Sepultura A-Lex (2009) - ein Review von blackening

Sepultura: A-Lex - Cover
7
7 Reviews
24
24 Ratings
6.90
∅-Bew.
Typ: Album
Genre(s): Metal


blackening
25.07.2011 20:40

Hochklassig, aber ein wenig zerfahren machen die brasilianischen Thrasher weiter. Nach dem Konzeptalbum " Dante XXI" versucht man sich hier an einem Konzeptalbum über den Klassiker " Clockwork Orange", dass von sinnloser Gewalt und Umerziehungsmaßnahmen, die den Menschen zerstören und fast genauso brutal sind wie die Verbrechen, die sie bekämpfen sollen. Dementsprechend ist das Album fast schon shizophren, es gibt einfach keinen einheitlichen Stil. Der Albumtitel spielt dabei sowohl auf Hauptfigur Alex, als auch auf das lateinische Wort für "gesetzlos" an. Nach einem Intro geht es SEHR rabiat mit "Moloko Mesto" los, welches die sinnlose Gewalt perfekt umsetzt ( Moloko Mesto ist das Lieblingsgetränk des Protagonsten).Es folgt das ebenso heftige "Filthy Rot", ehe für mich das Highlight " We've Lost You" mit fiesen Grooves und großartigen Lyrics überzeugt. "What I Do" ist wieder schnell und hysterisch, es geht um Alex` Gleichgültigkeit. So pendelt das Album immer wieder zwischen richtig fiesen Hardcore/Thrash und Groove Meal, hin und wieder unterbrochen von Instrumentals, ehe mit "Ludvig Van" das nächste Highlight wartet: ein Instrumental, das eine Variation von Beethovens großartiger Neunter Sinfonie ( die im Film/Buch eine zentrale Rolle hat) darstellt. Insgesammt ein sehr gutes Album, dass aber durch seine uneinheitliche Art recht schwehr zu verdauen ist. Weniger Instrumentals wären vielleicht mehr gewesen.

Punkte: 9 / 10