Epica Consign To Oblivion (2005) - ein Review von Tammaray

Epica: Consign To Oblivion - Cover
1
Review
14
Ratings
9.00
∅-Bew.
Typ: Album
Genre(s): Metal Death Metal, Gothic Metal, Epic Metal


Tammaray Avatar
16.12.2016 12:50

Das zweite Album der niederländischen Symphonic-Götter wartet mit grossartigen Arrangements, schnell wechselnden Melodien und abwechslungsreichen Gesangslinien auf. Bereits das Intro lässt den riesigen Sprung erahnen, den die Band nach dem Vorgängeralbum und Erstling ("The Phantom Agony") gemacht hat. Was folgt, ist ein Feuerwerk aus epischen Songs, die heute fast durchgehend als Band-Klassiker gelten.

Es beginnt mit der melancholisch angehauchten Uptemponummer "Dance Of Fate", die sich mit dem Wechsel von schnellen Strophen und langsamem Refrain bestens als Einstieg eignet. Genau umgekehrt funktioniert "The Last Crusade", ein Headbanger der Sonderklasse mit für die Band typischen, religionskritischen Lyrics. Danach bietet die Ballade "Solitary Ground" etwas Ruhe, nur damit einen das komplizierte, düstere "Blank Infinity" wieder von den Füssen reissen kann. An dieser Stelle wird es auch lyricstechnisch ungemütlich, schätzungsweise ist es der deprimierteste Song der Bandgeschichte. Sängerin Simone Simons beweist hier ihr ganzes Können. Schlag auf Schlag folgt "Force Of The Shore", auf dem Simons sich eine kleine Auszeit nimmt und Grunter Mark Janssen den Vorrang am Mikro lässt, der ebenfalls zu Höchstform aufläuft. Ein rhythmischer Refrain und furiose Gitarren, gespielt von Ad Slujter, runden das Ganze ab. Das etwas abstraktere "Quietus" mit seinem beliebten "Streicher-Riff" verschafft dem Hörer eine weitere Pause, denn das darauffolgende "Mother Of Light" hat es wiederum in sich. Wiederum übernimmt Janssen den Grossteil der Vocals und auch dieses Stück zeichnet sich durch sein Tempo und die eingängigen Klargesangsparts von Simons aus. Die dritte Ballade, "Trois Vierges", bildet dank den Guest Vocals von mittlerweile Ex-Kamelot-Sänger Roy Khan ein weiteres Highlight auf dem Album. Es folgt "Another Me", mein persönlicher Lieblingstrack, der insbesondere durch den choralen Refrain und die gesellschaftskritischen Lyrics besticht. Der Rausschmeisser "Consign To Oblivion" tut dasselbe, gilt trotz seiner Länge von fast zehn Minuten als Live-Klassiker und fasst ausserdem das Album gut als eine Art Gesamtkunstwerk zusammen.

Fazit: Dieses Epica-Album ist eines der besten des Genres überhaupt und somit ein Muss für jeden Symphonic-Metal-Fan. Es etabliert nicht nur die Band als nicht mehr wegzudenkende Genre-Grösse, sondern es hat in den bald zwölf Jahren seit seiner ersten Veröffentlichung kein bisschen an Aktualität verloren, weder musikalisch noch lyricstechnisch. Ein zeitloses, musikalisches Feuerwerk.

P.S. Auf dem 2011er-Rerelease befinden sich ausserdem ein paar nette Bonustracks, die jedoch hinter dem Hauptalbum etwas verblassen, man kann also getrost auch eine ältere Verison geniessen.

Punkte: 10 / 10


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Tracklist:

  1. Hunab K'u - A New Age Dawns (Prologue)
  2. Dance of fate
  3. The Last Crusade
  4. Solitary ground
  5. Blank Infinity
  6. Force of the shore
  7. Quietus
  8. Mother of light
  9. Trois vierges
  10. Another me (in lack' ech)
  11. Consign To Oblivion
  12. Palladium
  13. Solitary ground (Remix)
  14. Crystal mountain
  1. Dance of fate (Orchestral Version)
  2. The last crusade (Orchestral Version)
  3. Solitary ground (Orchestral Version)
  4. Blank infinity (Orchestral Version)
  5. Force of the shore (Orchestral Version)
  6. Quietus (Orchestral Version)
  7. Mother of light (Orchestral Version)
  8. Trois vierges (Orchestral Version)
  9. Another me (in lack' ech) (Orchestral Version)
  10. Consign to oblivion (Orchestral Version)
  11. Solitary ground (Single Version)
  12. Linger (Piano Version)
  13. Quietus (Silent reverie) (Single Version)