Deep Purple The Battle Rages On... (1993) - ein Review von schanzer.in

Deep Purple: Battle Rages On..., The - Cover
1
Review
32
Ratings
7.64
∅-Bew.
Typ: Album
Genre(s): Rock: Hardrock


schanzer.in
07.12.2019 15:30

Die letzte Studioproduktion mit Ritchie Blackmore, aber sogar wieder mit Ian Gillan, nachdem das Intermezzo mit Joe Lyn Turner bereits nach einem einzigen Album geendet hatte, das lässt sich einleitend schon mal zu "The Battle Rages On" sagen.
Mit dem saustarken Titelsong gehts auch gleich optimal los. Tolles Riff, eingängige Hooks, da passt alles.
Typischer Riff-Rock a la Deep Purple folgt dann mit "Lick It Up". "Anya" beginnt mit einem mystisch klingenden Intro auf der Akustikgitarre, dann baut sich Dramatik auf und ein toller Song nimmt Fahrt auf. Es stecken eine ganze Menge Ideen drin bis dann nach über 2 Minuten der Refrain erklingt. Für mich ist das der Höhepunkt des Albums und auch im Gesamtwerk von Deep Purple ziemlich weit oben anzusiedeln. Gleich wieder ein spitzenmäßiges Blackmore-Riff zu Beginn von "Talk About Love", doch der Song zündet nicht richtig. "Time To Kill" ist auch etwas flach. "Ramshackle Man" dagegen gibt wieder Gas. Gillan singt aggressiv, der Groove erinnert an "Green Onions", geht aber tierisch ab. "A Twist In The Tale" klingt etwas wie Rainbow bei "Can't Happen Here" mit schwächerem Refrain. Das halbschnelle "Nasty Piece Of Work" glänzt mit wuchtigen Orgel-Riffs und fettem Groove: eine tolle Nummer! Bei "Solitaire" gibt es Momente, wo man sich an die Rainbow Zeiten mit Dio zurückversetzt fühlt. Den Gesang finde ich aber streckenweise lasch und langatmig. Zum Abschluss haut Meister Blackmore noch mal ein geniales Riff bei "One Man's Meat" raus. Es klingt nicht ganz neu ("L.A. Connection"?), kommt jedoch tierisch gut rüber.
"The Battle Rages On" bietet mehr Licht als Schatten und bekommt von mir daher eine 7.

Punkte: 7 / 10


Weitere Angebote: