Siren No Place Like Home (1986) - ein Review von Philomena

Siren: No Place Like Home - Cover
1
1 Review
6
6 Ratings
8.75
∅-Bew.
Typ: Album
Genre(s): Metal: Heavy Metal, Progressive Metal


Philomena
19.04.2015 16:02

Es gibt Platten, die haben vielleicht nicht die (Metal-)Welt komplett verändert, sie sind aber auch nach Jahrzehnten noch von großer Klasse. Dazu gehört sicher "No place like home" eine melodische Metal-Platte mit progressiven Elementen. Die Songs alle um die vier Minuten, aber trotzdem mit genug Ecken und Kanten, die für Spannung sorgen und gleichzeitig mit Melodien, die sich im (musikalischen) Teil des Gehirns festsetzen. Die Platte habe ich oft auf den Plattenteller gelegt.

Was sind aber noch die weiteren Punkte, die die Veröffentlichung zeitlos und nach wie vor wertvoll machen? Die depressive, originelle Stimmung in Klassikern wie "Iron Coffins", "So far to go", "Over the rainbow" oder "Terrible swift sword". Alles Songs, die sich zwischen den Gehirnzellen und den Wertungspunkten 9 und 10 festsetzen. Es gibt auf der 2. Seite auch ein paar Titel, die nur knapp über der Mittelmäßigkeit liegen, aber wenige. Weiterer Pluspunkt der unnachahmliche Gesang von Doug Lee. Für einige vielleicht gewöhnungsbedürftig, aber wie die Faust aufs Auge zu den Gitarrensalven und Melodien passend. Und eine ordentliche, klare Produktion verstärken den positiven Eindruck. Das Cover sorgte bei manchem Metal-Fan für Stirnrunzeln, wie auch der nicht so starke Nachfolger "Financial Suicide", der bei Aaarrg-Records unterging.

Nach 32 Jahren gibt es jetzt auch eine ordentliche CD-Veröffentlichung in Form der Doppel-CD "Up from the depths" oder auch eine Vinyl-Box mit mal weniger, mal mehr sinnvollen Demo-, Neu- und Live-Aufnahmen. Da limitiert, einfach zugreifen.

Punkte: 9 / 10