:Wumpscut: Boeses Junges Fleisch (1999) - ein Review von DarkForrest

:Wumpscut:: Boeses Junges Fleisch - Cover
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1 Review
6
6 Ratings
8.33
∅-Bew.
Typ: Album
Genre(s): Dark Wave/Gothic: EBM, Industrial


DarkForrest
26.12.2020 09:19

Nach den beiden Singles "Totmacher" und "Ich Will Dich" gibt es eigentlich nur noch einen logischen nächsten Schritt für mein nächstes Review: dass ich mal näher auf das Album eingehe, welches die entsprechenden Songs gestellt hat - "Boeses Junges Fleisch" aus dem Jahr 1999.

Dieses Album hat für mich eine neue Phase in der Geschichte von :Wumpscut: eingeleitet - eine experimentelle Phase, in der Rudy seine Komfortzone immer mal wieder etwas verlassen und herumexperimentiert hat, bis er irgendwann Mitte der 2000'er die Formel gefunden hat, nach der er künftig immer so oder so ähnlich seine Alben aufbauen sollte. "Boeses Junges Fleisch" ist gleich mal ein extremeres Beispiel. Das nach außen hin offensichtlichste Merkmal ist wohl die durchgängig deutsche Sprache, die damals noch ein ziemliches Novum bei :Wumpscut: war. So ganz scheint Rudy das internationale Publikum aber nicht verschrecken zu wollen, da er bei den Titeln des Albums und der Songs Umlaute komplett vermeidet und sogar eine englische Version mit dem Namen "Eevil Young Flesh" (ja, mit 2 E) rausgebracht hat, die sich aber soweit ich weiß nur in Titel, Cover und Songtiteln unterscheidet, nicht aber im Inhalt.

Und wo wir schonmal bei Versionen sind: in alter :Wumpscut:-Tradition hat Rudy das Ding gefühlte 69 mal wiederveröffentlicht. Neben alleine schon zwei verschiedenen aufwändigen Box-Sets gab es 2004 und 2006 noch Re-Releases mit neuem Cover und ein paar Raw Takes sowie ein Instrumental (alles jeweils von Songs des Hauptalbums). Weil ich mir ausgerechnet "Boeses Junges Fleisch" relativ spät geholt habe und ein gieriger Bastard bin, habe ich aber natürlich mal wieder direkt zur "14th Anniversary Box" gegriffen, weil ich damit am meisten Musik für's Geld bekomme.

Damit habe ich jetzt eine etwas schmucklose und schlichte Box ohne Booklet aber dafür sage und staune 3 CDs und eine Laufzeit von über 3 Stunden. Darin enthalten sind aber auch die "Ich Will Dich"-Single (komplett) und die "Totmacher"-Single (fast komplett). Das spart mir zumindest etwas Zeit beim reviewen. Aber fangen wir mal ganz der Reihe nach an mit CD1 und dem eigentlichen Album an. Und dieses ist tatsächlich ziemlich eigenwillig. Ich habe es mir wie gesagt recht spät geholt und bin sogar ein paar Mal dran gescheitert, mit diesem Stilbruch warm zu werden, bis ich mich irgendwann ein bisschen damit anfreunden konnte.

Was ich "Boeses Junges Fleisch" zugute halten muss ist, dass es einen ganz eigenen Stil hat. Rudy mag zwar für neuere Werke ein gute funktionierendes Konzept gefunden zu haben und die Alben selbst sind auch abwechslungsreich genug, aber zwischen den Alben sind die Unterschiede tatsächlich überschaubar. Ich würde sogar sagen, dass man sich zwei beliebige Alben ab 2007 nehmen und jeweils deren erste Hälfte miteinander vertauschen könnte, ohne dass das im Gesamtbild großartig auffällt. "Boeses Junges Fleisch" hatte da 1999 eine ganz eigene Identität - eine, die sich gar nicht mal so leicht beschreiben lässt.

Zuerst einmal fällt auf, dass der Sound teilweise recht roh wirkt und es so klingt als würde der Produktion noch der letzte Feinschliff fehlen. Da Rudy aber zwei Jahre Zeit hatte daran zu arbeiten und er an diesem Punkt in seiner Karriere schon ziemlich genau wusste, was er da tat, gehe ich eher mal davon aus, dass das pure Absicht war und er im Gegensatz zum sehr abgerundeten "Embryodead" eine andere Richtung einschlagen wollte. Back to the roots geht er aber nicht - erwartet also weder gepflegten EBM-Lärm noch irgendwelche Ambient-Experimente. Stattdessen sind die meisten Songs fast schon übermäßig komplex. Fast jeder Song ist 4-5 Minuten lang und gerne auch mal länger. Alles wirkt für :Wumpscut:-Verhältnisse ziemlich verschachtelt und eben eher schwer zugänglich. Hier wurde was neues ausprobiert, da gibt es eine überraschende Passage und dort wird wieder aus gewohnten Bahnen ausgebrochen. Sowohl die Texte als auch die Vocals klingen mal recht hart und brutal und dann doch wieder fast schon kitschig und annähernd clean.

Die Hörerfahrung, die ich dabei hatte hat mich ein wenig an "Renewal" von Kreator erinnert: kleiner Stilbruch, nachdem das alte Schema seinen Höhepunkt erreicht hat - musikalisch eine leichte Annäherung an den damaligen Mainstream im Genre - bewusst gewählter "Edgy" Sound mit wenig abgerundeter Produktion - teilweise unnötig komplizierter Aufbau der Songs - große Fragezeichen beim ersten Mal hören - langsame Besserung mit jedem Mal hören. Tatsächlich ist wenig bei rumgekommen, wenn ich mir "Boeses Junges Fleisch" einfach so eingelegt und darauf gewartet habe, dass der eine oder andere Song mich umhaut und ich dann nach und nach das Album für mich entdecke. Auf diese Art klang das ganze nur seltsam und es ist nichts hängen geblieben. "Boeses Junges Fleisch" verlangt zumindest von mir aktives Hören - und das mehrmals.

Der Opener "Wolf" macht das direkt klar und dürfte so manchen Hörer direkt mit ungewohnten Klängen abschrecken. Hier wurde ziemlich viel zusammengemischt. Wir haben wild verstreut sowohl deutsche als auch englische Lyrics, sehr unterschiedlich klingende Vocals, die teilweise ungewohnt hochgepitched sind und Tempo und Rhythmus, an die man sich erstmal gewöhnen muss. Nachdem ich mir den Song wirklich ein paar Mal angehört habe und wusste, was wohin gehört, was in den knapp 6 Minuten relevant ist und was eher Hintergrundkulisse, bin ich aber ein Stückchen rangekommen und kann "Wolf" auf seine ganz eigene Art etwas abgewinnen.

"Totmacher" ist vergleichsweise straight forward und bietet etwas gewohntere Strukturen. Mit dem Sample aus Sabrina Setlur's "Glaubst Du Mir" hat er ein ziemlich cooles Merkmal, dass ihn herausstellt, insgesamt knallt er ordentlich und das Serienkillerthema spricht mich auch an. So war "Totmacher" dann auch der erste Song auf "Boeses Junges Fleisch" zu dem ich Zugang gefunden habe. Anders als "Ich Will Dich". Der Schock-Effekt mag vielleicht etwas billig wirken, aber der ganze Aufbau des Originals ist ziemlich komplex. Sobald man denkt, dass es bald mal gut ist, kommt noch irgendeine Passage. Einzelne Elemente sind ganz cool, wie zum Beispiel die dezenten Gitarren im Hintergrund, welche die meiste Zeit kaum zu auffallen, aber das Gesamtkunstwerk ist mir tatsächlich einfach zu viel, sodass ich den simpleren "Slut-Remix" bevorzuge.

"Flucht" ist neben "Totmacher" der zweite Song, den man sich ganz gut einfach mal so anhören kann - schnell, hart, tanzbar und ohne große Experimente. Durch die deutschen Lyrics und die etwas seltsame Produktion immer noch klar als Song von "Boeses Junges Fleisch" erkennbar, würde ich "Flucht" und "Totmacher" für alle empfehlen, die ein wenig Einstiegsprobleme mit dem Album haben. "Zerstoerte Traeume" klingt sehr speziell und eher wie etwas, was man auf den späteren Alben hören sollte. Relativ wenige und kryptische Lyrics und ein Song, der bewusst so ziemlich alles an Härte vermissen lässt - die letzten Jahre kam das immer mal wieder vor ("Gabi Grausam" auf "Madman Szpital" wäre ein gutes Beispiel), aber 1999 kann ich mich an nichts vergleichbares erinnern. Selbst die Vocals klingen hier erstmals fast clean. Diese Art Song braucht für mich mit am längsten, bis ich mich da reingehört habe und mit "Zerstoerte Traeume" konnte ich am Anfang gar nichts anfangen. Aber mittlerweile finde ich das Ding absolut in Ordnung. Es haut mich zwar nicht um, aber die eigenwillige Atmosphäre gefällt mir doch ganz gut.

In der Mitte des Albums gibt es mit zwei Instrumentals eine kleine Auflockerung. Zuerst hätten wir da "Hexentanz". Der Name ist Programm und ein ziemlich kranker Rhythmus animiert sofort zum Tanzen. Sehr nette Geschichte und tatsächlich perfekt als Auflockerung für dieses sperrige Album geeignet. Als Song alleine hat "Hexentanz" allerdings ein Problem: es klingt verdammt ähnlich wie "Dried Blood Of Gomorrha" und zweiteres haut noch ein kleines bisschen mehr rein. Wenn ich mir also so einen Song anhören möchte, würde ich wahrscheinlich immer "Dried Blood Of Gomorrha" wählen, aber für sich genommen trotzdem eine schöne, minimalistische Nummer. "Draussen" geht in eine komplett andere Richtung - in eine surreal/melancholische Richtung. Wenn :Wumpscut: die klassische Elektromusik mit Violinenklängen verbindet, dann geht das eigentlich immer gut und auch hier ist eine echt geile Nummer entstanden. Der eher abstrakte Stil erinnert mich von der Ausrichtung her an melancholische Songs ganz alter Tage wie "Batavion" oder "Wound" nur deutlich professioneller umgesetzt. Sowas könnte ich mir öfter mal geben.

"Ewig" dagegen nicht. Für mich bleibt das Ding wohl auf ewig (haha) ein verwirrender Song, in dem über zu lange Zeit fast gar nichts passiert, während man zwischendurch mit stumpfen Sprechgesang bombardiert wird, ohne dass die Musik irgendwas einprägsames zu bieten hat. Für mich komplett entbehrlich und nichts, was ich mir schönhören kann. "Vergib Mir" wirkt fast wie wirkt fast wie der zweite, bessere Versuch von "Ewig". Die Vocals klingen sehr ähnlich, die Musik hält sich zurück und man soll sich klar auf Rudys Gesang konzentrieren. Diesmal funktioniert das auch, denn abgesehen davon, dass er hier wirklich eine Geschichte erzählt, wurde der ganze Song mit so viel Abwechslung gefüllt, dass man ihm gerne das eine oder andere Mal zuhört. Das Problem ist höchstens, dass er so wenig gefällig ist, dass zumindest ich ihn mir nicht so oft anhören kann.

Bei "Sag Es Jetzt" musste ich nochmal kurz gucken, ob ich gerade das richtige Album höre. Die eher gefällige Musik wird plötzlich durch eine Frauenstimme ergänzt und textlich sind wir hart an der Grenze zum Kitsch. Aber nein: ich bin nicht auf einem frühen Album von Samsas Traum gelandet, sondern immer noch bei :Wumpscut:, allerdings mit Lilli Stankowski als Gast, welche sich ein ziemlich beeindruckendes Duett mit Rudy liefert. Ein Glück, dass mein Geschmack auch sowas abdeckt. Ich mag "Sag Es Jetzt" sogar echt gerne, kann mir aber vorstellen, dass hier einige :Wumpscut:-Fans einfach nur mit dem Kopf schütteln. Der Abschluss "Sehnsucht" ist nochmal ein Instrumental mit ein paar Samples. Irgendwo als Bonusmaterial wäre es sicher ganz in Ordnung, aber als Song auf dem Hauptalbum ist "Sehnsucht" erstaunlich unspektakulär. Es nervt zwar im Gegensatz zu "Ewig" auch nicht, aber ich würde trotzdem sagen, dass man es locker hätte weglassen können, ohne dass was fehlt. Dann hätte man mit "Sag Es Jetzt" wenigstens einen spannenderen Abschluss.

Damit wären wir mit dem eigentlichen Album durch und es war eine etwas holprige Fahrt. Von richtig klasse ("Draussen", "Totmacher") über ganz in Ordnung ("Wolf", "Zerstoerte Traeume") bis hin zu "muss echt nicht sein" ("Ewig", "Sehnsucht") war alles dabei. Dazu kommt, dass das Album etwas schwer in die Gänge kommt und ich wirklich eine Weile und mehrere Versuche gebraucht habe, um damit warm zu werden. Auf der anderen Seite ist es eine ziemlich einzigartige :Wumpscut:-Erfahrung, die am Ende trotzdem gut funktioniert hat, obwohl nicht jeder Song in's Schwarze getroffen hat und das ist auch mal wertvoll. Etwas meckern muss ich trotzdem nochmal speziell über die "14th Anniversary Edition". Dafür, dass hier versucht wird, eine möglichst vollständige Sammlung zu liefern, fehlt mir das Bonusmaterial der Re-Releases von "Boeses Junges Fleisch" - Also die Raw Takes und das Instrumental von "Sag Es Jetzt". Ich habe zwar den Verdacht, dass ich da nicht besonders viel verpasst habe, aber trotzdem gibt es eigentlich keinen Grund, dass es nicht mit auf der CD drauf ist.

Als nächstes würde ich mal zu CD3 springen, denn damit bin ich schnell fertig: die "Totmacher"-Single, welche fast komplett enthalten ist. Bevor ihr jetzt sucht: der Noyce Remix fehlt, was etwas merkwürdig ist. An mangelnder Qualität kann es jedenfalls nicht liegen, denn dieser Remix ist definitiv einer der aufwändigeren - eher schon ein eigenes Cover. Vielleicht gab es ja lizenzrechtliche Probleme. Das ist so mittelmäßig lästig. Es ist schon einer der besseren Remixes, der hier fehlt und dadurch wird diese Edition natürlich noch unvollständiger. Auf der anderen Seite sind 16 solide bis großartige Remixes immer noch viel und das Fehlen des Noyce Remixes macht nur eine sehr kleine Delle in die gesamte Single. Und als positiven Ausgleich haben wir jetzt endlich alle Remixes auf einer CD, ohne nach jedem Song vom immer gleichen Sample geplagt zu werden. Wenn ihr euch "Totmacher" direkt von der CD anhören wollt, dann ist CD3 dieser Edition mit Abstand die überlegendste Art dies zu tun.

Für mich als Fanboy aber am interessantesten dürfte CD2 sein, welche teilweise komplett neues Material liefert, aber auch zwei seltene Tracks am Start hat. Da hätten wir als erstes den "Grave Digger Party Remix" von "Totmacher", welcher ursprünglich nur auf dem limitierten Vinyl von "Boeses Junges Fleisch" und später auf der Compilation "Liquid Soylent" erschienen ist. Ich bin ehrlich gesagt ganz dankbar, dass ich mir nicht extra dafür eins von beiden zulegen muss. Bei dem Remix handelt es sich um ein gut 21 Minuten langes Medley verschiedener Remixes der "Totmacher"-Single. Die Übergänge sind ganz ordentlich gelungen und die ausgewählten Songs sowie deren Reihenfolge passen sehr gut. Damit habt ihr also sogar noch eine weitere Art, euch diese Single zu geben.

Dann hätten wir da noch die gesamte Single "Ich Will Dich" und zwar zum Glück so wie sie auf "Killer Archives" erschienen ist - mit dem "2006 Remix". Das wäre dann eine weitere Compilation, die ich mir jetzt nicht extra für einen Remix kaufen muss. Was ich an dem Remix mag ist, dass er eine etwas andere Richtung einschlägt, als die bisherigen Remixes von "Ich Will Dich" und sich sehr an den Gitarrenparts orientiert. Das funktioniert die erste Hälfte über echt gut, bis die Elektroelemente zu viel Raum einnehmen, zu generisch klingen und nicht mehr in den eigentlichen Rhythmus passen. Alles in allem ein origineller Remix, der etwa zur Hälfte gut funktioniert.

3 Remixes sind schließlich komplett neu und nur auf dieser Edition zu finden. Als erstes hätten wir einen Remix von Advent Resilience zu "Ich Will Dich". Die Truppe ist mir als Remixer für :Wumpscut: öfter schonmal positiv aufgefallen und auch hier stellen sie ihr Können unter Beweis. Der Remix verarbeitet einige Elemente des Originals, klingt sehr düster und ist perfekt abgerundet. Meiner Meinung nach handwerklich der beste Remix von "Ich Will Dich".

Nachdem ich schon länger keinen wirklich schlechten Remix gehört habe, helfen Instinct Primal mit "Zerstoerte Traeume" gerne aus. Okay ich will nicht fies sein und auf einem kleinen Projekt rumhacken, von welchem ich noch nie gehört habe und es ist ja auch nett, dass jemand sich überhaupt den Aufwand gemacht hat, sich an einem Remix für diesen Song zu versuchen. Das Ergebnis ist leider extrem unspektakulär geworden. Alles, was das Original zu bieten hatte wurde auf Minimum zurückgefahren und durch extrem primitive und generisches Elektrogedudel ersetzt - kein guter Tausch.

Zum Schluss dürfen Advent Resilience nochmal ran und bei "Totmacher" zeigen, was sie drauf haben. Auch das klingt absolut in Ordnung. Klar: es ist nicht der eine Remix, der direkt alle anderen "Totmacher"-Remixes in den Schatten stellt, aber der stark elektrolastige Remix schafft es neben 17 anderen Remixes zum gleichen Song immer noch einen eigenen Stil mit gewissem Neuigkeitswert bei erhaltener Qualität einzubauen und das ist für sich gesehen auch schon eine starke Leistung und eine kleine Wiedergutmachung für den fehlenden Remix von Noyce.

So, was soll ich der "14th Anniversary Edition" von "Boeses Junges Fleisch" jetzt als Fazit geben? Das wird schwierig. Das eigentlich Album ist weit davon entfernt perfekt zu sein, funktioniert aber trotzdem gut als recht eigene Erfahrung. Speziell diese Edition ist mit Sicherheit die umfangreichste, aber trotzdem nicht komplett vollständig. Aber gleichzeitig mecker ich hier auf hohem Niveau. Wenn ich nicht vorher schon die Singles zu "Totmacher" und "Ich Will Dich" mein eigen genannt hätte, dann hätte ich mir trotzdem einfach diese Box geholt und es gut sein lassen. Der eine Remix von Noyce macht nicht den absoluten Unterschied und ich habe so das Gefühl, dass die Raw Takes auch keine absolute Offenbarung sind. Im Gegenzug bekommt ihr dafür nicht nur das Album und beide Singles, sondern spart euch den Kauf von zwei Compilations und kriegt obendrauf noch drei komplett neue Remixes. Wenn ihr also nicht unbedingt alles einzeln haben wollt oder auf liebevolle Gestaltung der Verpackung inkl. Booklet Wert legt, dann ist das hier die beste Variante für alle, die "Boeses Junges Fleisch" noch nicht im Regal haben. Und ich bin froh, dass ich nach Jahren endlich mal dem Album die Chance gegeben habe, es mir in Ruhe und vollem Umfang anzuhören. Definitiv nicht das beste, was :Wumpscut: zu bieten hat, aber immer noch anhörbar und mal was anderes.

Punkte: 7 / 10