David Gilmour The Luck And Strange Concerts (2025) - ein Review von marty-party

David Gilmour: Luck And Strange Concerts, The - Cover
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9.00
∅-Bew.
Typ: Live
Genre(s): Rock


marty-party
02.12.2025 18:48

Irgendwie befremdlich, wie sehr sich einschlägige Rezensions-Seiten weigern, sich dieses Album vorzunehmen. (Vielleicht bin ich ja in den falschen Kanälen unterwegs.) Also, dann eben ich und hier...

Es mag daran liegen, das Gilmour außer den Songs seines letzten Albums "Luck And Strange" nichts Neues liefert. Und, ja, auch der Titel "The Luck And Strange Concerts" erscheint nicht als allzu kreativ. Aber das, was Gilmour hier abliefert, vermag es, (mich) zu begeistern. Über Produktion und Sound muss ich mich nicht großartig auslassen. Hier ist natürlich alles erste Sahne. Vielleicht ein wenig zu perfekt. Aber - hey! - was gibt's daran schon auszusetzen?

Was ist hervorzuheben?
Schon der erste Ton von Gilmours Gitarre lässt mich bedauern, nicht bei einem der Konzerte gewesen zu sein. Es geht mit zwei Instrumentals los - und bedeutet den Zuhörern: das hier bin ich, euer Dave, und DAS erwartet euch in den nächsten zwei Stunden. Reiner Gilmour-Sound. Umwerfend! Der Mix in der Setlist ist ausgezeichnet. Die neuen Songs sind allesamt perfekt performt und vermögen es, mitzureißen. Einige Sound-Gimmicks lassen mich jedesmal vor Freude jauchzen. An den alten (Pink Floyd-)Songs gibt es wenig auzusetzen. "Breathe" und "Time" lassen nichts zu wünschen übrig. Lediglich "The Great Gig In The Sky" kommt ein wenig schlapp daher. "Money" lässt Gilmour weg und der Song fehlt kein Bisschen. "Comfortably Numb" liefert nichts Neues und kommt an die Earls Court-Version von 1995 nicht heran, lässt aber auch nichts zu wünschen übrig. (Außer vielleicht, etwas mehr an die Earls Court-Version von 1995 heranzukommen.)

Gilmour ist bestens bei (gealterter) Stimme, wenngleich ich vermute, dass da im Produktionsprozess nochmal nachjustiert worden ist - oder ist es gar hier und da gar ein anderer Sänger? Gilmour klingt jedenfalls toll - sowohl an den Saiten als auch am Mikrofon. "Between Two Points" - gesungen von Tochter Romany - ist auch auf diesem Album zu Niederknien schön. "High Hopes" kommt fast so gut rüber wie einst bei "P.U.L.S.E." - aber eben nur fast.

Fazit: Ein tolles Live-Dokument, von denen es im PF/DG-Kosmos mittlerweile sehr viele gibt. Möglicherweise ist der geneigte Fan inzwischen müde, was den Output Gilmours anbelangt. Vielleicht ist das aber auch das letzte große Live-Album des Gitarristen. Ich jedenfalls finde es schade, Gilmour auf seiner letzten Tour verpasst zu haben und freue mich über dieses doch sehr frische Live-Album.

Punkte: 9 / 10


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