KingFossil

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Bewertungen: 90 Reviews: 39
Genres: Blues, Comedy, Country, Dark Wave/Gothic, Elektronische Musik, Hardcore, House, Hörspiel/Hörbuch, Jazz, Klassik, Metal, Musical, Pop, Punk, Rap/Hip Hop, Reggae, Rock, Schlager, Singer/Songwriter/Liedermacher, Ska, Sonstiges, Soul/R&B, Soundtrack, Volksmusik/Folklore, World Music
Bewertungsverteilung von KingFossil
0.5 1 1.5 2 2.5 3 3.5 4 4.5 5 5.5 6 6.5 7 7.5 8 8.5 9 9.5 10
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5.5: 45.454545454545% (5x)

6.0: 63.636363636364% (7x)

6.5: 54.545454545455% (6x)

7.0: 90.909090909091% (10x)

7.5: 90.909090909091% (10x)

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8.5: 81.818181818182% (9x)

9.0: 90.909090909091% (10x)

9.5: 45.454545454545% (5x)

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Die letzten Bewertungen
6.0 für Big Ball: Hotter Than Hell (2010) (07.03.2015 14:29)
8.0 für Sabaton: Carolus Rex (2012) (17.01.2015 12:19)
7.5 für Sabaton: Art Of War, The (2008) (17.01.2015 12:17)
7.5 für Sabaton: Metalizer (2007) (17.01.2015 12:17)
7.0 für Sabaton: Attero Dominatus (2006) (17.01.2015 12:16)
6.5 für Sabaton: Primo Victoria (2005) (17.01.2015 12:16)
7.5 für Glass Hammer: Ode To Echo (2014) (11.01.2015 15:31)
7.0 für Yossi Sassi: Desert Butterflies (2014) (11.01.2015 15:29)
Insgesamt 90 Bewertungen vorhanden. Alle anzeigen
Die letzten Reviews

07.03.2015 14:29 - Big Ball: Hotter Than Hell (2010)

6.0 / 10
Vielleicht mal eine kurze Notiz zu diesem Album: Den grundlegenden Sound bekommt die Band um Thomas Gurrath schon ganz gut hin, klanglich sind Big Ball schon ziemlich nah an AC/DC und den ganzen Epigonenbands dran. Einen kleinen Extrapunkt gibt es dabei außerdem für den durchwegs abgefahrenen Gesang, der mit seinem schrillen Kreischen noch jenseits von Brian Johnson liegt. Und nun zu den nicht so gelungenen Dingen auf "Hotter Than Hell": Die Songs sind überaus eintönig geraten und nutzen sich trotz netter Ideen in Sachen Riffs und Melodien recht schnell ab. Auch die im Laufe der Stücke zwangsläufig stattfindenden Soli wirken reichlich beliebig. Im Direktvergleich unterliegen Big Ball damit zwar Hoffnungsträgern wie Hardbone um Längen, allerdings lässt sich im Fazit immerhin feststellen, dass "Hotter Than Hell" insgesamt zumindest zufriedenstellend ist. [Review lesen]

08.07.2010 00:15 - Robert Schröder: Harmonic Ascendant (1979)

9.0 / 10
"Harmonic Ascendant" ist wohl das Debütalbum von Robert Schröder. Zwar fällt das Coverartwork reichlich minimalistisch aus, aber dafür stammen die Linernotes auf der Rückseite von keinem Geringerem als Klaus Schulze, der nicht nur bei der Produktion unter die Arme greifen konnte, sondern dem jungen Aachener mit dem Cellisten Wolfgang Tiepold auch einen versierten Weggefährten zur Seite stellen konnte. Und nun zur Musik: Schulze beschreibt das Schaffen von Schröder als "zeitgenössische romantische Musik". Was man sich darunter vorzustellen hat, macht wohl vor allem der die gesamte A-Seite einnehmende Titeltrack deutlich: Anstelle von Sequencerfiguren nach Art des berühmten Mentors der Berliner Schule dominieren stehen über weite Strecken naturalistisch klingende Themen auf der Akustikgitarre gleichberechtigt neben elegischen Solomelodien für besagtes Cello, untermalt von ausladenden Synthie-Flächen, was in der Zusammenwirkung reichlich melancholisch klingt. Ab ca. der Hälfte des Stücks kommen dann doch noch Sequencer hinzu, wodurch etwas Bewegung in den bislang eher als Fluss zu bezeichnenden Weg des Stücks kommt. Ganz im Stile etwa programmatischerer Stücke von Tangerine Dream kommt "Harmonic Ascendant" hier in Form eines Crescendo zu einem regelrechten Höhepunkt, um danach recht unvermittelt wieder etwas ruhiger auszuklingen. Auf der B-Seite stehen mit "Future Passing By" und "The Day After X" allerdings zwei Stücke, die der beschriebenen Romantik aber eher entgegenwirken. Beide sind sich insofern ähnlich, dass sie mit geheimnisvoll klingenden Vocoder-Stimmfragmenten beginnen, die dann von Sequencern überlagert und Tonflächen überlagert werden, um dann unter jeweils ihren Höhepunkt zu erlangen und dann schließlich auszuklingen. Zu unterscheiden sind die Stücke wohl dadurch, dass "Future Passing By" seinen Reiz vor allem aus der Verwendung elektronischer Chorklänge eine majestätische Atmosphäre zu erzeugen, während "The Day After X" durch gleich mehrere übereinander gelegte Sequencerspuren und rhythmische Motive stärker auf das motorische Element setzt. Kurios ist allerdings, dass der B-Seite die natürliche Atmosphäre der A-Seite völlig abgeht, eher fühlt man sich hier unvermittelt in einen Science-Fiction-Film versetzt. Unterm Strich ist "Harmonic Ascendant" für alle Freunde der damaligen elektronischen Musik ein wahres Fest. Gegenüber den Werken eines Schulze bringt Schröder einen wesentlich programmatischeren Aufbau und weniger Jam-artige Soloeinlagen ins Spiel, Abstriche gegenüber dem Meister gibt es allerdings dahingehend, dass die elektronische Instrumentierung und das zugehörige Arrangement hier bei weitem nicht so ausgefeilt ist. Wer mit den "üblichen" Nachteilen dieses Musikstils wie eben der langfristigen Anlage des Materials leben kann, sollte sich hierdran wirklich erfreuen können. Speziell die futuristischen Klänge der zweiten Seite sind definitv bemerkenswert. [Review lesen]

08.06.2010 00:59 - Saga: Silent Knight (1980)

9.0 / 10
"Silent Knight" ist vermutlich das beste der ersten vier Saga-Alben. Zum Einen bringt es den frühen Stil der Band, der aus einer Zuckerbäcker-artigen Mischung aus AOR und Prog bestand, perfekt auf den Punkt. Zum Anderen sind die Songs allesamt Volltreffer und sollten bei jedem Melodic-Fan sofort zünden. Mag sein, dass das ganze manchmal vielleicht etwas zu pittoresk und leichtfüßig daherkommt, aber im Grunde genommen haben alle Arrangements Hand und Fuß. Zumal ja zwischen dem eher gewöhnlichen Auf und Ab von Strophen und Refrains nicht so sehr auf Soli im herkömmlichen Sinn gesetzt wird, sondern auf buchstäblich sinfonische Zwischenspiele, die von Gitarre, Bass und den sehr dominanten Keyboards in perfektem Zusammenspiel umgesetzt werden. Hinzu kommt noch die leicht futuristische Atmosphäre, die wiederum zum Artwork und dem Science-Fiction-Konzept der "Chapters" (derer es hier mit "Don't Be Late" und "Too Much To Lose" gleich zwei große Epen gibt) passt. Ein großer Pluspunkt ist auch der völlige Verzicht auf Balladen, dem am nächsten kommt vielleicht noch die etwas Jahrmarkt-artig klingende Walzernummer "Time To Go". Ansonsten regieren hier feinste Bombastrocker. Meine Empfehlung! Anspieltipps sind die besagten "Chapters"-Teile und das famose Schlussdoppel "Someone Should"/"Careful Where You Step". [Review lesen]

30.05.2010 23:06 - Rainbow: Rising (1976)

10.0 / 10
Hierzu muss man gar nicht viele Worte verlieren. Bereits "Tarot Woman" fährt mit filigraner Technik an Gitarre und Keyboards, eine auf Jahre hinaus unerreichte, aber doch kontrollierte Härte und Geschwindigkeit, perfektem Arrangement und dem unvergleichlichen Gesang von Ronnie James Dio, der hier seinen ebenso bemerkenswert versponnenen Fantasytext rezitiert, bereits alles auf, was dieses Album so auszeichnet. Diese festen Trademarks beleuchten die "übrigen" (was für ein abschätziges Wort) Lieder auf diesem Album im folgenden von anderen Seiten: "Run With The Wolf" kombiniert das ganze mit wehmütigen, irgendwie an Country erinnernden Gitarrenmelodien und äußerst variablem Rhythmus, "Starstruck" macht einen treibenden Rocker daraus und "Do You Close Your Eyes?" ist trotz aller Schroffheit doch erhaben und zärtlich wie eine Ballade. Mit der B-Seite wird aber erst so richtig auf die Pauke gehauen, Worte reichen hier schon nicht mehr aus, um Monumente wie das orchestral veredelte "Stargazer" und das äußerst schnelle, düstere und mit bemerkenswerten Soloduellen versehene "A Light In The Black" angemessen zu beschreiben. Insofern verneige ich mich vor diesem Höhepunkt des 70er-Hardrocks bzw. Proto-Metal und kann nichts anderes als die Höchstnote vergeben. [Review lesen]

22.05.2010 00:55 - Rata Blanca: Guerrero Del Arco Iris (1991)

8.5 / 10
"Guerrero Del Arco Iris", zu Englisch als "Rainbow Warrior" zu lesen und ein Tribut an das legendäre Greenpeace-Schiff, kann ohne Zweifel als zweiter großer Klassiker von Rata Blanca angesehen werden. Das dritte Album der Argentinier (und das zweite mit Kultsänger Adrien Barilari) überzeugt wie sein Vorgänger "Magos, Espadas Y Rosas" mit gelungenem Songmaterial in der Schnittmenge von Hardrock und melodischem bis neoklassischem Metal. Im Unterschied zum Meilenstein-Album aus dem Jahr 1989 wird hier allerdings eher die rockige Komponente unter zahlreichen Rückgriffen auf die großen britischen Vorbilder aus den 70ern betont, wie schon der Opener "Homre de hielo" ebenso gut auf das Konto der Mitt-70er-Uriah Heep gehen könnte. Allerdings wird auch die Metal-Fraktion mit den Speed-Krachern "La boca del lobo", "Los ojos del dragon" und dem hymnischen Titelsong mehr als zufrieden gestellt. Im Direktvergleich zu "Magos, Espadas Y Rosas" ist "Guerrero..." zwar in ähnlichen Regionen anzusiedeln, zieht aber leicht den Kürzeren. Ausschlaggebend hierfür sind einige etwas unspektakulärere Nummern wie die getragene Ballade "Noche sin suenos" oder das verhaltene "Abrazando El Rock And Roll". An der grundlegenden Qualität dieses Albums sollten aber keine Zweifel bestehen, und so ist auch der Regenbogenkrieger eine Verpflichtung nicht nur für alle Freunde spanischsprachiger Rockmusik. [Review lesen]

22.05.2010 00:47 - Rata Blanca: VII (1997)

6.0 / 10
Mitte der 90er waren wohl Alternative, Indie und Crossover die großen Dinge im Musikgeschäft. Sowas machte auch vor Argentinien nicht halt, und so präsentiert sich das programmatisch "VII" betitelte (wievielte?) Album der Band aus Buenos Aires um einiges "moderner" als die vorigen Alben. Ohnehin hatte es im Vorfeld mal wieder im Bandgefüge gekriselt, und so war Gabriel Marian schon der mindestens fünfte Sänger. Nebenbei sei noch bemerkt, dass sich die Band wenige Jahre später kurzzeitig auflöste und dieses Album somit auch den Abschied von Rhythmusgitarrist Sergio Berdychevsky markiert. Soweit die Formalitäten. Und die Musik? Besagte "Modernität" äußert sich gleich im Opener "Madame X" in schwerem und tiefem "Nu"-Riffing, groovigem Schlagzeug. In den übrigen Liedern kommen noch vielsagende Elemente wie Piano-Rhythmen oder unterstützende Akustikgitarren hinzu. Auffälligstes Stilmerkmal sind aber wohl die ziemlich dominierenden treibenden Rhythmen. Jetzt muss man sehen, wie man das beurteilt. Zum Stil, den Rata Blanca zuvor (nur ein Jahr früher entstand schließlich noch das klassische Livealbum "En Vivo En Buenos Aires") gespielt haben und der in melodischem Power Metal europäischer Prägung bestand, passt dieses Material nämlich überhaupt nicht. Obendrein kann man noch kritisieren, dass hier das Midtempo fast alles beherrscht und den Liedern die Abwechslung fehlt. Und am Mikro kann Gabriel Marian keine großen Ausrufezeichen setzen, weil er im Gegensatz zu Adrien Barilari, dem prominentesten seiner Vorgänger, wohl mehr ein "Shouter" als ein Sänger ist, andererseits verlangen die Kompositionen hier stimmlich auch nicht den buchstäblich "hohen" Anspruch der VOrgängeralben. Unterm Strich ist "VII" eine eher zwiespältige Angelegenheit. In die Diskographie der "weißen Ratte" fügt sich das Album so gut wie gar nicht ein, könnte ansonstne aber als ganz passables und leicht kommerziell ausgefallenes Modern-Rock-Album durchgehen. Als Anspieltipps empfehle ich besagtes "Madame X" und das ähnlich ausgefallene dramatische "La Caja", die beide wohl stellvertretend für bessere "moderne" Ausführungen stehen. Auf der anderen Seite muss man sich aber auch mit eher heiterem Radiorock wie "La Canción Del Sol" oder "Ella" abgeben. Eher fragwürdig für eine lokale Metal-Legende. [Review lesen]

09.05.2010 12:16 - Hannes Wader: Ich Hatte Mir Noch Soviel Vorgenommen (1971)

9.0 / 10
Vermutlich die beste Wader-LP, auch wenn ich da nun tendenziell eher wenig kenne. Zu beachten ist, dass sich Wader hier nicht "einfach", wie etwa Franz-Josef Degenhardt zur gleichen Zeit, dem direkten, agitierenden Protestsong verpflichtet, sondern seine Spitzen sehr viel leiser und hintergründiger, aber damit wesentlich subversiver anbringt. Auch zeichnet Waders Texte hier ein nicht zu verachtendes Maß an schwarzem Humor aus. Als da wären z.B. "Monika", das Lied über ein auf dem Wohnungsbalkon als Ersatz für eine Frau gehaltenes Schwein, die sinnvoll betitelte "Arschkriecher-Ballade" oder das geradezu zynische und noch am ehesten politische "Steh' doch auf, armer Hund!" ("Gleich weitergeh'n ins Paradies, der Papst weiß wo es liegt"). Die Musik dazu fällt meist eher ruhig aus, aber ein Gespür für gute Melodien beweist Wader ebenso, wie er hier und da schon mal Gitarren-Filigrantechnik aufblitzen lässt. Unterm Strich ein rundum gelungenes Album. Übrigens bleibt noch zu erwähnen, dass die Texte mangels direkter Bezüge selbst heute noch aktuell bleiben. Somit hält "Ich hatte mir noch soviel vorgenommen" auch den geänderten Zeiten stand. [Review lesen]

09.05.2010 12:06 - The Sands Family: Winds Are Singing Freedom, The (1974)

8.5 / 10
Ich muss schon sagen, dass mich diese Platte sehr geprägt hat, so sehr, wie sie eben einen nicht-englischsprachigen Achtjährigen prägen kann, der erstmalig mit politisch motiviertem Irish Folk konfrontiert wird. Freilich müsste ich mir das gesamte Album nochmals anhören, um eine definitive Bewertung abgeben zu können, aber die Erinnerung spricht zumindest insofern für sich, dass die markantesten Lieder ("The Winds Are Singing Freedom", "All The Little Children", "The Battle Of Stormont 1974", "The Men Behind The Wire", "Right Will Conquer Might") alle gelungene Ohrwürmer in gediegener Folk-Instrumentierung sind und sich hinter diesen Stücken jeweils immer eine Botschaft befindet. Deswegen muss man sich jetzt zwar nicht auf die Seite der Unionisten stellen und einen britischen Abzug aus Nordirland fordern, aber zumindest regen diese Lieder doch zum nachdenken an. Und damit haben sie als Protestsongs schon ihren Zweck erfüllt. [Review lesen]

19.03.2010 20:06 - Rata Blanca: Rata Blanca (1988)

7.0 / 10
Auf dem Debütalbum der "weißen Ratte" aus Buenos Aires ist noch nicht alles Gold, was glänzt. An Sänger Saul Blanch liegt es nicht, der hat sogar noch eine wesentlich höhere Stimme als sein legendärer Nachfolger Adrién Barilari. Auch das Songwriting ist nur wenig schuld daran, sind die Lieder doch allesamt melodisch und eingängig. Nein, vielmehr hat das selbstbetitelte Debütalbum im wesentlichen drei Probleme: Das erste ist der Sound, der sehr mittenlastig ausgefallen ist. Insbesondere klingt der Gesang, als ob der Sänger sich während der Aufnahmen versehentlich aus dem Studio ausgesperrt hat und nun durch's geschlossene Fenster hindurch aufgenommen wurde. Dazu kommen das Schlagzeug, dessen etwas rauschige Becken gerne mal andere Instrumente verschlingen und die entsprechend kaum hörbaren Keyboards, die auf späteren Alben von Rata Blanca den Arrangements jede Menge Tiefe verliehen haben. Als zweiter Punkt wäre die noch nicht ganz so ausgefeilte Gitarrentechnik von Walter Giardino zu nennen, der hier zwar ambitioniert aufspielt, aber oft auch unsauber wirkt (oder liegt das auch an der Produktion?). Und zuletzt, was auch mit dem vorigen Punkt zusammenhängt, sind schließlich in den Kompositionen noch keine neoklassischen Leckerbissen nach alter Alcatrazz-/Malmsteen-Spielart zu finden. Eigentlich schade, denn das Nachfolgealbum "Magos, Espadas Y Rosas" hat alle diese Kritikpunkte nicht aufzuweisen und spielt von daher gleich mal qualitativ in einer anderen Liga. Somit bleibt unterm Strich ein gut hörbares Heavy-Album mit Exotenbonus, dem man aber auch anmerkt, dass es ein Debütwerk ist. Anspieltipps: "Sólo Para Amarte", "Rome El Hechizo", "El Último Ataque" [Review lesen]

13.03.2010 13:05 - Eloy: Metromania (1984)

8.5 / 10
Nach der als eher schwach empfundenen, poppig-melodischen "Performance" kehren Eloy mit "Metromania" überraschenderweise nicht wieder zum spacigen Klang des Doppel-Konzeptalbums "Planets"/"Time To Turn" zurück. Stattdessen werden reichlich harte Töne angeschlagen, wie man sie streckenweise vielleicht von "Colours" kennt. "Nightriders" würde sogar, nicht nur wegen des Titels, als waschechter Heavy-Song durchgehen. Bleibt nun zu sagen, was dieses Album auszeichnet, und das sind mal wieder die Songs. Auch wenn "Performance" kommerziell vielleicht nicht der große Wurf war und der Band keinen Mainstream-Status beschert hat, war doch die Neigung erkennbar, anstelle von ausladenden Prog-Epen eingängiges Material mit Pop-Appeal zu komponieren. Nun wird auf "Metromania" schlichtweg beides kombiniert, und das Ergebnis könnte bei einer solchen Mischung nicht besser ausfallen: Klassisches Eloy-Pathos trifft auf geradezu tanzbare Rhythmen, existenzialistischer Anspruch paart sich mit Pop-Leichtigkeit, ein umfassendes Albenkonzept wird mit Wave-Keyboards umgesetzt. Interessanterweise lässt sich sogar feststellen, dass dieses Album für Einsteiger sicherlich einfacher hörbar sein wird als frühere Werke der Band, weil Eloy es hier schaffen, auch die ansonsten immer etwas zähen Longtracks der 80er-Phase (vgl. "End Of An Odyssey", "Mysterious Monolith") mit einem funkelnded Synthie-Anstrich viel kompakter zu gestalten. Insgesamt lässt sich "Metromania" also als weiteres Highlight von Eloy in den 80ern auffassen, auch wenn dieses Album natürlich eher wenig "klassisch" ausfällt als die ersten drei Alben der Dekade. Schade allerdings, dass sich die Band nach der Tour zum Album auflöste und das Bornemann-Comeback "Ra" gleichzeitig reduzierter und "dank" Drumcomputer noch weniger organisch ausfiel. [Review lesen]

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