Kreator Hordes Of Chaos (2009) - ein Review von Stefan_73

Kreator: Hordes Of Chaos - Cover
7
7 Reviews
109
109 Ratings
8.36
∅-Bew.
Aka: Hordes Of Chaos - Ultra Riot
Typ: Album
Genre(s): Metal: Thrash Metal


Stefan_73
27.03.2026 07:45

Exakt vier Jahre nach "Enemy of God" steht nun mit "Hordes of Chaos" das nunmehr zwölfte Kreator Album in den Läden. Was man geboten bekommt? Die Antwort ist ganz klar: feinster Thrash Metal mit den für Kreator typischen Merkmalen. Man könnte jetzt denken, dass Kreator auf Nummer Sicher gegangen sind und den erfolgreichen Weg der Alben "Violent Revolution" und "Enemy of God" stur weitergehen, aber dem ist nicht so. Denn mit "Hordes of Chaos" wollten Kreator ihren Livesound im Studio einfangen, und so klingen sie so ungeschliffen und roh wie schon lange nicht mehr. Und das klingt richtig gut, denn die digitalen Einheitsbreiproduktionen so mancher Bands sind nunmal nicht "professionell" sondern schlicht und ergreifende schlecht. Musik muss atmen können, muss lebendig sei, und genau das haben Kreator mit der Produktion dieses Albums erreicht – nicht dass die letzten Kreator Alben schlecht geklungen hätten, ich denke da eher an die Alben von anderen namhaften Bands...

Aber nicht nur der Sound klingt schön erdig und "live", sondern auch Milles Gesang, der variabler klingt wie noch auf dem Vorgänger. Er klingt ungekünstelt, frisch, spontan aus dem Bauch heraus – wie eben bei einem Konzert.

Neun Songs und ein kurzes Instrumental bekommt man in etwas über 38 Minuten geboten, was zwar für Kreator Verhältnisse relativ wenig ist, aber wenn die Qualität passt kann man darüber nicht meckern. Und die passt! Ausfälle gibt es keinen einzigen, dafür aber massenweise Thrash Metal Perlen, die zu keinem Zeitpunkt konstruiert klingen, sondern richtig schön abgehen und trotzdem die nötigen Melodien, Breaks und Tempiwechsel besitzen, die das Ganze so spannend machen! Angefangen beim starken Opener "Hordes of Chaos", über die flotten "Warcurse" und "Escalation", den Midtempogroover "Destroy What Destroys You", das aggressive "Absolute Misanthropy" bis zum etwas ungewöhnlichen "To the Afterborn". So sollte eine rundum gelungenes Thrash Metal Album klingen – egal ob wir gerade 1989 oder 2009 haben!

Punkte: 8 / 10


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