iwill zähnchen

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iwill zähnchen
Registriert seit: 01.02.2012

Zum Verkauf 0 Eingetragen 84
Bewertungen: 492 Reviews: 103
Genres: Metal
Bewertungsverteilung von iwill zähnchen
0.5 1 1.5 2 2.5 3 3.5 4 4.5 5 5.5 6 6.5 7 7.5 8 8.5 9 9.5 10
4 1 2 1 0 3 5 2 5 10 10 12 20 32 56 79 85 68 50 47

0.5: 4.7058823529412% (4x)

1.0: 1.1764705882353% (1x)

1.5: 2.3529411764706% (2x)

2.0: 1.1764705882353% (1x)

2.5: 0% (0x)

3.0: 3.5294117647059% (3x)

3.5: 5.8823529411765% (5x)

4.0: 2.3529411764706% (2x)

4.5: 5.8823529411765% (5x)

5.0: 11.764705882353% (10x)

5.5: 11.764705882353% (10x)

6.0: 14.117647058824% (12x)

6.5: 23.529411764706% (20x)

7.0: 37.647058823529% (32x)

7.5: 65.882352941176% (56x)

8.0: 92.941176470588% (79x)

8.5: 100% (85x)

9.0: 80% (68x)

9.5: 58.823529411765% (50x)

10.0: 55.294117647059% (47x)

Die letzten Bewertungen
7.0 für Blindgänger: 4 (2015) (22.11.2016 12:56)
5.5 für Dahmers, The: Demons (2014) (05.01.2016 11:00)
0.5 für Babymetal: BABYMETAL (2014) (05.01.2016 10:53)
8.0 für Starblind: Dying Son (2015) (05.01.2016 10:24)
7.5 für No Bros: Metal Marines (2015) (04.01.2016 12:44)
7.0 für Caid Deceit: Babilonia La Grande (2015) (03.01.2016 18:00)
6.0 für 42 Decibel: Rolling In Town (2015) (18.12.2015 08:57)
7.5 für Ingrimm: Henkt Ihn! (2014) (27.11.2015 15:30)
6.5 für Ingrimm: Ungeständig (2015) (27.11.2015 15:29)
Insgesamt 492 Bewertungen vorhanden. Alle anzeigen
Die letzten Reviews

22.11.2016 12:56 - Blindgänger: 4 (2015)

7.0 / 10
Nicht sehr originell ist der Name des vierten Rundlings des Leipziger Krawallkombinats, das sich seit 2006 unter dem Motto “Rock N Roll mit Herz und Eiern” durch die deutsche Republik lärmt. Origineller ist da schon die Musik, die Abwechslungsreichtum und Spass garantiert. Live ist die Band eh eine Macht, wer also die Chance hat, die Jungs einmal Live zu erleben, sollte diese nutzen. Aufgrund dieser Tatsache liest sich die Liste der Acts, mit denen man sich bisher die Bühne teilte, auch ganz eindrucksvoll (u. a. Macbeth, Crushing Caspars, Gorilla Monsoon, 4 Lyn und Grober Knüppel). Der Grund, warum ich der Band hier nur zu gerne ein wenig Platz für ein Review einräume, liegt allerdings an deren musikalischer Qualität. BLINDGÄNGER haben einen Frontmann, der geboren wurde um die Bretter dieser Welt zu rocken und es mit dem Vorgänger Antrieb geschafft, sich endgültig aus dem musikalischen Schatten der blassen Onkelz – Kopien zu befreien und ein starkes Album zwischen Groove Metal, Punk und Rock N Roll abgeliefert. Auch Vier ist nicht von schlechten Eltern und enthält fast ausschließlich essentielles für Leute, die sich gerne der deutschsprachigen Rockmusik hingeben, denen jedoch maßlos überbewerte Kapellen wie Frei.Wild oder KrawallBrüder nix geben. So bietet man nach einem epischen Intro mit UARGH den perfekten Soundtrack für die demnächst anstehenden Grillpartys. Auch wenn man hier mit dem abgegriffenen Klischee des Vorzeige – Metallers/Punk spielt, für gute Laune sorgt der Song auf jeden Fall. Besonders schick ist die Motörhead – Huldigung in der Mitte! Dystopia bietet darauf musikalisch ein anrollende Walze aus Hardcore und Metal, textlich behandelt man gekonnt den Wunsch vom Ausbrechen aus dem Alltagstrott. Ein ebenso hammergeiles Mörderbrett ist Atlas, der zwar in Böhse Onkelz – Manier an die eigene stärke appelliert, aber zu keiner Sekunde wie ein Abklatsch wirkt. In eine völlig andere Richtung geht dann Urgewalt. Hier wird flott gerockt, die Mucke lässt den Nacken zucken, die Lyrics allerdings die Schultern. Das wir aus unseren Umweltsünden nicht lernen, wissen wir alle. Und wie es endet auch, da hat man nix Neues zu berichten… Brandkanne thematisiert dann mit einem Black Sabbath Riff zu Beginn und im Refrain sowie einer gewaltigen Portion Groove in den Strophen den Teufel Alkohol. Im Kontext dazu bietet Los erstklassigen modernen Metal zwischen Pantera und Machine Head, bei Löwenherz kommen die Onkelz – Einflüsse voll zum tragen. Lyrische Fettnäpfchen werden aber, gottlob, weitestgehend ausgelassen Eine Zeile wie “…wenn man auf die Schnauze fliegt und dann erst sieht, das einem das Glück zu Füßen liegt…” ist einfach Gold, da verzeiht man so manche geliehene Melodie. Ruhe und Kraft bietet Southern Rock – Einflüsse, während der abschließende Wolfssong flüssig zwischen ruhigeren Passagen und Metal wechselt um sich extasisch in eine Black Metal – Eruption zu steigern. Lediglich Hart überzeugt nicht, was angesichts des sehr guten Restmaterials verzeihlich ist. Auch wenn die Pseudonyme albern sind, BLINDGÄNGER muss man ernst nehmen. Der Vorgänger hat mir persönlich zwar leicht besser gefallen, aber Vier ist trotzdem ein abwechslungsreiches, musikalisch spannendes Album mit bärenstarken Songs und daher sehr zu empfehlen. Reviewquelle: http://www.metalunderground.at/cd-berichte/blindganger-vier [Review lesen]

05.01.2016 11:00 - The Dahmers: Demons (2014)

5.5 / 10
Das schwedische Quartett hat sich nach dem berüchtigten Milwaukee Kannibalen Jeffrey Dahmer benannt. Soweit dürfte die lyrische Bandbreite geklärt sein. Mord, Metzelorgien und dergleichen bestimmen die Texte. Musikalisch erinnert ihr Stil an 90er Kapellen wie die Hellacopters und vor allem Gluecifer, auch die Ramones scheinen neben alten Horror B - Movies bei den Verrückten eine gewisse Relevanz zu haben. Leider wird die Klasse dieser Bands nicht annähernd erreicht, DEMONS plätschert wie so mancher Horrorstreifen meistens so dahin, ist nicht mehr als eine nette Hintergrundbeschallung. Dass ich es so empfinde liegt vielleicht daran, dass Alben wie Payin`The Dues und Riding The Tiger meine Jugend durchaus prägten. Damals wie heute relevante Alben, auf denen es eher maue Nummer wie Stalker, I`m Going Insane oder Dripping Blood eben nicht gibt. Zum anderen fühle ich mich ab und an an eine eingestaubte Version der Beatsteaks erinnert, und die sind nicht meine Teetasse. Vielversprechende Ansätze in Form von Verneigungen gegenüber dem guten, alten Rock N` Roll bei Out Of Here, Way Back Home und Down On My Knees stimmen allerdings versöhnlich und hinterlassen einen soliden ersten Eindruck. Zumindest Retro und Rotz Rock Liebhaber dürften Spaß an DEMONS haben. [Review lesen]

05.01.2016 10:53 - Babymetal: BABYMETAL (2014)

0.5 / 10
In der Redaktion gab es neulich eine Diskussion über diese Art der Soundcollage, die in einen leichten Disput über japanischen Metal gipfelte. Viele kommen mit dem Gesang, insbesondere wenn er in der Landessprache gehalten wird, überhaupt nicht klar. Irgendwo verständlich, doch meine Wenigkeit ist da toleranter. Im Land der aufgehenden Sonne gibt es viele tolle Bands zu entdecken, nicht nur im traditionellen Metal, auch Death und Black Metal aus Japan anzuchecken lohnt sich! Also habe ich mich freiwillig für Babymetal gemeldet, ein folgenschwerer Fehler, denn ich bin ziemlich sauer! Die aus dem Popcastingproject Idol entstandene Krankheit soll machen was sie will, aber solchen Mist in Verbindung mit meiner Lebenseinstellung zu bringen, erweckt in mir den Wunsch an ein zweites Hiroshima. Na gut, mit einer weiteren Bombe auf Nagasaki würde ich mich auch zufrieden geben, da zumindest der durschnittliche Melodic Metal Song Akatsuki nach diversen tonalen Exkrementen den Anschein erweckt, Herr Gakuin hätte Ahnung von guter Musik. Das bekommen Bands wie Donnerschlag in schöner Unregelmäßigkeit aber authentischer und besser hin! Soweit, so sachlich (wie möglich), kommen wir zu den Höreindrücken von Babymetal, die ich so seriös wie diese Vergewaltigung der Sinne halten möchte: Das geistige Fundament ist zwar schon versumpft, das musikalische allerdings noch erkennbar: Industrial Metal, der in etwa so aktuell ist wie Obsolete von Fear Factory, elektronische Spielerein auf Kleinkinder-Niveau, die irgendwo zwischen Scooter, Marusha und Blümchen zu verorten sind sowie Synthie Pop Anleihen düsterer Machart vom billigen Keyboard. Soweit, so schlecht, die Mischung an sich lässt tolerante Menschen zwar auf-, doch das kompositorische Niveau eher weghorchen. Hier werden Metalparts intoniert, die einfach nur so dreist 08/15 sind, das man am liebsten besagtes Gewehr greifen möchte. Die Euro Dance Parts werde ich in Verbindung mit den Begriffen “Niveau” und “Anspruch” erst garnicht mehr erwähnen, und so schlecht wie hier die dunklen (noch dreister geklauten) Parts dargeboten werden, haben die von mir gehassten Agonoize und Depeche Mode mein Mitgefühl! Gesungen wird von jungen, minderjährigen Mädels, die sich im Mangastil und mit niedlicher Stimme in den Mittelpunkt stellen. Hat was von den Teletubbies auf Drogen, klingt kacke und setzt dem ganzen die Krone auf! Minderjährige unter Drogen setzen und zu Straftaten anzustiften ist hier verboten, in Japan anscheinend nicht! An sich habe ich eigentlich nichts gegen Castingbands, Sonic Syndicate zum Beispiel attestiere ich nur zu gern musikalisch hochwertige Qualität und Daseinsberechtigung. Bei diesem Stercus hier ist es mir spätestens nach line! eigentlich schon mit der Anwendung des lateinischen Begriffes von Scheiße zu viel getan! Ein Foedissima ist auch der Sound, der Drumcomputer klingt steriler als bei Fear Factory und auch der Gitarrensound lässt berechtigte Zweifel zurück, ob überhaupt ein Musiker ein Studio von innen gesehen hat. Mich wundert es, wenn ich vom Axel Springer Verlag und anderen Meinungsmachern lesen muss, das dieser Sondermüll ganz toll ist! Ein Grund, mal persönlich zu werden, denn diese Katastrophe atomaren Ausmaßes ist eine Beleidigung an den Verstand, eine Kriegserklärung an jeden Metaller, und zwar JEDEN, egal ob True oder Core: Für wie blöd haltet ihr die Metalgemeinde? Glaubt Ihr arroganten Allesfresser wirklich, das sich ein Metalfan diesen Mist antut, nur weil ihr sagt es sei gut? Seht Ihr nur einen dummen Konsumenten, oder noch den Fan der eine Orientierung im Veröffentlichunsdschungel sucht? Wann habt Ihr Lackaffen eigentlich aufgehört Metalfans zu sein und im Sinne der Industrie jeden Rotz schön zu schreiben? Schämt Euch!!! Stellvertretend für die oberen Zeilen erwähne ich mal noch spaßeshalber die Industrial Hip Hop Metal Kloake Onedari Daisakusen, den Dünnpfiff Doki Doki Morning und den Ausfluss Give Me Chocolate!!!. Tracks, die den Metalfestivaltouries empfohlen seien, denn solche Teletubbiezurückwinker sind ja eh nur auf feiern aus und nicht auf Musik und Lifestyle! PS: Das Minus vor der Note ist kein Fehler. Originalreview erschienen auf metalunderground.at: http://www.metalunderground.at/cd-berichte/babymetal-babymetal PPS: der halbe Punkt ist dem Benotungsnotungssystem geschuldet [Review lesen]

05.01.2016 10:24 - Starblind: Dying Son (2015)

8.0 / 10
Die Schweden STARBLIND huldigen, wie sich am Bandlogo vielleicht schon erahnen lässt, (vorrangig den Alben drei bis sieben) der besten Band der Welt. Aber ich werde hier einen Teufel tun, sämtliche Reminiszenzen, die sich auf diesem Album finden, aufzuzählen. Das wäre zum einen erbärmliche Klugscheißerei und würde zum anderen die Qualität der Band abwerten. Beim hören dieses Zweitwerkes zieht man schnell Parallelen zu Blazon Stone, die mit ihrer Besinnung auf die Running Wild Klassiker durchaus begeistern. Das liegt allerdings daran, dass Running Wild de facto momentan immer noch mehr Schatten als Licht sind. Bei Iron Maiden trifft das ja definitiv nicht zu… Ebenfalls eine markante Ähnlichkeit zu ihren Landsleuten weist der von der “Originalband” abweichende Gesang auf. Sänger Mike Stark benutzt zwar überwiegend die gleichen Vocallines wie ein Bruce Dickinson, setzt seine sehr gute Stimme aber in höheren Regionen an. Das verleiht dem Fünfer sogar ein kleines Stück Eigenständigkeit.. Passend dazu hat Cedrik Forsberg – Mastermind der Rocka Rollas und der Running Wild Verehrer Blazon Stone – DYING SON produziert. Der Sound erinnert an die frühen Achtziger und wer den (logischerweise) nicht mehr vorhandenen jugendlichen Elan der Meister misst, der wird sich hier an sämtlichen Songs ergötzen. Die Highlights markieren dabei die sich durch ihre Chöre vom Restmaterial ein Stück weit emanzipierenden Room 101 und The Lighthouse sowie der abschließende Epos The Land Of Seven Rivers Beyond The Sea, welcher in der Tradition von Rime Of The Anchient Mariner und Seventh Son Of The Seventh nicht nur gut zu unterhalten weiß. Er hat auch genug Charakter, um als Starblind – Komposition erkannt zu werden. Sicher, STARBLIND wirken wie ein Tribute – Band, was in erster Linie wohl auch so gedacht ist. DYING SON hat aber mit seinen acht Tracks mehr Wiedererkennungswert als man anfänglich vermutet. Dieses Album bietet daher nicht nur enttäuschten Anhängern der eisernen Jungfrauen ein Taschentuch. Vor allem NWOBH – Fans im Allgemeinen werden die Schweden abfeiern, und das vollkommen zurecht! UP THE IRONS \m/ Originalreview erschienen auf metalunderground.at: http://www.metalunderground.at/cd-berichte/starblind-dying-son [Review lesen]

03.01.2016 18:00 - Caid Deceit: Babilonia La Grande (2015)

7.0 / 10
Das rührseelige spanische Label Gadir Records hat das Hauptanliegen, in den Achtzigern nicht über Demostatus hinaus gekommene Bands seiner Heimat eine Plattform zu bieten. So auch bei CAID DECEIT, eine in ursprünglich in Frankreich gegründete Heavy Metal Formation, die es lediglich auf ein Demo und eine Splitveröffentlichung gebracht hatte und ihre Lyrics in der Landessprache verfasste. Aus diesen Releases stammen dann auch die ersten fünf Songs, welche neben den üblichen Judas Priest - Einflüssen auch von den französischen Killers - bei denen Sänger Pat Tetevuide Mitglied war und zwar nicht hier, aber auf deren `88er Livealbum der Band zu hören ist - und spanischen 80er Bands wie Thor – wo dann auch Drummer Pedro Rodríguez mal kurzzeitig die Felle verprügelte – inspiriert zu sein scheint. Gutes bis sehr gutes Futter für den Old School Heavy Metaller in annehmbarer Klangqualität, das manchmal an die fanatischen Franzosen Shining Steel erinnert. Die darauf folgenden Tracks sind unter anderem bisher unveröffentlichte Songs wie Heavy Rock, Perversa und Entre Muros, welche durchaus die Güte der Band bestätigen. Allerdings muss man Abstriche beim Sound machen, mehr als Rehearsalqualität sollte man nicht erwarten. Die Liveversionen von Alpha, Babylona La Grande und Mercenario – bei denen man ebenfalls keinen HD Sound erwarten sollte – machen das Packet fast komplett. Obendrein gibt es noch das Video zu Mercenario, welches leider nur abnutzte VHS – Qualität hat. Ein Booklet mit den Texten der Demo- bzw. Splitsongs, Fotos von Berichten über die Band aus jener Zeit sowie Linernotes in englisch und spanisch und vor allem das Cover mit hohem Kultfaktor runden das Teil ab. Hier hat man wirklich alles, was es von dieser Kapelle gibt. Daher ist diese liebevoll erstellte Compilation für Sammler obskurer Metalbands wirklich lohnenswert. Originalreview erschienen bei metalunderground.at: http://www.metalunderground.at/cd-berichte/caid-deceit-babylona-la-grande [Review lesen]

30.06.2015 15:32 - Adramelch: Opus (2015)

9.0 / 10
Ein ordentliche Portion Wehmut beschleicht einen beim hören, denn es ist wirklich schade, das sich die Italiener zu Grabe tragen. Begonnen hat die Geschichte ADRAMELCHs mit Irae Melanox, einem der besten und wichtigsten Alben der Metalhistorie. Trotz der Begeisterung von Seiten der Fans und Kritiker folgte kurz darauf die Auflösung. Damals wie heute blieb der große, kommerzielle Erfolg aus. Der Grund dafür scheint schnell gefunden: Referenzbands für den potenziellen Käufer zu benennen, fällt schwer. ADRAMELCH sind schließlich selbst eine. Das es in erster Linie immer das Bestreben der Musiker war, sich vor allem künstlerisch zu äußern, zeigt die Rückkehr 15 Jahre später, die mit Broken Hope (2005) und Lights From Oblivion (2012) zwei weitere Klassiker mit dem bandeigenen Sound hervorbrachte. Besagter Sound besticht auch auf Opus vor allem durch den melodischen, betörenden Gesang von Vittorio Ballerio, den in den Siebzigern vorrangig verwurzelten, nie überpräsenten Keyboardsounds und der meisterhaften Melodieführung Gianluca Coronas. Keine andere Band schafft es, so episch mitreizend wie bei Long Live The Son, Northern Lights (mit Simona Aileen Pala von Holy Shire am Gastmikro), As The Shadows Fall oder Trodden Doll zu aggieren. Niemand kredenzt dem Hörer solch` einprägende und dennoch alle Zeiten überdauernde Geniestreiche wie Black Mirror, Pride, Only By Pain oder Forgotten Words. Somit markiert dieser 66 minütige Opus einen würdigen Schlusspunkt unter einem beispiellosen, musikalischen Schaffen, welches nicht nur Proggies interessieren dürfte. ADRAMELCHs sphärische Klangwelt wird wohl unereicht bleiben. Erschienen auf metalunderground.at: http://www.metalunderground.at/?p=46623 [Review lesen]

30.06.2015 15:30 - Edge Of Paradise: Immortal Waltz (2015)

8.0 / 10
Die Band aus den USA dürfte vielen kein Begriff sein. In ihrem Heimatland konnten die drei Herren und Frontfrau Margarita Monet jedoch wohl schon einige Achtungserfolge für sich verbuchen. Das ist angesichts des auf Immortal Waltz vorhandenen Material auch nicht verwunderlich, denn der musikalischen Mixtur aus melodischem Metal, welcher des öfteren an die Spätphase Savatages erinnert und (manchmal zeitgemäß interpretierten) Hard Rock der Alice Cooper/Kiss Schule hat schon was. Zumal man mit oben erwähnter Frontdame nicht nur einen optischen Leckerbissen in petto hat. Die Stimme Monets ist eine von den ganz, ganz großartigen! So veredelt sie neben den – mit Savatage Referenzen aufwartenden – modernen Perfect Shade Of Black und dem sehr guten Black Sabbath Cover Children Of The Sea vor allem ohnehin schon hammermäßige Tracks wie die Bombastrocker wie In A Dream und Ghost, oder auch die Melodic Sahnestücke Rise Of The Fallen und Break Away. Hier reiht sich für Fans von Vixen bis Savatage, von Alice Cooper bis Suzi Quadro (hört euch mal Immortal Waltz und It`s My Show an!) , von Benedictum bis Crystal Viper Hit an Hit. Sehr guter Einstand mit großartigen Songs, der im Übrigen von keinem geringeren als Michael Wagner klangtechnisch veredelt wurde. Erschienen auf metalunderground.at: http://www.metalunderground.at/?p=46669 [Review lesen]

30.06.2015 15:25 - Exarsis: Human Project, The (2015)

7.0 / 10
Bei den ersten Hördurchgängen musste ich doch wirklich auf das Display meines Players schauen, ob hier noch der aktuelle Song läuft oder schon der nächste. Denn an sich folgen alle 9 Tracks dem selben Schema: schnelles Geschredder, Midtempo Stakkato Riffing, pfeilschnelle Soli, wieder Geschredder, fertig. Manchmal vertauscht man diese Zutaten wie bei Skull & Bones auch, was aber die etwas mehr als 40 Minuten auch nicht wirklich abwechslungsreicher gestaltet… Dem entgegen setzen die von Besetzungswechseln arg gebeutelten EXARSIS allerdings neben für sich erstklassigen Songs wie Abnormal Generation, Police Brutality, False Flag Attack und The Brutal State auch die Stimme Nick J. Tragakis, der sich in Paul Baloff Manier durch The Human Project ackert und selbst Power Metal – ischen Kehlgesang zu seinem Reptoire zählen kann. So erinnert beispielsweise Arrivals an den 2012er Geniestreich der Kolumbianer Revenge (die damals sehr nah am Thrash aggierten), allerdings ohne die damals noch vorhandene meisterliche Klasse der Südamerikaner auch nur annähernd zu erreichen. Der Grund, warum hier trotzdem eine 3,5/5 fallen muss, liegt an dem Charme der Songs, aufgrund dessen diesem Album trotz vorhersehbaren Songwriting auch nach etlichen Runden immer noch nicht die Puste ausgeht, zudem ist die Produktion erste Sahne. Nachdem man an Schlagzeug, Gitarre und Mikro vor zwei Jahren neu besetzen musste, scheinen die Griechen auf einem Weg zu sein, der große Dinge für die Zukunft erwarten lässt. Doch schon jetzt kann man sagen, das Fans von alten Anthrax über Nuclear Assault bis Vio-Lence an EXARSIS nur schwer vorbei kommen. Erschienen auf metalunderground.at: http://www.metalunderground.at/?p=48204 [Review lesen]

30.06.2015 15:20 - Witchbound: Tarot's Legacy (2015)

9.0 / 10
Ich weiß ja nicht, was ihr von den letzten Stormwitch – Alben haltet, aber ich bin an sich mit dem Gro des Materials zufrieden. Auch wenn weder die Atmosphäre noch die große Klasse der alten Alben erreicht wird, ist man für so manchen Song doch sehr dankbar. Fakt ist aber auch, das man seit der Trennung von Harald Spengler (aka Lee Tarot) nie wieder dieses besondere Feuer entfachen konnte, auch wenn War Of Wizards, Witchcraft und die aktuelle Scheibe Season Of The Witch stellenweise zu gefallen wissen, es fehlt einfach was. Der Grund, warum ich das hier anspreche, ist dem Umstand geschuldet, das sich im aus fünf Mann bestehenden Line Up von WITCHBOUND gleich vier EX – Stormwitch Mitglieder befinden. Darunter sind neben Ronny Gleisberg (aka Ronny Pearson) und Martin Winkler mit Peter Langer (aka Pete Lancer) und Stefan Kauffmann (aka Steve Merchant) auch zwei Gründungsmitglieder der immer noch sträflich unterbewerteten Band! Wie der Albumtitel andeutet, handelt es sich beim darauf befindlichen Material um die letzten Songs Lee Tarots (der 2013 überraschend verstarb). Songtexte und Songs, die er vor seinem Ableben schrieb bzw. an denen er mitarbeitete. Nach seinem Tod beschlossen seine langjährigen Weggefährten, das Vermächtnis ihres Freundes unter dem Banner WITCHBOUND fertigzustellen und zu veröffentlichen. An`s Mikro holte man sich dafür einen weiteren langjährigen Freund, EX – Black Abyss Gitarrist Thorsten Lichtner. So ist es also kein Wunder, das dieser Opus Harald Spengler gewidmet ist. Ein Schuss, der auch nach hinten hätte losgehen können, doch mit TAROT´S LEGACY ist es der Band tatsächlich gelungen, ihrem Freund gebührend zu gedenken! Schon der nach dem Lachen der Hexe einsetzende Opener Dance Into The Fire offenbart die Magie der ersten Stormwitch – Alben. Allgegenwärtig ist, wie auf dem gesamten Album, der Geist Spenglers, ehrfürchtig und voller Wehmut hört man Holy Ground, Mandrake`s Fire, Jesters Day, Die Sword In Hand und dem gefühlvollen Trail Of Stars, allesamt die stärksten Stormwitch – Kompositionen seit 1989. Ebenso verhält es sich bei den majestätischen Mauritania und To Search For The Grail , dem sentimentalen Sands Of Time, Stranded und dem stampfenden – zudem mit einem Solo von Hammerfalls Oscar Dronjak veredelten – Keep The Pyre Burning. Hier kommt die Vorliebe Tarots für epischen Hardrock a la Rainbow, dem er der sich schon bei Tarot`s Myst widmete, zum Vorschein. Zudem überzeugt nicht nur die Aufmachung, sondern auch die Produktion. Wer sich die letzten Stormwitch – Alben angehört hat, der wird dies sowie sämtliche Tracks mehr als zu schätzen wissen. Denn TAROT´S LEGACY knüpft nicht nur an die alten Alben der “Hexen”n an. Es ist einfach das, was es ist: Eine ehrwürdige, ehrliche Widmung an einen Künstler, der zwar im Laufe seiner Karriere selten in Erscheinung trat, aber immer seine eigene, unverkennbare Herangehensweise an die Musik hatte. Gänsehaut pur!!! Erschienen auf metalunderground.at: http://www.metalunderground.at/?p=48272 [Review lesen]

30.06.2015 15:17 - Overlord SR: Still Standing (2015)

8.5 / 10
Ein Debüt, das eine kleine Sensation ist. Denn bei OVERLORD SR handelt es sich um keine geringere Band als Overlorde aus den US of A! Und zwar jene, die mit nur einen Demo (Mediaval Metal) und einem Beitrag auf dem Metal Massacre Vol VIII. Sampler (Keeper Of The Flame)zum Kult im Underground stilisiert wurden. Und das, nach meiner Ansicht, vollkommen zurecht. Brilliert hat man in den Achtzigern mit der Mischung aus NWobHM und epischen US Metal, der an Omen erinnert. Erheblichen Anteil am Kultstatus der Amis hat Sänger Steve V. Sosa Jr., der sich an Bruce Dickinson orientiert, dessen Klangfarbe allerdings fatal an eine rauhe Version von J.D. Kimball erinnert. So ist es also kein Wunder, dass sich um Keeper Of The Flame, Full Speed Ahead und Enchantress Of The Night ein gewisser Mythos aufgebaut hat.Bis heute verschafft man sich zudem mit besagtem Demo (dank Heaven And Hell und Heavy Forces Records) Gehör. Doch mit besagter Auschlachtung alter Glanztaten ist nun Schluss, die seit 2011 zunächst unter dem Banner Overlorde SR, zwo Lenze später als OVERLORD SR agierende Kulttruppe macht sage und schreibe 36 Jahre (!!!!!) nach ihrer Gründung und 28 Jahre (so viele Ausrufezeichen würden den Rahmen sprengen) nach ihrem letzten Demo endlich Nägel mit Köpfen und beweist sich sicher nicht nur zu meiner Überraschung. OVERLORD SR dürften mit ihrem Debüt nicht nur einen Rekord für die Zeit von der Gründung bis zum Debütalbum aufgestellt haben, sie machen ihrem Zusatz S(till) R(ocking) alle Ehre! Still Standing ist mehr als ein überfälliges Debüt, es ist ein Statement gegen den Zeitgeist und für den heiligen Gral des Heavy Metal: die zeitlose Musik. Still Standing schafft es, so zu klingen als wäre die Zeit 1985 stehen geblieben und klingt dessen zum Trotze frisch! Die alten Säcke schaffen es doch tatsächlich, hungrig wie ein Newcomeract zu klingen und sind aufgrund ihres langen Bestehens nicht retro, sondern authentisch. Um zu begeistern fehlen also nur noch starke Kompositionen, und die gibt es zur Freude aller Puristen durchweg! So vermag schon der etwas überlange “Iron Maiden – Epos” Shadow Of Darkness, mit den letzten Releases der Briten mitzuhalten, ist aber wegen seiner Länge und anfänglichen Sperrigkeit als Opener unglücklich gewählt. Danach wachsen die guten Ansätze fortwährend, was mit dem straighten und dennoch epischen Hard Rocker Executioner untermauert wird. Ein wenig schwächer, aber mitreißend und ebenfalls straight bietet Creeping Through The Night irgendwo zwischen den Anfängen des Heavy Metals und dem Höhepunkt des Hard Rocks ebenfalls ordentliches Futter für Traditionalisten. Und wer, wenn nicht Overlorde, haben das Recht einen Song wie Power Metal zu schreiben, wenn sie diesen dermaßen intensiv zelebrieren wie bei dieser astreinen Hymne? So authentisch und herrlich altbacken (sprich geiler) klingen heutzutage weder die jungen noch die alten Bands dieses Genres! Und es kommt noch besser, das letzte Album – Drittel lässt die kühnsten Erwartungen alter Anhänger hinter sich! Bei dem kurzen Instrumental Passages In Time sowie Standing On The Edge Of Time treffen US Epic auf die Magie der NWobHM. Ganz, ganz großes Kino! Keeper Of The Flame ist ein Klassiker zwischen Ohrwurm und Anspruch? Sicher, aber das war gestern! Hört nur einmal Under Fire an, und ihr wisst was ich meine! Und wenn mich jemand in Zukunft nach dem stärksten Song dieser Kapelle fragt, kann ich unter Freudentränen verkünden, dass dies der episch rockige Überhammer The Hour Of Souls ist. Abschließend klingt selbst die Neueinspielung von Full Speed Ahead klingt ehrgeiziger und frischer als das Original, obwohl man nichts weiter an den Arrangements verändert hat. Still Standing ist eine wunderbare Zeitreise in die Vergangenheit. Stilistisch zwischen Omen, Iron Maiden, Saxon, Priest und Black Sabbath in eine transparente, warme Produktion die jedes Instrument klar heraus hören lässt, eingebettet, ist dieses Album kein Relikt vergangener, angeblich besserer Zeiten. Eher lässt es jede noch so gute Nachwuchsband kreidebleich aussehen und vor Ehrfurcht erstarren. Für Fans wahren Stahls ganz klar ein Jahreshighlight! Schaut auf der Homepage der Band vorbei, da könnt ihr das Teil ergattern. Erschienen auf metalunderground.at: http://www.metalunderground.at/?p=46922 [Review lesen]

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