Pure Tonic Bliss N' Bleakness (2019) - ein Review von TYiORi

Pure Tonic: Bliss N' Bleakness - Cover
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7.00
∅-Bew.
Typ: Album
Genre(s): Rock: Classic Rock, Hardrock, Rock'n'Roll


TYiORi
15.01.2020 10:11

Hard Rock auf die Zwölf mit Luft nach oben

Schon 2010 gründete sich die Band PURE TONIC in Oelkershusen in Niedersachsen. Jahrelang spielte man auf allen möglichen Bandcontests und Festivals im norddeutschen Raum, bis nun in diesem Jahr die erste professionell produzierte Veröffentlichung über die Hamburger Agentur Elbaufwärts erscheint. Im heimischen Wohnzimmer nahm man schon 2015 die CD "90 Miles" auf, die hauptsächlich zu Konzerten des Quintetts verkauft wurde. Nun hofft man, mit "Bliss n' Bleakness" die Grundlagen für einen größeren Erfolg geschaffen zu haben.

Was dem Hörer auf dem Album präsentiert wird, ist nach vorne gehender, energiegeladener und modern produzierter Hard Rock. Schon der erste Blick auf die Spielzeiten der einzelnen Titel lässt vermuten, dass keine ausgefeilten Songstrukturen oder gar epische Werke zu erwarten sind. Genauso wenig erwarte ich in Anbetracht dieser Tatsachen allerdings auch musikalische Glanzleistungen. Aus dem Konvolut der auf der Bühne sicher einwandfrei funktionierenden und schnell auf den Punkt kommenden Nummern sticht für mich vor allem 'Caraway Brandy' heraus: Bluesig angehaucht wird hier deftiges Ohrwurmmaterial präsentiert. Mit 'Show Me Your World' ist außerdem die fast obligatorische ruhigere Nummer unter den zehn Titeln der Scheibe vorhanden. Wenig Abwechslung gibt es aber leider vor allem beim Gesang: Die immer leicht erkältet klingende Stimme von Sänger Pascal Sievers geht zwar immer druckvoll in die Vollen und hat einen markigen und markanten Sound, aber hier hätte Potential für eine größere Bandbreite bestanden.

Das 37 Minuten lange Album bietet am Ende vor allem eines: Temporeichen Hard Rock auf die Zwölf. Die CD macht zweifelsohne Spaß und auch live sind die Niedersachsen sicherlich eine Bank. Ob der erhoffte Durchbruch mit diesem Werk aber gelingt, bleibt abzuwarten.

Dieses Review erschien zuerst auf POWERMETAL.de

Punkte: 7 / 10