prankowski666

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Registriert seit: 25.11.2004

Zum Verkauf 1 Eingetragen 2468
Bewertungen: 34 Reviews: 22
Genres: Klassik, Metal, Sonstiges, World Music
Bewertungsverteilung von prankowski666
0.5 1 1.5 2 2.5 3 3.5 4 4.5 5 5.5 6 6.5 7 7.5 8 8.5 9 9.5 10
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Die letzten Bewertungen
8.5 für Metalhead: Metalhead (2012) (24.06.2012 22:42)
8.5 für Diamond Plate: Generation Why? (2011) (02.10.2011 13:43)
8.0 für Wolf: Legions Of Bastards (2011) (21.06.2011 15:14)
6.0 für Amon Amarth: Surtur Rising (2011) (18.06.2011 23:18)
1.0 für Manowar: Gods Of War (2007) (23.05.2011 21:49)
8.5 für While Heaven Wept: Fear Of Infinity (2011) (14.05.2011 20:50)
8.5 für Accept: Blood Of The Nations (2010) (14.05.2011 19:19)
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Die letzten Reviews

24.06.2012 22:42 - Metalhead: Metalhead (2012)

8.5 / 10
Ist in der zweiten Hälfte des 7. Songs auf der neuen Maiden-Scheibe vielleicht ein halbwegs gutes Riff versteckt – zumindest, wenn man sie zusammen mit 2-3 Kästen Pils genießt? Soll ich mir wohl die Vollhorst-Edition des neuen Manowar-Albums runterladen, weil die vor 30 Jahren mal ein paar gute Patten gemacht haben - oder doch lieber warten, bis ich ein voluminöses Gatefold-Cover kriegen kann, um das Erbrochene aufzufangen? Ist das am Fuß von Ozzy Osbourne auf dem Tanztee mit seinen ‘Freunden‘ die Setlist - oder doch schon der Totenschein…? Scheißegal! Spätestens wenn ich mal wieder musikalische Prachtstücke wie das erste vollständige Album der Niedersachen METALHEAD in der Hand halte, ist mir völlig schleierhaft, wie sich die halbe Welt mit Nichtigkeiten der oben beschriebenen Art beschäftigen kann. Die Band erfindet das metallische Rad sicher auch nicht neu, aber hier wird Heavy Metal noch hörbar gelebt, geliebt und geatmet – und nicht nur eine schon lange leere Hülle künstlich am Leben gehalten. Echte Attitüde statt Image ist angesagt! Zwar scheinen METALHEAD ihre musikalische Linie angesichts der vielen hörbaren Einflüsse von NWoBHM bis Metal Church noch nicht zu 100% gefunden haben, aber dem Vergnügen, den Jungs zuzuhören, tut das zu keiner Sekunde Abbruch - alles wirkt doch irgendwie schlüssig und mitreißend. Gleiches gilt für die Stimme von Sänger Stefan, der mit Vorliebe mal ein King Diamond-Gedächtnis-Falsetto einstreut, wo man es nicht unbedingt erwartet hätte. Das hat einen gewissen Kauz-Faktor, macht aber immer Spaß und hält die Sache interessant! Und in Zeiten, wo man schon froh sein sein muss, wenn das Schlagzeug überhaupt mal nach einem solchen klingt, verdient der tolle, organische Sound noch ein Extra-Lob - angenehm alte Schule, aber nie altbacken rüberkommend. Wer mal reinhören möchte (auf der Band-HP stehen Soundschnipsel aller Songs zum Anhören bereit), dem seinen folgende Anspieltips ans Herz gelegt: Mistress of the Storm, Hunter (beide schön speedig und straight), Chains of Steel (Judasaxon), das atmosphärisch dichte Witch Hunt und das Album-Highlight Lonesome Warrior (halb Halbballade, halb Power Metal im reinsten Wortsinn). Zu haben ist das Ding für kleines Geld beim Label - ich empfehle zuzuschlagen! [Review lesen]

02.10.2011 13:43 - Diamond Plate: Generation Why? (2011)

8.5 / 10
Revival-Thrash ohne weiße Turnschuhe, Sauf-Songs und Kindergarten-Attitüde - geht das...? Geht zum Glück! Den Beweis treten die US-amerikanischen Jungspunde von DIAMOND PLATE auf ihrem vorliegenden Debüt-Album in eindrucksvoller Manier an. Generation Why? hält genau das, was die seinerzeit leider etwas unterproduzierte Relativity-EP schon versprochen hatte. Die Buben aus Illinois haben zwar gerade erst die Volljährigkeit erreicht (falls überhaupt), spielen aber schon mit einer fast unglaublichen Selbstsicherheit auf. Hier besteht nicht die ganze Platte (aus Mangel an tauglichen Riffs) aus einer einzigen Speed-Orgie wie so oft bei der jugendlichen Thrash-Konkurrenz. Hier wird gerifft wie die Großen, garniert mit allerhand tollen Soli und einer instrumental erstklassigen Umsetzung - Thrash with Class ist das Motto! Wer sich beispielsweise das schier unfassbar abgezockte 'Relativity' anhört, wird unmittelbar wissen, was ich meine. Sicher ist im Songwriting an manchen Stellen noch Luft nach oben. Ebenso stünde Sänger (und Basser) Jon Macak zuweilen etwas mehr Variabilität in der Stimme gut zu gesicht. Angesichts der Qualität des Songmaterials auf Generation Why? scheint die richtige Richtung aber definitiv eingeschlagen. Bei den jungen Jahren der Bandmitglieder lässt das auf eine große Zukunft hoffen. Ich würde jedenfalls wetten, daß DIAMOND PLATE eine der wenigen Bands sind, die nach dem Ende des großen Thrash-Revivals noch am Start sein werden. Unter dem Strich reicht's für Generation Why? auf jeden Fall für einen geteilten Spitzenplatz mit der neuen Legen Beltza-Platte unter den Thrash-Scheiben, die mir dieses Jahr in die Finger gekommen sind. Probiert's aus - wer auch nur im entferntesten was für klassischen Thrash übrig hat, muß das Ding eigentlich im Schrank stehen haben! Anspieltis: Generation Why?, Pull The Trigger, Fool's Paradise, Relativity [Review lesen]

23.06.2011 15:11 - Amon Amarth: Once Sent From The Golden Hall (1998)

9.5 / 10
Just in case... The closer they get to the mountain the clearer their eyes can see! AMON AMARTHs very own Kill 'em All - das ist so ziemlich der kürzeste Nenner, auf den ich die erste vollständige Platte der ehemaligen Sonnenkönige der NWoSDM gefühlsmäßig bringen kann. Once Sent from the Golden Hall ist songwriterisch wie spielerisch vielleicht nicht 100%ig perfekt und ebenso nicht mit der besten Aufnahme (früheres Tätgren-Werk) ausgestattet. Aber genau wie Metallica ist es AMON AMARTH nie wieder gelungen, dieselbe Atmosphäre und denselben - auf gut englisch - Spirit zu verbreiten wie auf ihrem Langspiel-Debut. Trotz noch vereinzelt vorhandener BM-Einflüsse hatte die Band ihren typischen Stil schon weitgehend gefunden, kam aber noch um einiges roher und ungeschliffener daher als heutzutage - und nicht zuletzt schneller. All dies macht das Songmaterial aber in einem Maße lebendig und mitreißend, das AMON AMARTH heute zum großen Teil abgeht. Ein einziges 'Oh yeah!' von Johan Hegg (höre 'Friends of the Suncross') versprüht hier ungefähr genausoviel Energie wie die gesamte restliche AA-Diskographie zusammen. Dabei ist die komplette Platte trotz der auch damals schon vorhandenen Helden-Lyrik durchzogen von einer unterschwelligen, beinahe schicksalsergeben anmutenden Melancholie, die der Band über die Jahre leider ebenfalls abhanden gekommen ist. Hier muß sich also niemand Anerkennung für songwriterische Finessen abringen oder sein Musik-Studium darauf verschwenden, marginale (hui!) Veränderungen im Soundbild als interessante Weiterentwicklung zu identifizieren (und ungefähr so liest sich seit Jahren ungefähr jedes AA-Review). Hier wirst Du noch nach alter Väter Sitte vor echter Begeisterung vom Stuhl geblasen - genau wie es sein soll! Ein paar sorgsam ausgewählte Highlights der Tracklist seien im folgenden genannt: Ride for Vengeance Exzellenter Opener, der direkt zum Einstieg die typische Mischung aus Majestät und kontrollierter Raserei auffährt und gleich mit einer ganzen Reihe von Handelsklasse A-Riffs zu begeistern weiß. Abwechslungsreich und dennoch sehr stringent - eigentlich haben AMON AMARTH hier schon auf ganzer Linie gewonnen. The Dragons' Flight Across the Waves Massiv treibendes Paradestück der AA-Diskographie mit meisterhafter Umsetzung der Lyrics, incl. wie üblich unspektakulärem aber sehr effektvollen Solo. Wer Johan Hegg gegen Ende des Songs aus tiefster Seele zum Angriff brüllen hört und nicht spätestens dann hektisch zum Kauf der Platte loszieht, kann hier auch aufhören zu lesen... Without Fear Aufgehübschter, recht flotter Demo-Song von 1994. Kommt merkbar eckiger und ein wenig altbackener daher als der Rest des Materials, fügt sich aber dennoch ausgezeichnet in den Rest der Tracklist ein. Wieder Extra-Punkte für Olavi Mikkonen an der Gitarre. Victorious March Überlanger, simpel gestrickter aber gerade deshalb höchst effektiver Brecher. Bis heute DIE AMON AMARTH-Hymne schlechthin - kein Konzert wäre ohne diesen Song denkbar! Und wenn es noch so totgenudelt wurde: auch heute noch ist es kaum möglich, sich der schieren Gewalt des Stücks zu entziehen. Friends of the Suncross Schneller, direkter Gegenpart zu Victorious March mit Killer-Riffs wie AMON AMARTH sie kaum jemals wieder auffahren konnten, unerreichter Energie und Hingabe und einmal mehr mit einem verehrungswürdigen Johan Hegg am Gesang. Für mich das eindeutige Highlight der Scheibe und bis zum heutigen Tage mein Lieblingssong der Band. Abandoned Da schau her: schon wieder ein recht schneller Track von AMON-'Wir haben eigentlich schon immer nur Midtempo-Songs gemacht'-AMARTH! Schön abwechslungsreich und mit vielen erstklassigen Riffs und Melodien hält Abandoned das Qualitäts-Level der Platte locker. Wie so viele andere der hier beschriebenen Songs heute zu unrecht fast vergessen... Amon Amarth Wieder überlange, sich langsam entwickelnde Schlachthymne an den Namensgeber der Band (den Schicksalsberg aus Tolkiens 'Herr der Ringe'). Mehr Erhabenheit geht kaum - der alles überstrahlende Refrain von 'Amon Amarth' verschafft mir bis heute noch regelmäßig eine dicke Gänsehaut wie es nur wenige Songs können. Once Sent from the Golden Hall Mit dem titelgebenden Rausschmeißer verabschieden AMON AMARTH den begeisterten Hörer nochmal mit einer amtlichen Kelle Speed. Wiederum ein wenig angeschwärzt und sehr straight macht auch der Titeltrack nochmal ordentlich Punkte und lässt den Finger unwillkürlich zur Repeat-Taste wandern. Um es abschließend auf den Punkt zu bringen: dieses Album ist bis heute nicht nur die einzig WIRKLICH essentielle Platte aus dem Schaffen von AMON AMARTH. Sie ist ebenso die Krönung all dessen, was je das Label 'Melodic Swedish Death Metal' getragen hat. Und zwar mit Abstand. [Review lesen]

21.06.2011 15:14 - Wolf: Legions Of Bastards (2011)

8.0 / 10
Tja, schöner Mist! Eigentlich war mein Review zu Legions of Bastards ja schon vor erscheinen der Scheibe fertig... Einfach die schönsten Superlative aus dem Handbuch für Metalplatten-Rezensenten zusammengesucht, ein bißchen Satzbau außen rum, Höchstnote drunter - fertig. Daß es jetzt ein paar Tage länger gedauert hat, liegt tatsächlich daran, daß sich das neue WOLF-Album zumindest für mich um einiges schwerer zugänglich erwiesen hat als erwartet. Natürlich spielen die Schweden immernoch ihren höchsteigenen Stiefel, der die Einflüsse der Genre-Größen zwar an allen Ecken erkennen lässt, aber dennoch unverwechselbar nur nach WOLF klingt. Allerdings fehlen auf Legions of Bastards die 'Hits' (wenn man das so nennen kann) Marke 'Genocide' oder 'Voodoo', die bisher eigentlich jedes Album zu bieten hatte. Schon der Opener 'Vicious Companions' kommt im Vergleich zu seinen Vorgängern vom Schlage eines 'I Will Kill Again' oder 'Speed On' ein wenig unspektakulär daher und braucht ein paar Durchläufe, bis er wirklich zündet - aber das tut er (1A-Refrain!). Und auch unter dem restlichen Songmaterial finden sich nach dem einen oder anderen Durchlauf reichlich echte Perlen. Ob jetzt die Priest-Gedenkhymne 'Skullcrusher', der spannende Rocker 'Absinthe', das schnelle 'Full Moon Possession', das schwerstens groovende 'Nocturnal Rites', der völlig unverständlicherweise zum Bonustrack degradierte WOLF-Paradesong '6 Steps' oder jeder andere Track: Ausfälle gibt es bei Lichte betrachtet eigenlich gar keine - aber eben auch keine herausragenden Highlights, ob nun Hit oder nicht. Der Sound des Ganzen ist wie immer angenehm unmodern, aber dennoch zeitgemäß. Neu ist lediglich, daß Sänger Niklas Stålvind mittlerweile einen Zacken tiefer und erdiger zu Werke geht, was den Songs durchaus nicht schlecht zu Gesicht steht. Und obendrauf gibt's wie immer bei WOLF natürlich noch ein toll angetrashtes 'Love It or Hate It'-Cover. Als Fazit: die Höhepunkte ihrer eigenen Diskographie verfehlen WOLF mit Legions Of Bastards leider recht eindeutig. Nichtsdestotrotz reicht das für die Verhältnisse der Schweden aber immernoch, um ihrem Namen Ehre zu machen und sich einen Spitzenplatz in der schwermetallischen Nahrungskette zu sichern. Reinhören ist auf jeden Fall angebracht! [Review lesen]

18.06.2011 23:18 - Amon Amarth: Surtur Rising (2011)

6.0 / 10
Hui, eine neue AMON AMARTH-Platte... Da ist beim ersten Ton klar: das wird eine kurze Angelegenheit. Im Ernst: die AC/DC des Schweden-Død Metal schmeißen mit 'Surtur Rising' zum gefühlt 471. Mal dieselbe Scheibe auf den Markt und tun nur ein neues Cover drauf - da fällt ein taugliches Review nicht ganz leicht. Der mittelschnelle Song, der etwas langsamere Song und der fast schnelle Song, derselbe Gesang, dieselbe Produktion, Götter, Tod und Schwerter, grunz grunz, hoppel hoppel - alles wie immer. Obwohl, ich will nicht inkorrekt sein: das Cover sieht natürlich ebenfalls aus wie sonst auch. Man verzeihe mir, daß ich hier nicht weiter auf das Songmaterial eingehe, aber wer in seinem Leben schon mehr als drei AMON AMARTH-Stücke gehört hat, kennt 'Surtur Rising' automatisch in- und auswendig. Es gibt zugegebenermaßen ein paar Stellen, die aufhorchen lassen, aber wesentlich sind die in keiner Weise. Natürlich ist die Band in Ihrem ureigenen Metier immernoch weit vorn (die objektive Qualität sei gar nicht bestritten), natürlich werden die Fans das Album lieben und natürlich werden AMON AMARTH wieder hunderttausende Platten absetzen und dreimal um die Welt touren - aber mir wird's ehrlich gesagt langsam ein wenig eintönig. Objektiv (also angenommen, dies sei die erste AMON AMARTH-Scheibe): 8 Punkte. Subjektiv (mit den letzten sechs Alben im Schrank): 6 Punkte. Anspieltip: Once Sent from the Golden Hall [Review lesen]

23.05.2011 21:49 - Manowar: Gods Of War (2007)

1.0 / 10
Nach langen Jahren, in denen ich MANOWARs letztes Album kennen und über die Maßen lieben gelernt habe, möchte nun auch ich heute die Gelegenheit ergreifen, eine Lanze für die Kings of Metal und ihr epochales Meisterwerk zu brechen, um den ahnungslosen Salon-Metallern und neidzerfressenen Spöttern ihr Lästermaul zu stopfen! Schon der Anfang weiß jeden MANOWAR-Fan über die Maßen zu begeistern: ein fesselndes, angenehm kurzes Intro leitet unmittelbar über in noch ein fesselndes, angenehm kurzes Intro, das, majestätisch aber mitnichten schwülstig, die Spannung ins schier unermessliche steigert, bevor die Band unversehens in den Übersong 'King of Kings' einsteigt. Das meisterlich eingängige, jedoch nie stumpfe Songwriting wird nur noch übertroffen von der sensationellen Produktion, die jeden Headbanger sofort brutal an die Wand drückt. Insbesondere die messerscharfen Gitarren und die klar und massiv hämmernden, aber dennoch ausnehmend natürlich daherkommenden Drums sind absolute Referenz-Klasse. Und so geht es weiter: ein Highlight jagt den Brothers of True Steel vor der Anlage mehr Freudentränen in die Augen als das andere! Einzelne Höhepunkte hier herauszugreifen hieße Raben nach Valhalla tragen - Blasphemie! Über die Strecke hätte man sich lediglich etwas mehr von den kunstvoll gestalteten, den Hörer immer spannend durch die mitreißende Geschichte des Konzeptalbums geleitenden Zwischenspielen gewünscht, aber das ist nur ein minderer Schönheitsfehler. Das überragende Songmaterial lässt jede Kritik im Ansatz verstummen. Gleiches gilt für den schier unfassbaren Aufwand, den MANOWAR in die bisherige Krönung ihrer Karriere investiert haben: wo sonst völlig inkompetente Wald- und Wiesenproduzenten geheuert werden, nur um ein paar Kröten zu sparen, da begibt sich hier Großmeister Joey de Maio selbst hinter die Regler, um seine Vision vom perfekten Metal-Album unter die Erdlinge bringen zu können. Wo andere Bands auf Billigst-Keyboards und manchmal sogar Drumcomputer setzen, da scheuen sich MANOWAR nicht, auch noch ihren letzten Dollar in echte Orchester, Chöre und sogar ein Schlagzeug zu investieren, um ihren True Warriors of Steel ihre Meisterwerke auch soundmäßig im bestmöglichen Gewand zu präsentieren. Eine besondere Erwähnung verdient aber doch die abschließende Hymne 'Die for Metal'. Ein mörderisches Hauptriff, massiver Headbang-Groove, ein Refrain, für den 99.9% aller anderen Metalbands auf der Welt töten würden und attitude to the fuckin' bone - eindeutig das beste, was in den letzten 30 Jahren im klassischen Metal erschaffen wurde! Kniet und staunet! Auch heute noch, 4 Jahre nach Erscheinen, freue ich mich beinahe täglich, an dieser Sternstunde der Metal-Geschichte teilhaben zu dürfen, wenn ich das Opus Magnum der einzig wahren Könige des Stahls auf den Plattenteller lege. Gods of War läßt die unbeholfen langweiligen Frühwerke MANOWARs à la Battle Hymn oder Hail to England schamhaft verblassen und verfehlt die eigentlich mehr als verdiente Höchstnote nur, da die Band mit ihrem nächsten Werk mit Sicherheit noch eine Steigerung zu bieten haben wird - wie sie es seit mindestens zwei Dekaden mit jedem neuen Werk vermochten. 9 ehrfürchtige Punkte! Ich habe mir natürlich alle verfügbaren Ausgaben im Original besorgt, um die vier trotz ihres weltweiten Superstar-Status' sympathisch bodenständig gebliebenen Amerikaner so gut ich kann zu unterstützen! Kurz und gut: Gods of War ist ein veritables Jahrhundertalbum, das die Maßstäbe im True Metal-Bereich neu setzt! Für alle Ewigkeit und heute, am Gegenteiltag. [Review lesen]

22.05.2011 13:18 - Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 9, d-Moll (WAB 109) (0)

10.0 / 10
Anton Bruckner - Sinfonie Nr. 9 Carlo Maria Giulini / Wiener Philharmoniker (1988) Bruckners 9. Sinfonie ist ein Werk, das mich schon vom ersten Moment in den Bann gezogen und nicht mehr losgelassen hat, und gehört mit ihrem lebensumfassenden Schwanken zwischen Genese und Untergang, Glaube und Verzweiflung mit Sicherheit zum Großartigsten, was ich an Symphonischem überhaupt kenne. Wie das Finale der dieses unvollendet gebliebenen Werks aus der Hand des Komponisten ausgesehen hätte, wagt man sich kaum vorzustellen. Zwar habe ich schon die eine oder andere der existierenden Rekonstruktionen des letzten Satzes gehört, aber keine wusste mich wirklich zu begeistern. Bruckners finales Opus war für mich als Klassik-Frischling also das Werk der Wahl, um mich ein wenig in die Feinheiten und Unterschiede der Interpretation einzuarbeiten, auf die es im Klassik-Bereich ganz wesentlich ankommt. Ich habe mir also ein paar verschiedene Einspielungen besorgt, und wie ich bald fand, erschließen sich besagte Unterschiede oft auch dem blutigen Laien unmittelbar. So wusste ich seit dem ersten Hören unvermittelt, daß ich mit Giulinis 1988er Aufnahme mit den Wiener Philharmonikern die wohl optimale Einspielungvon Bruckners Meisterwerk in den Händen hielt - ich wüsste hier nicht auch nur das geringste Detail zu verbessern. Ganz wesentlich lebt diese Einspielung von der unvergleichlichen Eleganz, mit der die Sinfonie vorgetragen wird. Dabei wählt Giulini ausnehmend langsame Tempi (ich besitze Aufnahmen, die über 10 Minuten (!) kürzer sind), weiß die Spannungsbögen aber jederzeit meisterhaft zu entwickeln und zu halten, wo mancher seiner Kollegen unbedacht von vermeintlichem Höhepunkt zu Höhepunkt eilt. Keiner der mir bekannten Dirigenten kann Giulini hier über die ganze Strecke das Wasser reichen. Dabei unterstützt wird er von den furios aufspielenden Wiener Philharmonikern, die ihrem Maestro hörbar über die gesamte Spielzeit aus der Hand fressen. Daß das ganze technisch 100%ig umgesetzt ist, versteht sich bei dem Namen natürlich von selbst. Dazu kommt noch der ausnehmend schöne Orchesterklang des VPO - insbesondere die Streicher und die herausragend abgestimmte Bläsersektion suchen (vergeblich!) ihresgleichen. Noch unglaublicher wird das schwindelerregende Qualitäts-Level in allen Bereichen vor dem Hintergrund, daß es sich hier nicht um eine Studio-Aufnahme in einer Kombination der besten Takes handelt, sondern um einen live aufgenommenen Konzertmitschnitt aus dem Wiener Musikverein. Und wem das hier alles spanisch oder chinesisch vorkommt, dem sei geraten, sich die Aufnahme einfach selbst anzuhören - sie wird ihre Magie mit Sicherheit zu verbreiten wissen, wie es bei mir auch der Fall war. Worte wurden wahrscheinlich ohnehin nicht gemacht, um diese Einspielung zu beschreiben. Man muß sie selbst erfahren haben - mit Sicherheit mit der beste Einkauf, den ich seit langem getätigt habe. Oder um einen Amazon-Rezensenten zu zitieren: "The finest recording of anything ever made!" Weit weg von der Wahrheit ist das nicht. Für alles andere als die Höchstnote würde ich angesichts dieser Leistung vor Scham im Boden versinken, von daher: 10 Punkte. http://www.musik-sammler.de/media/77250 [Review lesen]

22.05.2011 11:19 - Dietmar Wischmeyer & Oliver Kalkofe: Arschkrampen Testament (2010)

10.0 / 10
Gertrud reißt den Staudamm wieder auf! Und einmal mehr lassen uns die größten lebenden Philosophen des Abendlandes, Kurt Adolf Amadeus Krampmeier und Gürgen Ferkulat, an ihrem Wirken teilhaben. Knapp drei Stunden lang wird hier der Göbelschacht mit Katzenpisse verfüllt, über schrappige Zicken gerömert, das Zopp-Messer geschwungen, die Kriegspläne des Iwans ans Licht gezerrt und über Ferkels Milbenpimmel gequaddelt, daß einem vor Vergnügen glatt der Wurm in die Sandalette fällt. Nebenbei lösen die beiden Geistes-Titanen noch die Theodizee-Frage, decken auf warum Hitler die Weltherrschaft nicht erringen konnte, gedenken zum 2000. Jahrestag der Varus-Schlacht, erklären den fachgerechten Einsatz von Montageschaum und vieles mehr. Für jeden an universaler Bildung interessierten unbedingt wertvoll! Alles wie gehabt also! Vielleicht noch ein bißchen mehr unter der Gürtellinie als früher (wenn das denn überhaupt möglich ist), aber zweifellos genauso unterhaltsam. Wirklich neu sind nur die von einer Frau gesprochenen Zwischenpassagen, die im ersten Moment etwas gewöhnungsbedürftig daherkommen - aber man gewöhnt sich schnell dran. Kurz und gut: noch immer das lustigste, was an Comedy in Deutschland erhältlich ist. Und zwar mit Abstand, Ihr Pissetrinker! Bleibt nur zu hoffen, daß der Plattentitel nicht wörtlich zu nehmen ist... [Review lesen]

14.05.2011 20:50 - While Heaven Wept: Fear Of Infinity (2011)

8.5 / 10
Eine ziemliche Enttäuschung... Völliger Überflieger! Auf diese beiden Formeln lassen sich die ersten Reaktionen auf die neue WHILE HEAVEN WEPT-Platte ziemlich gut verkürzen. Und wie es meistens ist: die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte. Auch ich zählte mich im ersten Moment eher zu Enttäuschten. Aber wer die metallische Hall Of Fame mit einem Meisterwerk für die Ewigkeit wie 'Vast Oceans Lachrymose' (und nur das kann hier die Referenz sein) aus dem Stand von hinten aufrollt und dann ankündigt, noch einen draufzusetzen, muß mit sowas klarkommen... Einige Durchläufe später bin ich der Überzeugung, insbesondere eine andere Song-Reihenfolge hätte dem Album recht gut getan. Zwar sind mit dem schnellen Opener 'Hour of Reprisal' die mit dem Vorgänger-Album etablierten Band-Trademarks zwar unmittelbar wiedererkennbar - dennoch wähnt man sich auf seltsame Weise mitten in einen Song geworfen, dem einiges an Einleitung fehlt. Diesen Eindruck verstärkt das folgende, für WHILE HEAVEN WEPT-Verhältnisse sehr kurze, 'Destroyer of Solace' (wieder mit einem Hauch John Arch), so daß sich zuerst sogar der Eindruck einer gewissen Uninspiriertheit bei mir breit machte. Der relativierte sich mit fortdauerndem Hörgenuß zum Glück aber recht schnell wieder - beide Songs wachsen mit jedem Durchlauf und zählen mit Sicherheit zu den Highlights der Scheibe. Beim folgenden 'Obsessions Now Effigies' ist dann aber spätestens alles wieder gut: schwerer Doom, majestätische Breitwand-Keys, toller Gesang: so soll es sein, das wäre mein Opener gewesen - am besten im Verbund mit den ersten beiden Tracks als 11-Minuten-Epos. Die Gemeinde hätte gejubelt! Der nächste Knick folgt leider aber sogleich: 'Unplenitude' ist ohne Zweifel sehr schön, aber irgendwie brauche ich den Song bis heute nicht wirklich. Etwas, was von keinem einzigen Ton auf VOL behaupten konnte... Ungefähr dasselbe gilt für das ruhige 'To Grieve Forever': schön, aber wenig zwingend - wirkt ein wenig wie Ausschuß aus einer Aufnahme-Session. Dann wird's aber endlich richtig großartig: 'Saturn and Sacrifice' kommt anfangs mit reichlich Doom-Schlagseite daher (Solitude Aeturnus kommen unmittelbar in den Sinn), nimmt dann richtig Fahrt auf und klingt mit einer erhabenen Melodie aus, veredelt von Rain Irvings schön US Metal-beeinflusstem Gesang. Der Song weiß auf Anhieb zu begeistern! Zum Schluß gibt's dann noch das ganz große Gefühls-Kino: das überlange, herausragend gesungene und melodisch wunderschöne 'Finality' verströmt exakt die besondere Magie, die z. B. 'To Grieve Forever' größtenteils abgeht. Wer die Platte nach diesem Song vom Teller nimmt und immernoch Enttäuschung verspürt, der kann sich eigentlich auch begraben lassen Als Fazit bleibt festzuhalten, daß WHILE HEAVEN WEPT das songwriterische Niveau und den Zauber von 'Vast Oceans Lachrymose' insgesamt zweifellos verfehlen, dennoch aber ein bärenstarkes Album abliefern, das keine große Konkurrenz zu fürchten braucht - schon allein, weil WHW in ihrem selbst geschaffenen Kosmos weit und breit keine haben. Ich würde jedem empfehlen, der Platte auf jeden Fall mal ein paar Durchläufe zu gönnen! [Review lesen]

14.05.2011 19:19 - Accept: Blood Of The Nations (2010)

8.5 / 10
Na toll... Accept ohne Udo. Was das wird, wissen wir seit 20 Jahren. So oder so ähnlich wird wohl so mancher Metal-Fan gedacht haben, als ACCEPT ankündigten, eine neue Platte ohne ihr langjähriges Aushängeschild Udo Dirkschneider aufzunehmen. Soviel mal vorweg: nach dem Genuß von 'Blood of the Nations' dürfte sich die Meinung von ca. 99% dieser Leute deutlich verändert haben. Allein die Instrumental-Fraktion ist eh über jeden Zweifel erhaben: was Wolf Hoffmann und seine Mannen auch heute noch an Präzision abliefern, wird in ihrem Bereich sonst kaum mehr erreicht. Wer wissen will, was ich meine, sollte sich einfach mal diverse Coverversionen von ACCEPT-Songs zu Gemüte führen. Aber auch dem neuen Shouter Mark Tornillo muß man einfach bescheinigen, meisterhaft in Dirkschneiders Fußstapfen zu treten - und seinen Gesang dabei noch um die eine oder andere sehr eigenständige Note zu erweitern. Und die Songs? Fangen wir mal gleich mit der größten Überraschung an: 'Blood of the Nations' wird wahrscheinlich als das einzige ACCEPT-Album in die Geschichte eingehen, daß mir vor allem wegen einer Ballade ans Herz wachsen wird. 'Kill the Pain' überragt die Platte in einem Maße, daß es jeder Beschreibung spottet: kitsch- und kleisterfreie emotionale Musik von großartiger Tiefe und Schönheit, die nicht zuletzt von Mark Tornillos fantastischem Gesang transportiert wird - hier muß man ehrlicherweise sagen, daß Udo D. das mit Sicherheit so nicht hinbekommen hätte. Der ganz große Abräumer hier ist aber (natürlich) Wolf Hoffmann - mit diesem Solo hätte er meinetwegen das ganze Doppelalbum vollmachen können, ich hätte es mit Sicherheit gekauft! Als zweites großes Highlight geht das düstere 'Time Machine' ins Ziel, bei dem man sich unweigerlich fragt, welcher Hypakusis-Patient ausgerechnet diesen Kracher zum Bonus-Track degradiert hat. Harter Groove, ein typischer Refrain, ein paar Chöre und einmal mehr eine tolle gesangliche Umsetzung - ACCEPT, wie sie sein sollen! Und auch der Rest des Materials ist zumeist sehr hochklassig, allen voran die schnellen Kracher 'Teutonic Terror' mit allen wichtigen ACCEPT-Trademarks, 'No Shelter', 'Bucket Full of Hate' und 'Shades of Death'. Daneben finden sich auf der Platte aber leider auch noch einige wenig essentielle Stücke, allen voran das vorab veröffentlichte 'The Abyss' mit seinem ärgerlichen 'Früher war alles besser, und deswegen bin ich ganz traurig'-Verlierertext. Kaum zwingend kommt auch der Titeltrack daher, aber die schwächeren Momente sind hier zum Glück klar in der Minderheit. Unter'm Strich ist ACCEPT mit 'Blood of the Nations' ein reichlich eindrucksvolles Comeback gelungen, das sich zwar nicht ganz auf Augenhöhe mit den ganz großen Klassikern à la 'Breaker' oder 'Restless and Wild' bewegt, Platten wie 'Metal Heart' aber zweifellos das Wasser reichen kann - sicherlich eins der größeren Highlights des eh schon großartigen Metal-Jahres 2010. [Review lesen]

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