Das Kammerspiel Das Kammerspiel (2006) - ein Review von walzenstein

Kammerspiel, Das: Kammerspiel, Das - Cover
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1 Review
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2 Ratings
8.75
∅-Bew.
Typ: Album
Genre(s): Soundtrack


walzenstein
05.04.2018 09:05

Ambient? Ui, da gab’s ja schon so einige langweilige und überflüssige Scheiben. Wenn ich da nur mal an Vond’s „Selvmord“ denke. Nun, „Das Kammerspiel“ ist Ambient, aber Langweile kommt bei mir nicht auf. Im Gegenteil, diese Scheibe ist hervorragend geeignet, sich zurückzulehnen und einfach mal zu entspannen.

Gleich der erste Song bietet eine wunderschöne Piano-Melodie und der Gesang setzt ein. Wer sich jetzt fragt: „Moment, diese Stimme kenne ich doch irgendwo her!?“, der hat absolut Recht. Hinter „Das Kammerspiel“ verbirgt sich kein Geringerer als Sturm Deiner Winter, der Sänger der Grabnebelfürsten. Hier allerdings mit bürgerlichem Namen aufgeführt: Dirk Rehfus. Und er ist Perfektionist, das merkt man auch diesem Album an. Keine unnötig langen monotonen Klänge, sondern intelligent arrangiert. Die Musik steht hier im Vordergrund und so hört man nur sehr selten und kurz Dirk’s Stimme. Gitarren sucht man hier (fast) vergebens, lediglich im ersten Song sind ein paar Riffs zu finden, das war es aber auch schon. Ansonsten ist „Das Kammerspiel“ Ambient wie er sein muss: Ruhig, entspannend, interessant und mit einem feinen Sound versehen. Lediglich der dritte Track ist mir etwas zu spacig, aber mit knapp zweieinhalb Minuten ist das der kürzeste Song dieses Albums und somit (für mich jedenfalls) nur ein kleines Zwischenspiel.

Mein absoluter Höhepunkt ist Titel Nummer vier. Majestätisch beginnend und Dirk singt sehr erhaben. Es folgen Sitar-ähnliche Klänge und diese wunderschöne Keybord-Melodie, bevor ein Piano wieder eine träumerische Atmosphäre dahinzaubert. Doch diese ist nicht von Dauer. Es wird noch majestätischer. Ja, mich erinnert dieser Song sehr an Wongraven. Einfach genial. Mit über elf Minuten ist der letzte Track auch der längste. Aber keine Angst, er wird nicht überflüssig in die Länge gezogen. Man merkt dem Dirk auch hier an (und hört es natürlich auch), dass hier ein musikalisches Konzept zum Ausdruck gebracht wird. Fein, fein! Songtitel gibt es hier übrigens nicht. Alle sechs Tracks sind lediglich als Nummern aufgelistet.
Wer auf angenehme Ambientklänge steht, kann hier bedenkenlos zugreifen. Diese CD ist kurzweilig und mit einer sehr sauberen Produktion versehen. Ich mag das!!

Zu Ordern ist dieser feine Silberling unter www.lost-souls-graveyard.de

Punkte: 9.5 / 10


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