Gentry Lord Signals From The Mystiverse (2014) - ein Review von Monolith

Gentry Lord: Signals From The Mystiverse - Cover
2
2 Reviews
5
5 Ratings
5.50
∅-Bew.
Typ: Album
Genre(s): Metal: Heavy Metal, Progressive Metal


Monolith
20.03.2016 11:38

Ok... Gentry Lord haben sich auf jeden Fall alle Mühe gegeben den Hörer komplett für sich einzunehmen. Das ist immer gut und wichtig bei Musik. Die Frage ist jetzt, was fängt man an, wenn man die Aufmerksamkeit bei sich hat?

Tja, und da scheitert "Signals from the Mystiverse", denn auch wenn hier wirklich alle Geschütze aufgefahren werden, um möglichst viel Lärm zu machen und enorm exotische und ausgefallene und eigenartige Melodien und Strukturen präsentiert werden, so hat man am Ende keine Ahnung, wohin diese 4 Track EP hinsteuert. Ich setze nicht zwingend auf irgendwelche übersichtlichen Strukturen, und Gentry Lord scheinen durchaus gute Musiker zu sein, wenn sie soetwas hier zusammenkleistern können und sich das weitestgehend auch noch nach Musik anhört.

Allerdings gibt es hier zumindest für mich, der noch nie auf einem Trip war und demnach wohl die Musik hier nicht nachvollziehen zu können scheint, nichts, was wirklich in's Auge springt. Keinerlei erkennbare Passagen, ein Overkill an Melodien und ein ziemlich überambitionierter Musiker, der im Alleingang alle Instrumente managed (ist keine Seltenheit mehr im Metal) und dabei auch nicht zimperlich mit den Vocals ist, was auch immer diese Art von Stimmentfesselung aussagen soll.

Viel kann ich dem Album (noch) nicht abgewinnen, aber mal sehen, vielleicht bleibt nach ein paar Durchläufen ja ein geordneterer Eindruck bestehen, oder zumindest eine Idee, was Jori von Merilainen hier vorhatte.

Punkte: 7 / 10