Dixiclaw

Dixiclaw
Registriert seit: 05.01.2008

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Bewertungen: 284 Reviews: 20
Genres: Blues, Comedy, Country, Dark Wave/Gothic, Elektronische Musik, Hardcore, House, Hörspiel/Hörbuch, Jazz, Klassik, Metal, Musical, Pop, Punk, Rap/Hip Hop, Reggae, Rock, Schlager, Singer/Songwriter/Liedermacher, Ska, Sonstiges, Soul/R&B, Soundtrack, Volksmusik/Folklore, World Music
Bewertungsverteilung von Dixiclaw
0.5 1 1.5 2 2.5 3 3.5 4 4.5 5 5.5 6 6.5 7 7.5 8 8.5 9 9.5 10
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8.5: 11.594202898551% (16x)

9.0: 34.782608695652% (48x)

9.5: 6.5217391304348% (9x)

10.0: 100% (138x)

Die letzten Bewertungen
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Die letzten Reviews

29.03.2015 23:49 - Godsmack: Other Side, The (2004)

8.5 / 10
Godsmack sind (meines Erachtens) eine sehr zwiespältige Band. Mochte ich das Debütalbum der Jungs um Sully Erna noch recht gerne, nervte mich auf den folgenden Alben immer die völlig überfrachtete Produktion, getreu dem Motto: "Fett, Fetter, am Fettesten"....oder besser formuliert, wie kreiere ich den ulitimativen Soundbrei. Das es auch anders geht, beweisen Godsmack auf dieser EP. Einfach mal auf das wesentlichste (den Song) besonnen und zur akustischen Gitarre gegriffen. Herausgekommen ist dabei eine tolle Platte, welche in ihren besten Momenten gar an die geniale Jar Of Flies von Alice in Chains oder an Days Of The New erinnert. Also...sperrt demnächst euren Produzenten in den Keller, stöpselt die Amps aus und macht einfach akustisch weiter. [Review lesen]

09.10.2010 20:43 - Perkele: Perkele Forever (2010)

8.5 / 10
Yes, Perkele are back!!! Knapp 2 Jahre sind mittlerweile seit Erscheinen der großartigen „Längtan“ EP ins Land gezogen und Perkele stehen dieser Tage endlich mit Ihrem fünften full-length Release „Perkele Forever“ in den Startlöchern. Als Liebhaber dieser Band könnte ich mich natürlich kurz fassen und die 10 Songs mit den Worten „All Killer, No Filler“ auf den Punkt bringen, was einer der besten Oi!/Streetpunk Bands der vergangenen Jahre jedoch nicht gerecht werden würde. Also nochmal von Vorne. Nachdem auf der Längtan EP die Texte in finnisch (!), sowie in schwedisch vorgetragen wurden, kehren Perkele auf „Perkele Forever“ wieder vollständig zu englischen Lyrics zurück und der geneigte Hörer bekommt genau das serviert, was er von einem neuen Output der drei Schweden erwarten durfte: 10 hochmelodische Working-Class Hymnen, welche sich durch den Gehörgang fräsen, dort einnisten und auch nach mehrmaligen lauschen noch begeistern können. „Perkele Forever“ besticht jedoch nicht nur durch großartiges Songwriting und authentischem Spirit of the Streets, sondern insbesondere durch, im konservativen Oi/Streetpunk-Sektor eher seltenen, Facettenreichtum. So bekommt man neben erstklassigen, zumeist im Mid-tempo gehaltenen, Streetpunk-Smashern, wie "Punkrock Army", "Paradise" oder "Heads Held High", auch Stücke zu hören, welche durch den Einsatz von Mandoline, Geige oder Klavier sehr folkrockig daherkommen. So würden „Diamonds“ oder „Someday“ auch auf jeder Scheibe der grandiosen Blyth Power eine gute Figur abgeben. Wer auf Bands wie Cock Sparrer, Angelic Upstarts, Templars, aber auch Blyth Power oder Social Distortion steht, sollte dringendst ein Ohr riskieren. Wärmste Kaufempfehlung!!! [Review lesen]

19.06.2010 12:13 - Die Toten Hosen: Bayern (2000)

3.5 / 10
Den Sound der Toten Hosen noch als Punkrock zu bezeichnen, kommt spätestens seit "Kauf Mich!" einem Sakrileg gleich. Eine einst (teilweise) sehr gute deutschsprachige Punkrock-Band verkümmerte immer und immer mehr zum prolligen Deutschrock ohne jegliche Substanz. Neben dem äußerst peinlichen "10 kleine Jägermeister" bildet "Bayern" die Sperrspitze des stumpfen Hosen-Prollo-Rocks. Eigentlich Schade, denn Bayern München stehe ich nicht gerade wohlgesonnen gegenüber, aber die Fortuna aus Düsseldorf steht diesem Ekelverein halt in nichts nach!!! 3,5 Punkte vergebe ich dennoch, da es weitaus schlimmere musikalische Verbrechen auf diesem Planeten gibt. [Review lesen]

02.06.2010 08:19 - Lena Meyer-Landrut: Unser Star Für Oslo 2010 (2010)

3.5 / 10
Da ich keinen Fernseher besitze, wurde ich zum Glück nicht mit diesem Medienhype gequält. Naja...als offener Mensch habe ich mir dennoch diesen Song zu Gemüte geführt und bekam genau das serviert, was ich erwartet hatte. Einen harmlosen und relativ belanglosen Popsong, welcher nicht weh tut und sich bestens als Hintergrundbeschallung im nächstgelegenden Supermarkt eignet. Lenas Stimme ist recht kraftlos, wozu der aufgesetzte Cockney-Dialekt sein Übriges beiträgt und auch die Musik bedient sich lediglich einer sehr simplen Rythmik und plätschert vor sich hin. Dennoch hat sie mit diesem Titel den ESC gewonnen, wobei diese Ver(un)staltung von je her nicht von hoher Qualität zeugte. 1000mal gehört und 1000mal hat es nicht gestört. Belanglos, Beliebig, aber immernoch besser als 70% des sonstigen Chartmülls Daher 3,5 Punkte [Review lesen]

18.12.2009 15:23 - Eleven: Thunk (1995)

9.0 / 10
Die 1990 in Los Angeles gegründeten "Eleven" sind in good old Germany eine weitestgehend unbekannte Band. Ein Umstand, der mir wohl nicht nur wegen der äußerst zugänglichen Musik, sondern vor allen Dingen auf Grund der Band-Members immer schleierhaft sein wird. Name-Dropping gefällig? Das Kernstück von "Eleven" bilden die beiden Multiinstrumentalisten "Alain Johannes" und "Nathasha Shneider". Die Namen schon einmal gehört?...Nein? Also Information aufsaugen und durch die Gehirnwindungen jagen lassen, vielleicht kommt ja noch die Erleuchtung...ratter, ratter, ratter. Immer noch nicht?...Oh bei dem Ein oder Anderen klingelt es. Nun gut, so möchte ich die werten Leser, denen diese beiden Namen überhaupt kein Begriff sind, nicht weiter auf die Folter spannen und für Erlösung sorgen. "Alain Johannes" und seine Partnerin "Nathasha Shneider" wirkten unter Anderen, als Rhytmus-Fraktion auf "Euphoria Morning" dem Solo-Debüt von "Chris Cornell" mit und gehören zum aktuellen Line-Up der "Queens Of The Stone Age", wobei Natasha Shneider mittlerweile verstorben ist. Nicht die schlechtesten Referenz-Quellen. Seit Gründung der Band wurde das Line-Up zumeist von "Jack Irons" an den Drums vervollständigt, wobei er sich auf "Thunk" diesen Part mit "Matt Cameron" teilte. Somit werfe ich die nächsten Namen in den Raum und ich hoffe inständig, dass wenigstens Diese den meistens aus dem Sumpf des Who is Who der Rock-Musik bekannt vorkommen. Falls nicht, hier die Auflösung. "Jack Irons" war Gründungs-Mitglied der "Red Hot Chili Peppers", bei welchen er von 1980-1988 die Felle gerbte, wirkte 1990 auf "Earthquake Weather" von "Joe Strummer" mit und trat von 1994-1998 in den Dienst von "Pearl Jam" ein. "Matt Cameron" hingegen gilt als einer der besten Drummer der Alternativen Musik-Szene. Er war Gründungs-Mitglied von "Soundgarden", spielte Schlagzeug auf dem genialen "Temple Of The Dog"-Album und ist aktuelles Mitglied von "Pearl Jam". Desweiteren wirkte er auf Alben von "Geddy Lee", "The Prodigy", "Smashing Pumpkins", "Peter Frampton" u.v.a. mit. Doch Mister Schlaumeier hat nun genug Unterricht für heute gegeben, wenn gleich der Gedanke an eine Gründung einer "School Of Rock" wahrlich nicht der schlechteste ist. Nun aber zurück zum Wesentlichen...zum Review von "Thunk". Schon beim Opener "Nature Wants To Kill Me", fällt es mir schwer, nicht schon wieder in die Name-Dropping Kiste zu greifen. "Alain Johannes" klingt als wäre er "Chris Cornell's" jüngerer Bruder und auch ansonsten erinnert dieser Song ungemein an Soundgarden in ihrer End-Phase. Das anschließend folgende "Coming Home" könnte auch auf "Euphoria Morning" sein, weckt jedoch auf Grund des dezenten Einsatzes einer Sitar, sowie der weiblichen Zweistimme von "Nathasha Shneider" Erinnerungen an frühe "Heart" bzw. spätere "Led Zeppelin". "Seasick Of You" ist mein persönliches Highlight des Albums. Ausgestattet mit einem starken "Black Hole Sun"-Appeal, steigert der Song sich in einen absoluten Gänsehaut-Refrain. Sei es das geniale akustisch-rockige "Why" oder das hard-rockige "Awful Lot", auf diesem Album kann jeder Song überzeugen. "Thunk" rockt zwischen den Fronten, mitten in der Schnittmenge "Soundgarden", "Stone Temple Pilots", "Led Zeppelin", "Black Sabbath" und "Heart". Jedoch ohne jemals ihre eigenen Identität aus den Augen zu verlieren. [Review lesen]

10.10.2009 23:50 - New Model Army: Love Of Hopeless Causes, The (1993)

10.0 / 10
"New Model Army" sind eine zwiespältige Band! Nein...nicht aufgrund ihres musikalischen Schaffens oder gar ihrer politische Attitüde, sondern dieses bezieht sich einzig über die Meinungen über die Band, welche vom äußersten Zwiespalt gepräg sindt. Da gibt es zum einen die "Hardcore-Anhängerschaft", die (fast) Alles was "New Model Army" veröffentlich(t)en gottgleich verehren, der Band hinterherreisen usw.; die Anhängerschaft der ersten Dekade, welche von der Gründung im Jahre 1980 bis 1993 reichte - also bis "The Love Of Hopeless Causes", dem letzten Album vor der vorläufigen Trennung, welche 5 lange Jahre dauern sollte; und dem vorletzten mit "Rob Heaton", neben Frontman "Justin Sullivan" Hauptsongwriter von "New Model Army", an den Drums. Und abschließend, die (Rock)-Musikhörerschaft, die mit der Band reichlich wenig anfangen kann und dieses auch stets zur Erwähung bringt. Als Beispiel, sei an dieser Stelle das Musik-Magazin "Visions" genannt, welches "Justin Sullivan" nicht nur der Stammtisch-Polemik bezichtigte, sondern "NMA" bereits mehrfach die Relevanz absprach. Tja liebe Redaktuere, NMA biedern sich halt nicht jedem Trend an, nicht wahr?. Naja...wie dem auch sei, Musik ist nun mal Geschmackssache und kann somit nur subjektiv beurteilt werden. Sollte ich mich in oben genannten Gruppierungen einordnen, so gehöre ich mittlerweile wohl am ehsten zur ersten Kategorie (auch wenn ich der Band selbstverständlich nicht hinterherreisen würde) und "The Love Of Hopeless Causes" nimmt für mich einen besonderen Stellenwert in ihrer Diskographie ein, war es doch das erste Album, welches ich von der Band zuhören bekam.Dem war selbstverständlich nicht immer so. Aufgrund meines Alters habe ich die Frühphase etc. von "New Model Army" nicht mitbekommen und Anfangs waren für mich "NMA" einfach nur eine "gute" Band unter Vielen. Okay..."Here Comes The War", der Opener des Albums, war für mich damals schon ein Knaller, geht dieser Song doch straight-punkig nach vorne und das geschriene "Here Comes The War" gleicht einem Schlachtruf. Ebenfalls mochte ich direkt "Understand U", dem wohl simpelsten Song des Albums, aber auch eher halt punkig (heute für mich wohl der schwächste Track des Albums). Und der Rest? Tja...den fand ich irgendwie sperrig. Und so packte mich erst mit Erscheinen von "B-Sides & Abandoned Tracks" die "NMA-Manie". Die Folgen sind bekannt. Ich befasste mich immer intensiver mit der Band und fand urplötzlich "The Love Of Hopeless Causes" überhaupt nicht mehr sperrig. Vielleicht ist "The Love Of Hopeless Causes" nicht mein Lieblings-Album von "New Model Army" - aber mal ehrlich, was heißt das schon. "The Love Of Hopeless Causes" ist das wohl rockigste und straightestes Werk der Band. Songs der Marke "Here Comes The War", "White Light", "Understand U" oder "Bad Old World" rocken nach Vorne und animieren zum Mitgrölen.Das (folk)rockige "Fate" (meines Erachtens, einer der stärksten "New Model Army"-Songs überhaupt) weist sogar einen gewissen Evergreen-Charakte auf und "Living In The Rose" ist das wohl einer der melancholischten Stücke der Band, welcher mit einer bedrückenden Stimmung aufwartet und durch einen zarten, in die Grundinstrumentierung eingewebten, Keyboard-Teppich getragen wird. Der gesprochene Mittelteil trägt sein übriges zur Gänsehaut-Stimmung bei. "The Love Of Hopeless" ist meines Erachtens der perfekte Einstieg in die Welt von "New Model Army". Es verbindet dich typischen Trademarks seit "Thunder And Consolation", ist aber wesentlich straighter und (auch aufgrund seiner kurzen Spielzeit) am leichtesten konsumierbar. 10 straighte Punkte für einen weiteren Klassiker der Bandhistorie [Review lesen]

10.10.2009 22:55 - New Model Army: Thunder And Consolation (1989)

10.0 / 10
Das "New Model Army" eine zwiespältige Band, im Bezug auf die werte Hörerschaft rockkompatibeler Musik seien, erwähnte ich bereits; jedoch nicht, dass "New Model Army" vor allen Dingen eine Szene übergreifende Band sind. Welches sich nicht nur an Hand ihres weitreichenden musikalischen Spektrums, irgendwo in der Schnittmenge zwischen Folk, Punk, New Wave und Rock, festmachen lässt, sondern insbesondere an ihrer Anhängerschaft innerhalb der unterschiedlichsten Szenen. So kann jeder, welcher bereits in den Genuss kam ein oder mehrere "New Model Army"-Konzerte besucht zu haben bestätigen, dass sich dort Menschen der unterschiedlichsten Sub-Kulturen einfinden. Folker, Punks, Metaller, Grufties, aber auch der 08/15 Otto-Normalhörer lässt sich durchaus blicken. Weiterhin ist die hohe Altersdifferenz auf diesen Gigs äußerst faszinierend zu beobachten, wenn man bedenkt, dass "New Model Army" mittlerweile fast gänzlich aus dem großen Fokus des öffentlichen Interesses verschwunden sind. Egal ob 16 oder 60, "New Model Army" vereinigt sie alle zur großen "N.M.A.-Family". Doch noch ein weiterer Faktor verbindet sie alle miteinander..."Thunder And Consolation"...DEM Band-Klassiker überhaupt. Kein anderes Album dieser Ausnahme-Band kann Szene übergreifend eine solche Resonanz für sich beanspruchen, wie eben "Thunder". In erster Linie lässt sich dieser Umstand selbstverständlich darauf zurückführen, dass "Thunder And Consolation", das wohl „kommerziellste" Stück Musik ist, mit einer fast schon unvorstellbaren Fülle an potenziellen Hits, welches "New Model Army" bis heute auf die Menschheit losgelassen haben, aber eben auch auf Grund der Vielfältigkeit dieses Werkes. "Thunder And Consolation" vereiningt in sich, nach straighte Punkrock-Songs, wie die Single-Auskopplung "I Love The World" (welchem selbst Anacrusis auf Manic Impressions huldigten), das grandiose "225" oder "White Coats", griffigen Folkrock mit fantastischer Violin-Unterstützung von "Ed Alleyne-Johnson", im Sinne der Evergreens "Vagabonds" oder "Green And Grey", welche auch heute noch jede Tanzfläche im Landefüllen, aber auch dezente Sound-Experimente der Marke "Inheritance", welches mit einem Hip-Hopigen Groove und Sprechgesang unterlegt ist oder das verrückte "Chinese Whispers". Thunder In Consolation ist eine Meisterwerk, welches keiner weiteren Worte bedarf...und somit lehne ich mich zurück und genieße...also..."Don't Ask Anymore Stupid Questions". [Review lesen]

10.10.2009 22:51 - Psycho Surgeons: Madhouse (1989)

9.0 / 10
Psycho Surgeons???...nie gehört!!! Waghalsig, wie ich nun einmal so bin, stelle ich einfach einmal die Theorie auf, dass dieser Aussage 99% der geneigten Leserschaft zustimmen werden. Aber, aber...das ist doch keine Schande. Denn diese Aussage bekam ich auch in jedem ansässigen Plattenladen zwischen Rhein, Ruhr und darüber hinaus zu hören, wenn ich mich der Illusion hingab, mich nach dieser Band zu erkundigen, geschweige denn, den Bestand nach einem Album überprüfen zulassen. Doch obwohl ich der Überzeugung bin, mich in der Materie der Rock-Musik ganz gut aus zukennen (Ja...Ja...Hochmut kommt vor dem Fall), muss ich gestehen, nur zu einem kurzen historischen Abriss der Band imstande zu sein. 1984 auf der britischen Insel, genauer in Bradford gegründet, entstammen die Recken um Frontmann " Wild Willy (The Doctor) Beckett" der englischen Post-Punkszene und bewegten sich im Umfeld der befreundeten, auch aus Bradford stammenden "New Model Army". Aufmerksam wurde ich auf diese, in Deutschland fast gänzlich unbekannte Band, weil mein bester Freund, im Eifer die raren Demo-Tapes von "New Model Army" zu ergattern, im Internet eine Engländerin, mit einem ausgezeichneten Musikgeschmack, kennen lernte. Tja...und wie das im Leben manchmal so ist, wurde aus dem anfänglichen Internet-Kontakt, eine Fern-Romanze. Aber weil der virtuelle Kontakt auf Dauer nicht befriedigend ist, kam es wie es kommen musste und er trat seine erste Reise auf die Insel an. Jedoch handelt es sich hierbei um ein Platten-Review und nicht um einen Liebes-Roman, weshalb ich mir Details erspare. Zurück in Deutschland, war sein Rucksack proppevoll mit neuer Musik. Darunter "Blyth Power", "Attila The Stockbroker" und eben "Psycho Surgeons", welche besonders begeistern konnten, weil sie sich musikalisch doch sehr an die von mir hochgeschätzten "New Model Army" orientierten. Aber als Jäger und Sammler gibt man nicht so schnell auf und die Suche konnte beginnen. Leider Erfolglos. Als ich dann endlich in den Genuß des Mediums Internet kam, griff ich eines Tages die Recherche-Arbeit wieder auf. Ich stöberte und stöberte...Amazon konnte mir nicht helfen, eBay habe ich immer boykottiert und auch ansonsten...Fehlanzeige!!! Was zu allen Überfluss vielleich daran gelegen haben mag, dass ich den Bandnamen immer falsch geschrieben haben...satt "Psycho Surgeons", schrieb ich "Psycho Surgous".Ziemlich brotlose Kunst. Doch eines schönen Tages auf der Suche nach einer limitierten EP der Band "Naked Lunch", welche ich auf eBay fand, wurde mein Boykott beendet und im Eifer des Gefechts suchte ich noch einmal nach "Psycho Surgeons" (diesmal richtig geschrieben) und ich wurde fündig. Kaum zu glauben...drei Releases, jedes für 5£ Sofortkauf (umgerechnet circa 27 Euro + 5 Euro Porto). Gekauft!!! Obwohl, waren die "Psycho Surgeons" wirklich so gut wie ich sie in Erinnerung hatte? Naja...wie sagt der Engländer: "Abwarten und Tee trinken". Drei Tage später lag das Paket im Briefkasten. Paket aufgerissen und "Madhouse", in den CD-Player geschoben. Beigeistert lauschte ich den Klängen, welche mir in entgegen schallten. So dröhnt es in Songs wie dem Titeltrack "Madhouse", "Schindler's Ark", "The Bells", "Prime Time", "Straw Hats" (welches von "Justin Sullivan" und "Stuart Morrow" mitgeschrieben wurde) oder dem Hit "New Barbarians" mit basslastiger Rhythmik aus den Boxen, welche starke Assoziationen an das "Vengeance"-Album von "New Model Army" weckt, gepaart mit der Rotzigkeit und Attitüde, welche "The Damned" in ihrer Anfangsphase an den Tag legten und dem dezenten Orgeleinsatz in Tradition von "45 Grave". Also kurz und knapp...Post-Punk trifft 77'er Punk-Attitüde versehen mit eingesprenkelten Gothic-Elementen, auf einem qualitativ ähnlich hohem Level, wie eben genannte Bands. Also ohne noch viele Worte zugebrauchen...wer "New Model Army", "The Damned" oder "45 Grave" mag, sollte die Surgeons definitiv mal antesten. Erhältlich sind die Releases: Madhouse (ihr einziges reguläres Studio-Album) The Doctor & Inmates (Collection mit Stuff aus den Jahren 1984-1986) New Barbarians (Collection mit Stuff aus den Jahren 1987-1989) Auf dem Wege zum Klassiker, vergebe ich (noch) 9 Punkte. [Review lesen]

10.10.2009 22:45 - Type O Negative: Dead Again (2007)

8.0 / 10
Nunmehr vier Jahren sind seit Release von "Life Is Killing Me" (2003) vergangen und langer Funkstille entstiegen "Type O Negative" mit neuem Album in Gepäck der Gruft und kehrten ins Reich der Lebenden zurück. Und wie es sich nach einem langem Zeitraum ohne Veröffentlichung geziehmt, brodelte im Vorfeld natürlich gehörig die Gerüchteküche. Bandleader "Peter Steele" behauptete im Vorfeld doch glatt, dass das neue Material am ehesten nach einer Mélange aus (frühen) "Misfits", "Black Sabbath" und "Led Zeppelin" klingen würde. Ein weiteres Gerücht, welches mir zu Ohren kam, stellte gar die gewagte These auf, "Dead Again" wäre ein Schritt Back to the Roots in Richtung "Carnivore" oder "Slow, Deep & Hard". Phantasien haben manche Menschen...oder etwa doch nicht??? Also Silberling in den Schlitz und dem Wahrheitsgehalt der Gerüchte, Track by Track, auf den Grund gegangen. Cobra übernehmen sie!!! "Dead Again" beginnt mit dem gleichnamigen Titeltrack, welcher mit einem typisch schleppend-doomigen "Type O Negative"-Intro aufwartet, um dann nach ~1:30 Minuten zu einen knalligen Hardcore/Punk-Song mit starkem Misfits-Appeal zumutieren. Highlight! 1:0 für die Gerüchteküche. Der nächste Track "Tripping A Blind Man" setzt dieses Konzept erst einmal fort. Nach dem schleppenden Intro, bricht erst einmal der Hardcore-Orkan los, welcher ein wenig in Tradition von "Kill All The White People" und Konsorten steht. Dann ein Break im Refrain, der Song wandelt sich und weckt nun Erinnerungen an "Corrosion Of Conformity" zu "Deliverance"-Zeiten; wird jedoch immer wieder von den Hardcore-Parts unterbrochen. Ebenfalls klasse Song und mit etwas gutem Willen steht es nun 2:0 für die Gerüchte. Das fast 11-minütige "Profit Of Doom", macht seinem Namen alle Ehre. Ein lupenreiner Gothic-/Doom-Metal Song in bester "Type 0"-Tradition, welcher auch auf "Bloody Kisses" eine gute Figur gemacht hätte. Die erste Single des Albums. Somit steht es nur noch 2:1 Weiter gehts... "September Sun" beginnt mit einem schönen Piano-Intro. "Peter Steele" singt entspannt wie selten, bis der Song in einem fulminaten Refrain aufgeht. Melancholiches Meisterwerk. Doch nun heißt es Gleichstand. Bei "Halloween In Heaven" wird wieder dem Hardcore/Punk gefrönt, angereichert mit witzigen Intermezzos. Erwähnenswert, die genialen Guest-Vocals von "Tara VanFlower" (Lycia) im Refrain. 3:2 Mit ein fast 15-minütigen Lauflänge, ist "These Three Things" das längste Stück des Albums und entpuppt sich, wie auch "Profit Of Doom" als (eher) typischer "Type O"-Song. Wieder Gleichstand Auch das folgende "She Burned Me Down" steht zunächst in bester "Type O Negative"-Tradition, verfügt jedoch über ein grandioses Interlude, welcher an einen Movie-Score für einen Wikinger-Film erinnert. Eher 3:4 und die Gerüchteküche liegt erstmals zurück. "Some Stupid Tomorrow" ist das härteste Stück des Albums und tatsächlich dem "Carnivore"-Sound sehr nahe kommt. Lupenreiner Hardcore/Thrash Metal-Song mit eingängigem Refrain und doomigem Ausklang. Von daher...wieder unentschieden Bei den ersten Tönen von "An Ode To Locksmiths" musste ich, überraschender Weise, erst einmal an eine Southern-Rock-Band à la "Lynyrd Skynyrd" oder "Down" denken. Bis Steeles Gesang einsetzt und man glatt eine Namensänderung beantragen möchte, dass sich die Band fortan "Type O Positive" nennen mag. Selten verbreitete die Band einen derartig positiven Flair. Der ungewöhnlichste und meines Erachtens beste Song des Albums. Genialer 70's-Spirit. Also wieder Rückstand. Zum Abschluß bekommt man mit "Hail And Farewell To Britain", wiederum einen (fast) typischen "Type O Negative"-Song, wenn auch mit coolen Sabbath-lastigen Intervallen garniert, serviert. Nach 77:35 Minuten ist dann Schluß und es kann festhalten werden, dass sich in (fast) jedem Gerücht ein Körnchen Wahrheit verbirgt, es sich aber natürlich nicht alles geändert hat. Salopp kann man "Dead Again" als Album bezeichnen, welches lediglich ähnlich abwechslungsreich daherkommt wie "Bloody Kisses", jedoch tatsächlich mit den ein oder anderen Überraschungen aufwarten kann. Somit sei festgehalten, bei "Dead Again", handelt es sich m.E. um das beste "TON"-Album seit "Bloody Kisses", wenn auch nicht mit diesem Klassiker-Potential ausgestattet. 8 Punkte für dieses tolle (beinahe) Comeback. Wärmstens Kaufempfehlung! Edit: R.I.P. Peter Steele (1962 –2010) [Review lesen]

22.09.2009 15:25 - R.E.M.: Automatic For The People (1992)

10.0 / 10
Schon im Vorfeld dieses Reviews quälte mich eine Frage. Was schreibt man über eine Band, dessen zu rezensierendes Album, alleine in den U.S.A. vierfachen Platin-Status erreichte, weltweit über 18 Millionen!!! mal über die Ladentheke gereicht wurde und somit wohl dem Groß der Leserschaft nicht ganz unbekannt sein dürfte? Betrachtet man die Verkaufszahlen dieses Tonträgers, sowie den kommerziellen Erfolg, welchen "R.E.M." erreicht haben, könnte ich (untergründig, wie ich nun einmal so bin) meine Plattenkritik zu "Automatic For The People" kurz und schmerzlos ab handeln und diesen Silberling als Ausgeburt des Mainstream-Rock-Dämons verteufeln. Handwerklich gut gemachte Hausmannskost für's College-Radio. Doch halt!!!..."Pearl Jam" verkauften von ihrem Debütalbum "Ten" auch nur unwesentlich weniger Einheiten und gelten gemeinhin als eine der größten Rock-Bands überhaupt. Mmmmh...da stecke ich wohl in der Zwickmühle (bin vielleicht doch nicht so ein toller Undergrounder). Also kurzerhand sämtliche Vorurteile über Bord werfen und noch einmal von Vorne beginnen. Ob des kommerziellen Erfolgs, "Automatic For The People" als handwerklich gut gemachte Hausmannskost für's College-Radio ab zu stempeln, kommt ohne Umschweife auf den Punkt gebracht, einem Frevel gleich. Denn was auf diesem Album zelebriert wird, kann man getrost als zeitloses, melancholisches Stück Rock-Musik bezeichnen. Zumeist im Mid-Tempo Bereich gehalten und veredelt durch den Einsatz eines Pianos, sowie dezenten Streichern ist es egal, ob es sich dabei um die SECHS!!! Single-Auskopplungen, dem Opener "Drive", das swingend-rockige "The Sidewinder Sleeps Tonight", die melancholische Suicide-Ballade "Everybody Hurts", die Piano-Ballade "Nightswimming", der "Andy Kaufman" Tribute-Song "Man On The Moon", sowie dem Abgesang "Find The River" oder um einen der anderen sechs potenziellen Evergreens dieses Tonträgers handelt. "R.E.M." lieferten mit diesem grandiosen Werk, die Definitionen der Begrifflichkeiten "Rock-Musik" und "Zeitlos". Das verstand auch "Nirvana"-Sänger "Kurt Cobain" so, welcher "R.E.M." als Quelle der Inspiration betrachtete und dem Gerücht zufolge, "Automatic For The People" als letzte Platte seines Lebens konsumierte, bevor er seinen Freitod vollzog. Klassiker!!!! [Review lesen]

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