The Spirit Sounds From The Vortex (2017) - ein Review von Metal Steam

The Spirit: Sounds From The Vortex - Cover
1
Review
3
Ratings
10.00
∅-Bew.
Typ: Album
Genre(s): Metal Black Metal, Melodic Death Metal
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Metal Steam Avatar
24.10.2017 22:00

Wieder eine Band aus Deutschland, die mit ihrem Debüt die Melodic Black Metal-Szene aufmischt. Ein Review meinerseits sollte dann natürlich nicht fehlen. Die Band nennt sich THE SPIRIT und kommt genauer gesagt aus Saarbrücken. Die vier Jungs spielen auf ihrem ersten Longplayer 'Sounds From The Vortex' (2017) grandiosen skandinavischen Melodic Black Metal, den man als Hommage an Bands aus Mitte der 90er deuten muss. DISSECTION, EUCHARIST, GATES OF ISHTAR, NECROPHOBIC, SACRAMENTUM, HADES, UNANIMATED dürften wohl für die Band musikalische Standardwerke sein.

Da sollte es einem nicht verwundern, dass dies vorallem im Songwriting niederschlägt. Man klingt nicht nur soundmässig wie oben genannte Bands, sondern hat auch deren abwechslungreiches Songwriting übernommen. Nicht nur Melodien sind die Paradedisziplin von THE SPIRIT, sondern auch die dynamischen Tempowechsel. Langsame Parts wechseln sich mit Mid-Tempo genauso ab wie die frostige Raserei. Da kommt es zugute, dass man am Schlagzeug einen sehr guten Drummer hat, der absolut authentisch 90er klingt. Hinzu gesellen sich zwei Gitarristen, die sich gegenseitig die Melodien zuspielen. Das geilste in dieser Band sind allerdings die Vocals. Genauso bitterböse fauchend, frostig kalt muss die Stimme sein, will man ganz oben in diesem Genre mitmischen.

Dabei zeigt das Album keine schwache Sekunde. Fängt das Album noch mit einem gefälligem Instrumental an, werden die Songs Nummer für Nummer geiler. Und: Je häufiger man dieses Album hört, umso weitläufiger werden die verschneiten Landschaften im bildlichen Sinne. Zum Fazit eine Plus/Minus Liste:

Pros:
+ Grandioser Teufelskerl am Mikro
+ Herausragende Gitarristen (und am Bass)
+ Schlagzeuger grandios
+ Ausgezeichnetes Songwriting mit viel Dynamik und frostigen Melodien
+ Perfekt passende Produktion

Cons:
- Gibt es ... nur sechs Songs sind zu kurzweilig

Die Frage ist nun, darf eine deutsche Band wie THE SPIRIT nach DISSECTION klingen und dafür eine Höchstnote bekommen? Jawohl, darf es. Erstens soll ein grandioses Album auch dementsprechend gewertet werden. Zweitens gibt es etliche Bands aus den 90er nicht mehr. Und drittens: Ich bin gespannt, ob die Band ihr eigenes Meisterwerk toppen können. Aus meiner langen Erfahrung eben nicht. Trauriges Beispiel wäre DECEMBER FLOWER. Bleibt noch die Wertung nach intensiver Behörung: 10 Punkte. Euer M.S.

Punkte: 10 / 10


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