14:45)
8.0 für Abscess: Damned And Mummified (2004) (03.03.2014 18:07)
9.5 für Passiv Dödshjälp: Fasader (2011) (18.04.2013 12:16)
6.5 für Morbid Angel: Heretic (2003) (23.02.2013 18:16)
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Die letzten Reviews

15.05.2013 19:54 - Death Wolf: II: Black Armoured Death (2013)

6.5 / 10
Von allem etwas, aber nichts so ganz, das spielen sich hier Death Wolf, formerly known unter dem alten Bandnamen Devils Whorehouse (einstmals als eine Misfits-Coverband gegründet), auf ihrer 2. Langrille, "II: Black Armoured Death" zusammen. Das muss man schon mehrfach hören, um daraus schlau zu werden (oder auch nicht). Dass hier Morgan, Gitarrist bei Marduk, den Bass bedient, tut nichts zur Sache, das heißt, wer die "Panzerdivision" erwartet, der wird sie bis zum Ende des Albums nicht finden. Death Wolf sind doch ein enormes Stück entfernt von Marduk, das mal vorweg. Es fängt punkig an, der 2. Song, "World Serpent" (Marduk-Fans bemerken, welch origineller Titel, einfach mal "World Funeral" mit "Serpent Sermon" gemischt?), ist rauer, geiler Metalpunk, warum denn nicht einfach so weiter? Nein, "Lord Of Putrefaction" danach klingt wie Doom meets Danzig, und Danzig leider in schlecht. Gewollt, aber nicht gekonnt. Kann halt nicht jeder so singen wie der "Evil Elvis" (und warum sollte man es versuchen, einer davon reicht doch schon.) "Darkness Of Hel" bleibt bei dieser Melodieführung. nur versucht es "Sänger" Maelstorm hier wieder mit punkigen, fast Hardcore-artigen Shouts. Mal was anderes, ok, man muss einfach Dinge lieben, die so garnicht zusammenpassen, um dieses Album einigermaßen gut zu finden. Zwischendurch sind ohne Zweifel echte Knaller dabei. Immer, wenn Death Wolf auf's Gaspedal treten, und ohne dass sich doch recht erfolglos an Klargesang versucht wird, wird es richtig geil, für die, die wie ich rumpeligen old school "Metalpunk" mögen, wo hin und wieder die Geschwindigkeit in Richtung Doom gedrosselt wird. Das hat Potential. Davon hätte ich gerne mehr gehört. Doch Death Wolf schrauben das Niveau immer wieder ein Stückchen runter, wenn Maelstorm versucht, wie sein offenbares Vorbild Glenn Danzig zu trällern. Da hab ich mir oft gedacht, "Meine Güte, jetzt lass es doch bitte, Junge!" Ebenso lassen sollten Death Wolf meiner Ansicht nach in Zukunft Coversongs. Vor allem von meiner Lieblingsband. Was hier mit "Little Black Angel" von Death In June gemacht wird, kann ich kaum in Worte fassen, und die Band hat es damit geschafft, meinen persönlichen Award für den schlechtesten Coversong aller Zeiten (!) zu erhalten. Death In June-Hasser, von denen es ja auch hier sicher einige gibt, und das meine ich jetzt ganz unironisch, greift zu, ihr werdet eure helle Freude daran haben, wie der "kleine schwarze Engel" hier durch den Fleischwurf gedreht wird. Und ich dachte, ich hätte bereits einiges an schlechten Covern gehört, aber das hier zeigt, dass es beileibe doch schlimmer geht, als ich jemals zuvor angenommen habe. Bevor jemand was falsches denkt, generell habe ich nichts dagegen, wenn meine Lieblingscombo gecovert wird-dass das auch in grandios geht, haben zuletzt die Norweger Arabrot auf "Maesscr" bewiesen. Aber "Little Black Angel" in der Death Wolf-Version ist schlimmer als ein Zahnarztbohrer. Das haben bestimmt schon viele mal zu Songs gesagt, die sie nicht mögen, aber, glaubt mir, ich meine das wortwörtlich, der Song hat mir in der Tat Zahn- sowie Kopfweh bereitet! Wenn es noch grausamer als das geht, was ich bezweifele, höre ich auf, Musik zu hören! Immerhin, der Titeltrack, "World Serpent", Sudden Bloodletter" und sogar das doomige "Death Wolf March" haben gut reingeknallt. Nen Zusatzpunkt gibt es noch für das falsch geschriebene "Rothenburg" am Schluß. Wenn man schon vom Kannibalen von Rotenburg singt, sollte man zumindest wissen, wo Armin Meiwes gewütet hat-nämlich in Rotenburg an der Fulda und nicht in Rothenburg ob der Tauber. Macht aber nix, denn Maelstorm spricht es eh so aus, dass es sich nach "Rotten Burgh" anhört-und das war so unfreiwillig komisch, dass es mir schon wieder gefallen hat-desweiteren ist auch dieser Song musikalisch nicht übel! Richtig verreißen kann ich das hier nicht, denn die Jungs haben offenbar den gleichen Musikgeschmack wie ich, denn sowohl Death In June als auch Danzig sind absolute Favoriten von mir. Das macht die Combo für mich trotz allem (leider) extrem sympathisch. Mit einem anderen Sänger geht's vielleicht, enttweder das, oder Death Wolf bleiben einfach mal bei dem, was sie können, nämlich einen guten Mix aus Black, Punk N' Doom ohne Experimente zu spielen. Ich bin wirklich zwigespalten; irgendwie ist das trashig (nicht thrashig, sondern trashig!) und B-Klasse, aber auf der anderen Seite doch wieder so kultig, dass sogar der der Erstauflage beiliegende Patch trotz allem auf meine Kutte wandert. Mit (mindestens!) einem Kasten Bier dabei ist es vielleicht sogar obercool. Punkte würde ich am liebsten hier weglassen, aber 6 ein halb (mit ganz viel gutem Willen) trifft es vielleicht. Anspruchsvolle Musikhörer, sowie Danzig- und Death In June-Fans, die im Gegensatz zu mir keinen Spaß verstehen, sollten den Todeswolf tunlichst meiden. Alle anderen, die jetzt noch interressiert sind, sollten auf jeden Fall vorher reinhören. 6.5/10 [Review lesen]

18.04.2013 12:16 - Passiv Dödshjälp: Fasader (2011)

9.5 / 10
Huch, was ist das denn? Ich habe Gute Laune am (für mich noch frühen) Morgen? Und das alles nur, weil der Saturn Köln diese Scheibe hier für 3,97 Euro verramscht hat. Kannte ich nicht, sah aber interessant aus, habe ich einfach mal mitgenommen. Ergebnis: Wenn es noch nen bessere Hardcore/Punk/Metal-Mix-Scheibe gibt, dann...habe ich sie nicht? Unglaublich, dass diese Band noch nicht so bekannt und beliebt ist wie etwa Kvelertak, (in die Richtung geht es ungefähr, minus den Rock N' Roll Einflüssen, die bei Kvelertak vorherrschen) an der Qualität liegt es nicht!!! Bei Hymnen wie "Döda Din Chef", bei denen man nichtmal Schwedisch können muss, um freudig mitzugröhlen, tanze selbst ich, die eigentlich nicht ganz so doll gerne Hardcore Punk hört, Pogo vor der Anlage. Nur viel zu kurz, das Ganze. 20 Minuten, und es ist vorbei, einfach mal kurz "auf die Fresse", keine Gitarrensoli, kein Schnickschnack, aber eine derart geile Produktion und solch eingängige Tracks, dass man das nur abfeiern kann. Und wenn du solche Musik magst, dann spielst du es immer wieder von vorne. Nochmal, nochmal, nochmal! Wenn die Jungs es jetzt noch schaffen, einen echten "Longplayer" mit mal mindestens der doppelten Spielzeit, aber in der Qualität von "Fasader", aufzunehmen, dann gibt's ne 10 von mir. So: knapp dran vorbei, trotzdem, danke, und hoffentlich bald mehr davon! 9.5/10 [Review lesen]

23.02.2013 18:16 - Morbid Angel: Heretic (2003)

6.5 / 10
Ich finde so langsam Gefallen an Industrial. "Gottseidank" oder "Ja, leider" sagen meine Freunde dazu, je nach Hörgewohnheit. Bis Track 6 ist dieses Album fast klassischer Death Metal. Nur "fast", da das ganze doch sehr modern produziert ist. Ist jetzt nicht so toll wie etwa "Altars Of Madness" oder "Blessed Are The Sick". Kann man aber hören. Ab Song 7 geht es los, "Place of many deaths" und "Abyssous", und weg ist er, der Metal. Im Ernst jetzt. Das sind Sounds, die eher im Gothic-Laden meines Kumpels laufen, experimentell, Industrial, oder auch "Noise". Mit "God of our own divinity" und "Within thy enemy..." flackert der alte Sound nochmal für 10 Minuten auf, dann ist aber endgültig Feierabend, und es folgen Tracks, die man entweder mag, weil man ein SEHR (das muss ich jetzt mal so betonen) aufgeschlossener Musikhörer ist oder hasst, weil man denkt, irgendwie ist ne falsche Band auf den Tonträger geraten. "Memories of the past" folgt und ist bereits das 3. von insgesamt 6 (!) Instrumentalstücken auf dem regulären Album. Diesmal Akustikgitarre und Keyboard, nicht übel, aber, der Metal hat sich wie schon gesagt verabschiedet. Mir gefällt der Song persönlich genauso wie das nachfolgende "Victorious Reign Of The Conqueror". Hätte auch so ein Instrumental-Bonustrack auf einer x-beliebigen Neofolk/Neoklassik CD sein können. Aber definitiv! Würde ich nicht wissen, dass da Morbid Angel läuft, hätte ich beim Songraten auf eine Menge anderer Bands aus meiner Sammlung getippt, nur nicht auf die. Gefällt mir subjektiv mal wieder klasse, aber, ich stelle mir auch die Frage, wenn ich NICHT Death Metal hören will, könnte ich auch einfach eine andere Band auflegen, oder? Eben, weil man sich unter Morbid Angel nun mal klassichen US-Death vorstellt, wenn man die alten Sachen kennt. Das vorletzte Stück, ein Drum-Solo von Pete Sandoval, kommt live ja sicher cool, hätte ich aber auf CD nicht gebraucht. Dann nochmal ein recht noisiges Gitarrensolo mit "Born Again", hätte man sich imho auch sparen können, bevor, je nachdem welche Auflage man besitzt, noch ein paar kurze Instrumentals als Hidden Tracks kommen, die jetzt allerdings auch alles andere als toll sind, da hier oft nur schon gehörtes vom Album nochmal etwas anders gespielt wird, bzw. als längstes Stück noch eine Instrumentalversion von "Beneath the hollow" kommt. Für alte Fans wohl ein merkwürdiges Album. Wäre ich von der Death Metal-Trueness-Polizei, ich hätte "Heretic" so 2-3 Punkte gegeben. Bin ich nicht, aber doch sehr im Zwispalt. Erstmal habe ich nichts dagegen, wenn Bands sich verändern, das sei jeder Band ihr gutes Recht und selbst überlassen, andererseits, habe ich den Eindruck, dass Morbid Angel sich auf "Heretic" selbst nicht sicher waren, wo die Reise denn nun hingehen soll. Homogen ist anders. Deshalb gebe ich auch nur 6,5 Punkte. Subjektiv wären es vielleicht 8 gewesen, ich mag die Scheibe schon, aber, bewerten muss ich das anders, denn ich kann auch jeden alten Fan der Band verstehen, der die Scheibe am liebsten entsorgen würde. In sofern ist die Wertung denke ich ein vernünftiger Kompromiss. [Review lesen]

22.02.2013 19:56 - Six Feet Under: Graveyard Classics III (2010)

4.5 / 10
Dass mich Chris Barnes mal nerven würde, hätte ich als Cannibal Corpse-Fan der ersten Stunde auch nicht gedacht, aber, bei aller Liebe, ich hoffe wirklich, dass es sich mit Teil 3 "ausgeklassikt" hat. Graveyard Classics 1: o.k, da war es noch interessant und was neues, fand ich cool damals, Graveyard Classics 2: Das war schon so "na ja", brauche ich das komplette "Back in Black -Album von AC/DC nochmal in ner Death Metal- Fassung? Nicht wirklich. Und jetzt diese hier, ich habe ja sehr lange einen Bogen drum gemacht, aber als ich sie letztlich in einem 2nd Hand Laden sah, dachte ich, ach was soll's, könnte ja doch ganz nett werden. Die Tracklist war ja schon mal cool. Mercyful Fate, Anvil, Metallica, Slayer, BTO, Van Halen, Exciter, Twisted Sister, Ramones und Prong. Als ich sie das erste mal hörte, hatte ich sie als Hintergrund-Soundtrack für ein PS3-Spiel, da ging es noch, aber ich muss sagen, jetzt, wo ich sie mehrmals konzentrierter gehört habe, ist das doch ziemlich langweilig! Ich zumindest hatte das Gefühl, dass SFU hier auch jeden anderen Song gecovert haben könnten, es klingt immer gleich, SFU halt, schön schön, aber irgendwie auch lieblos. Chris Barnes grunzt sich durch die Musikgeschichte und ein Song hört sich in dem Soundgewand an, wie der andere. Gut, bei manchen Songs kann der Lead-Gitarrist zeigen, dass er neben Death Metal auch geil Solis aus dem klassichen Metal und Rock spielen kann. Macht das Gesamtbild nicht besser. Selbst ein Punk-Song wie "Psychotherapy" klngt wie fast exakt wie das Original. Minus Joey Ramone halt, plus Death Metal-Barnes. Wer die Originale kennt und in der Sammlung hat, braucht das imho nicht oder nur dann, wenn er ein absoluter Die Hard-Fan von Six Feet Under ist. Zu Gute kann man dem Ganzen halten, dass jüngere Fans der Band durch die Cover auch mal die alten Bands kennen- und schätzen lernen. Deshalb bin ich nicht ganz negativ, aber alte Hasen, die die Originale wohl längst fast schon "totgehört" haben, und nicht alles von SFU haben müssen, können diese Ausgabe der "Classics" beruhigt im Regalfriedhof ihres Plattenladens ruhen lassen. 4.5/10 [Review lesen]

12.01.2013 19:18 - Absentia Lunae: Marching Upon Forgotten Ashes (2004)

4.5 / 10
Obwohl ich seit der spannenden und sehr abwechslungsreichen "Historia Nobis Assentitvr" ein echter Absentia Lunae-Fan bin: Diese hier ist enttäuschend! Da ich sie sehr lange gesucht habe, vielleicht subjektiv noch etwas mehr. Hat sich leider nicht wirklich gelohnt, jedenfalls nicht so, wie ich mir das gewünscht hätte. Zur Verteidigung sei gesagt: Das hier war ja auch das Debut-Album. "Marching upon forgotten ashes" geht mit einem vielversprechenden, schaurigen Intro los, welches einem Horrorfilm entsprunge sein könnte, nur um dann leider größtenteils in 0815-Black Metal überzugehen. Die Art, die Absentia Lunae spielen, nennen manche "Raw Black Metal", und, da ich selbst gerne Black Metal ohne Keyboards, schön hart und fies wie er früher war, höre, spricht mich das schon an. Nur: Die können das doch um einiges besser, hat man auf "Historia..." ganz klar gehört. Zwar kann man hier schon erahnen, wohin die Reise einmal geht, denn gottseidank haben sie auch hier schon ein paar abwechslungsreiche Passagen, z.B. düsteren Klargesang, immer nur kurz eingestreut, geht ok, hätte mehr von drin sein können. Was dagegen nervt, ist das uninspirierte getrommel. Es ist zwar, gottlob, kein Drumcomputer, aber teils nahe dran. Ich jedenfalls hatte den Eindruck, dass der nicht immer wirklich zur Melodie spielt, bzw., da die Drums ja eigentlich den Takt angeben sollen, die Melodie nicht nach dem Takt spielt. Ganz böse ausgedrückt würde ich es so formulieren: Das kann ich, dem Schlagzeugspiel keinesfalls mächtig, an einem guten und fitten Tag auch, denn nur auf Teufel komm raus schnell spielen, dazu braucht man eben doch nur Kondition, und kein Taktgefühl. Letzteres fehlt hier oft völlig, was mich fast wahnsinnig macht. War es vielleicht doch beabsichtigt? Wenn ich dann wieder "Historia..." auflege, glaube ich allerdings nicht. Das darf man auch nicht falsch verstehen: Ich liebe Drums mit MG-Speed, wie etwa bei Endstille, nur passen muss das auch zu den anderen Tonspuren. Die Gitarre liegt imho auch manchmal daneben. Wo neben eigentlich? Kann ich auch nicht klar sagen, irgendwie herrscht hier das Chaos, und das ganz ohne dass ich es unter "experimentelle Sensation" einordnen würde. Gut, manchmal passt es sogar-hört sich für mich schon fast wie Glückstreffer an. Vielleicht liegts ja auch etwas an der rumpeligen Produktion, welche mich aber bei anderen Favoriten-Combos meinerseits, wie etwa den alten Darkthrone, auch nicht stört. Irgendwie kriegen Absentia Lunae auf "Marching upon forgotten ashes" einfach den Dreh nicht. Sei's drum, Absentia Lunae, die sich damals auch Absentia Dynamik hätten nennen können, arbeiten gerade an ihrem 4. Longplayer, der voraussichtlich "Vorwärts" betitelt sein wird. Schlechter als dieser wird der sicher nicht, im Gegenteil, mittlerweile sind sie ja meiner bescheidenen Meinung nach als Musiker um ca. 100% besser geworden. "Marching upon forgotten ashes" ist allerdings eher ein Album, mit dem man nicht anfangen sollte, sie zu hören, falls man dieser Band etwas abgewinnen will. Da ich weiß, daß sie sich mittlerweile ordentlich gesteigert haben, wohlwollende 4.5 Punkte für den Versuch, der sicherlich gut gemeint war, aber mehr kann ich da nichtmal als Fan der Italiener, der beide Augen bzw. Ohren zudrückt, vergeben, noch knapp unter'm Durschschnitt isses hier ja leider trotzdem. [Review lesen]

11.01.2013 14:36 - Blood Command: Funeral Beach (2012)

8.5 / 10
Wenn man Blood Command noch nicht kennt, obwohl das hier nicht ihr erstes Album ist, ist das erstmal verwirrend: Vom Artwork her denkst du, die nächste Retro/Psychedelic-Rock Band steht an, wenn du dann liest, dass die in besetzten Häusern gratis Konzerte spielen, dann denkst du, jetzt kommt textlich linkpolitischer 77er Punk, aber wenn du die Plattenfirma Fysisk Format kennst, nimmst du wieder an, dass doch was experimentelles dran sein muss. Stimmt dann natürlich alles so garnicht. (Post-) Hardcore steht an, melancholische Gitarrenwände mit abwechselnd klarem Gesang und Hardcore-Shouts von einer Sängerin, die gelegentlich sehr poppig klingen kann, dazu philosophische Texte. Überhaupt, "Funeral Beach" scheint der passenste Plattentitel zu sein, den es je gab, denn diese beiden Worte reichen eigentlich schon aus, um das Album zu beschreiben. Eine traurige Grundstimmung, die immer wieder von Ohrwurm-GItarrenpop durchbrochen wird, der teils sogar bei hippen Radiosendern im Frühstücksprogramm laufen könnte. "High five for life" könnte eine Single werden, die das Zeug zum Alternative-Clubhit hat. So hymnenhaft und eingängig, dass du den schon nach dem ersten Hören nicht mehr aus dem Gedächtnis bekommst. Warum Blood Command dann doch noch nicht den Durchbruch geschafft haben, liegt dennoch auf der Hand: Sie haben immer wieder diese Songs im Programm, die zu hart für die Alternative-Kiddies und zu soft für die Hardcore-Fraktion sind. Ist das deshalb schlecht? Nein, ganz im Gegenteil, diese Mischung macht sehr viel Spaß, wenn man nicht irgendeiner Fraktion festgefahrener Genre-Puristen gehört. Außerdem: die wächst pro Durchlauf noch. Wen das also anspricht, kauft sie euch - auf Vinyl. Zu spät habe ich bemerkt, dass dieses einen Bonustrack hat und die CD ohnehin beiliegt. Egal, mein Pech. Ihr Label Fysisk Format aus Norwegen ist jedenfalls unbedingt unterstützenswert, hier herrscht noch Idealismus, echte Liebe zur Musik und der Willen, Newcomer zu fördern. Deshalb macht es Sinn, da mal vorbeizusurfen, unter www.fysiskformat.no oder www.facebook.com/fysiskformat, gibt es immer wieder News zu vielversprechenden Underground-Künstlern wie diesen hier. [Review lesen]

21.12.2012 20:21 - Ajattara: Joululevy (2009)

8.0 / 10
Für alle, die noch ein Weihnachtsalbum brauchen, dass nach allem klingt, nur nicht eine Spur nach Weihnachten-was will man auch erwarten von einer Band, die sich selbst als "Depraved Black Metal" bezeichnet-ist dieses hier vielleicht einen Kauf wert. Und wahrscheinlich auch das einzige, was auch jemand, der Weihnachtslieder eigentlich hasst, mögen würde. Vielleicht liegt es teils daran, dass ich die Originale der finnischen Weihnachtslieder nicht kenne, und die Texte (allesamt in finnischer Sprache) nicht verstehe - für mich könnte das auch einfach so ein Metalalbum sein. Bekanntes wie "Jingle Bells" findest du hier nicht, stattdessen einen traditionell finnischen Weihnachtssong namens "Hei tonttu ukot", und etliche Songs, die von der Band und allen vorran Sänger Pasi Koskinen alias Ruoja selbst geschrieben wurden. Für das A-Capella-Stück "Joulupukki puree ja lyö" brauchst du entweder einen Hang zum Wahnsinn oder aber starke Nerven, während der Rest eine Mischung aus melodischem Black, Death und Doom Metal darstellt. Gerade die Doom-Einflüsse sind in vielen Songs mit tiefem, harten Bass und schleppender Melodie deutlich herauszuhören, während der Gesang niemals klar ist, sondern eher hart und räudig, ohne dass Growls dabei sind, bei denen man die Worte nicht mehr versteht. Würde rein gesanglich auch zu der ein- oder anderen Hardcore-Combo passen, nur damit ihr wisst, wohin der schwarze Schlitten hier läuft. Ein bisschen bis sehr nervig fand ich in manchen Songs die Keyboards-dieses Gequietsche wie z.B. am Anfang und im Hintergrund vom Song "Teuras" finde ich nur dann besonders toll, wenn es mal kurz aufhört. Wenigstens halten sich die Keyboard-Passagen auch für meinen Geschmack in so eben noch erträglichen Grenzen. Das hier ist ja dem Gehörnten sei dank nicht Nightwish. Vielleicht ist es aber auch nur drin, um daran zu erinnern, dass man sich keinen Gefallen damit tut, wenn man seinen Kindern zu Weihnachten ein solches Instrument schenkt. Von daher, kein Punktabzug von mir, denn diese Platte ist ohnehin nicht ernst, auch wenn sie überwiegend und nur von wenigen experimentellen Passagen mit Humor unterbrochen, so klingt. Was ich mit den Bildern im Innencover, die man bei musik-sammler gütigerweise ja nicht sehen kann, anfangen soll, weiß ich auch nicht so recht-wenn hier jemand den Award für die schlechtesten Weihnachtszeichnungen aller Zeiten abräumen wollte, dann herzlichen Glückwunsch. Das sage nochmal einer, Cannibal Corpse würden fiese Cover machen-schaut euch das mal an, dann wißt ihr Bescheid. Da kommt kein Zombie mehr mit. Fazit: Wenn eure Schwiegereltern zu den Festtagen vorbeikommen, und darauf bestehen, dass ihr ein Weihnachtsalbum auflegt, dann wäre zu Ajattara's "Joululevy" anzuraten. Immerhin kann man euch dann nicht vorwerfen, dem Wunsch nicht nachgekommen zu sein, und ihr hört trotzdem irgendwie nichts anderes, wie sonst jeden Tag auch, wenn ihr denn diese Art von Metal mögt. Ja, ich weiß, Anspieltipp...ok: https://www.youtube.com/watch?v=c9D3VSrLLuc&list=PL3F24B0300FEF443E&index=39 (der findige youtube-Experte weiß sicher etwas damit anzufangen oder hört eben woanders rein ;) ) [Review lesen]

08.12.2012 16:26 - Mucupurulent: Soulreaver (2002)

10.0 / 10
Seit Jahren eins meiner Lieblings-Metal-Alben und ich habe noch nichts dazu gesagt, obwohl ich sie grad zum ungefähr 100. mal höre? Nein, kann doch nicht angehen, immerhin haben es ja Mucupurulent trotz ihrer sagenhaften Qualität noch immer nicht zum Weltruhm geschafft, warum nicht also mal andere darauf hinweisen, dass das hier wirklich sehr, sehr gut ist? Genau. "Death Metal" und "Grindcore" als Begrifflichkeiten für den Stil passen zwar, aber das hier groovt so dermaßen, dass "Death N' Roll" als Bezeichnung wirklich mehr als angebracht ist - kein anderes (Metal) Album in meiner Sammlung hat einen derart stimmigen "Disco"-Beat, und das zu härtesten Gitarren und einem Sänger, der einem Chris Barnes (ex- Cannibal Corpse, Six Feet Under) wirklich in nichts nachsteht, und mir subjektiv sogar noch eine Spur besser gefällt. Man muss aber sagen, das Schlagzeug macht einiges aus-der Typ ist einfach nur genial. Wer da nicht mitbangen muss, hat nicht nur keine Ahnung von Metal, sondern auch keinen Spaß an eingängiger Musik. Genau das kann man sagen, glaubt mir, die Stücke bleiben im Ohr hängen, und es ist kein einiziges schlechtes dabei. Und nein, ich bin nicht die Promoterin dieser Band, ich habe sie noch nicht einmal je live gesehen (leider), und irgendwie verpasst, mir ihre anderen Alben anzuhören (wofür es jetzt auch langsam mal an der Zeit ist). "Soulreaver" ist seit 2002 das beste Death N' Roll-Album, welches nicht nur in meiner Sammlung herumsteht, sondern regelmäßig wieder aufgelegt wird. Ich weiß, für manche ist das jetzt sowas wie "Blasphemie", aber (und ich liebe auch diese Band!) da kommen ja nichtmal Entombed mit. Wurde also wirklich Zeit, daß ich jetzt endlich mal die verdiente 10 vergebe. Leider gibt's meine Anspieltipps und die "Hits" der Scheibe wie "The pain lasts forever" nicht auf youtube, aber da eben kein Song schlecht ist und sogar die schwächeren auf diesem Album stark im Vergleich zu manch anderer Band, habe ich hier mit "Again" den ersten Track von "Soulreaver" für euch rausgesucht: http://www.youtube.com/watch?v=FTodKkg5tlY wobei ich allerdings betonen möchte, dass dies der einzige Track ist, bei dem das Schlagzeug diesen elektronischen Klang beigemischt bekam (dafür könnte ich nen Punkt abziehen, ist aber ja nur bei dem Lied so, und das nichtmal durchgehend, von daher, ich bin ja auch keine Erbsenzählerin!) Wenn euch "Again" schon gefällt, nicht lange nachdenken, sondern kaufen, grooven, Spaß haben! [Review lesen]

15.11.2012 17:23 - Grand Supreme Blood Court: Bow Down Before The Blood Court (2012)

8.0 / 10
Wenn das Blutgericht tagt, wird die Old School Death-Metal-Keule geschwungen. Die Niederländer Grand Supreme Blood Court, bestehend aus ehemaligen und noch aktiven Mitgliedern von Asphyx, Hail Of Bullets und Soulburn sind keineswegs nur ein Nebenprojekt von genannten Bands. Gitarrist Alwin Zuur (hier: Grand Registrar Zuur) ließ bereits in einem Interview mit metal1.info verlauten, daß man für mehrere Alben bei Century Media unterschrieben habe. Ein neuer Stern am Death Metal Firmament? ich meine, ja, das Potential haben sie. Auf "Bow Down Before The Blood Court" wird nicht nur geknüppelt, auch ein paar schleppende, doomige Passagen gibt es, die Scheibe ist also -rein musikalisch - schön abwechslungsreich und nicht langweilig, wobei mir die Vocals von Martin Van Drunen-nein, Verzeihung, Grand Prosecutor Van Drunen natürlich - auch hier sehr gut gefallen. Lyrisch hingegen bedient man nun wirklich alle Death Metal-Clischees, geht es hier in einer Art "Konzeptalbum" (na ja, vorausgesetzt, man erwartet da jetzt nichts anspruchsvolles) um das Blutgericht und seine Hinrichtungsmetoden. Splatterfans dürften ihren Spaß dran haben, Death Metal halt, was anderes passt da wohl auch nicht. Zur Produktion, an den Reglern saß der bekannte Dan Swanö (u.a. Edge Of Sanity) und das hört man. Death Metal Fans der ersten Stunde werden den Sound und diese Scheibe sicherlich wohlwollend aufnehmen. Was neues ist das nicht-aber grundsolides Todesblei und ein schönes Debut, was ich mit 8 von 10 Punkten belohne. Wer sich nun von diesem Review angesprochen fühlt, und reinhören möchte, die Band selbst (bzw. Century Media in deren Auftrag) hat einen Song als Video online gestellt: http://www.youtube.com/watch?v=PQb6A1qaEUk [Review lesen]

01.11.2012 20:15 - Bethlehem: Profane Fetmilch Lenzt Elf Krank (1999)

10.0 / 10
Freunde von experimentellen Obskuritäten: kaufen. Alle anderen: lassen. Kann man zu dieser Single sonst noch was sagen? Krankes Cover, kranke Texte, kranke Musik, Irrenhaus Metal. Einflüsse wohl von Gothic bis Black Metal, nicht näher definierbar. Gut gespielt allemal. Im Vergleich zu manch anderem Stück dieser Band, ist das, trotz allen Experimenten, ja irgendwie noch harmlos, als Bethlehem-Einstieg also unbedingt der oben genannten Zielgruppe zu empfehlen. Lieben oder hassen! Punkte würde ich am liebsten keine vergeben, wie soll man das denn beurteilen? Dann geb ich halt 10 Punkte für 10 von 10 auf der Skala des Wahnsinns. Macht aber Spaß. Nicht zuletzt große Kunst ist die Widmung im Booklet: "This album is dedicated to the birds at the power plant." Dass Bethlehem das ernst meinen, glaube ich sofort. [Review lesen]

Insgesamt 31 Reviews vorhanden. Alle anzeigen