Rush Counterparts (1993) - ein Review von bc_fan

Rush: Counterparts - Cover
1
1 Review
39
39 Ratings
8.90
∅-Bew.
Typ: Album
Genre(s): Rock: Hardrock, Progressive Rock


bc_fan
01.11.2021 19:22

Für mich damals eines der ersten Rush-Alben, das ich mir zulegte. Viele Songs kannte ich natürlich damals schon, aber einige der älteren Alben habe ich mir erst danach zugelegt.
Für mich ist "Counterparts" typisch Rush, etwa vergleichbar mit "Grace Under Pressure", aber mit kürzeren, vielleicht auch kommerzielleren Songs. Weniger Prog, mehr Hard-Rock. Rush-Puristen werden jetzt abwinken, aber durch Peter Collins als Produzent, hat das 15. Album, welches nach der "Roll The Bones"-Tour aufgenommen wure, einen sehr fetten Sound,
so wie es früher vor dem Kompression-Wars einmal gang und gäbe war.
Ich muss aber hier anmerken, dass mir das Vorgänger-Album "Roll The Bones" von meinem Lieblingsproduzenten der 80er Rupert Hine auch sehr gut gefiel, aber das nur am Rande.
Auf "Counterparts" gibt es coole Bass-Läufe und ein Drumming, das wohl nicht weiter erklärt werden muss. Auch Alex Lifeson spielt die Gitarre sehr direkt und mit tollen Riffs, mit weniger Fills und Verzierungen. Er hatte wohl aber während des Schreibens heftige Probleme mit Geddy Lee, der mehr Keyboards haben wollte, was Lifeson nicht zuließ.
Diese Direktheit kommt den Songs zugute, wobei die erste Hälfte meiner Meinung fast besser ist als die zweite. Die ersten 4 Songs sind klasse, danach fällt es etwas ab. "Alien Shore" hat noch eine gute Gesangsmelodie.
Für mich zieht die Platte ab dem Instrumental "Leave That Thing Alone" (welches 1994 für einen Gramme als "Best Rock Instrumental Performance" nominiert wurde, aber leider nicht gewann - sie verloren gegen "Marooned" von Pink Floyd!. Übrigens wurde Rush mehrfach für "Best Rock Instrumental Performance" nominiert, gewann aber nie. Naja.) mit vielen Breaks noch einmal das Tempo an.
Bei "Cold Fire" sollte man auch mal auf den Text hören. "Everyday Glory" beendet die CD mit einem etwas langsameren Song. Auch der Titel des Albums "Counterparts" bezieht sich auf die Dualität der in den Lyrics behandelten Themen.
Wer Rush ohne Keyboards und etwas heavier mag, hier unbedingt mal reinhören. Alle anderen haben es wahrscheinlich sowieso schon.
Zu den beiden Remasters des Albums (2004 und 2015) kann ich nichts sagen, ich beziehe mich auf die ursprüngliche CD von 1993.
(Quellen: Wikipedia, Babyblaue Seiten)

Punkte: 9 / 10


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