NaUsEa

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Registriert seit: 03.06.2005

Zum Verkauf 0 Eingetragen 112
Bewertungen: 33 Reviews: 10
Genres: Metal
Bewertungsverteilung von NaUsEa
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Die letzten Bewertungen
4.0 für Opeth: Heritage (2011) (05.01.2012 21:53)
8.0 für Katatonia: Night Is The New Day (2009) (11.12.2009 10:20)
9.0 für Demonical: Hellsworn (2009) (08.10.2009 22:21)
8.0 für Belphegor: Goatreich - Fleshcult (2005) (08.10.2009 17:54)
8.0 für Demonical: Servants Of The Unlight (2007) (08.10.2009 16:01)
8.0 für Dismember: God That Never Was, The (2006) (08.10.2009 15:59)
9.0 für Rapture: Silent Stage (2005) (08.10.2009 15:54)
9.0 für Necrophobic: Hrimthursum (2006) (08.10.2009 15:53)
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Die letzten Reviews

08.10.2009 16:03 - Fragments Of Unbecoming: Sterling Black Icon - Chapter III - Black But Shining (2006)

8.0 / 10
Fast aus dem Nichts tauchten für mich Anno 2004 Fragments of Unbecoming auf. Zwar wurde mir kurz vor erscheinen des damaligen Metal Blade Debüts „Skywards“ die Vorgänger Mini CD „Bloodred Tales“ zugespielt, jedoch erst nach hören des Albums befasste ich mich intensiver mit der Mini sowie der Band und ich war vollends begeistert. „Swedish Styled Death Metal“ hatte sich der (damals noch) Vierer aus Süddeutschland auf die Fahne geschrieben und verdammt noch mal nichts anderes bekam man um die Löffel gehauen. Nun, zwei Jahre später, erscheint der Nachfolger Sterling Black Icon, welches zusätzlich in alter Bandtradition mit dem Untertitel „ Chapter II Black but Shining“ versehen wurde. Und in der Tat wurde im Vergleich zu den Vorgängern ein wenig mehr schwärzlich angehauchte Elemente zum altbekannten Sound hinzugefügt. Gewohnte zweistimmige Gitarrenmelodien, mal untermalt von Stakkato Drums oder von schleppenden Rhythmen, werden nun von zwei Sängern gesanglich verfeinert. Denn zum bisherigen Sänger und Gitarrist Stefan ist nun der altbekannte Freund der Band Sam Anetzberger von „Legacy“ zu hören. Dieser war zwar schon in der Vergangenheit live mit der Band in Erscheinung getreten, sollte jedoch meines Wissens nicht als dauerhaftes Mitglied fungieren. Nun der Qualität der Scheibe tut dieser Umstand alles andere als weh. Somit wechselt sich eher tief angelegtes Deathgrowling mit dem schon bekannten kehlig veranlagten Shouting ab. Insgesamt ist ein Teil der Songs mit ein wenig mehr Epik versehen worden, was sich auch in den deutlich längeren Songs niederschlägt. Parallelen zu den bekannten Bandfaves aus den seeligen No Fashion-Zeiten sind immer noch unverkennbar, doch nun sind eben schon erwähnte „schwärzliche“ Anleihen der Marke „Vinterland“ hinzugekommen. Diese Vielfalt führt dazu, dass die Scheibe vielleicht ein wenig länger braucht zu zünden, als es in der Vergangenheit bei FoU der Fall war. Doch dieser Umstand führt unweigerlich dazu, dass die Scheibe einen erhöhten Langlebigkeitsfaktor beinhaltet. Das in Kooperation mit Dark Tranquility Gitarrist enstandene Cover rundet diesen Silberling schlussendlich standesgemäß ab, so dass es noch mehr als es bisher der Fall war durchaus den Stempel „Made in Sweden“ verdient hätte. Bleibt zu hoffen, dass die Jungs sich nun mal dazu durchringen können auf Tour zu gehen, denn die bisherigen Einzelgigs waren doch eher rar gesät. [Review lesen]

08.10.2009 16:01 - Demonical: Servants Of The Unlight (2007)

8.0 / 10
Ein Aufschrei ging durch die Death Metal Szene, als Centinex letztes Jahr nach ihrer Tour mit Hypnos und Purgatory bekannt gaben, dass sie sich nach 16 Jahren im Geschäft auflösen. Auch mich traf dieser Umstand, hatte ich es doch grade das erste Mal geschafft, Centinex auf eben dieser Tour livehaftig zu sehen. Doch ein kleiner Funke Hoffnung bestand noch, verkündete Martin Schulman doch im selben Atemzug, dass er zusammen mit Ronnie Bergerståhl und Johan Jannson unter dem Namen „Demonical“ weiterhin im Musikgeschäft bleibt. Im Sommer veröffentlichte man eine kleine Promoscheibe, die weites gehend großen Anklang fand und nun erscheint via Cyclone Empire das Debüt „Servants of the Unlight“ mit Ludvig Engellan hinterm Mikro, übernahm auf der Mini doch noch Johan Jannson diesen Part, der aber die Doppelbelastung Gitarre und Gesang auf Dauer nicht haben wollte. Und dieser Wechsel an der Sangesfront ist auch gut gewesen. Zwar klang die Promosongs mit Johan zwar schon sehr gut, erinnerte mich jedoch so sehr an Centinex, dass ich mich fragte, wieso man solche Songs nicht weiterhin unter dem Banner der Undergroundinstitution veröffentlicht. Jetzt klingen die Songs noch um eine gehörige Ecke aggressiver und oldschooliger und dürften jeden Fan brachialer, alter Schwedenklänge begeistern. Flotte Riffs und knallende Blasts werden hier groß geschrieben und trotz der aggressiven Songstrukturen, gehen Melodie und Eingängigkeit nicht flöten. Jedoch werden diese in einem gesunden Maß eingestreut ohne pathetisch zu klingen. Nein Demonical sind spielen definitiv keine Abwaschmusik, sondern wissen mit ihren unheiligen Hymnen zu begeistern und dürften einige Nacken damit brechen. Paradebeispiel dafür meines Erachtens „Revel in Misanthropia“, der hier als Anspieltipp mal genannt werden soll. Keifende Screams wechseln sich mit tiefen Growls im Refrain ab, das Schlagzeug scheppert nur so vor sich hin, dass es eine wahre Freude ist und die Gitarren wissen mit eingängigen, blitzschnellen Riffs zu begeistern. Diese Scheibe ist definitiv ein Highlight in der Flut überflüssiger Releases die heutzutage den Markt überschwemmen. Pflichtkauf für Schwedenfanatiker und Fans gut gemachter, dunkler Death Metal Klänge. [Review lesen]

08.10.2009 15:59 - Dismember: God That Never Was, The (2006)

8.0 / 10
Bis vor zwei Jahren hatte man die schwedischen Recken schon tot geschrieben. Doch dann meldeten sie sich mit dem grandiosen „Where Ironcrosses Grow“ zurück, auf dem sie mehr als zuvor ihren typischen, klirrenden Old School Death Metal Sound mit den NWOBHM Einflüssen ihrer alten Idole verbanden. Es folgten erfolgreiche Touren und zahlreiche Festivalauftritte auf denen das Urgestein abgefeiert wurde wie zu ihren besten Zeiten. Nun erscheint dieser Tage, zwei Jahre später, das heiß ersehnte Nachfolgealbum. „The God that never was“ lautet der Titel und erscheint beim renommierten Label Regain Records. In Zeiten wo digitales Recording zur Tagesordnung gehört und man dieses den Produktionen auch definitiv anhört, kommen Dismember daher wie man sie seit 17 Jahren kennt: Roh, rotzig und dreckig. Bereits der Opener, gleichzeitig der Titeltrack, macht unmissverständlich klar, dass Dismember das weitermachen, was sie seit Jahren zelebrieren wie keine andere Band. Schnörkelos kommt er daher und zeigt sofort, dass Dismember da weitermachen, wo sie vor zwei Jahren aufgehört haben, denn im anschließenden „Shadows of the Mutilated“ werden die altbekannten Death Metal Markenzeichen durch ein harmonisches, klassisches Heavy Metal Solo aufgelockert. Dieser Stil zieht sich durchs ganze Album wie ein roter Faden: Songs die rein dem Old School Death Metal frönen wechseln sich mit NWOBHM Soli verfeinerten Nackenbrechern ab. Beim instrumental gehaltenen „Phantoms (of the Oath)“ treten dann noch mal verstärkt die Heavy Metal Vibes der 80er in den Vordergrund und ich denke, die Jungs haben den Titel deshalb nicht ohne Hintergedanken gewählt, wenn man sich auf Iron Maidens frühen Tage mal zurückbesinnt. Insgesamt durchaus ein gelungenes Album, welches Dismembers wieder entdeckte alte Liebe, den Heavy Metal, schön zum Zuge kommen lässt, aber auch den dreckigen, altbekannten Sound ausgiebig zum Zuge kommen lässt. [Review lesen]

08.10.2009 15:54 - Rapture: Silent Stage (2005)

9.0 / 10
Kalt ist es in Deutschland und wahrlich winterlich sieht es draußen auf den Wiesen und Feldern aus. Für mich die richtige Gelegenheit mir das neueste Werk der finnischen Rapture zu Gemüte zu führen. Denn wenn sich die Jungs nur halbwegs treu geblieben sind, ist die Musik meiner Meinung nach genau das Richtige für diese düstere Jahreszeit. Drei Jahre haben sich die finnischen Melancho-Deather Zeit gelassen, um ihren neuesten Output der Welt zu präsentieren. „Silent Stage“, so der Titel des dritten Longplayers, erscheint dieser Tage via Spikefarm und weiß von Anbeginn, wie die beiden Vorgänger „Futile“ und „Songs for the Withering“, zu überzeugen. Bereits bei den ersten Klängen der Gitarren fühle ich mich an so grandiose Meisterwerke wie Katatonias „Brave Murder Day“ oder „For Funerals to Come“ erinnert. Die augenscheinlich simpel gehaltenen Riffs vermögen einen umgehend durch ihr Monotonie und Melancholie zu fesseln und lassen mich als Hörer auch bis zum Ende nicht mehr los. Untermalt von den intensiven und tief gehaltenen Growls von Petri Eskelinen wird einem die Verzweiflung und Einsamkeit, die aus den Kompositionen spricht sehr beeindruckend vor Augen geführt und die im Gegenzug klar gehaltene Stimme des zweiten Sängers Henri Villberg erscheint einem zu weilen als ein Befreiungsschrei aus dieser scheinbar hoffnungslosen Welt, die uns Rapture mit ihren Songs sehr bildhaft vor unserem inneren Auge malen. Songs wie „Misery 24/7“ oder „I am Complete“ lassen mich die schmerzliche Lücke, die Katatonia mit ihrer Stilwandlung Anno 1998 hinterließen zwar nicht vollständig vergessen, aber sie gestalten es einem erträglicher (auch wenn ich ebenfalls Fan der neueren Ära der Schweden bin). Einzelne Highlights sind „Silent Stage“ nur schwer zu entnehmen, da ich der Meinung bin, dass die Scheibe im Ganzen eine überdurchschnittliche Qualität auszeichnet und ein jedem Fan düsterer, metallischer Klänge a la Anathema, Opeth, October Tide, Daylight Dies oder bereits erwähnter Katatonia sei diese Band und dieses Album wärmstens ans Herz gelegt Ich weiß nicht, wie es Bands aus dem hohen Norden immer wieder schaffen, solch grausamschöne Songs zu fabrizieren, aber scheinbar hat die fast andauernde, allgegenwärtige Dunkelheit in den skandinavischen Ländern wirklich einen starken Einfluss auf die Menschen, aber wenn sich das in dieser Art und Weise auf die Kreativität der Musiker niederschlägt bleibt mir nur zur hoffen, dass sich an diesem Umstand so schnell nichts ändert. Abschließend bleibt mir nur zu sagen, dass sich die sechs Finnen hoffentlich bald in für ihre Maßstäbe südlichere Gefilde blicken lassen und ihre Songs auch auf den Bühnen hierzulande präsentieren. [Review lesen]

08.10.2009 15:53 - Necrophobic: Hrimthursum (2006)

9.0 / 10
Necrophobic sind schon lange keine Unbekannten mehr. Über mehr als eine Dekade veröffentlichen sie nun schon hochwertige Alben, die Freunde des melodischen und schwärzlich angehauchten Todmetalls begeistern lässt. Nun veröffentlichen sie nach vier Jahren, in welchen unter anderem das Label gewechselt wurde, das inzwischen fünfte Album. „Hrimthursum“ lautet der der Name und hinter diesem doch recht kryptischen Titel verbirgt sich das bis dato beste Material, dass die Schweden jemals veröffentlicht haben. Eingängige Melodien, aggressive Vocals, kalte Atmosphäre und grandiose Epik vereinen sich hier zum bisherigen Jahreshighlight des melodischen Death Metals. Nach kurzem Intro wird nämlich sofort in die Vollen gegangen.“Blinded by Light, Enlightened by Darkness“ präsentierte das Quartett bereits vergangenes Jahr auf dem Party San Open Air und wusste dort schon zu gefallen. Pfeilschnelle Riffs, flottes Drumming und die allgegenwärtige Atmosphäre zeichnen den Song aus und stellt unter Beweis, dass sie Schweden nun dort angekommen sind, wo sie eigentlich schon lange hingehören, nämlich an die Spitze. Das folgende „I strike with wrath“ schlägt in dieselbe Kerbe wie der Opener und man merkt, dass es sich mit dem neuen Album um das ausgereifteste Werk handelt. Bei den folgenden drei Stücken wird dann das Tempo ein wenig gedrosselt ohne jedoch die nötige Aggression zu verlieren. Mit „Eternal Winter“ folgt nun DIE Hymne des Albums, in dem Necrophobic alle Register ziehen und mich nur noch staunen lassen. Wahrlich eine Ode an die kalte Jahreszeit, welche niemals zu enden scheint. Der Rest des Materials steht diesen Highlights nicht viel nach, jedoch sollten diese wahrlichen Perlen hervorgehoben werden. Alle Fans, die durch Dissections „Reinkaos“ enttäuscht wurden, können hier bedenkenlos zugreifen, denn die Scheibe könnte zum Klassiker avancieren. [Review lesen]

08.10.2009 15:51 - Mors Principium Est: Unborn, The (2005)

9.0 / 10
“Heilige Scheiße“, was für ein Brett flattert mir denn in Form dieses Silberlings aus dem Hause Listenable in die gute Stube? „Der Tod ist der Anfang“, so die Übersetzung des Bandnamens, wenn mich meine Lateinkenntnisse nicht täuschen, veröffentlichen mit „The Unborn“ bereits ihr zweites Werk über das französische Prügellabel und seit ich die ersten Klänge dieses Albums vernahm bin ich begeistert wie schon lange nicht mehr. Die sechs Finnen zelebrieren einen äußerst eingängigen, melodischen Death Metal, der aber zeitgleich derbe aufs Gaspedal tritt und einen dazu verleitet abzugehen wie ein Pandahamster auf LSD. Untermalt wird das ganze zwischenzeitlich von „spacigen“ Keyboardmelodien und die Gitarren hinterlassen durchweg ihre harmonischen, aggressiven Duftmarken auf jeder der zehn Kompositionen. Bereits der Opener „Pure“ macht unmissverständlich klar, was einen bei den folgenden Tracks erwartet und wartet des weiteren mit weiblichem Zusatzgesang auf, welcher im weiteren Verlauf aber keine erneute Verwendung findet, jedoch hier mehr als passend eingesetzt wird. Ein Hybrid aus Dark Tranquility meets The Haunted würde meines Erachtens dieses Gesamtwerk ganz gut umschreiben, denn geboten wird feinster „Göteborg-Sound“ der Spitzenklasse direkt auf die zwölf und einzig und allein das Instrumental „Spirit Conception“ gibt einem in der Mitte der Platte Zeit zum verschnaufen. Ich weiß beim besten Willen nicht, wie ich diese äußerst talentierte Combo bisher übersehen konnte, jedoch werde ich sie jetzt sicherlich nicht so schnell wieder aus den Augen lassen. So hätten die Landsmänner von MPE um Alexi Laiho (für die unwissenden Children of Bodom) meiner Meinung nach ihren Stil nachdem Debüt „Something Wild“ weiterführen und nicht immer mehr „Kindermelodien“ ihren Werken einfließen lassen sollen. So jedoch können die „Kinder aus Bodom“ gegen diesen Bastard aus Melodie, Aggression und Harmonien nicht anstinken. Persönliche Anspieltipps zu nennen fällt mir schwer, da die Scheibe im Ganzen wunderbar als Einheit wirkt, jedoch würde ich nach mehrfachem Hören sagen, dass sich „Pure“, „The Harmony Remains“, „Altered State Consciousness“ und der Titeltrack „The Unborn“ zu meinen Favoriten entwickelt haben und inzwischen hat sich diese kleine aber feine Scheibe in meinem Player festgefressen. So watch out for MPE – für mich das bisherige Highlight des Jahres. [Review lesen]

08.10.2009 15:42 - Dimension Zero: He Who Shall Not Bleed (2007)

9.0 / 10
Fünf Jahre können verdammt lang dauern, vor allem wenn man sehnsüchtigst auf ein Nachfolgealbum eines, meines Erachtens nach, Genreklassikers wartet. Denn „This is Hell“ ist definitiv in die Kategorie „Klassiker“ einzuordnen. Scheinbar führten die Suche nach einem geeigneten Label und die zeitintensiven, diversen Hauptbands, In Flames sei hier nur als bekannteste genannt, zu der langen Wartezeit. Doch nun ist für den europäischen Markt mit Vic Records scheinbar ein passender Partner gefunden worden. Ich erwähne Explizit den europäischen Markt, denn in Asien ist die Scheibe offenbar schon letztes Jahr auf den Markt gekommen. Nun aber zu den harten Fakten, den Songs. Vorab sei gesagt, wer Dimension Zero mochte, wird es auch weiterhin tun. Denn auf „He Who Shall Not Bleed“ regiert reinrassiger Göteborg Death Metal mit einer gehörigen Portion Aggression. Kurz und knackig sind die Songs und somit kommt das gesamte Album bei zehn Tracks gerade mal auf eine Gesamtspielzeit von guten 32 Minuten, aber die haben es in sich. Neben den altbewährten Trademarks, wurde noch eine größere Schippe Thrash Metal draufgepackt, was sich zum Beispiel beim Titeltrack gleich bemerkbar macht. Dennoch vermögen es Jesper Strömblad und Co. die dazugehörigen Melodiebögen nicht aus den Augen zu verlieren. Einprägsame Refrains laden zum Abschädeln ein. Nun bleibt mir zu hoffen, dass Dimension Zero endlich auch mal ausgiebiger ans touren kommen, um dieses klasse Album zu promoten. Zwar reicht es trotz solch einmaliger Tracks wie „He Who Shall Not Bleed“, „Red Dead Heat“ oder „I Can Hear The Dark“ für meinen Geschmack nicht ganz an den grandiosen Vorgänger heran, aber dennoch handelt es sich bei dem Album um ein herausragendes Werk in der Flut heutiger Veröffentlichung in dem Genre. Sammelfreaks sei die japanischer Version ans Herz gelegt, denn die beinhaltet zusätzlich eine Coverversion des Discoklassikers „Stayin’ Alive“ von den Bee Gees, dargeboten in bester Schwedenmanier Daumen hoch Original Review: http://www.delicious-bowels.com/webzine_test/index.php?option=com_cdbesprechung&controller=cdbesprechung&task=view&cid[]=100&Itemid=2 [Review lesen]

08.10.2009 15:39 - Unanimated: In The Light Of Darkness (2009)

8.5 / 10
Kaum ein Album wurde nach dem letztjährigen Reunion Gig auf dem Party San Open Air wohl sehnsüchtiger von Fans schwedischen Todmetalls erwartet, als das nun erscheinende dritte Album von Unanimated. 14 Jahre nach dem wegweisenden, im Underground gefeierten, jedoch von der breiten Masse verkannten „Ancient God of Evil“ melden sich das aus Stockholm stammende Quartett in nahezu Orginalbesetzung zurück. Einzig und allein Jonas Mellberg fehlt im Vergleich zum 1995er Opus. Nun kann man sagen, vermag es eine Band da anzuknüpfen, wo sie 14 Jahre zuvor aufgehört hat? Der Boom des schwedischen Death Metals, der Anfang der 90er vorherrschte war bereits auf dem absteigenden Ast, als Unanimated auf ihrem damaligen schöpferischen Höhepunkt waren. Jedoch haben uns die letzten Jahre gezeigt, dass die Musik sich immer noch großer Beliebtheit erfreut und alte Flagschiffe wie Dismember, Grave und Unleashed sind immer noch präsent. Verkannte damalige Koryphäen wie Interment & Evocation tauchen aus der Versenkung auf und schlagen ein wie eine Bombe. Merciless lassen sich auch wieder zu einem Reunion Gig hinreissen, At the Gates schließen sich sogar zu einer kompletten Welttournee zusammen und der Musiker Daniel Ekeroth zollt dieser Tage mit der deutschen Veröffentlichung seiner Biografie über den „Swedish Death Metal“ dieser Musik, die seine Jungend wie die auch vieler anderer prägte, Tribut. Also bleibt nur zu sagen, dass der Zeitpunkt auf jeden Fall richtig gewählt wurde. Befassen wir uns nun also mit zehn Songs, die uns Unanimated auf „In the Light in Darkness“ präsentieren und eines kann man vorab auf jeden Fall schon mal sagen: Mir kommt es so vor, als wären nicht 14 Jahre vergangen, sondern die Zeit ist stehen geblieben. Denn kompositorisch schließt dieses Album wirklich Mitte der 90er an und so wie es damals üblich war, wird das Album auch mit einem fast zweiminütigen Instrumentalintro („Ascend with the Stench od Death“) eingeleitet. Es herrscht eine Atmosphäre vor, die bei Zeiten an die ersten beiden Dissection Alben erinnert, was durch den Gesang von Micke Jannson zusätzlich unterstrichen wird, denn die Ähnlichkeit mit Jon Nödtveidt ist doch frappierend. Auch die Melodien schlagen nicht selten in dieselbe Kerbe, jedoch bewegen sich Unanimated hier überwiegend in schleppenderen Gefilden, was jedoch nicht negativ zu bewerten ist. Nein, es unterstreicht viel mehr noch die Atmosphäre und bringt die Harmonien besser zum Tragen. Zwar wird hier und da zwischenzeitlich mal auf Gaspedal getreten („Diabolic Voices“ & „Retribution in Blood“), jedoch ist das Album überwiegend im Midtempobereich anzusiedeln und das ist auch gut so, denn es unterstreicht den insgesamt vorherrschenden Retrocharakter der Songs zusätzlich. Doch altbacken wird das Album keinesfalls, sondern es kommt mit einer zeitgemäßen, klaren Produktion daher die durchaus zu gefallen weiß. Insgesamt fehlt mir zwar ein Ohrwurm wie „Life Demise“ bei den Songs, jedoch entfalten einige Tracks ihr gesamtes Potential erst nach mehrmaligen hören. So z.B. „The Endless Beyond“ oder „The Unconquered One“. Und wie es sich für solch ein Album gehört, schließt es natürlich wiederum mit einem zweiminütigen, schwermütigen, von Akkustikgitarren getragenden Outro („Strategia Luciferi“) ab. Abschließend bleibt zu sagen: Fans der No Fashion Bands Mitte der Neunziger sollten auf jeden Fall zuschlagen. Jenen sollte Unanimated eh schon ein Begriff sein. Jene, die von Dissections „Reinkaos“ enttäuscht waren, und „Somberlain“ lieben, können ebenso bedenkenlos zugreifen. Unanimated haben sich keinem Trend angepasst, sondern sind sich selbst treu geblieben ohne dabei albern zu wirken. Und ich denke, dass ist es auch was sich alle erhofft haben, denn manche Bands „dürfen“ sich einfach nicht verändern, denn Fans wollen ab und an das bekommen was auch draufsteht und das ist verdammt noch mal auch gut so. Original Review: http://www.delicious-bowels.com/webzine_test/index.php?option=com_cdbesprechung&controller=cdbesprechung&task=view&cid[]=115&Itemid=2 [Review lesen]

30.09.2009 17:19 - Katatonia: Great Cold Distance, The (2006)

9.5 / 10
Seit nun mehr 15 Jahren treiben sich die schwedischen Katatonia in der Szene rum und in dieser Zeit hat man so einige stilistische Sprünge vollzogen. So begann man mit schwarzmetallischem Doom Metal, der eher schleppend und aggressiv zelebriert wurde um dann, nachdem man sich zwischenzeitlich der eher dem Death Metal zugewandten schwermütigen Musik hingab, letztendlich die Kreativität in depressiv, melancholischer Gothic Rockmusik fließen zu lassen. Ein Attribut konnte man der Musik Katatonias aber immer zuordnen, nämlich dass sie konsequent schwermütig und düster war. Musik für die kalten und dunklen Tage im Leben. Nun bringen die Schweden das inzwischen siebte Album ans bewölkte Tageslicht und dem Titel und Coverartwork zu folge hat sich bei Katatonia an der Grundeinstellung zu ihrer Musik nichts geändert. Der Opener Leaders bezeugt dieses auch sofort tatkräftig. Tiefgehaltene Riffs, umschnörkelt von einer verzweifelt klingenden Leadgitarre und die gewohnt warme, tragisch anmutende Stimme von Sänger Jonas Renkse versetzen einem schon in die richtige Grundstimmung für das gesamte Album in diesen kalten Tagen. Des Weiteren hervorstechend ist der im Vorfeld bereits veröffentlichte Song „My Twin“, welcher in seinem Grundtenor sogar ein wenig Hoffnung in der Musik aufblitzen lässt. Schöne Strophenführung und eindrucksvoll, präsentierter Übergang zum traurigschönen, eingängigen Refrain. Man fühlt förmlich mit den Mannen mit. Von den überwiegend in langsameren Gefilden beheimateten Songs, heben sich dann noch „Consternation“, „Rusted“ oder „The Itch“ ab, welche ein wenig das Tempo vorantreiben ohne jedoch aus dem Stimmungskonzept des Albums zu zerstören. Wenn man dieses Album nun im Vergleich zu den anderen Alben der modernen Schaffensphase Katatonias sieht (damit meine ich ab „Discouraged Ones“) ist es Katatonia durchaus gelungen, sich selbst treu zubleiben ohne sich dabei in eine kreative Einbahnstrasse zu begeben. Für mich persönlich fehlen jedoch dann doch noch einschlägige Ohrwürmer der Marke „Teargas“ oder „Cold Ways“, die mich dazu hinreißen könnten die Höchstpunktzahl zu vergeben. Edit 2009: Mitlerweile hat sich das mit "July" geändert [Review lesen]

30.09.2009 16:04 - Opeth: Ghost Reveries (2005)

9.0 / 10
Keine andere Band vermochte es in den letzten Jahren mich mehr zu beeindrucken, als die mittlerweile zum Quintett angewachsenen Schweden. Keine andere Band vermochte es besser Emotionen in ihre Kompositionen einfließen zu lassen wie sie unterschiedlicher nicht sein konnten: Von Aggression bis hin zur Melancholie fühlte man sich von Minute zu Minute hin und her gerissen in den Klangwelten der Herren Åkerfeldt und Lindgren und das nun seit guten 15 Jahren. Mit dem aktuellen Output „Ghost Reveries“ stellen Opeth mit Per Wiberg ein neues Mitglied vor, der schon beim experimentellen, balladesken Vorgänger „Damnation“ die Arbeit an den Tasten übernahm und nun bei den neuen Kompositionen mit seinem eigenwilligen 70ies inspirierten Keyboardklängen, die Klangwelt Opeths um eine weitere Dimension erweitert. Eröffnet wird „Ghost Reveries“ mit einem eher typischen Machwerk. „Ghost of Perdition“ beginnt nach einer kurzen, ruhigen Einleitung, welcher Åkerfeldt mit seinem unverwechselbaren und einmaligen Grunts ein unwiderrufliches Ende setzt. Der knappe Elfminüter zeigt aber bereits, welchen Weg Opeth mit dem aktuellen Album beschreiten. Einmalige Gitarrenharmonien, umgarnt wahlweise von Mikas einfühlsamen cleanen Vocals oder zerstörerischen Grunts, psychedelisch anmutende Keyboardspuren gepaart mit Akkustikleads, wie wir sie aus dem Hause Opeth kennen und lieben. Mit „The Baying of the Hounds“ schließt sich einer meiner Favoriten an. Dieser Song versprüht zwischenzeitlich eine Atmosphäre, die es mir kalt den Rücken runter laufen lässt. Nachdem vorweg Mika mit seiner einfühlsamen Stimme die Seele streichelt, folgt ab 5:25 ein Riff, welches sich von Augenblick zu Augenblick weiter ins Nirvana spielt und anschließend durch das bitterböse Organ des Fronters an Intensität und Härte dazugewinnt. Das sind die Momente, weswegen ich diese Band lieben und schätzen gelernt habe. Genial und unverwechselbar. „Benath the Mire“ lebt vor allem durch die orientalisch angehauchte Atmosphäre, die Per Wiberg ihm durch seine Keyboardmelodien verleiht. Das Gitarrenspiel der Herren Lindgren und Åkerfeldt unterstreichen diesen Eindruck zusätzlich. Insgesamt gesehen ein klassischer Opeth Song, der durch neuere Elemente zusätzlich an Reiz gewinnt. Mit „Atonement“ befindet sich eine weiteres Stück auf dem Album, der ein orientalisches Thema aufgreift. Eher balladesk angelegt ist dieser sechseinhalb Minuten Song und einzig und allein Åkerfeldts cleane Stimme ist hier für die gesangliche Untermalung zuständig, mal verfremdet, mal glockenklar. Ein Song zum abschalten und entspannen. Als weitere Highlights auf dem Album zu erwähnen wären da zum einen noch „Reverie/Harlequin Forest“ und „The Grand Conjuration“, welche einigen vielleicht schon bekannt sein dürfte, durch die exklusive „Opeth Listening Lounge“, welche auf der Website von Roadrunner zu erreichen war. Bei diesem Song im Besonderen ziehen Opeth noch mal alle Register ihres musikalischen Könnens. Eingeleitet durch ein unverwechselbares Stakkato Riff, welches zwischendurch immer wieder aufgegriffen wird, wechselt der Gesang hier in geschichtenerzählerischer Art und Weise von clean zu Grunts und verleiht dem Song somit eine mitreißende Dynamik, die einen so schnell nicht wieder loslässt. Besonders zu erwähnen auch noch das wiederum bei 5:25 beginnende Riff, welches dieses typische Gänsehautfeeling bei mir wieder heraufbeschwört. Grandios, einmalig, einfach Opeth. Was soll ich noch sagen abschließend dazu. Wer Opeth kennt und liebt, kann wiederum erneut bedenkenlos zugreifen. Wer bis dato seine Schwierigkeiten mit den progressiven Schweden hatte wird auch sicherlich hiermit nicht eine neue Liebe entdecken. Und wer kompletter Neuling ist, dem sei gesagt, er sollte es lieber mit einem anderen Album versuchen den Einstieg in den musikalischen Kosmos der Schweden zu begehen, denn „Ghost Reveries“ ist für den Anfang sicherlich keine leichte Kost [Review lesen]