Ereb Altor The End (2010) - ein Review von Sgt. Kuntz

Ereb Altor: End, The - Cover
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1 Review
13
13 Ratings
8.42
∅-Bew.
Typ: Album
Genre(s): Metal: Doom Metal, Epic Metal


Sgt. Kuntz
25.06.2010 21:21

Etwas irreführend nennen die Schweden von EREB ALTOR ihr zweites offizielles Album und Labeldebüt bei den Österreichern von Napalm Records “The End“, während der recht erfolgreiche Erstling noch bei I Hate Records erschien. Auf ein vorzeitiges Ende wollen wir aber nicht hoffen, zu groß war die Begeisterung, die sich bei dem Album “By Honour“ vor zwei Jahren eingestellt hat.

Bei einer Band wie EREB ALTOR kann man es sich als Hobby-Rezensent schön einfach machen und sie als glatten BATHORY-Klon bezeichnen, mit allen Stilelementen, die man auch beim großen Vorbild vorfindet; bei der “Vikinger-Phase“ wohlgemerkt. Und damit tut man der Band gar nicht mal unrecht und jeder Fan bekommt eine ziemlich klare Vorstellung davon, was ihn erwartet. Der einzig nennenswerte Unterschied liegt in der Atmosphäre, die von Anfang an düsterer und trauriger ist, als das bei Quorthon der Fall war. Kein Wunder, ist doch Mats ebenfalls bei der Doom Metal-Band ISOLE tonangebend. Ansonsten findet man sich sofort zurecht zwischen Akustikgitarren, mächtigen Männerchören, sakralem Gesang und getragenen Songstrukturen, auch textlich gibt es obligatorische Landschaftsbilder, nordische Mythologie und Kriegerfantasien, alles so, wie man es vom Vorgänger kennt und schätzt. “A New But Past Day“ wurde zudem neu eingespielt, der Song stammt aus dem eigentlichen Debüt “The Awakening“, von dem man 2003 aber nur 100 Stück zu Promozwecken pressen lies und das man sich bei Bedarf von der Homepage runterladen kann.

Bleibt noch die Frage, wo genau sich EREB ALTOR unter den musikalischen Erben von BATHORY einreihen können. FALKENBACH und SCALD waren bestimmt nicht näher am Original dran und werden musikalisch hier durchaus eingeholt, während die deutschen CROM zwar ebenfalls ein tolles Debüt ablieferten, aber eher auf Power Metal-Elemente setzten. Fans von “Hammerheart“ und “Twilight Of The Gods“ haben so wohl kaum eine andere Wahl, als sich “The End“ zu holen, zunächst auf CD, eine Vinyl-Version dürfte es aber auch bald geben.


Bewertung 8/10


Sgt. Kuntz für www.metallized.de

Punkte: 8 / 10