Slash Slash (2010) - ein Review von Polkageist

Slash: Slash - Cover
2
Reviews
29
Ratings
8.71
∅-Bew.
Typ: Album
Genre(s): Rock: Alternative Rock, Rock'n'Roll



26.03.2011 11:30

Eine Ikone des harten Rock lädt andere Ikonen des harten Rock und anderer Stilrichtungen ein, um mit ihm eine Platte aufzunehmen. So weit, so gut! Herr SLASH schreibt die Mucke und die anderen ihren Text dazu, auch in Ordnung! Heraus gekommen ist eine schöne Scheibe, die zu jeder Zeit als ein Werk des GUNS N‘ ROSES- Fricklers erkannt werden kann.
Das Album startet mit einem groovy Stampfer in bester THE CULT-Manier. Sänger Ian Astbury hat dem Song seinen Stempel fett aufgedrückt.
Weiter geht‘ s mit Altmeister OZZY OSBOURNE. „Crucify the dead“ ist eine Power- Ballade, wie wir sie in den letzten Jahren mal besser und mal schlechter vom Metal- Opa gehört haben. SLASH gniedelt im Solo ordentlich ab, während der Song von eher hymnischen Riffs getragen wird.
Als Dritter das erste Highlight der Platte. FERGIE von den BLACK EYED PEAS war und ist bei Traditionalisten im Vorfeld und nach VÖ umstritten gewesen. Aber meiner Meinung nach liefert sie eine Klasse- Performance ab- der Song hätte auch mit AXL auf einer der „Use your illusion“ stehen können…
Im Anschluss kommt Myles Kenned von ALTER BRIDGE (ex- CREED) zum Zug. Große Melodien sind angesagt. Anfangs klingt‘ s etwas gequält, aber das Lied entfaltet mit zunehmender Spielzeit rockiges Flair zum Mitwippen.
Auf „Promise“ ist Chris Cornell (SOUNDGARDEN, AUDIOSLAVE) am Werk, aber nicht gleich auf den ersten Hör zu erkennen. Leicht angeraut und eher aus der alternativen Richtung kommend.
Andrew Stockdale von WOLFMOTHER zeichnet mitverantwortlich für einen geilen Schmachtfetzen in bester LED ZEPPELIN- Tradition. „By the sword“ ist ein Ohrenschmeichler sonders gleichen, vom Gesang, als auch vom Wah- Wah- Solo her. Schön retro das ganze und mit schöner Gesangsmelodie.
Das folgende „Gotten“ mit Adam Levine (MAROON 5) fällt dagegen ziemlich ab, weil recht schmalzig. Im Solo- Part lässt zwar SLAS noch mal ordentlich die Les Paul sprechen, kann aber meiner Meinung nach den Song nicht retten… zu weichgespült.
Mit Lemmy von MOTÖRHEAD hat man sowieso alle Trümpfe bzw. Asse im Ärmel. Trotzdem ist der Song „Dr. Alibi“ nicht der erwartete Oberknaller, sondern Hausmannskost aus beiden Lagern. Bei PROBOT hat mich The Godfather of Rock & Roll mehr überzeugt…
Die Collaboration mit Dave Grohl (PROBOT, FOO FIGHTERS, NIRVANA) und Duff McKagan (GUNS N‘ ROSES, VELVET REVOLVER, DUFF MCKAGANS‘ S LOADED, NEUROTIC OUTSIDERS) ist ein Instrumental ohne Höhepunkte.
KID ROCK geht seinen derzeitigen Weg konsequent weiter und zockt ‘ nen entspannten Softrocker runter, sehr bluesig im Abgang und laid back.
M. Shadows von AVENGED SEVENFOLD rockt metallisch mit SLASH nach vorn. Sehr 80er- mäßig und straight. Dabei schön melodisch und trotzdem nach vorn gehend. Endet schön schleppend.
Noch mal ist Myles Kennedy am Start, der auch als Toursänger verpflichtet wurde. Allerding wird hier kommerziell weichgespült, aber nur bis zum Refrain, welcher in feinster Stadionrock- Atmosphäre aufgeht.
Rocco Delucca ist wohl der unbekannteste, der Sangesbarden in dieser Runde und wirkt leicht außer der Reihe…
Mit Urviech IGGY POP wird die Platte würdevoll abgeschlossen. Er verkündet in seinem klassischen Stil, dass „We’re all gonna die“, irgendwann das Zeitliche segnen werden. Schwerer Stampfer mit Punch! Schöner Abschluss einer gelungenen Scheibe, welche durchweg die Duftmarke des Gitarreos verstömt!

Punkte: 8 / 10


Slash: Slash

Audio CD

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Tracklist:

  1. Ghost (Featuring Ian Astbury)
  2. Crucify The Dead (featuring Ozzy Osbourne)
  3. Beautiful Dangerous (featuring Fergie)
  4. Back From Cali (featuring Myles Kennedy)
  5. Promise (featuring Chris Cornell)
  6. By The Sword (featuring Andrew Stockdale or Wolfmother)
  7. Gotten (featuring Adam Levine)
  8. Doctor Alibi (featuring Lemmy Kilmister)
  9. Watch This (featuring Dave Grohl and Duff McKagan)
  10. I Hold On (Featuring Kid Rock)
  11. Nothing To Say - Slash / M. Shadows
  12. Starlight (featuring Myles Kennedy)
  13. Saint Is A Sinner Too (featuring Rocco DeLuca)
  14. We're All Gonna Die (featuring Iggy Pop)