Gutbucket G (2007) - ein Review von walzenstein

Gutbucket: G - Cover
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8.50
∅-Bew.
Typ: Album
Genre(s): Metal: Crossover, Hardrock, Heavy Metal, Stoner Rock/Metal


walzenstein
05.04.2018 10:50

Dass Kieler Sprotten in Kiel geräuchert werden, ist genauso ein Irrtum wie die Aussage, dass guter Rock nur aus den Staaten kommt. Nun, während die berühmten Kieler Sprotten mittlerweile aus Eckernförde kommen, kommt aus Kiel definitiv eine Rockband, die dir in den Arsch tritt: GUTBUCKET.

Gleich beim ersten Song „Short Goodbye“ zeigen die Nordlichter, wo der Hase lang läuft. Straight und mitten in die Fresse. Dazu Melodien, die sich in die Gehörwindungen förmlich reinfräsen und sich dort festsetzen. Dazu der Gesang von Pjodder, der mal dreckig, aber vorrangig sehr gradlinig und melodiös dargeboten wird. Dass das Quartett bereits seit neun Jahren existiert, merkt man in allen Belangen. Und sie leben ihren Rock, das kommt in jedem einzelnen Song durch. Live müssen GUTBUCKETeine Bank sein. Da könnt ihr euch sicherlich auf der derzeitigen Tour im Vorprogramm von Rose Tattoo überzeugen. Wer auf triefende Rockballaden steht, der sollte die Finger von GUTBUCKET lassen, denn hier wird nicht geschmalzt, sondern wirklich gerockt. Hier und da ein Prise Rose Tattoo, dann auch mal Anleihen von Queens Of The Stone Age, wie unüberhörbar bei „Light Your Fire“. GUTBUCKET sind facettenreich und es kommt partout keine Langeweile auf. Jeder der Songs hat seine eigene Note und verschafft den Norddeutschen einen hohen Wiedererkennungswert.

GUTBUCKET sind für mich eine Überraschung, da ich eigentlich nicht viel mit diesem Stil anfangen konnte. Aber das Quartett hat mich überzeugt. Sobald die CD im Player liegt, bewegen sich die Extremitäten und der Finger geht automatisch zum Lautstärkeregler, um die Power noch intensiver zu spüren. Frei nach dem Motto „Shake your hair“! Geil!

Punkte: 8.5 / 10