Pro-Pain Prophets Of Doom (2005) - ein Review von Natasfonos

Pro-Pain: Prophets Of Doom - Cover
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1 Review
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2 Ratings
8.50
∅-Bew.
Typ: Album
Genre(s): Metal: Metalcore



10.04.2024 16:31

Pro-Pain sind eine echte Ausnahme-Hardcore Band. Die Amis um Gary Meskil schaffen es immer wieder einen Groove-Stampfer nach dem anderen zu produzieren.
Mit dem 2005er Werk PROPHETS OF DOOM ist es ihnen abermals gelungen ein groovig rhythmisches Feuerwerk zu entzünden, wie man es in den 90er Jahren von ihnen gewohnt war. Nachdem mit ROUND SIX und SHREDS OF DIGNITY Die Jahrtausendwende eher mäßig begann, hauen sie seit FISTFULL OF HATE wieder in genau die Kerbe, die man einst schnitzte.

NEOCON ist ein gewohnt grooviger Song
UN-AMERICAN startet gleich mit einem Riff àla paranoid, bis dann Drums und danach Der Bass einsetzt.
HATE MARCHES ON ist DER Hit des Albums:
Akustik-Gitarren intro mit choralem Background Gesang, das abrupt endet und dann mit dem gewohnten E-Gitarren, Bass und Drums weitere geht. Stakkatoartig geht's dann weiter und die Bridge wird dann wieder leicht melodischer und der Refrain ist simple gehalten, jedoch auch mit einem Deep Growl. Im Mittelteil wird's dann wieder kurz akustisch wie zu Anfang...Also das facettenreichste Lied auf dem Album.
ONE WORLD AIN'T ENOUGH beginnt mit einem Fade In und geht dann aber straight in die gleiche Richtung wie der Opener.
GETTING OVER ist ein typischer Groover, der eher normales Mittelmaß darstellt, eben mehr auch leider nicht.
In OPERATION BLOOD FOR OIL wird in den Strophen zwischen den Zeilen musikalisches Gefrickel geliefert, jedoch lässt der Refrain leider nach und wirkt etwas langweilig. Ein Recht gutes Solo rundet diesen Song aber ab.
TORN ist wieder ein ganz normaler Rhythmus Stampfer und leicht verdaulich. Gehobenes Mittelfeld würde ich sagen.
In DEATH TOLL RISES kommt es abermals zwischenzeitlich zu Growls (im Refrain), was aber keineswegs negativ ist, denn in diesen Song passt es sehr gut rein. Insgesamt ist es ein guter Song, der leider zu früh endet und mit einem Fade Out endet.
THE PRISONER ist wieder rhythmisch und groovig und hat ein geiles Solo, eben ein typischer Pro-Pain Song.
DAYS OF SHAME kommt teils schleppend und etwas doomig daher. Aufgewertet wird der Song mit Doublebass Einlagen und rhythmischen doomcore Gitarren. Ein gelungener Abschluss.

Fazit: Das Album hat wenig Schwachstellen und eignet sich für jeden, der erste Berührungspunkte mit Pro-Pain haben möchte.

Punkte: 8.5 / 10


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