Molybaron The Mutiny (2021) - ein Review von macyanni

Molybaron: Mutiny, The - Cover
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1 Review
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2 Ratings
8.75
∅-Bew.
Typ: Album
Genre(s): Metal: Hardrock, Melodic Metal, Progressive Metal



14.03.2022 19:35

Erstveröffentlicht auf prognrock.de:

Potzblitz, die Franzosen können Rock und verdammt nochmal wie. Ich kann mich wahrlich nicht erinnern jemals ähnliches aus Fronkreich, Fronkreich vernommen zu haben. Prog meets Alternate meets Doom. Bei der Band könnte es sich um eingängige System of a Down handeln, wobei ich in der Stimme zusätzlich eine Brise Hansi Kürsch, Corey Taylor und die Dubliners (?) ausmache. Letztgenannte kommen nicht von ungefähr, denn der Sänger ist ein waschechter Ire, und wer jemals in einem Pub in Dublin einer irish band mit Fidel usw. gelauscht hat, der kennt in etwa die Stimmlage.

Der Opener startet mit lieblichen Synthis bis die Gitarren zupacken. Schon bei diesem Song zeigt sich, was sich in allen Songs fortsetzt. Bass und Drums verkommen hier nicht zur simplen Rhythmuseinheit, sondern machen im Vordergrund ordentlich Dampf.

Wunderbar wird in allen Songs Eingängigkeit mit Frickelei verbunden. Voller Energie wird hier eine Metalgranate nach der Nächsten abgefeuert. Mein Favorit ist das ruhig beginnende Lighthouse, das mich in dieser Phase an Lake of Tears erinnert, bevor auch hier die Gitarren zupacken.

Ein weiterer Hit ist Twenty Four Hours, das von Whitfield Crane (Ugly Kid Joe-Cats in the Craddle) veredelt wird.

Lucifer nimmt dich genauso mit, nur härter. White Noise!  Amongst the Boys ist, wie alle anderen Songs auch, keinen Deut schlechter.

Zwischen all den Riffs und Gitarrensolis ist aber auch hin und wieder Platz für traumhafte, ruhigere Momente, Verschnaufpausen, die die Songs nicht nur auflockern, sondern mit Wiedererkennungswert ausstatten. Ich bin tatsächlich geneigt das Gedicht aus dem Dezember zu wiederholen.......hingewehte Blütenblätter auf dem Teppich der Jahre, und, vielleicht fürchten wir sie, Momente der Sprachlosigkeit, echten Verstehens.....

Die zehn Songs mit knapp 45 Minuten bestehen vor allem durch das Zusammenspiel aller Akteure, die jedem Kollegen genügend Platz lassen, sich zu entfalten. Langeweile kommt nie auf und Skipfingerattacken sind wie durch ein Wunder geheilt.

Zwar etwas verfrüht als Januar-CD, aber dafür ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk. 8,5 Punkte.

Punkte: 8.5 / 10


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