Sacred Leather Ultimate Force (2018) - ein Review von JollyRoger

Sacred Leather: Ultimate Force - Cover
1
Review
3
Ratings
8.17
∅-Bew.
Typ: Album
Genre(s): Metal Heavy Metal


JollyRoger Avatar
01.05.2018 18:01

Wäre das Debütalbum von Sacred Leather in den 90ern oder früher erschienen, hätte man es mit Sicherheit sofort eingesackt. Wieso? Weil man beim Stöbern im heimischen Plattenladen an diesem Cover einfach nicht vorbeigekommen wäre. Dazu der Bandname, der einfach nach „Heavy Metal“ schreit!

Heutzutage ist es aber nun so, dass man natürlich nicht sofort alles nach Cover kaufen muss, sondern sich vorab viel besser ein Bild machen kann. Nun denn, der Ersteindruck ist trotzdem für jeden Old School Metaller allererste Sahne.

Sacred Leather aus Amerika, Indiana, existieren nun auch schon ein paar Jährchen, haben es bisher jedoch nur auf einige Singles, Splits etc. gebracht, wie es sich für eine richtige Undergound-Band gehört. Auch sind die Bandmitglieder in unzähligen anderen Combos aktiv oder waren es, weshalb hier auch auf Namedropping verzichtet wird.

Der Titeltrack geht gut nach vorne. Der Ersteindruck wird bestätigt durch treibende klassische Gitarrenriffs der beiden Gitarristen. Der Gesang besitzt eine gewisse Bandbreite inklusive Screams, die ihn nicht generisch klingen lässt. Nur, und das zieht sich durch das ganze Album, fehlt diesem doch ein wenig Power, was durchaus auch produktionstechnisch auszubügeln gewesen wäre. Nach dem erklingen der letzten Töne des 7-Trackers hat man das Gefühl, ein gutes, durchaus cooles, aber nicht besonders weltbewegendes Album gehört zu haben.

Doch es ist schwer auszumachen, woran das genau liegt, werden doch genug Zutaten geboten, die einen glücklich machen könnten. Dennoch wird die handwerklich zutage tretende Kunst eben nicht genug durch kompositorische Rafinesse auf ein höheres Niveau gehoben. So plätschert vieles vor sich hin. Nur gelegentlich lässt einen eine Melodie, ein Riffing, eine Drumsalve oder ein Scream aufhorchen. Der Versuch einer -überlangen- Ballade mit „Dream Searcher“ schlägt dann auch mehr oder weniger fehl.

Konnte der Opener den Ersteindruck also noch bestätigen, kann dieses in der Folge allenfalls die Singleauskopplung „Prowling Sinner“ noch. Ich habe das Gefühl, dass hier erheblich mehr drin gewesen wäre, denn eigentlich braucht es nicht viel, um den altgedienten Headbanger glücklich zu machen. Live wird das Material aber sicher besser zünden. Trotzdem, cooles Cover, cooler Bandname. Sacred Leather’s Debut wäre in den Neunzigern kein Fehlkauf, beim heutzutage überfluteten Markt sollte man sich vorher aber eine Hörprobe gönnen.

Original-Review:
http://heavystageforce.rocks/sacred-leather-ultimate-force

Punkte: 7 / 10


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Tracklist:

  1. Ultimate force
  2. Watcher
  3. Power thrust
  4. Dream searcher
  5. Master is calling
  6. Prowling sinner
  7. The lost destructor / Priest of the undoer