Sgt. Kuntz

Account deaktiviert!

Sgt. Kuntz
Registriert seit: 03.11.2007

Zum Verkauf 0 Eingetragen 1323
Bewertungen: 171 Reviews: 166
Genres: Metal, Rock
Bewertungsverteilung von Sgt. Kuntz
0.5 1 1.5 2 2.5 3 3.5 4 4.5 5 5.5 6 6.5 7 7.5 8 8.5 9 9.5 10
1 0 1 1 1 0 0 0 1 0 1 1 3 14 23 47 28 32 11 6

0.5: 2.1276595744681% (1x)

1.0: 0% (0x)

1.5: 2.1276595744681% (1x)

2.0: 2.1276595744681% (1x)

2.5: 2.1276595744681% (1x)

3.0: 0% (0x)

3.5: 0% (0x)

4.0: 0% (0x)

4.5: 2.1276595744681% (1x)

5.0: 0% (0x)

5.5: 2.1276595744681% (1x)

6.0: 2.1276595744681% (1x)

6.5: 6.3829787234043% (3x)

7.0: 29.787234042553% (14x)

7.5: 48.936170212766% (23x)

8.0: 100% (47x)

8.5: 59.574468085106% (28x)

9.0: 68.085106382979% (32x)

9.5: 23.404255319149% (11x)

10.0: 12.765957446809% (6x)

Die letzten Bewertungen
4.5 für Manowar: Louder Than Hell (1996) (05.06.2013 10:42)
2.0 für Manowar: Lord Of Steel, The (2012) (05.06.2013 10:42)
8.0 für Manilla Road: Invasion (1980) (13.07.2012 10:08)
7.5 für Randy: Randy (2010) (17.05.2012 10:38)
2.5 für Running Wild: Shadowmaker (2012) (15.05.2012 10:38)
8.0 für Pharaoh: Bury The Light (2012) (15.05.2012 10:36)
8.0 für Trappazat: From Dusk Till Dawn (2012) (02.05.2012 14:38)
Insgesamt 171 Bewertungen vorhanden. Alle anzeigen
Die letzten Reviews

02.08.2012 17:33 - Dead Lord: No Prayers Can Help You Now (2012)

7.0 / 10
Mit der DEAD LORD-Single stellt sich ein weiterer Vertreter der ewigen Talentschmiede Schwedens vor. Die alte Binsenweisheit, dass es dort mehr Musiker als Fans zu geben scheint, ist schon seit Beginn der 90er-Jahre nicht mehr wirklich originell. Und wenn man als solcher weniger als drei Nebenprojekte unterhält, beleidigt man wohl das skandinavische Musikerethos, das kommt ja noch hinzu. DEAD LORD sind da keine Ausnahme, wobei mir nur Bassist Tobias` Band ENFORCER etwas sagt, aber auch die anderen drei gehören zu der Gattung nicht ausgelasteter Musiker. Um in diesem Morast als neue Band noch irgendwie aufzufallen, schafft man sich seine kleinen Nischen, in dem Fall eine recht gemütliche, im 70er-Stil eingerichtet und tapeziert mit Postern von Hardrocklegenden, allen voran denen von THIN LIZZY. Das macht das Leben für alle Rezensenten leichter, denn so hat zumindest jeder gleich eine Vorstellung über die Stil- und Spielweise von Hakim, Olle und Co.   Ob man das nun unter "Retro" verbuchen muss oder nicht, sollte einen nicht weiter kümmern, sofern man dem soliden, erdigen Hardrock zugeneigt ist. Durch die zweistimmigen, locker-leichten Gitarren-Leads sind die Vorbilder aus Irland jederzeit präsent, und wenn das Ganze noch ohne technischen Firlefanz live im Studio eingespielt wird und in einen warmen, analogen Sound mündet, ist man auf dem richtigen Weg. Auch wenn für ein volles Album sicherlich noch mehr eigenständige Ideen gut täten. Aber ob es soweit überhaupt kommt, wird wohl auch an den Verkaufszahlen liegen. Beide Songs überzeugen gleichermaßen mit eingängigen Hardrock und einer Mischung aus Garagen-Flair und versierter Spieltechnik. Ein vielversprechender Start! Sgt. Kuntz [Review lesen]

13.07.2012 10:11 - Metalmorfosis: ...Through Space... And Time (2012)

8.0 / 10
Die Athener METALMORFOSIS und High Roller Records machen aus der vorliegenden LP eine wahre Pflichtveranstaltung für traditionelle Metaller, soviel gleich mal vorweg. Obwohl bereits die dritte Veröffentlichung, kann man immer noch nicht von einem richtigen Album sprechen, da hier querbeet Songs aus den 90ern (als man sich noch SPECTRE nannte) bis hin zu neueren Stücken zusammengefügt wurden. Aber die wenigsten werden mit diesen oder jenen vertraut sein, also fällt dies erst mal nicht weiter ins Gewicht. Und während die Band auf der letzten Single noch stark US-orientierten Speed Metal zockte, drängt sich hier auf den ersten Songs erstmal der epische Metal in den Vordergrund, mit vielleicht nicht progressiven, aber zumindest unorthodoxen Songstrukturen. Das funktioniert bestens, vor allem weil der Gesang das Ganze perfekt vermittelt, sowohl bei den getragenen, als auch bei den energischen, schnellen Parts. Und wenn dann etwa bei "Angel On The Run" noch zweistimmige Leadgitarren und ein mitreißendes Solo hinzukommen, weiß ich nicht, was man sich als Epic Metal/80er-Metal-Fan noch mehr wünschen kann. "Haunted House" hält die Spannung weiter aufrecht und überzeugt nach einem Grusel-Intro mit Riffs zum Zunge schnalzen. Auf der B-Seite angekommen, merkt man dann einen leichten Stilwandel. Eben jene im Bandnamen angedeutete Metamorphose also, womit man ja in der Biologie eine Anpassung an die Umweltbedingungen bezeichnet. Aber bevor die Alarmglocken losgehen, sei versichert, dass lediglich "Over The Waves" von einem fast schon thrashigen Riff eingeleitet wird, bevor mit "Watching From A Distance" eine schlicht-schöne Ballade folgt, die das sphärisch-spacige Cover akustisch umsetzt und zu überzeugen weiß. Ebenso entrückt geht es rein instrumental zu Ende, da hätte man sich nach so einem Hammeralbum auch einen entsprechenden Rauswerfer gewünscht. So wirkt die B-Seite etwas in die Länge gestreckt, aber allein die Kracher am Anfang machen "... Through Space ... And Time" zu einer lohnenden Anschaffung, auch optisch auf der Höhe durch das außen wie innen hübsch gemachte Gatefold-Cover. Sgt. Kuntz [Review lesen]

13.07.2012 10:08 - Manilla Road: Invasion (1980)

8.0 / 10
Ein paar Worte zum aktuellen Re-Release von "Invasion" durch High Roller Records: Etwas ist mir nämlich beim Durchlesen der Meinungen zu den ersten beiden MANILLA ROAD-Alben sowie zu den erst später veröffentlichten Songs auf "The Mark Of The Beast" und "After Midnight Live" aufgefallen: Das überwiegend positive Fazit wurde nicht selten damit begründet, dass auf den frühen Werken, also alles was vor 1983, bzw. dem "Crystal Logic"-Album, aufgenommen wurde, sich schon die spätere Brillanz in Sachen Spielweise und Stil ankündigt, also gewissermaßen der Samen gelegt wurde, für das, was sich dann später in voller Perfektion entfalten sollte. Ein solches Kausalitätsdenken hat mich schon immer gestört. Was wäre denn gewesen, wenn sich die Band Ende `82 aus welchen Gründen auch immer aufgelöst hätte? Dann wären wir um etliche Klassiker des dramatischen Heavy Metal ärmer, es bliebe uns aber wenigstens erspart, dass irgendwelche Experten meinten, sie müssten bei den bis dahin vorliegenden, stark 70er-Jahre beeinflussten Hardrocksongs schon den "Proto-Epic Metal" herausdeuten.   Ein Hardrock/Metal-Fan aus dem Erscheinungsjahr (1980) würde sich wohl krümmen vor Lachen, hat er doch höchstwahrscheinlich vor kurzem (oder in Kürze) eine "Ace Of Spades", "British Steel", "Iron Maiden", "Lightning To The Nations" oder "Angel Witch" erworben; was will er da mit den althergebrachten 70er-psychedelischen Klängen aus der hintersten amerikanischen Provinz anfangen? So schnell ändern sich die Perspektiven, also rät es sich genau hinzuhören. Und da offenbart sich, wenn man mal alles spätere Schaffen auszublenden versteht, ein tolles, energiereiches Hardrock-Album, nicht mehr, aber auch bestimmt nicht weniger. Gleich der sehr direkte Opener "The Dream Goes On" und das herrlich verspielte "Cat And Mouse" zeigen doch eine versierte, spielstarke Heavy Rockband, die bei mir eigentlich kaum den Eindruck erweckt, dass sie etwa noch "ihren Stil suchen" würde, wie man hier und da lesen muss. Ein herrlich altmodischer Basssound, wilde und nicht gerade softe Gitarren und der originelle Gesang von Shelton, bei dem ich immer an mittelalterliche Barden aus alten Robin Hood-Filmen denken muss. "Far Side Of The Sun" beginnt mit psychedelischem Intro und übertrifft die eh schon sehr guten Songs noch einmal, nicht zuletzt durch ein traumhaftes Solo, für das allein sich schon das Anhören der gesamten A-Seite rentieren würde. Die Rückseite startet mit "Street Jammer" recht bluesig, bevor man das akustisch-balladeske "Centurian War Games" geschickt vor dem über dreizehnminütigen Abschlusstrack positioniert. So muss das sein. Besagter Song enttäuscht durch sein Ideenreichtum natürlich auch zu keiner Sekunde, von mir aus kann man ihn auch als episch bezeichnen. Das Alles war zu diesem Zeitpunkt nichts furchtbar Neues oder Innovatives, und bei einem anderen Bandnamen bräuchte es auch keinen erneuten Re-Release, aber da sind wir wieder beim hin- und herspekulieren, und genau das hat das sehr gute und hörenswerte Album gar nicht nötig. Übrigens sei erwähnt, dass die Ausstattung wirklich überzeugt. Ein Gatefold-Cover mit Texten, Poster, Booklet und so kleine Details wie die originale Rückseite mit der gezeichneten Band und lila Umrandung vorne usw. Das kann sich sehen lassen. Sgt. Kuntz [Review lesen]

06.06.2012 08:21 - Darkest Era: Last Caress Of Light, The (2011)

8.5 / 10
Kann man sagen, dass eine Band wie DARKEST ERA trotz einiger wohlwollender Kritiken noch zu den Geheimtipps der Szene gehört? Wenn man bedenkt, dass man der Truppe aus Irland auf ihrem bisher einzigen Album sowie den vorangegangenen Demos keinen einzigen schwachen oder auch nur mittelmäßigen Track vorhalten muss, scheint das keine hole Phrase zu sein, sondern eher noch leicht untertrieben. Seit 2005, damals noch unter dem zum Glück schnell wieder abgelegten Allerweltsnamen NEMESIS, darf man für sich in Anspruch nehmen, seine Heimat in Sachen traditionellem Heavy Metal quasi im Alleingang zu vertreten. Nicht mitgerechnet natürlich die großen Brüder im Geiste von PRIMORDIAL, ebenfalls aus Nordirland. Doch wenn man sich den Klargesang mal wegdenkt, kann man beide Bands durchaus miteinander vergleichen, sowohl stilistisch, als auch qualitativ.   Mit "The Last Caress Of Light" schaffte man nämlich im letzten Jahr ein Debütalbum, dass nicht nur spielerisch überzeugt, sondern eben auch atmosphärisch analog zu PRIMORDIAL den Hörer in den Bann schlägt. Und das, obwohl noch je zwei Songs von den beiden Demos, bzw. EPs mit einbezogen wurden. Das sorgte im letzten Jahr für etwas Unmut, aber wenn man das nun vorliegende Doppel-Album einfach als Vinyl-Einstand betrachtet, kann man wohl darüber hinwegsehen, ob man besagte EPs nun schon im Schrank stehen hat, oder nicht. Auch ist zu bedenken, dass eine Eigenproduktion wie "The Oak Sessions" mit ihren drei Songs wenigstens zweitrangig gemacht wurde, um überhaupt auch mal von einem Label wahrgenommen zu werden. Hier wurden sie außerdem noch als Bonussongs angehängt. Und wie gesagt, unsere Kelten-Freunde weben hier ein dichtes Netz, in das man sich zu gerne verfängt. Hymnische, dem Black Metal gar nicht unähnliche Riffs, organisch klingende folklorische Einflüsse (besonders gelungen bei "Poem To The Gael") und ein selbstbewusster Sänger, der keine Tonleiterakrobatik nötig hat, sondern vielmehr sein wohlklingendes Timbre in songdienlicher Weise zu nutzten versteht und so das Album regelrecht dominiert. Unter annährend gleichstarken Songs kann man das dynamisch-powernde "The Morrigan" noch gesondert hervorheben und als Idealbeispiel für traditionellen Heavy Metal der Neuzeit verbuchen, der weder gezwungen Oldschool-schablonenartig ausfällt, noch irgendwelche moderne, unpassende Elemente aufweist. Übrigens kann man leicht übersehen, dass DARKEST ERA eine Gitarristin und eine Drummerin (sagt man das so?) in ihren Reihen haben; ungewöhnlich genug, aber weil sie daraus auch gar keinen Hehl machen, habe ich es selbst erst nach dem Öffnen des Klappcovers bemerkt. Recht so, echte Könner verschwenden an plumpe Vermarktungstricks sowieso keine Energien, können dafür aber mit euch rechnen, sofern ihr originellen, eigenständigen Metal zu schätzen wisst, der in der traditionellen Spielweise mindestens so fest verwurzelt ist, wie in der irischen Heimat. Sgt. Kuntz [Review lesen]

17.05.2012 10:38 - Randy: Randy (2010)

7.5 / 10
So kurz vor der EM kommen Erinnerungen an die Sensation von `92 auf, als die nachgerückten Dänen, begleitet vom Fan-Schlachtruf "We’re red, we’re white, we’re Danish Dynamite" den Titel abräumten, also genau vor zwanzig Jahren. Das war damals kultig, braucht sich aber dieses Jahr meinetwegen nicht unbedingt zu wiederholen. Lieber lege ich die vorliegende LP auf den Teller, auf der sich das Schaffenswerk der Dänen RANDY in seiner ganzen Pracht wiederfindet. Nachdem letztes Jahr vom gleichen Label die CD-Version schon den einen oder anderen 80er-Metal-Fan von den Qualitäten der Truppe überzeugen konnte, gibt es auf der Vinyl-Version die gleichen Songs, nur ohne die drei angehängten Live-Aufnahmen. Sprich, die beiden Songs der raren Single von `86 sowie sieben Stücke aus dem im Jahr darauf aufgenommenen Demotape. Des Weiteren hat man das Cover geändert, ganz im trashigen B-Movie-Stil wie bisher, damit es besser zum größeren Format passt und außerdem noch ein Textblatt spendiert. Die absoluten Minimalanforderungen an einen guten Re-Release sind also erfüllt, aber auch nicht mehr. Puristen werden sich dafür freuen, dass es nur 500 Exemplare in schwarz gibt, ohne irgendwelche abenteuerliche Farbvarianten.   Und für letztere ist auch die Band an sich von primären Interesse. RANDY setzten ihre deftige Optik in einfache, puristische, aber fast immer kurzweilige Songs um. Los geht es mit "Shadows Are Falling" und reinrassigem NWOBHM-Sound, inklusive galoppierendem Rhythmus, wie man ihn auf dem Festland kaum je überzeugender gehört hat, während "The Beast" von der B-Seite noch eine Schippe drauflegt und uns von einer Kreuzung aus JAGUAR und deutschen Acts wie TYRANT oder BRAINFEVER fantasieren lässt. Eine tolle Nummer - mitreißende Spielweise, rohe Energie ohne Ende und richtig guter Gesang. Spätestens jetzt wird einem bewusst, warum die Single so gesucht ist. Was aber folgt, ist erst mal eine kalte Dusche namens "C'mon Let's Rock". Das ist natürlich hart, erst so eine Speed-Hymne, die einem den Schädel abschraubt und dann so eine platte Stampfnummer. Aber keine Angst, auch das Demo ist - bis auf diesen Aussetzer - überwiegend im grünen Bereich, und bei "Nightmare" ist man auch wieder voll in der Spur. Eine melodischen Bridge/Refrain, leidenschaftlicher Gesang und ein Sound, der, man kann sich nur wiederholen, jeden 80er-Metalfan erfreuen wird. Weitere Highlights hören auf die Namen "Victim Of The Night", eine total lässige Nummer, und den Schluss-Track "The Razor’s Edge", während "It’s Got To Be Love" zwar nicht so schlimm ist, wie der Titel befürchten lässt, aber der Song dennoch nicht so recht überzeugt.   Also ist auch bei den Danish Dynamites nicht alles Gold was glänzt, dennoch hatte die Band das gewisse Etwas und konnte tolle Songs schreiben, so wage ich zu behaupten, dass die LP trotz der erwähnten Durchhänger eine lohnenswerte Anschaffung darstellt. Sgt. Kuntz [Review lesen]

15.05.2012 10:36 - Pharaoh: Bury The Light (2012)

8.0 / 10
Erstaunlich: Die ersten beiden PHARAOH-LPs lagen fast wie Blei in den Regalen der Händler, während das aktuelle, vierte Album "Bury The Light" schon nach kurzer Zeit nachgepresst werden musste. Hat sich an der Qualität oder der Beliebtheit der Band etwas Wesentliches verändert? Kaum, aber in Zeiten des Vinyl-Booms wandern auch bisher schwer verkäufliche Bands plötzlich wie warme Semmeln über den Tresen. Ein bisschen Psychologie spielt natürlich immer mit. Wo sich früher kein Mensch für Ladenhüter wie RAGE oder U.D.O. LPs interessiert hat, sieht das mit einem Labelnamen wie etwa "Night Of The Vinyl Dead" auf der Rückseite versehen, gleich ganz anders aus.   Aber kommen wir zum musikalisch Dargebotenen. Die Band knüpft an dem Mix aus zeitlosem Power Metal amerikanischer Prägung und leicht progressivem, na sagen wir mal, ungewöhnlichem Songwriting an, wie man es schon beim Vorgänger "Be Gone" hören konnte. Wichtig ist, die Gratwanderung zwischen eingängigen, mit schönen Melodiebogen überspannten Songs wie der Opener "Leave Me Here To Dream" oder "Burn With Me" und eher sperrigen Nummern wie beispielsweise "The Wolves" oder "The Year Of The Blizzard" auf der anderen Seite, ist bestens gelungen. Gerade letztgenannter Song zeigt die spielerischen Fertigkeiten besonders deutlich auf. Ein intensives Spiel mit Laut-/Leise-Effekten und Geschwindigkeitswechseln ergibt eine packende Nummer, die den simplen, aber dennoch ergreifenden Text über Selbstaufopferung perfekt umsetzt. Überhaupt lohnt sich das Mitlesen wie bei kaum einer zweiten aktuellen Band. Und wer nach schwachen Songs Ausschau hält, muss woanders suchen, denn unter durchgehend guten Songs ragen zudem noch das packende "The Wolves", "Castles In The Sky" und das verspielte "Graveyard Of Empire" heraus. Alles in Butter, oder was? Eine winzige Einschränkung vielleicht: Der Gesang von Tim Aymar mag nicht jedem gefallen. Etwas gepresst und über weite Strecken zu gleichförmig singt er (das nennt man wohl Kopfstimme), anderseits dürfte die meisten US Metal-Fans das nicht weiter stören, bzw. werden sie es vielmehr als weitere Stärke verbuchen. Ansichtssache.   So oder so bleibt unterm Strich aber wieder eine runde Sache. Die Band hat wirklich einiges, was sie in die Waagschale werfen kann: einen eigenen Stil, musikalisch-technische Versiertheit, die wirklich jeder Laie sofort heraushört und ein gutes Händchen beim Ausfeilen der Songs mit viel Detailliebe. Als Vergleich werden ja oft alte NEVERMORE oder ICED EARTH herangezogen, allerdings scheinen mir die Pharaonen doch hörbar melodischer ausgelegt zu sein. Die Truppe steht mittlerweile für sich selbst und niemand anderen, und das wird hoffentlich noch lange so bleiben, auch wenn Drummer Chris Black sich gerne weiterhin bei den tollen HIGH SPIRITS betätigen darf. Sgt. Kuntz [Review lesen]

02.05.2012 14:38 - Trappazat: From Dusk Till Dawn (2012)

8.0 / 10
Im Zuge der Veröffentlichung der alten SCARAB-Songs durch High Roller muss man zwangsläufig auf die Frage gekommen sein, ob denn noch mehr unentdecktes Material aus den alten Tagen vorhanden war. Das war in der Tat der Fall, allerdings mit Paul Brittons kurzlebiger Nachfolgeband, die sich TRAPPAZAT nennt. Und falls ihr die vorher tatsächlich schon kanntet, dann seid ihr wohl in der wenig malerischen Planstadt Telford, UK Ende der 80er aufgewachsen (bin einmal dort gewesen, in der "Shopping Mall" und es sofort bereut). Denn was da ans Licht kommt, ist, als hätte ein Maler ein paar seiner besten Bilder in einen Safe gesperrt, ihn vergraben und zur Sicherheit noch eine Bodenplatte drüberbetoniert. Soll heißen: falls das alles so beabsichtigt war, Glückwunsch, denn obskurer geht es kaum. Vor der Veröffentlichung ergab "TRAPPAZAT" nicht einen einzigen Google-Treffer, und das darf man getrost als außergewöhnlich bezeichnen. Von einer "Wiederveröffentlichung" kann man also schlecht sprechen, die Band war im Ganzen vielleicht ein Jahr lang aktiv und brachte es auf ganze zwei Shows sowie diese nun vorliegenden acht Songs, die zwar für ein Tape aufgenommen, aber nie verkauft wurden.   Also rein ins Geschehen mit dem gutgelaunten "From Dusk Till Dawn" und dem gleichermaßen sympathischen Ohrwurm "1 Am D.O.A.", die in bester MAIDEN-Manier kurz angebundene Riffs und allerfeinste Vocal-Lines zu bieten haben. Welch überaus positive Überraschung, nach dem seltsamen Bandnamen und dem eher düsteren, wenig passenden Albumcover. Den NWOBHM-Spirit hat man hier auf jeden Fall bestens konserviert, keine Selbstverständlichkeit für das Jahr `89. Moderne Einflüsse? Nicht die Spur. Balladen? Braucht man nicht. Melodische Up-Tempo-Songs mit tollen Refrains und reichlich Energie? Aber von vorn bis hinten! Denn auch mit "Breakout", "Soldiers" und "First Born" reiht sich ein Klassesong an den nächsten. Das sticht selbst Paul Brittons Hauptband SCARAB, die ja nun auch einiges zu bieten hatte, glatt aus. Eine glückliche Fügung, dass die Band schon drei, vier eigene Songs parat hatte, als Britton dazustieß und er selbst noch beispielweise einen alten SCARAB-Song wie "Prisoner" quasi als Mitgift vorweisen konnte, der vorher nur in einer Liveversion zu hören war. Auch der Sound ist überraschend klar und druckvoll, sowohl Gitarren- als auch Gesangsmelodien kommen einwandfrei rüber. Fans von gutem, klassischem Spät-80er Metal à la SATAN, CLOVEN HOOF oder TREDEGAR sollten nicht zögern.   Auf dem Beiblatt erfährt man mehr über die etwas zerfahrene Historie der Band, und einen Satz finde ich ganz interessant: "es war 89/90, als selbst Iron Maiden ihre Probleme hatten und Marshall Law aus Birmingham auf ihrem Debüt viel frischer als wir klangen. Wir fanden uns plötzlich selbst zu altmodisch" (frei übersetzt). Wer also meint, alle versteckten Kracher aus den 80ern seien schon ausgegraben, der darf sich erstens an "From Dusk Till Dawn" ausgiebig erfreuen und zweitens auf weitere gleichwertige "Exhumierungen" hoffen. Sgt. Kuntz [Review lesen]

25.04.2012 13:05 - Desaster: Arts Of Destruction, The (2012)

8.5 / 10
Fünf Jahre musste man auf ein neues DESASTER-Album warten. Und erst als einem der Titelsong mit teutonisch artikuliertem Refrain und schneidenden Riffs so richtig schön den Scheitel zieht, merkt man, wie sehr man die Jungs vermisst hat. Denn die Konkurrenz in Sachen Black Thrash schläft nicht. KETZER und vor allem CRUEL FORCE haben mit ihren Zweitwerken schwere Geschütze aufgefahren, ANTICHRIST aus Schweden sorgen für mächtig Wirbel, und auch das letzte SABBAT-Album aus dem Fernen Osten war ein ordentlicher Kracher. Höchste Zeit also für die Koblenzer, für klare Verhältnisse zu sorgen und die alte Hackordnung wieder herzustellen. Das Wichtigste vorneweg: Die Band nimmt den Faden des Vorgängers nahtlos auf und macht dort weiter, wo wie aufgehört haben. Eher sogar noch konsequenter im ureigenen Stil und ohne Experimente vorwärts thrashend. Man hört einfach, dass seit 2001 dasselbe Personal seinen Dienst verrichtet. Blitzsauber angesetzte Thrash-Attacken an der Grenze zum Black Metal, Blast-Beats, hier und da aufgelockert durch ein Intro oder ein Break, ansonsten immer ordentlich auf die Zwölf und mit sofortigem Wiedererkennungswert. Sataniacs Gesang ist punktgenau aggressiv ohne Ende, und alle Vergleiche mit seinem Vorgänger sollte man auch irgendwann gut sein lassen. Ganz ohne Longtracks geht es auch diesmal nicht, und so hat man gegen Ende mit "Possessed And Defiled" ein bisschen Alibi-mäßig wieder einen achteinhalb Minuten-Song eingefügt. Aber keine Sorge, gut gemacht ist auch der, spannend im Aufbau, und auch die melodische Seite von DESASTER hat nach wie vor ihren Reiz. "Alibi" nur deshalb, weil sich dann doch noch ein kurzer Nackenbrecher und ein "Outro" anschließen, anstatt, der dramaturgischen Logik folgend, das Album mit eben jenem langen Song ausklingen zu lassen. Und da sind wir schon am Knackpunkt. Man könnte meinen, dass es mittlerweile zwei Sorten von DESASTER-Fans gibt. Einmal die alten, die vom ersten Album (oder gar erstem Demo) an dabei waren und die nicht alle, aber zum Teil immer noch ein wenig dem eher episch-breiten Sound und abwechslungsreichen Songwriting hinterher trauern, und auf der anderen Seite eben diejenigen, die erst mit der "Divine Blasphemies" oder noch später eingestiegen sind. Für letztere ist "The Arts Of Destruction" auf jeden Fall eine sichere Bank, sicherer geht es gar nicht. Denen wird das Album mindestens so gefallen wie die drei Vorgänger. Wer dagegen wieder "Hits" wie " Metalized Blood" oder "Castlelands" (beide von der "Hellfire`s Dominion") erwartet, der sollte vielleicht vorher Probe hören. Aber falls ihr auf mich hören wollt, sage ich, dass der Band die kurze Pause gut getan hat und man in Sachen Energie und Aggressivität sich vor keiner der oben genannten Bands verstecken muss. Im Gegenteil, DESASTERs siebtes Album klingt frischer als manches aktuelle Debüt sogenannter Oldschool- oder Retro-Bands. Sgt. Kuntz [Review lesen]

25.04.2012 13:04 - Assailant: First Offense (1985)

8.5 / 10
Von guten, alten Power Metal "Made in USA" kann man schwerlich genug bekommen, und solange noch solche Demo-Schätze wie MAX PLÄNCK (BBTAD), THRUSTER (Fils Du Metal), ISCARIOTH, MILITIA, FATAL VIOLENCE (alle Stormspell Records), MEDDALLION (TMU) oder OBLIVION KNIGHT (Steel Legacy) dabei geborgen werden, kann es uns nur recht sein. Dass nicht alles Gold ist, was laut Promo-Aussage glänzen soll, musste man bei DAGGERS EDGE auf letztgenanntem Label feststellen, wo weder Sound und Aufmachung, noch die eigentlichen Songs den hohen Ansprüchen gerecht wurden. Der Vorteil beim aktuellen Re-Release von Steel Legacy ist der, dass man durch die vorangegangene CD-Version aus dem letzten Jahr schon mal reinhören konnte, was einen da erwartet, denn ASSAILANT aus New York waren mir bis dahin noch kein Begriff.   Und was soll man sagen, das gebotene Material weiß zu überzeugen. Vital und selbstbewusst wandelten die Jungs auf bekannten, aber nicht gänzlich ausgetretenen Pfaden; hat man doch bei aller klassischen Spielweise auch einen eigenen, vielleicht etwas zentraleuropäisch ausgerichteten Einfluss mitgebracht, der ihnen ganz gut zu Gesicht stand. "Power Of The Hunter" explodiert förmlich vor unseren Augen, bzw. Ohren mit einem dramatisch-geschickten und vorwärts treibenden Songaufbau, Dynamik ohne Ende und einer männlichen Power-Sirene, die jede der Zellen deines Körpers durchdringt und zum Vibrieren bringt. US-Metal-Fans wissen Bescheid, so und nicht anders muss ein Titan klingen. Mit so einem Ass im Ärmel kannst du nicht verlieren, also schnell weiter zu "(The Tale Of) Ancalagon", das nach kurzem mystischen Intro durch die verspielte Rhythmik einen Gang zurückschaltet, aber immer noch genug Power in der Reserve lässt. Beim Refrain schlagen erstmals die erwähnten Euro Metal-Anklänge durch, muss man doch glatt an Kai Hansen aus alten HELLOWEEN-Tagen denken. Klassischer geht es dagegen bei "In The Dark Of Night" weiter und vor allem bei "Forever Running", bei dem man sich noch einmal steigert und so im Olymp der US-Götter vorbeischauen darf, um freundlich in Richtung LIEGE LORD und HELSTAR zu grüßen. Selbiges gilt für die leider schon letzte Nummer "Seizure Of Power", die nicht zuviel verspricht. Irre Screams, heroischer Gesang und ein cooler Break mit anschließendem Traum-Solo; hier hält eine Prise Wahnsinn Einzug und versüßt das Ganze noch.   Nach den eher durchwachsenen DAGGERS EDGE und FORCE MAJEURE also endlich wieder ein echter Kracher von Steel Legacy, mindestens auf Augenhöhe mit OLBIVION KNIGHT und SYRUS. Nur auf eines dürft ihr keinen Wert legen: die Aufmachung, die reizt mich fast, Witze über Griechen zu machen, die eindeutig an der falschen Stelle sparen. Ein lausiges, dazu noch dünnes Cover (jede Kondomverpackung hat ein schöneres Design) und eine Plastik-Innenhülle, für die man im ALDI Hausverbot kriegen würde, da müsst ihr die LP schon mit geschlossenen Augen auflegen, selbst wenn ihr nicht ästhetisch veranlagt seid. Aber zumindest das Re-Mastering ist gut gelungen, natürlich alles noch im Lo-Fi-Demo-Bereich, aber doch etwas besser als die zirkulierenden mp3s. Und wie erwähnt, das Ganze bleibt ein kurzes Vergnügen, da man nur das zweite und letzte Demo von der Band freigab, bleiben letztlich fünf Songs bei knapp 28 Minuten Spielzeit, da weiß man nicht mal, ob man von einer LP oder EP sprechen soll. Aber da man "First Offense" auch für unter 15€ erwerben kann, sollte einem intensiven Festspiel in Sachen US Power Metal wirklich nichts im Wege stehen. Sgt. Kuntz [Review lesen]

09.04.2012 14:06 - Blaze: Blaze (2007)

8.5 / 10
Da schau an, Nachwuchs aus der japanischen Metal-Stadt Osaka (LOUDNESS, EARTHSHAKER, ACTION, usw.), der alte und weitestgehend unbekannte NWOBHM-Bands als Inspiration angibt. Das kennen wir einerseits von METALUCIFER oder GORGON, aber anstatt dass das Ganze in einer Anhäufung von Klischees gipfelt, bleiben BLAZE im Vergleich zu den beiden genannten Bands eher bodenständig und unprätentiös. Denn der Sound weht von der ersten Minute eher wie eine frische, nicht allzu steife Brise durch den Äther, man kann sofort mitpfeifen, und den einen oder anderen Refrain hat man auch schnell aufgeschnappt. Fast durchgehend flottes Tempo, dominierende Lead-Gitarren mit einem warmen, leicht altmodischen Klang, spielfreudige Soli; ihr habt es längst erraten, die Jungs haben was drauf. Sänger Wataru Shiota passt sich da gut ein, man kann sagen, dass er nicht allzu exotisch klingt, rein stimmlich könnte er auch als Skandinavier durchgehen. BLAZE stoßen also ganz bewusst in die Lücke zwischen Hardrock und melodischem Heavy Metal, und dort können sie es sich mit den Brüdern im Geiste, den Holländern VANDERBUYST gemütlich machen, beide auf Augenhöhe wohlgemerkt. Als Anspieltipp seien der gut gewählte Opener "On The Run" oder "Walkin' On The Cloud" mit entzückendem Solo und verspieltem Drum-Rhythmus genannt. Das am deutlichsten hardrockige "See The Light" ist ebenfalls ein herausragendes Stück, das vor Spielfreude aus allen Nähten platzt. Früh-80er SCORPIONS lassen schön grüßen. Doch das kann man eigentlich über das gesamte Songmaterial sagen, nur der Bonustrack kann nicht mit dem Rest mithalten. Ursprünglich erschien das Album schon 2007 in Eigenregie, was aber außerhalb Japans nicht viele mitbekommen haben. High Roller Records bringt die CD neu heraus und spendiert eine wie immer professionell gemachte Vinyl-Version. Sehr guter, melodischer, handgemachter Metal, das ist doch mal was. Sgt. Kuntz [Review lesen]

Insgesamt 166 Reviews vorhanden. Alle anzeigen