Ansur Warring Factions (2008) - ein Review von walzenstein

Ansur: Warring Factions - Cover
1
1 Review
3
3 Ratings
7.83
∅-Bew.
Typ: Album
Genre(s): Metal: Progressive Metal


walzenstein
04.04.2018 13:49

Man man man, mit diesem Album habe ich mich selbst bestraft. Womit habe ich diese Geißel namens „Warring Factions“ verdient? Nein nein, das Album ist nicht mal schlecht, aber so dermaßen progressiv, dass man nach einem Durchlauf erstmal eine Pause braucht und seine Gehirnzellen wieder ordnen muss. Während ich das Debüt der Norweger „Axiom“ gar nicht mal schlecht fand, ist diese Scheibe irgendwo zwischen gewöhnungsbedürftig, nervig und ganz brauchbar. Das sind Gegensätze an sich, ich weiß, aber ich werde sie erklären.

Ruhe …, eine nette Melodie. So leitet „The Tunguska Incident“ das Album ein. Und dann geht es los: vertrackt, endloses Gefrickel, Hammond-Orgel … alles gar nicht mal so schlecht, bis die Stimme einsetzt. Eigenartige Gesangslinien, rau, psychopathisch, komisch. Der Typ namens Espen A.R. Aulie kann gar nicht singen und ist der größte Negativpunkt auf „Warring Factions“. Am verrücktesten ist wohl der Song „An Exercise In Depth Of Field, der fast zwölf Minuten lang ist. ANSUR nutzen hier sämtliche Möglichkeiten der Experimentierfreude aus und greifen in etwa der Songmitte mal ordentlich tief in den Country-Stil. Und der kommt pur daher. „Cloudscaper“ hingegen vermischt mal wieder sämtliche Stile des Metal und der Refrain könnte aus einem James-Bond-Film stammen…, wenn Herr Aulie nicht so schief röcheln würde. Sicherlich, die Stimme passt irgendwie zur Musik von ANSUR, aber sie geht einem halt auch gewaltig auf die Nüsse. Vielleicht sollte das Trio sich an CANVAS SOLARIS orientieren und auf den Gesang verzichten, dann wäre der eine oder andere Punkt mehr drin gewesen.

ANSUR können spielen, das beweisen sie mal wieder und das, wo Espen, Glenn und Torstein gerade mal 20 Lenze zählen. Auch der Sound ist für diese Art von Musik vollkommen okay, aber es fehlt etwas. Mich berührt es einfach nicht. Progressive Metal-Fans können ja mal rein riechen, aber alle anderen sollten die Finger davon lassen.

Punkte: 6 / 10


Warum sind die Cover-Bilder verpixelt?

Bedankt euch bei deutschen Abmahn-Anwälten

Leider passiert es immer wieder, dass Abmahnungen für angebliche Copyright-Verletzungen ins Haus flattern. Ganz häufig ist es der Fall, dass auf dem Frontcover ein Foto oder eine Grafik eines Fotografen oder Künstlers genutzt wird, was dann nur mit dem Namen der Band und dem Titel des Albums versehen wurde. Das ursprüngliche Foto/Kunstwerk ist somit immer noch sehr prominent zu sehen. Die Abmahner nutzen zumeist automatisierte Prozesse, die das Netz nach unlizensierten Nutzungen der Werke ihrer Mandanten durchsuchen und dabei Abweichungen bis zu einem gewissen Prozentgrad ignorieren. Somit gibt es also häufig angebliche Treffer. Obwohl das Foto/Kunstwerk von den Plattenfirmen oder Bands ganz legal für die Veröffentlichung lizensiert wurde, ist dies den Abmahnern egal, ganz oft wissen die ja nicht einmal, was für eine einzelne Veröffentlichung abgemacht wurde. Die sehen nur die angebliche Copyright-Verletzung und fordern die dicke Kohle.

Da Musik-Sammler.de nachwievor von privater Hand administriert, betrieben und bezahlt wird, ist jede Abmahnung ein existenzbedrohendes Risiko. Nach der letzten Abmahnung, die einen 5-stelligen(!) Betrag forderte, sehe ich mich nun gezwungen drastische Maßnahmen zu ergreifen oder die Seite komplett aufzugeben. Daher werden jetzt alle hochgeladenen Bilder der Veröffentlichungen für NICHT-EINGELOGGTE Nutzer verpixelt. Wer einen Musik-Sammler.de Nutzeraccount hat, braucht sich also einfach nur einmal anmelden und sieht wieder alles wie gewohnt.