Iron Angel

Iron Angel
Registriert seit: 14.01.2008

Zum Verkauf 0 Eingetragen 570
Bewertungen: 142 Reviews: 24
Genres: Dark Wave/Gothic, Hardcore, Metal, Punk, Rock
Bewertungsverteilung von Iron Angel
0.5 1 1.5 2 2.5 3 3.5 4 4.5 5 5.5 6 6.5 7 7.5 8 8.5 9 9.5 10
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6.0: 11.428571428571% (4x)

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7.0: 14.285714285714% (5x)

7.5: 14.285714285714% (5x)

8.0: 31.428571428571% (11x)

8.5: 48.571428571429% (17x)

9.0: 74.285714285714% (26x)

9.5: 71.428571428571% (25x)

10.0: 100% (35x)

Die letzten Bewertungen
9.5 für Plasmatics: Coup D'État (1982) (30.05.2013 08:11)
6.0 für N.O.W.: Tabloid Crush (1996) (19.05.2013 23:19)
7.5 für Wizard: Head Of The Deceiver (2001) (19.05.2013 22:57)
7.0 für Lääz Rockit: Nothing's Sacred (1990) (11.05.2013 01:07)
9.5 für Ratt: Invasion Of Your Privacy (1985) (13.03.2013 12:09)
8.0 für Iron Curtain: Road To Hell (2012) (25.02.2013 08:57)
Insgesamt 142 Bewertungen vorhanden. Alle anzeigen
Die letzten Reviews

22.04.2012 20:56 - Jag Panzer: Ample Destruction (1984)

10.0 / 10
JAG PANZER – Ample Destruction „Flames light the sky“ In einer Zeit, in der Heavy Metal noch frisch und in den meisten Fällen auch aufregend war, machten sich auch vier Jungs aus Colorado auf, um die Musikwelt mit ihren Ergüssen zu bereichern. Nachdem die Band ihren erstgewählten Namen gegen die Bezeichnung eines deutschen Kriegsgerätes, dessen Name von der englischsprachigen Zunge besser ohne „D“ ausgesprochen werden konnte (und man es wohl deshalb einfach wegließ), austauschte, sollte ihr direkt mit ihrem ersten Album der Einzug in die Heavy Metal-Annalen gelingen. Und zwar als Erfinder des Power Metals. “No mercy for the weak!” So galt (und gilt für viele immer noch – der Verfasser eingeschlossen) lange Zeit „Ample Destruction“ als DIE Definition von Power Metal. Das sollte sich erst in den 90ern ändern, als man dazu überging, vor allem europäische Speed-Bands als Power Metal zu bezeichnen, sofern nur irgendwo Fragmente von dem ausgemacht werden konnten, was JAG PANZER einst definiert haben. Mittlerweile ist gar soweit gekommen, dass jede Speedkitsch-Band einfach als Power Metal bezeichnet wird. „So klang vorher noch keine Band...“ Das, was der Jagdpanzer 1984 mit „Ample Destruction“ geschaffen hat, ist allerdings meilenweit entfernt von dem, was sich heutzutage Power Metal dünkt. Meilenweit entfernt auch von dem, was die Band danach noch fabriziert hat. Schon Anfang der 90er fasste es Matthias Herr schlicht und treffend mit den Worten: „So klang vorher noch keine Band, so klang seitdem auch keine Band mehr, nichtmal der Panzer selber“ zusammen. Insbesondere der letzte Halbsatz sollte sich in den kommenden Jahren noch als düstere Prophezeiung erweisen. Damit sollen die guten bis sehr guten Alben der Reunion-Phase nicht geschmälert werden, aber sie sind alle nicht so durchweg martialisch und blutrünstig, wie es vielleicht im Angesicht einer als real empfundenen Bedrohung durch Atomkrieg in den waffenstarrenden 80ern bedingt werden konnte. „Total destruction from the Panzer patrol“ „Ample Destruction“ beinhaltet nicht einen schwachen Ton. Durchweg kraftvolles Riffing & Drumming schafft eben dieses Grundgerüst, welches schnell genug ist, um eben nicht episch, sondern nur noch Power zu sein. Was jetzt nicht heißt, dass man episch gar nicht kann – die Überballade „The Crucifix“ und auch das balladeske „The Watching“ zeigen sehr deutlich Variationsmöglichkeiten auf. Ebenfalls fällt sehr positiv auf, dass auch die Soli hervorragend ins Schema passen. Sie kommen immer passend, nicht zu häufig und vernichten nie die Atmosphäre, untermalen und bereichern sie vielmehr. So toll die instrumentale Seite aber auch sein mag – ohne Conklins Stimme würde das Album nicht die Wirkung haben, die es hat. Conklin gehört zweifellos zu den Giganten unter den Sängern des Genres. Er ist in der Lage, mit solch erhabener Stimme zu singen, dass man ihn in einem Atemzug mit Dio oder Adams nennen kann. Der unglaublich starke Gesang von Conklin rundet das Gesamtbild somit auch perfekt ab. Wie bei so vielen Bands, so ist auch im Falle des Panzers der Sänger das Erkennungsmerkmal Nummer 1. Um die überragende Qualität dieses Albums aufzuzeigen, bedarf es m.E. keines speziellen Anspieltipps, denn jeder einzelne Song wäre dazu geeignet. Meine persönlichen Lieblingsstücke variieren im Laufe der Zeit und momentan sind es „Warfare“ und „Cardiac Arrest“. Das unzweifelhaft massentauglichste Stück ist allerdings „The Crucifix“ – eine Ballade, wie man sie nicht besser machen kann, die allerdings den Grundtenor des Albums nur unterstreicht und nicht ausmacht. Bewertung: 10/10 „Use all my metal power to give you a heart attack” Kleiner CD-Überblick: Barricade Records, 1989: Die erste CD-Auflage. Stellte sich schon bald als Bootleg heraus und wurde damals, laut Angabe auf der CD, über SPV vertrieben. Ausgestattet mit dem Bonustrack „Black Sunday“, welcher zwischen die originale Tracklist eingeschoben wurde. Der Sound geht voll okay, ist aber ein klein wenig tiefenlastiger als bei den beiden Top-CDs. Metalcore, 1990: Es gehen ja Gerüchte, dass es noch nie eine offizielle CD-Auflage des Albums gegeben hat. Kann sein. Laut der JAG PANZER-Homepage ist die Metalcore-Version aber eine der zwei angeblich offiziellen CD-Wiederveröffentlichungen. Hier wird die originale Tracklist geboten und die drei Bonustracks (das Instrumental übersehe ich jetzt mal) folgen erst danach. Bonustitel (ohne Instrumental): „Black Sunday“, „Eyes Of The Night”, “Fallen Angel”. Soundtechnisch astreines Teil. Metal Blade/ Caroline Records, 1991: Die zweite angeblich offizielle und einzige remasterte CD-Version. War leider nur kurz im Handel, denn ich kann mich noch erinnern, wie das Teil damals in irgendeinem Mag angekündigt wurde, ich sie nie gesehen habe und dann 20 Jahre später einen Ekel-Preis zahlen musste. Auch hier werden wieder (ohne das Instrumental) drei Bonustracks geboten, wobei man so geil war und diese Tracks unbedingt zwischen „Cardiac Arrest“ und „The Crucifix“ pressen musste, was ich persönlich eher schlecht finde. Dafür hat diese CD aber soundtechnisch am meisten zu bieten und übertrifft die Metalcore-Version noch leicht. Leider ist die Metal Blade/ Caroline-CD auch die am schwersten aufzutreibende CD-Pressung. Bonustitel (ohne Instrumental): „Black Sunday“, “Eyes Of The Night”, “Lying Deceiver”. No Poser Records, ?: Der jüngste Bootleg, der sich scheinbar großer Beliebtheit erfreut. Pressdatum ist mir zwar unbekannt, aber es dürfte sich wohl um eine VÖ innerhalb der letzten 10 Jahre handeln. Als Bonus wird die gesamte „Tyrants“-EP geboten, die allein schon wegen dem Übersong „Iron Shadows“ Pflichtprogramm zu sein hat. Soundtechnisch auf dem Level des Barricade-Bootlegs. © 2012, Iron Angel [Review lesen]

20.11.2011 10:32 - Blizzard: Roaring Tanks Of Armageddon, The (2009)

8.5 / 10
Habe es doch einige Zeit vor mir hergeschoben, mir diese Scheibe mal zu besorgen. Kannte die Band bislang auch nur dem Namen nach. Dachte immer, es würde sich eh nur um die drölfzigste, einheimische Schwarzthrash-Kombo handeln. Einigermaßen daneben. Oder auf einem Level, welches ich nicht vertiefen möchte, doch nicht, aber egal. Der treibende und gut mitnehmende Heavy/Speed-Mix schielt deutlich in Richtung früher, britischer Schmutzknüppel wie WARFARE, VENOM und natürlich die unvermeidlichen MOTÖRHEAD. Dazu ein unerwartet tiefer, aber relativ klarer Gesang. Kommt sehr gut an einem Sonntagmorgen. Es geht direkt ins Blut und Songtitel wie „Suitcase Of Death“ oder „Whore Rock“ haben durchaus einen positiven Effekt auf die ohnehin schon angeheiterte Stimmung aus einem wohligen Restrausch vom Vorabend. Taugt aber scherlich auch mit einem anderem Setting xD Kurz und knapp und mit "Hello to the Tank Commander" gibt’s... Bewertung: 8,5/10 [Review lesen]

26.04.2011 21:06 - Iron Jaws: Louder Is Not Enough (2010)

10.0 / 10
Er ist vielleicht bekannt, dieser kleine Comic-Strip, wo ein Schmetterling auf dem Finger von irgend so nem Typen landet und diesem den Auftrag erteilt, den Speed Metal der 80er Jahre zurückzubringen. So einige versuchten das ja auch in den letzten Jahren. Wirklich geschafft haben es in meinen Augen aber nur IRON JAWS. Ist ja alles ganz nett, was Bands wie SOLITAIRE und ENFORCER einem in der jüngeren Vergangenheit so auf die Ohren gegeben haben, aber letztendlich ist mir das oft zu technisch, zu unterkühlt. Eher so, als wären da Handwerker am Werk. Wenn nun aber echte Talente wie IRON JAWS die Bühne betreten, können die Handwerker dahin zurücktreten, wo sie hingehören – nämlich in die zweite Reihe. Ja, Speed Metal wird auf der „Louder Is Not Enough“ gespielt und hier darf man guten Gewissens auch auf den mittlerweile doch eher abgedroschen wirkenden Begriff des Zelebrierens zurückgreifen. Denn das, was IRON JAWS hier auffahren, geht deutlich über das einfache Runterzocken einstudierter Nummern hinaus. Zehn Stücke bietet die Scheibe, wovon nach Abzug des Intros und eines EXCITER-Covers noch acht richtige Nummern übrigbleiben. Macht knapp über 33 Minuten an eigenen Songs, was nun nicht gerade nach Überlänge klingt. Aber diese Nummern haben es in sich. Geboten werden ausnahmslos Hits mit hohem Wiedererkennungswert. Jedes Stück ist sehr gut arrangiert, Metaldave singt und screamt durchgehend wie ein junger Gott und es gibt bei vielen Songs auch immer wieder mal einen sehr passenden, kurzen Chorus im Refrain. Dabei ist es geradezu faszinierend, wie die Band hier lupenreinen 80er-Speed im Stile der frühen EXCITER und ABATTOIR spielt und dabei völlig eigenständig klingt. Hier werden keine zweifellos vorhandenen Vorbilder kopiert, sondern es wird sich gleichberechtigt neben sie gestellt. „Louder Is Not Enough“ braucht sich hinter keiner „Violence & Force“ oder „Vicious Attack“ verstecken. Eine „Master Of Disguise“ oder „Hellish Crossfire“ würde ich aber nicht zwecks Vergleich heranziehen, da die einfach in einer anderen Aggressions-Liga spielen. Klingt zu gut, um wahr zu sein? Das dachte ich mir auch, als ich die Scheibe zum ersten Mal mit weit herunterklappendem Kiefer gehört habe. Und wenn ich die „Louder Is Not Enough“ schon gleichberechtigt neben einige Klassiker stellen möchte, so möchte ich auch nicht unerwähnt lassen, dass sie hinter einer „Skeptics Apocalypse“ dann doch ein paar Zentimeter zurücktreten muss, was primär der Leistung von John Cyriis geschuldet ist. Dennoch komme ich nicht umher, hier die gewagte Behauptung aufzustellen, dass hier das beste Speed Metal-Album seit 1985 vorliegt (wobei es mich aber auch nicht wirklich wundern würde, wenn jetzt irgendein Nerd um die Ecke käme und irgendwas total Unbekanntes aus dem Underground-Hut zauberte xD). Aber genau deswegen, weil es so lange keinen so exorbitant guten Speed mehr gegeben hat, weil der Stoff so eigenständig und dennoch lupenrein klassisch ist, weil jeder Song killt und sowieso alles kann, sehe ich mich hier gezwungen, die Höchstnote zu zücken. © 2011, Iron Angel [Review lesen]

24.04.2011 23:08 - Jag Panzer: Scourge Of The Light, The (2011)

6.5 / 10
Kaum eine Neuerscheinung wird von mir regelmäßig mit mehr Spannung erwartet, als es bei den Alben von JAG PANZER der Fall ist. Göttergaben à la „Ample Desctruction“ zu erwarten, wäre natürlich vermessen – jede Band kann froh sein, wenn es ihr überhaupt gelingt, je ein solches Album zu erschaffen. Aber schlecht ist das, was die Band seit dem Wiedereinstieg Conklins abgeliefert hat, nun auch nicht. Im Gegenteil finde ich es meistens sogar richtig gut und würde sagen, dass eigentlich jedes Conklin-Album ein Treffer ist; das eine mehr, das andere weniger. Beschlichen von der vermeintlichen Gewissheit, ein Album, insbesondere ein JAG PANZER-Album könne gar nicht schlecht sein, solange nur der Tyrann singt, ist es schon mal ein gutes Gefühl, die neue CD in Händen zu halten, in den Player zu legen und andächtig des Meisters Vortrag zu erwarten... Den Einstieg bietet eine flotte Nummer namens „Condemned To Fight“. Fängt an, als wolle es Melodic Speed der besseren Sorte werden. Hohe, melodische Geschwindigkeit bleibt auch das Markenzeichen dieses Stücks, jedoch will die laute, stumpfe Prügelei des Schlagzeuges nicht wirklich mit Harrys Stimme harmonieren. Mit „The Setting Of The Sun“ folgt die erste Nummer, die genau das bietet, was man von der Band erwartet. Eine langsame, kraftvolle Nummer mit einem erhaben singenden Harry Conklin. Allein den Double Bass-Part im letzten Teil hätte man sich sparen können. Kein Übersong, aber ein Stück, wie man es wahllos auch auf ein irgendein Album seit „The Fourth Judgement“ hätte setzen können. Waren die ersten beiden Stücke bereits ziemlich unterschiedlich, so geht es mit „Bringing The End“ abwechslungsreich weiter. Zwar bleibt man im langsamen Bereich, jedoch war es keine akustische Täuschung, gemeint zu Beginn eine im Stil der 90er groovende Gitarre vernommen zu haben. Nicht, dass die Nummer nicht auch mit traditionellen Elementen kräftig gewürzt wäre. Dank der modernen Einschübe klingt das für mich stellenweise aber zu sehr nach diesem 90er Metal, der sich unbedingt weiterentwickeln wollte oder so. Der ekelige Chorus und ein stellenweise fast schon nölender Tyrann runden das negative Gesamtbild ab. Angenehmerweise geht es in Form von „Call To Arms“ mit rein traditioneller Kost weiter. Diesmal eher Mid Tempo und zumeist stampfend. Läuft gut rein, verlässt die sichere Linie aber nie. „Cycles“ dagegen schon. Massiv und sofort hörbar, sobald Harrys von Effekten umschwirrter Gesang einsetzt. Schon wieder dieser Chorus. Und groovig isses irgendwie auch. Die Nummer klingt so übel, dass ich ein wahllos ausgesuchtes Stück von der „Dissident Allience“ vorziehen würde – ohne Scherz. Im krassen Gegensatz zu dem vorrangegangenen Geschwurbel wird nun mit „Overlord“ wieder eine trad. Nummer gespielt. Starkes Teil, welches sich mittlerweile zu meinem Lieblingsstück auf diesem Album entwickelt hat. Und jetzt, wo mit Song No. 6 wieder ein PANZER-typisches Stück ertönt, drängt sich mir die Frage auf, ob das hier zum Muster wird, jeden zweiten Song derart zu gestalten. No. 8 wird’s zeigen. Bis dahin wird mit einer rockigen, aber auch sehr Double Bass-lastigen Up Tempo-Nummer namens „Let It Out“ überbrückt. Jo, No. 8 ist wieder typisch. Kommt anfangs sogar sehr stark, bis der Refrain einsetzt. Ausgelutschtestes „In Union We Stand“-Geseier, vorgetragen von einem redlich um Erhabenheit bemühten, mittelklassigen Chorus. Irgendwie traurig, dass die Band es nötig hat, solche Songs zu spielen. Aber gut, in sehr jungen Jahren fand ich diesem Brotherhood-Shice auch mal ganz toll... Der bisherigen Logik folgend müsste „Burn“ jetzt wieder etwas aus der Reihe tanzen. Tut es auch. Erfreulicherweise aber auf erfolgversprechenderen Pfaden als das bei den bisherigen Versuchen der Fall war. Mir kommt es so vor, als mache Conklin hier einen auf Halford-zu-Painkiller-Zeiten, ohne natürlich derart schrill zu werden. Überwiegend gelungene Nummer mit schönen straight forward-Parts. Abschließend wird mit „The Book Of Kells“ noch ein epischer Longtrack aufgeboten. Beginnt sehr stark und Harry fängt gerade an, den Gott raushängen zu lassen, doch die plötzlich einsetzenden Keys (oder was immer diese komischen Klänge erzeugt; hab’ schon gehört, es solle ein Cello sein...) bei 01:06 kommen a bissl cheesy und sie bieten auch im späteren Verlauf nicht immer Anlass zur Freude. Ansonsten hat das Stück aber auch sehr starke Momente. Sieben lange Jahre sind seit dem letzten Album verstrichen und dass die Band nun mit einem mühsam erarbeiteten Referenzwerk auftrumpfen würde, hätte wohl selbst der kühnste Optimist nicht erwartet. Zumal auch der langjährige Gitarrist Chris Broderick nicht mehr zur Verfügung stand, hatte er die Band doch Richtung MEGADETH verlassen. Gut, Mark Briody ist zwar nach wie vor mit von der Partie, aber ganz subjektiv gefühlt stand der immer ein wenig im Schatten von Tafolla oder Broderick. Echte Sorge wollte bei mir aber nicht aufkommen. War der Glaube daran, ein Top-Sänger wie Conklin würde es schon irgendwie rausreißen, sehr stark. Zudem war die Band doch seit der Rückkehr des Tyrannen ein beständiger Lieferant hochkarätigen Materials. Berechtigt schienen mir daher Hoffnungen auf ein Album, welches das Level des Vorgängers, der schon alles andere als den Höhepunkt der Reunion-Phase markiert, wenigstens in etwa hält. Dazu ist „The Scourge Of Light“ leider mitnichten in der Lage. Die Scheibe hat ihre stärksten Momente, wenn die Band in ihrem traditionellen Metier bleibt. Dort bewegt sie sich aber auch nur auf befestigten Wegen. Experimente mit modernen Elementen wirken zumeist unpassend oder schlagen gleich fehl. Ob überdies in wirklich jedem Stück zwanghaft Chöre eingebaut werden müssen, erscheint mir auch sehr fraglich. Das war auch schon auf der „Casting The Stones“ nicht so schön, jedoch wurde es dort dezenter angegangen und erreichte nicht bis selten den Nerv-Faktor, wie er sich auf dem aktuellen Output bietet. Die im Zuge der letzten VÖs immer wieder erhobenen Vorwürfe, irgendwie progressiv drauf zu sein, sollte die Band mit ihrem aktuellen Opus auf weiten Strecken erfolgreich verhindern können. Möglich, dass manch eine Newcomer-Band froh wäre, mit solch einem Werk debütieren zu können. Für JAG PANZER ist das aber viel zu wenig und im Bezug auf Conklin ist das schlicht die schwächste Scheibe, auf der er bisher gesungen hat. Da lässt sich die Band sieben (!) Jahre Zeit und heraus kommt so eine halbgare, lauwarme Suppe? Nee, danke! Was hier abgeliefert wird, ist des Panzers einfach nicht würdig. © 2011, Iron Angel [Review lesen]

12.04.2011 18:28 - Sodom: M-16 (2001)

9.0 / 10
Spätestens seit seligen „Persecution Mania“-Zeiten stellt der Krieg ein stetig wiederkehrendes Motiv in SODOMs Schaffen dar. Auch aktuell scheint sich das Thema noch nicht ausgelutscht zu haben, wie die Band mit ihrem letzten Longplayer, „In War And Pieces“, noch einmal klargestellt hat. Bei Betrachtung der Cover nicht nur des letzten Longplayers, sondern insbesondere auch der „Agent Orange“, könnte man den Eindruck gewinnen, es könne sich um Konzeptalben zum Kriegshandwerk handeln. Trotz einer ganzen Reihe Songs, die in die entsprechende Richtung gehen, ist das aber bei keinem Album so durchgehend der Fall wie auf der „M-16“. Dürfte in Ego-Shootern nicht unbedingt zum Stan.-Repertoire gehören, weshalb ich jetzt mal frech annehmen möchte, dass sich der Bekanntheitsgrad dieser Knarre auf dem absteigenden Ast befinden dürfte. In Actionfilmen taucht das Teil auch immer seltener auf. Nun gut, 2001 waren die 80er noch nicht so lange vorbei, und diese Zeit, in der die Band groß wurde, die sie miterlebt hat, war eine Zeit, in der die Wumme ständig in Filmen oder in den damals noch in jedem besser sortierten Zeitschriftenladen erhältlichen NAM-Magazin auftauchte. So liegt dann auch der Verdacht nahe, es könne sich bei „M-16“ um ein Konzeptalbum zum Thema „Vietnamkrieg“ handeln. Ein paar schneidige Bell UH-1 auf dem Cover, das an „Apocalypse Now“ angelehnte „Napalm In The Morning“ und auch das sehr gute THE TRASHMEN-Cover runden diesen Eindruck ab. Ganz so einfach ist es dann aber doch nicht, und es liegt eher das Thema Krieg im allgemeinen, Vietnam im speziellen vor. Nur „Little Boy“ fällt thematisch etwas aus dem Rahmen. Musikalisch machen SODOM dann alles richtig. Endlich mal wieder. Es wird durchweg herrlich-klassisches Thrash-Futter geboten. Auch Angelripper versucht nicht den Grunzer oder sonst was zu machen, sondern singt einfach so, wie er es schon in alten SODOM-Tagen am besten konnte. Eröffnet mit dem sehr guten Einpeitscher „Among The Weirdcong“, wird das Tempo im weiteren Verlauf meistens hoch gehalten. Die regelmäßig durchaus einfach gehaltenen Songtitel bieten dann auch ziemlich punktgenau und schnörkellos das, was sie ankünden. Als Fan von „Apocalypse Now“ weiß man auch den Einspieler zu „Napalm In The Morning“ zu schätzen. Das, was ich spontan vom „Marines“-Text verstehen kann, ist eher so semi-gut, aber Schwamm drüber. Dafür ist die Thrash-Version des THE TRASHMEN-Songs „Surfin’ Bird“ nicht weniger als von der Passgenauigkeit der sprichwörtlichen Augenfaust. Wieder dieses Vietnam-Feeling, wie es diese Scheibe viel stärker auszudrücken vermag als die „Agent Orange“. Die ist zwar noch ne Ecke stärker als die „M-16“, aber ich würde schon sagen, dass die „M-16“ die stärkste SODOM der Post-„Agent Orange“-Phase ist. Es ist aber nicht nur der enorm runde Gesamteindruck, der die „M-16“ auszeichnet, sondern vor allem auch, dass sie die Grenze der Gutklassigkeit überschreitet und richtig kickt. Insbesondere bei Genuss am Stück. Habe die Scheibe in letzter Zeit ein paar Mal auf Dauerrotation gehabt und stelle mir die Frage, ob der tolle Gesamteindruck eventuell zu Lasten einzelner Stücke gehen könnte, denn einen einzelnen Übersong würde ich jetzt nicht ausmachen wollen. © 2011, Iron Angel [Review lesen]

06.02.2011 14:37 - Exciter: Violence & Force (1984)

9.0 / 10
Waren EXCITER kurz zuvor noch ganz vorne beim Speed Metal-Erfinden mit dabei, so sollte dieses Album zeigen, ob sie an das Vorgängeralbum, an ihren Klassiker „Heavy Metal Maniac“ anzuknüpfen vermochten. Die erste Nummer nach dem Instrumental-Intro erweckt dann auch gleich den Eindruck, als würde man da einsteigen, wo man auf der „Heavy Metal Maniac“ aufgehört hat. Ein „Cry Of The Banshee“-Gedächtnispart innerhalb des Titeltracks „Violence & Force“ unterstreicht diesen Eindruck. Nach diesem gelungenen Einstieg folgt mit „Scream In The Night“ dann die ultimative Steigerung. Ein Song, der so stark ist, dass ich eigentlich schon die Höchstnote zücken und das Album beenden, bzw. diese Nummer in Dauerschleife legen möchte. Was soll danach noch kommen? Zwar keine Steigerung mehr, aber dennoch einige astreine Kracher. Eigentlich nur astreine Kracher, denn echte Ausfälle fehlen. Es zählen „Pounding Metal“ oder „Destructor“ für mich zwar nicht gerade zu den Highlights des Bandschaffens, dagegen können „Swords Of Darkness“ oder „Saxons Of The Fire“ aber umso mehr. Ziemlich gut kommt übrigens, dass Beehler auf diesem Album durchweg mehr mit seiner Stimme arbeitet als auf dem Vorgängeralbum. Das konnte er zwar auch auf der „Heavy Metal Maniac“ schon ziemlich gut, also zur Musik passend, aber hier hat er seine Fähigkeiten diesbezüglich noch ausbauen können. Was das Instrumentelle betrifft, so tritt der leichte Schrammel-Faktor des Debüts hier zugunsten eines saubereren Sounds in den Hintergrund. Nicht schlimm, kommt sehr gut. Puristen mögen vielleicht bemängeln, dass deswegen etwas vom Charme flöten gehe, welcher Stücken wie dem Titeltrack der „Heavy Metal Maniac“ innewohnt. Nicht ganz falsch, aber einige der neuen Stücke kommen trotzdem voll Bombe. Sofern sie zum Einsatz kommen, können auch die ruhigeren Parts überzeugen, stärker jedenfalls als bei „Iron Dogs“ vom Erstling; die eigentliche Stärke liegt aber schon öfter in den Speed Parts. Sehr gut gelungener Nachfolger eines übermächtigen Monuments, in dessen Schatten sich „Violence & Force“ nicht zu verstecken braucht und es auch nicht tut. Bewertung: 9/10 © 2011, Iron Angel (Diesem Review zugrunde lag die ’99er Steamhammer CD [www.musik-sammler.de/media/4707], auf der im Gegensatz zu den Vinyl-Versionen der Track „Evil Sinner“ fehlt) [Review lesen]

19.09.2010 14:32 - Freedumb: Freedumb Curse, The (2010)

8.5 / 10
Denkt man in musikalischer Hinsicht an Norwegen, so erscheint das Punk-Genre nicht gerade zwingend auf dem Radar. Nichtsdestotrotz gibt es aber auch dort Punk-Bands und eine solche stellen FREEDUMB dar. Gegründet hat sich die Band bereits 2003 und nach einer 7“ in 2006 legt sie aktuell ihr Debüt-Album über Chimney Records vor. Das gelungene Piraten-Cover und ein seekartenähnliches Backcover vermitteln ein maritimes Flair, doch wer jetzt Piraten-Punk erwartet, liegt schwer daneben. Gespielt wird durchgehend flotter Hardcore-Punk im Stile US-amerikanischer Kapellen wie POISON IDEA, die FREEDUMB auch zu ihren Einflüssen zählen. Pures Gebolze wird also nicht geboten, sondern auch die melodische Seite kommt nicht zu kurz. Ohne sich darin zu verzetteln, werden die Stücke aber immer schnell und direkt auf den Punkt gebracht. Mit „Mareritt“ ist sogar eine stampfende Nummer vorhanden, die aus dem sonst üblichen Schema deutlich ausbricht. Darüber hinaus sind die Kompositionen durchweg gelungen und ein ordentliches Punk-Feeling vermag direkt ins Blut zu gehen. Mit ordentlich Wut im Bauch und einer tollen Stimme rotzt Sänger Tort seine Texte ins Mikro, so dass auch auf gesanglicher Ebene keine Defizite zu vermelden sind. Gesungen wird meistens in Englisch, aber auch ihre Muttersprache vernachlässigt die Band nicht. Bei „Flammen Brenner“ scheint es sich übrigens nur auf den ersten Blick um eine deutschsprachige Nummer zu handeln. Gesungen wird hier wohl auf Norwegisch, wobei ich das aber in völliger Unkenntnis skandinavischer Sprachen gar nicht wirklich sagen kann. Der Band ist ein rundum gelungenes Debüt gelungen, das sich in keiner Punk-Sammlung verstecken braucht. © 2010, Iron Angel [Review lesen]

06.09.2010 22:24 - Warsaw: Surf Maracuja (2010)

8.5 / 10
Zwei Jahre ist es nun her, dass die Band ihr zweites Demo veröffentlicht hat. Seitdem ist es relativ ruhig geworden. Zumindest hatte das den Anschein, denn im lokalen Bereich waren die Jungs wohl regelmäßig live unterwegs, wie diverse Gig-Ankündigungen auf der MySpace-Seite beim gelegentlichen Überfliegen vermuten ließen. Jedenfalls wurde nun neues Material aufgenommen und ist in Form des ersten, selbstproduzierten und wohl auch selbstvertriebenen Albums verfügbar; HP und MySpace stehen im Bandprofil. Was erst mal nicht so gelungen ist, ist das doch relativ lange Narrativ, welches die Scheibe einläutet. Insbesondere bei Dauerrotation erscheint es nachteilig, das Teil nicht skippen zu können. Und Dauerrotation funktioniert bei dieser Scheibe sehr gut, was durch die kurze Spielzeit begünstigt wird. Nach Abzug des instrumentalen Outros und der zwei Bonus-Live-Stücke bleiben nicht mal mehr 25 Minuten, und da ließe sich noch weniger rauskitzeln, wenn man die Narrative zusammenstreichen würde. Aber macht nichts, dass Teil ist ja nun auch sehr günstig zu haben und dann muss es auch nicht bis zur Erschöpfung dudeln. Packen ohnehin schon zu viele Bands zu viel Material auf ihre Scheiben. Nach dem Narrativ geht’s dann jedenfalls mit einem slayerdesken Riffing gut vorwärts und der Prügel liegt schon in der Luft. Den bezieht man dann auch ziemlich schnell und es wird eine schnelle, treibende Nummer dargeboten. An wen das Cover als Hommage gedacht ist, setze ich mal als bekannt voraus. Klingt auch deutlich stärker als das Demo-Material, welches aber ebenfalls schon charmanten Crossover Thrash bot. Die neuen Stücke packen jedoch deutlich stärker zu und der bei den Demo-Sachen noch deutlich spürbare Spaß-Faktor ist nun stärker in den Hintergrund getreten. Wenngleich am Ende mit „Fuck You Very Much“ noch eine Fun-Nummer vorhanden ist, die man auch sofort als solche erkennt, beschränkt sich der Spaß-Faktor mittlerweile vor allem auf „witzige“ Narrative. Ein solches leitet den Song (leider) auch aus und die zweite Nummer wird wieder derart eingeleitet; diesmal allerdings gelungener als zuvor. Das Stück liegt wieder ganz auf der Linie des Vorgängers und tritt ordentlich Arsch, wenn auch nur recht kurz, denn nach noch nicht mal einer Minute ist der Spuck schon wieder vorbei. Ohne Narrativ legt gleich darauf „Die By The Saw“ los, macht wieder alles nieder und entpuppt sich als Highlight der Scheibe. Nachdem diese Linie mit „Down“ erfolgreich fortgeführt wurde, wollte der Schmerz ob der nicht so prickelnden Narrative schon fast vergessen sein, da wird es einem zu Beginn von „Racism, Fascism, Sexism“ noch mal schmerzlich vor Augen geführt, was man bereits zu Beginn des Albums in voller Grausamkeit zu erleben geglaubt hat. Ansonsten stellt die Nummer ein gelungenes Stück dar und die knapp über sieben Minuten Spielzeit, mit denen dieser Track zu Buche schlägt, werden sogar so gut mit Leben gefüllt, dass sie wie im Fluge vergehen und ich es ohne einen Blick auf die Spielzeiten irgendwie gar nicht bemerkt hätte. Ein zweiter Sänger übernimmt hier auch ein paar Parts und hätte es vielleicht besser gelassen. Wirklich schlecht ist es aber auch nicht, denn der Typ klingt authentisch, als hätte er n Skateboard unterm Arm. Der Songtitel wirkt wie eine Reminiszenz an RUMBLE MILITIA, und die scheinen mir ohnehin ein guter Vergleich zu sein, wenn ich die Musik WARSAWs vergleichen wollte. Es folgen noch zwei weitere, gut vorantreibende Nummern, von denen „Fist In Your Face“ nicht nur die stärkere ist, sondern auch mal wieder so etwas wie eine normale Spielzeit aufweist. Danach gibt’s noch den gutgelaunten und glücklicherweise schnellen Rausschmeißer „Fuck You Very Much“. Okay, der eigentliche Rausschmeißer ist offiziell wohl das instrumentale „Outro“ und dazu sag’ ich mal: „Schwamm drüber.“ Zwei Bonus-Live-Tracks folgen noch im Zugabenteil. Sind Demo-Stücke, nur halt live. Aufnahmequalität eher bescheiden, aber vom Feeling her okay; kann man machen. Zusammenfassend ist der Band ein sehr ordentliches Album gelungen, das zwar auch ein paar Schönheitsfehler hat, was aber voll und ganz in Ordnung geht, denn das Preis-Leistungsverhältnis ist immer noch sehr gut und die neuen Tracks an sich sind bockstark. Deutliche Steigerung zu den Demos und im Bereich Crossover Thrash einer der heißesten Anspieltipps des Jahres. Bewertung: 8,5/10 © by Iron Angel [Review lesen]

06.09.2010 19:40 - Various Artists/Sampler: Aggropunk Vol. 1 (2010)

5.0 / 10
Der Sampler bietet relativ aktuellen Stoff von 30 verschiedenen inländischen Punk-Bands der härteren Gangart. Neben vielen neueren Bands sind auch eine Handvoll Vertreter der alten Garde mit an Bord. Dieser Sampler mit der Kat.-Nr. AGP 001 stellt zudem das erste vertonte Lebenszeichen des neuen Labels Aggressive Punk Produktionen dar, deren Name eine Hommage an das bekannte und mittlerweile aufgelöste Punk-Label Aggressive Rockproduktionen zu sein scheint. Die ersten 7 Bands rauschen so durch, mal besser, mal schlechter. Gemeinsam haben sie jedoch dieses moderne Flair und Texte, die eigentlich niemand braucht. Mit Nummer 8, AUSGELEBT, geht es dann zum ersten Mal etwas ins Blut, aber auch nicht so sehr, dass ich mir von denen jetzt ein Album holen würde. Die folgenden LOKUSBOMBER schlagen in die gleiche Kerbe. Etwas besser noch, aber auch metallischer legen dann noch FREI SCHNAUZE! vor, bevor mit „Setz Die Segel“ von KEIN HASS DA das erste eigentliche Highlight zündet und das zudem vielleicht noch ein ganz klein wenig an frühe SKEPTIKER erinnert. Wobei der Kontrast zum metallischen Feger vorher kaum größer sein könnte. Nach diesem aufrüttelnden Intermezzo dürfen dann wieder eine Reihe moderner Deutschpunk-Bands ihrer Belanglosigkeit freien Lauf lassen. An 16. Stelle betritt nun mit OHL der erste Dinosaurier aus längst vergangenen Tagen die Arena. Ein modernes Stück haben sie im Gepäck; von wann es ist, weiß ich gar nicht. Ist aber anders als das, was ich normalerweise mit dem Namen OHL in Verbindung bringe. Mit englischem, und am besten auch anderem Text hätte „Kein Gottesstaat“ eine sehr ordentliche Thrash Metal-Nummer werden können. Aber so ist es eher so semi. Gerade, was den Text und seine Darbietung anbelangt, würde ich sagen: Was für THE EXPLOITED vor fast 30 Jahren gut war, zündet in der OHL heute nicht mehr so wirklich. SS-KALIERT bieten direkt im Anschluss eine erwartet starke Nummer auf und liefern damit gleich noch eines der Sampler-Highlights ab. Die EMILS legen darauf mit einer unerwartet starken Nummer nach. Dass sie’s können, war ja bekannt – schön, dass sie es hier auch zeigen. Sehr stark dann auch die nachfolgenden THE NIKOTEENS mit einer von zwei englischsprachigen Nummern des Samplers. Sehr schöne, schnell vorantreibende Nummer, zu deren metallischen Charakter auch der Songtitel „Leader Of The Rotten Corpse“ passt. Klingt so, als könnten die was mit Horrorpunk am Hut haben; auf Recherche habe ich jetzt aber keinen Bock. Weiter geht’s mit zwei Bands, die mir zwar gut reingehen, die aber beim Griff ins Plattenregal beim Händler unberücksichtigt bleiben würden. Noch zwei Stücke später kommen dann endlich SLIME mit einer guten, besonders zum Ende hin starken Live-Nummer von ’94. Danach die SKEPTIKER, die früher mal richtig gut waren und sich mit dem hier dargebotenen, neueren Stück eher unterhalb der Oberklasse platzieren. Bevor die Scheibe nun mit vier eher mittelprächtigen Nummern zum Ende kommen mag, lassen MEINHOF an 28. Stelle mit dem zweiten von zwei englischsprachigen Stücken noch mal kräftig aufhorchen. Sehr starker, wütender Song. Fazit: Das Teil ist eher so mittel. Neben einigen Krachern wird auch viel moderneres Zeug geboten, dem es m.E. meistens massiv an Charme fehlt. In einer Welt, in der RAMMSTEIN Fans haben, mag man das u.U. aber anders bewerten. Neben all den Fillern konnten nur wenige Stücke wirklich überzeugen. Froh war ich schon über die Handvoll gutklassiger Nummern zur Auflockerung. Bei SS-KALIERT wusste ich schon vorher, dass ich noch was von denen brauche, und von den anderen neuen Bands ließen mich wohl nur KEIN HASS DA und MEINHOF beim Plattendealer zuschlagen. Bewertung: 5/10 © by Iron Angel [Review lesen]

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