Roman69

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Registriert seit: 12.07.2012

Zum Verkauf 2 Eingetragen 838
Bewertungen: 1323 Reviews: 16
Genres: Blues, Country, Jazz, Klassik, Metal, Pop, Punk, Rock, Singer/Songwriter/Liedermacher, World Music
Bewertungsverteilung von Roman69
0.5 1 1.5 2 2.5 3 3.5 4 4.5 5 5.5 6 6.5 7 7.5 8 8.5 9 9.5 10
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5.0: 14.5% (29x)

5.5: 19.5% (39x)

6.0: 33% (66x)

6.5: 42.5% (85x)

7.0: 54% (108x)

7.5: 67% (134x)

8.0: 71% (142x)

8.5: 78% (156x)

9.0: 100% (200x)

9.5: 87% (174x)

10.0: 62.5% (125x)

Die letzten Bewertungen
9.0 für Wire: Pink Flag (1977) (14.05.2021 17:30)
8.0 für Black Country Communion: Afterglow (2012) (12.05.2021 22:46)
8.0 für Steely Dan: Pretzel Logic (1974) (07.04.2021 23:18)
8.5 für Oscar Peterson: Portrait (1959) (04.04.2021 23:44)
7.0 für Saga: Saga (1978) (28.03.2021 23:41)
6.5 für Roxy Music: Siren (1975) (27.03.2021 23:27)
8.5 für Suzi Quatro: Suzi Quatro (1973) (24.03.2021 21:44)
9.0 für Black Country Communion: BCCIV (2017) (28.02.2021 23:34)
Insgesamt 1323 Bewertungen vorhanden. Alle anzeigen
Die letzten Reviews

03.10.2020 00:32 - Deep Purple: Whoosh! (2020)

9.5 / 10
"The Long Goodbye Tour" nannten Deep Purple ihre Tour zum 2017er Album "inFinite". Wer damals glaubte, es würde noch mal ein weiteres DP-Studio-Album geben, musste ein Träumer sein. Aber manchmal werden Träume wahr. Bemerkenswert bei der Wahrwerdung dieses Traums finde ich zunächst, dass es sich bei Whoosh! um ein Konzeptalbum handelt (das sich in Act 1 und Act 2 aufgeteilt). Thematischer Überbau ist die menschliche Vergänglichkeit, die auf dem Cover sehr schön durch den sich auflösenden Astronauten illustriert und durch den Titel lautmalerisch unterstrichen wird. Nicht zum eigentlichen Konzeptalbum gehört der als Bonus gekennzeichnete (und mMn absolut überflüssige) Song "Dancing In My Sleep". Er passt nicht zum Thema und fällt musikalisch völlig aus der Reihe. Ein paar Anmerkungen zu den einzelnen Titeln: • Whoosh! beginnt mit "Throw My Bones" mit einer wunderschönen, satten und ohrwurmverdächtigen Hymne mit Hit-Potential. Sehr gelungen, wie Sänger Ian Gillan dem Tod vorerst eine Absage erteilt! • In "Drop The Weapon" sorgt sich Gillan um jugendliche Bandenmitglieder und rät im eindringlichen Refrain und fast flehentlich vorgetragenen Text zur Waffenabstinenz, um am Leben zu bleiben zu können. (Die NRA dürfte not amused sein.) Guter Song - seine Lästerei gegen die 60er-Hippiebewegung in San Francisco finde ich allerdings bezüglich der Song-Aussage contraproduktiv. • "We’re All The Same In The Dark" ist der blasseste Song des Albums – es fehlt ihm das Besondere, das Charakteristische, das Unterscheidbare, das alle anderen Whoosh!-Songs ausmacht. Das macht ihn aber noch nicht schlecht. • Eine echte Perle ist "Nothing At All". Nicht nur, dass sie in punkto Eingängigkeit locker mit dem Eingangstrack mithalten kann; das Besondere ist das großartige Zusammenspiel von Steve Morse und Don Airey, die sich hier mal so richtig austoben können. Morse spielt teilweise in einem für ihn ganz ungewöhnlich filigran-stakkatoesken Gitarrenstil und Aireys Instrument klingt phasenweise wie eine Barockorgel – meisterhaft spielen sie sich die Bälle zu und erzeugen einen großartigen Sound. • Bei den ersten Klängen von "No Need To Shout" musste ich stutzen. Das ist doch "Stormbringer" von 1974! Und tatsächlich haben sie als Grundthema den Riff des Klassikers der Mark III-Besetzung gewählt. Eine Hommage an die Coverdale-Ära, von der aktuell nur noch Ian Paice dabei ist? Jedenfalls ein erstklassiger Rock-Kracher! • Das ruhigste und entspannteste Stück des Albums ist "Step By Step". Musikalisch kommt es mir vor, wie eine fast trotzige Replik an den Teil der Fangemeinde, der in Erinnerungen an die gute, alte Zeit schwelgt (Stichwort Blackmore) und die Härte in der Musik vermisst. Dabei gab es auch in den 70ern DP-Alben, die nicht viel mit Hardrock zu tun hatten. • "What The What" ist feinster Rock’n’Roll mit Honky-Tonk-Piano (oder einer Keyboard-Einstellung, die so klingt). Die Spielfreude der Band lässt die Trommelfelle Purzelbäume schlagen (bitte nicht bildlich vorstellen!). • "The Long Way Around" ist ein überaus vielseitiger Song. Er beginnt mit einem treibenden Riff, entwickelt sich dann in Richtung Prog-Rock (Im Mittelteil sah ich den Marillion-Keyboarder Mark Kelly vor meinem inneren Auge.) und klingt nach einem tollen Gitarrensolo ruhig aus. • Hervorheben möchte ich "The Power Of The Moon" mit Ian Gillans etwas hypnotischem Gesang - dem mystischen Thema angemessen. Geht runter wie Öl! • "Remission Possible" ist eine zunächst bedrohlich klingende, dann kraftvoll Fahrt aufnehmende Lokomotive, die nach kurzem Spurt ganz sanft ins Folgestück "Man Alive" übergeht. Dieses stellt den textlich-thematischen Abschluss des Konzeptalbums dar. Der Sekundenzeiger tickt. Das Ende naht. "Whoosh!" • "And The Address" ist halt "And The Address". Mein Senf dazu steht weiter unten. Insgesamt gibt es auf diesem Album kein schwaches Stück. Ian Gillan, mit 75 Jahren der Senior des Quintetts, beeindruckt durch eine angenehme, kraftvolle Stimme. Morse und Airey spielen mit einer Leidenschaft, als wäre es das letzte Mal (ups!). Wir dürfen also besonders viele herrliche Soli genießen. Dafür liebe ich dieses Album! Wer hätte 2013, als das letzte Album schon ewig lange acht Jahre zurücklag, gedacht, dass Deep Purple unter der Regie von Bob Ezrin noch solch einen Alben-Hattrick hinlegen würden. Und Whoosh! ist das beste dieser drei Alben. Beim erstmaligen Hören eines neuen DP-Albums hatte ich noch nie ein solches Gefühl der durchgehenden Zufriedenheit. Unterm Strich ergibt sich damit eine Wertung von 9,5 Punkten – ausdrücklich ohne Seniorenrabatt! Die Scheibe wird mit jedem Durchlauf besser, für mich das beste DP-Album seit mindestens Purpendicular (1996). Außer dem oben bereits genannten Bonusstück, finden sich auf der CD als Extraboni drei sehr hörenswerte Hidden Tracks: Live-Aufnahmen von "Uncommon Man", "Knocking At Your Backdoor" und "Black Night" von einem Konzert in Rio aus dem Jahr 2017. Hervorheben möchte ich von diesen Stücken "Black Night" (das ich sonst eher langweilig finde), in einer extralangen Version mit virtuosem, instrumentalen Schlussteil inklusive einer tiefen Verbeugung vor den ehemaligen Konkurrenten von Led Zeppelin ("How Many More Times"). Einfach großartig! Nun sieht es wieder so aus, als wäre Whoosh! das letzte DP-Album. Sie machen es wie Black Sabbath. Die hatten ihr letztes Album "13" von 2013 so ausklingen lassen, wie sie ihr erstes Album "Black Sabbath" von 1970 eingeleitet haben – mit Regen, Gewitter und Kirchengeläut. Damit war der Kreis geschlossen. Deep Purple beenden Whoosh! (abgesehen von den Boni) mit dem ersten Song ihres ersten Albums von 1968, mit "And The Address". Damit ist auch dieser Kreis geschlossen. Wer noch mehr erwartet, muss ein Träumer sein. Aber manchmal werden Träume wahr. [Review lesen]

19.12.2019 23:12 - David Coverdale: Northwinds (1978)

9.5 / 10
Nach sehr langer Zeit habe ich diese Platte mal wieder aufgelegt (Das passiert, wenn man zuviel hat.) und bin wie damals schwer begeistert. Es handelt sich um das zweite Solo-Album Coverdales und liegt zeitlich zwischen dessen Engagements bei Deep Purple und Whitesnake. Musikalisch lässt der Mittzwanziger es hier etwas ruhiger angehen, was nicht bedeutet, dass die Musik lahm wäre. Es ist nur eben kein Hard Rock. Die Songs sind durchgehend klasse und abwechslungsreich. „Give Me Kindness“ enthält sogar Jazz- und deutliche Gospelelemente. „Northwinds“, „Say You Love Me“ und „Only My Soul“ beginnen recht ruhig, steigern sich aber im Verlauf gewaltig. Echte Power-Balladen! „Queen of Hearts“ habe ich in meiner Spätjugend zu meinen Lieblingsstücken gezählt. Jetzt weiß ich auch wieder warum. „Time & Again“ ist ein schönes, ruhiges Liebeslied. Am druckvollsten sind das erste („Keep On Giving Me Love“) und insbesondere das letzte Stück („Breakdown“), mit dem das Album fulminant mit einem Feuerwerk endet. Das Debutalbum „Snakebite“ von Whitesnake war eigentlich eine EP (4 Songs) plus früherer Heldentaten des Bandleaders. Diese waren „Keep On Giving Me Love“, „Queen of Hearts“, „Only My Soul“ und „Breakdown“ von diesem „Northwinds“-Album. Das war eine gute Wahl. „Northwinds“ bekommt von mir fast die volle Punktzahl. Ein halber Nostalgiepunkt ist dabei inklusive. [Review lesen]

03.06.2015 14:33 - Deep Purple: Slaves And Masters (1990)

3.5 / 10
Auch wenn es keinen Spaß macht, aber ich komme nicht drum herum, mich als Deep-Purple-Fan hier einmal zum schlechtesten DP-Album aller Zeiten zu äußern - um dann hoffentlich nie wieder daran zu denken. Wir schreiben das Jahr 1990, die finsteren 80er sind überwunden. Viele große Bands hatten in dieser Zeit ihre ganz großen Ausrutscher - wahrscheinlich in dem irrigen Glauben, Rock sei tot oder Komplexität nicht mehr gefragt. The Who hatten "It's Hard", ZZ Top "El Loco" und die Allman Brothers "Brothers on the Road", um nur mal die ersten Megaflops zu nennen, die mir einfallen. DP haben sich durch dieses Jahrzehnt durch Nichtexistenz und zwei mehr (Perfect Strangers) oder weniger (House of Blue Light) passable Alben gerettet. Und jetzt? Nachdem z.B. Nirvana, die Peppers und G'n'R rockige Klänge wieder salonfähig gemacht haben, liefern Deep Purple ihr poppigstes und achtzigerstes Album ab - ein Album, das nichts mit Deep-Purple-Sound zu tun hat. Die Instrumentalisten der Mark-II-Besetzung (!) klingen wie eine Begleitkapelle des Sängers und Kajalkünstlers Joe Lynn Turner. Nach dem Weggang von Ian Gillan war Ritchie Blackmore offenbar oberster Bestimmer und Turner war schließlich einst seine Entdeckung für Rainbow. Nur so ist für mich die Dominanz zu erklären, die Turners Gesang auf dem Album hat - und ich mochte ihn schon bei Rainbow nicht. Ich wollte hier eigentlich auch etwas zu den einzelnen Stücken schreiben, aber ich finde kaum Ansatzpunkte. "Fire in the Basement" hat seine Momente (ohne als ganzer Song überzeugen zu können) und "Love conquers all" ist - da gebe ich "Lord" ausnahmsweise recht - eine großartige Ballade. Der Rest ist in meinen Ohren eine belanglose Soundpampe. Sogar das Coverbild ist kacke. Dass es für Turner bei Deep Purple keine Zukunft gab, war konsequent - ebenso wie Blackmores Abschied Richtung Mittelalter nach dem Folgealbum. Ohne die Kreativitätsbremse an der Gitarre, konnten die verbliebenen Bandmitglieder, verstärkt um Steve Morse, den Purple-Sound weiterentwickeln und mit "Purpendicular" eine neue Band-Ära beginnen. [Review lesen]

13.08.2014 16:12 - Zarah Leander: Nur Nicht Aus Liebe Weinen... (1939)

10.0 / 10
Denjenigen, die trotz der technischen Überlegenheit der modernen Vinylschallplatte ihr Grammophon noch nicht veräußert haben, sei dieser, etwas in die Jahre gekommende Leckerbissen ans Herz gelegt. Die Singleauskopplung aus dem Film "Es war eine rauschende Ballnacht" von 1939 bietet neben einer schmissigen Melodie auch einen Text, der euren moralstrengen Groß- oder Urgroßeltern rote Ohren bereitet haben dürfte. Kostprobe: "Nur nicht aus Liebe weinen / Es gibt auf Erden nicht nur den Einen / Es gibt so viele auf dieser Welt / Ich liebe jeden der mir gefällt / Und darum sollst du heut' mir gehören / Ich will dir Treue und Liebe schwören / Wenn ich auch fühle, es muss ja Lüge sein / Ich lüg' auch und bin Dein!" In puncto Freie Liebe war die hinreißende Zarah ihrer Zeit um Jahrzehnte voraus. Zehn Punkte sind da Pflicht und ein Handkuss obendrein! [Review lesen]

24.09.2013 23:19 - Glenn Hughes: Play Me Out (1976)

4.5 / 10
Ich höre die Platte gerade zum ersten mal. Obwohl ich G.H. - höflich ausgedrückt - noch nie für das stärkste Deep-Purple-Mitglied aller Zeiten hielt, habe ich mir doch etwas solides von seinem Solo-Debüt versprochen. Und jetzt fehlen mir fast die Worte, dieses Gewimmere zu beschreiben. Einigen Stücken ist zumindest der gute Wille nicht abzusprechen und gegen Jazz-Rock-Fusion habe ist bestimmt nichts einzuwenden, aber gut ist nicht ein einziges Stück. Erhofft habe ich mir wohl so etwas wie sein großartiges Live-Album "Burning Japan". Stattdessen... Wie sag ich's? Kennt ihr den Gedanken beim Hören von Deep-Purple-Live-Alben der Coverdale-Ära: "Warum muss da immer jemand dazwischen jammern?!"? "Play Me Out" ist das Konzentrat dieses Gejammers. Ein zweites mal werde ich mir das nicht anhören. [Review lesen]

08.03.2013 11:26 - Lynyrd Skynyrd: Lyve From Steel Town (2002)

5.0 / 10
Fette, lahme Alt-Rocker mit albernen Karnevals- oder Südstaatenhüten (Rossington trägt ein Zelt, van Zant eine Bruder-Gedächnis-Weste) - George-W.-Bush-Wahlkämpfer on Stage. Es ist ein trauriges Bild, das diese einst großartige Band da abgibt. Die Stücke wirken großenteils etwas bemüht vorgetragen. "Free Bird" ist trotzdem grandios - insbesondere wegen der verwackelten, reingeschnittenen Alt-Aufnahmen. Unterm Strich aber ist diese Aufnahme das Dokument eines Abstiegs. Wir werden alle nicht jünger... [Review lesen]

01.09.2012 02:54 - AC/DC: Touch Too Much (1979)

9.5 / 10
Das mag jetzt vielleicht etwas albern klingen, aber ich liebe an diesem Album das Stück "Live Wire" bei einer Geschwindigkeit von 33 U/Min! Einst in pubertären Zeiten entdeckt, lege ich diese verfremdete Version alle paar Jahre wieder mal auf - natürlich so laut wie möglich. Am geilsten ist Bons Urschrei am Anfang und das Schlagzeuggeklopfe im Finale. Das Auditorium kann man sich gut als Horde willenloser Zombies vorstellen - aber vielleicht sollte ich jetzt mal meine Fantasie etwas zügeln :-) [Review lesen]

25.08.2012 02:07 - Rory Gallagher: Irish Tour '74.. (1974)

10.0 / 10
Ein fantastisches Live-Album, das wahrscheinlich am besten die Größe und Virtuosität Rory Gallaghers veranschaulicht. "A Million Miles Away" mit seinem herrlichen Klavierfinale in der Version dieses Albums zähle ich zu meinen All-Time-Top-Ten-Stücken. Darauf ein Guinness, Rory! Too Much Alcohol? Ach was! ;-) [Review lesen]

10.08.2012 20:14 - The Who: Endless Wire (2006)

2.5 / 10
Als ausgesprochener Who-Fan habe ich einen Luftsprung gemacht, als ich hörte, dass sie nach 24 Jahren ein neues Album rausbringen. Um so größer war die Enttäuschung. Etwas langweiligeres ist kaum vorstellbar. "Hope I die before get old" - musikalisch gesehen steckt da viel Wahrheit drin. [Review lesen]

03.08.2012 09:11 - AC/DC: Stiff Upper Lip (2000)

4.5 / 10
Es gibt wirklich nur einen Grund, der für dieses Album spricht: die fast 12minütige Live-Version von "Let There Be Rock". Das ist richtig, richtig großartig! Leider ist das Stück nur auf der Doppel-CD zu finden. Wer nur die einfache CD hat, hat leider nur den immer wieder gleichen Einheitsbrei, den uns AC/DC nun schon seit Mitte der Achtziger andreht. Das ist um so ärgerlicher, wenn man am Beispiel von "Let There Be Rock" sieht, was die Band aus einem ohnehin schon tollen Stück noch herauszuholen vermag. Das Potential ist offenbar da, nur steht da wohl jemand mit dem Bleifuß auf der Bremse. [Review lesen]

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