purplemaniac

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Registriert seit: 10.08.2006

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Bewertungen: 70 Reviews: 25
Genres: Blues, Comedy, Country, Dark Wave/Gothic, Elektronische Musik, Hardcore, House, Hörspiel/Hörbuch, Jazz, Klassik, Metal, Musical, Pop, Punk, Rap/Hip Hop, Reggae, Rock, Schlager, Singer/Songwriter/Liedermacher, Ska, Sonstiges, Soul/R&B, Soundtrack, Volksmusik/Folklore, World Music
Bewertungsverteilung von purplemaniac
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Die letzten Bewertungen
9.0 für Witch Cross: Fit For Fight (1984) (20.12.2020 19:29)
10.0 für Macabre: Carnival Of Killers (2020) (29.11.2020 20:01)
10.0 für Family: BBC Radio 1 Live In Concert (1997) (14.10.2020 19:15)
8.5 für Glenn Hughes: Play Me Out (1976) (04.07.2020 18:20)
8.5 für Shakin' Street: Shakin' Street (1980) (13.04.2020 20:53)
8.5 für R.E.M.: Up (1998) (28.03.2020 19:17)
7.0 für Roger Glover: Mask (1984) (29.02.2020 19:21)
10.0 für Deep Purple: Machine Head (1972) (23.02.2020 20:44)
Insgesamt 70 Bewertungen vorhanden. Alle anzeigen
Die letzten Reviews

20.12.2020 19:29 - Witch Cross: Fit For Fight (1984)

9.0 / 10
Einige Songs dieser LP waren maßgeblich an der musikalischen Sozialisation des purplemaniacs in den 80'er Jahren beteiligt, da ich als heranwachsender Teenager im tiefen Osten Woche für Woche die einschlägigen DT-64 Heavy Metal-Sendungen hörte und fleißig auf Kassette mitschnitt und die Musikredakteure damals wohl auch eines der Exemplare der "Fit for fight" in die Finger bekommen hatten. Somit habe sich einige Songs dieser Platte natürlich früh in die musikalische DNA eingeprägt und die Musik, welche einen in der Jugend prägte, vergisst man auch Jahrzehnte später nicht. Auf der falschen Seite des eisernen Vorhanges geboren, war es nicht so üppig mit den Gelegenheiten, Heavy Metal zu hören und man hörte, das was man hatte, wieder und wieder, natürlich nur von den selbst aufgenommenen Kassetten, was für Zeiten! Natürlich habe ich mittlerweile alles im Regal stehen, was Witch Cross so veröffentlicht haben; so viel ist es ja nicht; aber dieser Erstling aus dem Jahre 1984 erfreut mich auch beinahe 37 Jahre nach der Veröffentlichung noch immer. Und Jahrzehnte später gelang es mir dann sogar die Band live zu sehen, 2019 auf dem Trveheim konnte ich dann endlich die Klassiker in der ersten Reihe genießen und die Fäuste in die Höhe strecken. Der Mittfünfziger fühlte sich wieder wie 18, was für eine geile Zeitreise... - Natürlich klingen die Songs heutzutage eben nach 80'er Euro-Metal, wohlwollend "traditionell"; aber was solls, die Songs haben Klasse und besitzen all die Trademarks, welche damals erstklassigen Metal kennzeichneten. Die NWOBHM läßt grüßen, geile Twin-Gitarren grüßen in Richtung Priest und wenn das Gaspedal durchgetreten wird, wird es early Helloween-like Speed-metallurgisch. Und man muß solche Platten ja auch immer in ihrem zeitlichem Kontext betrachten, Hallo - 1984! waren Songs wie "Face of a clown", das stampfende "Fight the fire" oder das Speed-Instrumental "Axe dance" schon ganz vorn mit dabei. Na ja, Dänemark war damals schon ein gutes Pflaster für aufstrebende Metallurgen, Mercyful Fate, Pretty Maids und Artillery haben ihre Spuren hinterlassen, Witch Cross vervollkommnen die Aufzählung. Alex Savage als Sänger ist gewiß kein Rob Halford, aber seine Stimme hatte ihren Wiedererkennungswert und passte gut zu den Songs, seine Screams erklommen höchste Höhen und die Gitarrenarbeit von Cole Hamilton und Mike Wlad war über jeden Zweifel erhaben und schmiedete schnittiges Eisen. Alles in Allem eine megageile Speed-lastige Metal-Scheibe aus den goldenen 80'ern, welche den Test der Zeit bestens bestanden hat und nostalgische Erinnerungen aufleben lässt. Da es mittlerweile einige wertige Re-Releases gibt, auch wieder gut zu bekommen und somit auch den Nachgeborenen zu empfehlen. - Anspieltipps: "Face of a clown" - "Axe dance" - "Alien savage". [Review lesen]

29.11.2020 20:01 - Macabre: Carnival Of Killers (2020)

10.0 / 10
Da ist sie nun endlich,nach fast 10 Jahre Wartezeit laden uns Macabre zum Karneval ein, wie passend als Ersatz für eine abgesagte Karnevalssaison in Corona-Zeiten und gleichsam eine Einladung zum akustischem Gemetzel im Panoptikum des Wahnwitzes der Freaks dieses Planeten. Diese Zeit gebiert Freaks, der Frust und die Wut auf diese kranke Welt kanalisiert sich bei einigen gestörten Existenzen in Mord, Gemetzel, Terror und Totschlag und Macabre bringen den Sound des Irrsinns in Bilder und Töne. Nun, wären dies alles nur Hirngespinste, Auswüchse der Phantasie, so wäre dies schon schräg genug, das wirklich Verstörende ist jedoch, dass alle Storys der Macabre-Songs vertonte Realitäten sind, Ereignisse, welche tatsächlich geschehen sind. Und so bizarr und abstrus diese Verbrechen waren, so außergewöhnlich und jenseits alltäglicher Hörgewohnheiten ist der Sound dieser einzigartigen Band, welche in diesem genial-krudem Mix aus Kinder- und Schunkel-Liedern vs. Death Metal schon seit 35 Jahren ihr Alleinstellungsmerkmal gefunden hat. Macabre ist ein außergewöhnliches Gesamtkunstwerk, unendlich weit vom metallischem Mainstream entfernt und wird somit immer nur einer Randgruppe gefallen, welche sich auf diesen Sound des Irrsinns einlässt. Gewiss, es benötigt schon ein gehörig Maß an Toleranz und Bereitschaft, sich auf Macabre einzulassen, doch wen die Chaoten einmal eingefangen haben, den lassen sie nicht mehr aus ihrer tödlichen Falle entkommen. Und so faszinieren mich die Chicagoer seit den 1980'er Jahren und haben ihre komplette; zugegeben überschaubare Discographie, in des purplemaniacs Folterkammer abgestellt. Und mit ihrem 2020'er Werk setzen sie die macabre Tradition fort, machen keine Experimente, sondern bringen den Sound, für den sie stehen und welcher sie bis heute dem geneigtem Hörer sympathisch macht. Und ja, Macabre erheben nicht den Anspruch, ein neues "Master of Puppets" oder "Painkiller" zu fabrizieren, sondern sie bringen erneut die kranken Psychen gestörter Serienkiller in ebenso gestörte Klänge, welche eben zwischen den Extrem Kinderreim und Grindcore alle Abgründe der menschlichen Psyche widerspiegeln. Klar ist das Musik für Minderheiten, aber wer Macabre einmal für sich entdeckt hat, wird sich ihnen ergeben und gern von Nefarious, Corporate Death und Dennis The Menace zum Karneval der Schlachter einladen lassen. Auf diesem muss man auf so manche verstörende Note vorbereitet sein und möglichst nicht in die Nähe der Herren Bundy Haarmann und Speck geraten, sonst ab in den Fleischwolf....Also, für den Freund macabren Gemetzels ist die Platte genau das Richtige, ein buntes Ragout aus humanoiden Eingeweiden und perversen Phantasien, hübsch verpackt in ein schön buntes Gatefold-Cover und in diversen Vinyl-Farben erhältlich. Nuclear Blast haben sich Macabre nach langer Zeit wieder in ihr Murder House zurückgeholt und der Scheibe einen sehr ansprechenden Sound und ein kongeniales Artwork spendiert. Wie heute üblich gibt es das Vinyl in einer Reihe limitierter farbiger Splatter-Versionen, je nach Gusto und Geschmack, ich habe mich für eine blutig-zuckersüße "Bloody Cotton Candy Edition" entschieden. Ach ja, Macabre haben mit ihrem dritten Fritz Haarmann - Song dieses mal sogar einen deutschen Schlager aus 1961 gecovert, wer mal das Original hören will, suche bei YT nach Hawe Schneider's "Warte, warte nur ein Weilchen"...es gehört schon eine gehörige Portion Irrsinn dazu, auf solche eine Idee zu kommen - So sind sie eben, die Freaks aus Donalds bizarrem Paralleluniversum. Nun, so gebe ich diesem eitrigem Ekzem 10 wahnwitzige Punkte, wohl wissend, dass sog. "normale" Menschen wohl nur einen mitleidvollen Punkt für die Foliehülle spendieren werden. [Review lesen]

04.07.2020 18:20 - Glenn Hughes: Play Me Out (1976)

8.5 / 10
Dieser Platte muss man sich nähern, indem man gänzlich die Trapeze & Deep Purple - History ausblendet, sich löst vom Ansatz der Zuordnung Hughes' zum HardRock-Universum und bereit ist, sich unvoreingenommen einer traditionellen Funk & Soul-Platte der 70'er Jahre zuzuwenden. Dann kann es gelingen, diesen Aufnahmen Klasse & Qualität zuzusprechen und Freude an einem Glenn Hughes zu haben, welcher mit seiner unglaublichen stimmlichen Bandbreite hier den puren Rhythm & Blues zelebriert.Und mit dem "Four on the floor"-Projekt aus 1979 sogar noch etwas weiter geht, die Disco-Kugel zum Leuchten bringt und dem unvoreingenommenen Connoiseur verblüffende Disco-Perlen inklusive einem Stones-Medley im Dance-Disco-Gewand präsentiert. Fakt ist, dass Hughes hier nach seiner Purple-Zeit Ende der 70'er-Jahre auf Entdeckungsreise war und versucht hat, alle Facetten seiner Soul-Stimme auszuprobieren. Ja, es braucht schon offene Ohren, sich diesen Aufnahmen zu widmen, wenn man von Hughes normalerweise harten Blues & Rock erwartet, doch der Kenner weiß, dass Glenn schon immer stilistisch weit offen war und sein Faible für Funk & Soul nie verhohlen hat. Nun, ich persönlich bin fürwahr kein Kenner dieses Genres, doch da ich Hughes-Allessammler war und bin, habe ich natürlich auch diese Platten intensiv konsumiert. Ich vermag jedoch nicht wirklich objektiv einzuschätzen, welche Qualität diese Aufnahmen aus Perspektive eines Soul-Kenners haben, mir jedoch haben sie stets Freude bereitet und ich höre sie bis heute oft und gern. Neben Hughes wirken fürwahr illustre Instrumentalisten mit, ein Mel Galley, ein Pat Travers, ein Dave Holland, Mark Nauseef und Al Kooper. Schon daraus ist abzuleiten, welchen Stellenwert Hughes damals hatte und dass hier Meister ihres Faches am Werk sind. Neben dem unglaublichen Facettenreichtum von Glenn's Stimmbändern gefällt auch das instrumentale Können der Meister und die luftig-transparente Produktion des Remasterings sehr gut, der von Glenn gespielte Fender-Bass ist wunderbar präsent und auch die Bläser & Background-Chöre bringen faszinierende Vielfalt in den Sound. Wie gesagt, die Aufnahmen sind meilenweit weg vom Rocker Hughes, aber eine solide Soul-Funk-Platte ist ihm hiermit wohl allemal gelungen, ich denke, zumindest dies lässt sich objektiv festhalten. Wer sonst auch mal Marvin Gaye, Stevie Wonder, Chicago, Blood, Sweat &Tears oder die Temptations auflegt, wen auch fette Bläsersätze nicht vergraulen und wer auch mit z.T. schwülstigem Soul&Disco-Sound klar kommt, der wird wohl Freude an der 2017 reeditierten Remasters-Edition auf Purple Records finden können. Mir jedenfalls gefällts, wenn es auch danach wieder Zeit ist, für etwas mehr Rock & Roll. [Review lesen]

22.05.2020 18:49 - Out Of Phase: Machine Head 2001 - A Tribute To Deep Purple (2001)

0.5 / 10
0,5 Punkte, da 0 leider nicht möglich sind. Ich kann nur jedem Purple-Fan dringlich empfehlen, einen großen Bogen um diesen unerträglichen Schund zu machen. Perverser wurden die Song-Monolithen des "Machine Head"-Jahrtausendwerkes nie zuvor und zum Glück auch nie mehr danach vergewaltigt und in den Schmutz getreten. Wer immer sich hinter diesem abartigem Elektro-Kretin verbirgt, gehört für alle Zeiten dem Fegefeuer übergeben. -Finger weg - Unhörbar und schlimmste Blasphemie! [Review lesen]

23.02.2020 20:44 - Deep Purple: Machine Head (1972)

10.0 / 10
Was kann man diesem Monolith des HardRock wohl anders geben als satte 10 Punkte. Höre gerade unter Kopfhörern die 1997'er Edition, das Remaster und den Remix aus dem Hause Glover. Beeindruckend, welche Soundkraft dieser Musik innewohnt, welche tatsächlich im nächsten Jahr (2021) 50 Jahre alt wird. Glover hat definitiv das Maximum aus den Aufnahmen herausproduziert, es erschließen sich immer wieder zuvor nicht wahrgenommene Nuancen, besonders in den 97'er Remixen entdeckt der purplemaniac, welcher diese Songs tief in seiner DNA verankert hat, zuvor kaum wahrgenommene Details, so dass man sich immer wieder die Frage stellen muss, welches Mass an Genialität diesen 5 Musikern doch innewohnte, wenn auch nach dem 27.136'sten Hören dieser Titel die Neugier auf die Komposition frisch ist wie vor Jahrzehnten. Einiges des Genius ist mittlerweile etwas verblasst, die Musiker selbst sind in einem Alter angelangt, in welchem so manche Körperfunktion nachlässt, doch mit den Platten der frühen 70'er haben sie sich für immer unsterblich gemacht und uns ein musikalisches Weltkulturerbe hinterlassen, welches die Zeiten überdauern wird. Und "Machine Head" ist im Œuvre Purples noch einen Ticken genialer als die anderen Highlights dieser Epoche. Jede Note wäre hervorzuheben, man kann hier keinen Song herausstellen, sie sind alle am Maximum. Paiceys Drumeskapaden im Verbund mit Lord's perkussivem Hammond- Traktat in "Space truckin'", der einzigartige und unverwechselbare Gitarrensound des Man in Black, der fett akzentuierte Bass Glovers, welcher den Songs die Durchschlagskraft verleiht und natürlich der junge Stimmkräftige Gillan, ein Zusammenspiel, dessen Qualität die Zeiten überdauert hat. Wir können dankbar sein, dass DP auch in 2020 weiterhin aktiv sind und wir so in den Genuss kommen, zumindest 3 der Beteiligten dieses Albums noch immer gemeinsam live zu erleben. Wie vielen anderen Helden unserer Jugend war dieses Glück nicht gegeben.... Sollte dieses Review ein junger Mensch lesen, welcher am Beginn seiner Expedition in die Welt des Hard'n'Heavy steht, sei ihm dieses Album innig ans Herz gelegt, denn "Machine Head" zählt ohne Wenn und Aber zu den epochalen Meisterwerken der Musik des 20'sten Jahrhunderts und muss im Kniefall eines ehrerbietenden und demütigen Kotaus gewürdigt werden. - Noch Fragen? Noch ein Tipp für die Purple-Freaks unter Euch. Im 97'er Remix von SOTW hört man eine Fassung mit einer alternativen Gitarren-Spur von Ritchie im Solo, welche ziemlich deutlich von der gängigen regulären Fassung abweicht und aus meiner Sicht sogar noch besser ist, oder zumindest etwas innovativer. Auch Gillans Vocals sind etwas anders, ein kleiner Seitenhieb zu Frank Zappa ist auch versteckt - viel Spaß beim Suchen & Finden.... [Review lesen]

22.12.2012 11:31 - Macbeth: Wiedergänger (2012)

10.0 / 10
Ganz großes Kino ! - Schon lange nicht mehr so dramaturgisch und musikalischen überzeugenden deutschsprachigen Metal gehört. - MACBETH liefern einen Soundtrack zu menschlichen und unmenschlichen Grenzbereichen und wahrhaft todbringenden Apokalypsen ab, welcher die Bilder zu "Gladiator", "Kamikaze" oder "Lebendig begraben" wie von selbst assoziiert. Die gelungenen Texte sind eingebettet in adäquate Thrash- und Power-Metal Hymnen, welche den ganz Großen des Genres in Nichts nachstehen. Ich kann diese Platte vorbehaltlos einem jeden Fan deutschsprachigen Metals als Blindkauf empfehlen, die Vergleiche mit Rammstein und den Reitern sind aber in der Tat ziemlich daneben - MACBETH definieren eine eigene Liga. Das dreiteilige "STALINGRAD" - Opus ist Gänsehaut pur und lässt mich die Schrecken des Geschehenen fühlbar nachempfinden. Aber auch alle anderen Songs sind absolut gelungen und werden wohl die Zeiten überdauern. German Democratic Recordings hat das Teil als auf 500 Stück limitiertes Gatefold auf den Markt gebracht, auch hier passt alles perfekt. Leute - Legt Euch dieses Meisterwerk unter den Weihnachtsbaum - Ihr werdet es nicht bereuen! - Für mich jedenfalls; ( und hoffentlich auch meine Nachbarn); wird das Teil in Power-Rotation das Weihnachtsgedödel erträglicher gestalten. [Review lesen]

10.06.2012 10:32 - Anne Dudley: American History X (1998)

10.0 / 10
Ganz großes Kino. Dieser Score kann auch sehr leicht außerhalb des Filmes als Kopf-Kino separat bestehen. Atmosphärisch dichte und spannungsvolle Kompositionen, verhalten, aber dramaturgisch spannend, teilweise zwar etwas arg melodramatisch, aber hierdurch entstehen beim Rezipienten die dem Film entstprechenden visuellen Bezüge. Sollte viel mehr Aufmerksamkeit erhalten und macht Lust auf mehr Kenntnis desŒuvres der britischen Komponistin Anne Dudley, welche ihre Karriere einst bei Art of Noise begann. Kann man jedem Freund artifizieller Soundtracks bedenkenlos empfehlen. [Review lesen]

04.02.2012 18:53 - Deep Purple: Deep Purple (1969)

10.0 / 10
Das dritte Album und das letzte der Mk.1. Erschienen im Juni 1969, zu dieser Zeit waren Gillan und Glover quasi schon in der Band, somit also das Opus posthoumus für Evans und Simper. Kurze Zeit später hörte man eine ganz andere Band, die evolutionäre Keimzelle des Heavy Metal explodierte mit der Mk. II. Hier indes überwiegt noch Lord'scher Art-Rock, eine Reihe artifizieller, klassikorientierter Songs, welcher, losgelöst von späteren Brachial-Epen, als abwechslungs- und einfallsreiche Prog-Rock-Perle zu bewerten ist. Die Platte wird stark geprägt von der Vorliebe Lords für klassische Sounds, zudem brilliert der frühe Paice mit einer Reihe abgefahrener Drum-Eskapaden, man höre nur das polyrhythmische "Chasing shadows". Blackmore nimmt sich auf der Platte ungewohnt zurück, noch nicht viel zu hören vom späteren Guitar-Hero. Bei "Lalena", der Donovan-Ballade, ist Rod Evans in seinem Element, dem ganz klar die seichten Töne deutlich mehr lagen als treibende HardRock-Kracher. Mit "April" gelingt der Band eine frühe symbiotische Verschmelzung von Klassik und Rock, welche nur wenige Monate später im "Concerto for Group and Orchestra" kulminierte. Alles in allem stellt diese LP quasi den Abschluss der Kunst-Rock-Phase der Band dar, hätte auch gut als Solowerk Lord's durchgehen können. Man muss sich beim Hören dieser Platte ganz weit von der Mk. II lösen, das ist quasi eine andere Band. Gelingt einem diese Abkopplung, dann kann man dieses Opus als höchst interessante, gut produzierte und spannende Exkursion in die musikalische Findungsphase einer noch unentschlossenen Band genießen. Komplettiert wird diese vertonte durchgeistigte musikalische Exkursion durch das Lord'sche Notenuniversum mit einem kongenialen Hieronymus Bosch-Cover-Artwork, in welches sich die Band auf der Frontseite mit einem kleinen Foto verschämt und versteckt hineinmontiert. Für mich eines der absoluten Meisterwerke der Band, klar dominiert vom universellen Musikverständnis Jon Lord's. [Review lesen]

07.11.2010 11:39 - Züül: Out Of Time (2010)

9.0 / 10
Quelle : www.stormbringer.at : 2008 tauchte bei diversen Mailordern eine Single auf, die die traditionell ausgerichteten Metalfans mit der Zunge schnalzen lies. Die eigenfinanzierte Zwei-Track 7” von ZÜÜL mit einem eigenen Song ("Air Raid") und einer Coverversion von CRUCIFIXION ("On the Run") zeigte auf, welchem Sound sich ZÜÜL verschrieben hatten - Guten, alten NWOBHM (Obwohl sie aus den USA kommen). Nun ist bei High Roller Records das Debut erschienen, wie es sich gehört auf Vinyl und auf 1000 Stück limitiert. Steffen, der Chef von High Roller Records (von dem ich so nebenbei immer noch ein Bier bekomme) hatte recht damit, dass er dieses Album praktisch als Jubiläums-Scheibe (HRR 100) veröffentlicht hat. Die Band legt mit der ersten Nummer, "Out of Time" und somit auch dem Titelstück gleich voll los. Geiler Oldschool-Metal mit griffigen Melodien und einem extrem livetauglichen Refrain. Mit "Warrior" folgt gleich das nächste Highlight. Extrem eingängiger Song ohne Trendanbiederung. Das folgende "Executioner" fällt etwas ab, kann aber durch die maidenlastigen Leads durchaus gefallen. Mit "Warhammer" hat die Band meiner Meinung nach einen der stärksten Songs der letzten Jahre geschaffen. Mein Favorit der Scheibe und auch mein Anspieltipp. "Air Raid", das bereits auf der genannten Single vertreten war, passt optimal zu den restlichen Songs. Diese bewegen sich ebenfalls auf konstant hohem Niveau, wobei hier noch "Darkness on the Ice" genannt werden sollte, der ein absoluter 5 Punkte-Song ist. ZÜÜL haben hier wirklich ein Meisterstück für alle Oldschool-Metalfans abgeliefert. Hier passt so ziemlich alles, von den Songs bis zur Produktion. Nur das Cover-Artwork kommt etwas “hingeschludert” rüber, was abe wie immer Ansichtssache ist. Fazit: ZÜÜL haben mit ihrem ersten Longplayer voll ins Schwarze getroffen. Der Spirit der 80´er wird gut transportiert, dazu trägt auch die sehr organische Produktion bei. Trotzdem wird die Scheibe etwas polarisieren, da der Gesang, der für mich absolut passend ist, vielen wohl zu schwach ist. Pflichtkauf und volle 5 Sterne. (Die nicht am noch offenen Bier liegen) [Review lesen]

29.08.2010 12:13 - Lords Of The Crimson Alliance: Lords Of The Crimson Alliance (1986)

9.5 / 10
Quelle: Metal Observer: Die legendären LORDS OF THE CRIMSON ALLIANCE erschienen bereits 1986 auf der Bildfläche und brachten es nur auf ein einziges Album. Dieses hieß dann so wie die Band und wurde kurioserweise nie auf CD veröffentlicht. In Undergroundkreisen kann man ohne Übertreibung von einem Heiligtum sprechen, der Staus der Band ist gottgleich. Wo findet man heuer noch eine Metal-Band, die so originell klingt? Allein schon der ungemein hypnotische aber auch schrille Gesang von Frontmann Far Cry (!) ist alles andere als technisch einwandfrei. Zumeist ist der Gesang zweistimmig aufgenommen, wobei die erste Stimme sehr hoch ist und eine zweite tiefere darübergelegt wurde, ähnlich wie bei MERCYFUL FATE. Aber gerade diese Kauzigkeit ist auch das besondere an LORDS OF THE CRIMSON ALLIANCE. Einzig alleine noch Tim Baker von CIRITH UNGOL und der KING (MERCYFUL FATE) könnten als vager Vergleich herhalten. Und dennoch ist alles anders. Keiner da draußen hat solch eine Stimme! Dann diese Musik, die ist nicht von dieser Welt…Progressive Songs mit allerlei Tempowechsel und mystischem Touch, soundlich eher in den Siebzigern verwurzelt aber dennoch völlig zeitlos, weil einzigartig. Und auch ziemlich abgefahren, die meisten Metal-Fans werden den Kult um diese Band nicht nachvollziehen können. Songs wie „Firedancer“, “Dragonslayer”, “Swords of Zeus” oder ganz besonders der an MANILLA ROAD erinnernde, mit tiefem Gesang und Hammondorgel veredelte Epic-Göttersong „The Sorcerer“ gehören wirklich zu meinen persönlichen Juwelen der gesamten Metal-Geschichte. Das ist Emotion pur! Warum nun das Teil dann nicht in meiner All-Time Playlist auftaucht? Nun, ich hatte dieses Album, dass auch früher sehr schwierig zu bekommen war, damals nur auf Tape gehabt und seit mindestens 10 Jahren nicht mehr gehört – und jetzt sind die alten Gefühle wieder da. Schniff! Zum heulen schön! [Review lesen]

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Slice: Relative Souls (CD) 22.11.2020
Seasick Pirates: Return Of The Helicopterman, The (CD) 22.11.2020
Secret Discovery: Philharmonic Diseases (Mini-CD / EP) 22.11.2020
Various Artists/Sampler: Sicher Gibt Es Bessere Zeiten, Doch Diese Ist Die Unsere 3 (CD) 22.11.2020
Ride: Carnival Of Light (CD) 22.11.2020
Various Artists/Sampler: Punk Generation, The (4-CD) 22.11.2020
Prong: Rude Awakening (CD) 22.11.2020
Postmortem: Seeds Of Devastation (CD) 22.11.2020
Paradise Lost: Seals The Sense (Mini-CD / EP) 22.11.2020
Mr. Ed Jumps The Gun: Smoke (Single-CD) 22.11.2020
Various Artists/Sampler: European Metal Attack (2-CD) 22.11.2020
Maelstrom: Step One (CD) 22.11.2020
Maggots: Dead And Loving It-Compilation (CD) 22.11.2020
Jimmy Page: Before The Balloon Went Up (2-CD) 22.11.2020
Twisted Tower Dire: Dagger's Blade, The (7") 22.11.2020
Tommy Bolin Band, The: Shake The Devil (Split-CD) 22.11.2020
Stranglers, The: Collection 1977-1982, The (CD) 20.11.2020
Darkness: Staatsfeind / Damnation & Violence (Split-7") 18.11.2020
Various Artists/Sampler: Musik Für Die Welt Von Morgen · Vol. 1 (CD) 16.11.2020
Fallout: Thermonuclear Warriors: The Rarities 1981-2007 (Split-2-CD) 11.11.2020
Blackmore's Night: Times They Are A Changin', The (Single-CD) 08.11.2020
SBB: Behind The Iron Curtain (DVD) 08.11.2020
Various Artists/Sampler: Tommy Bolin - Fever (15-CD) 01.11.2020