Incertain Rats In Palaces (2017) - ein Review von Metal Steam

Incertain: Rats In Palaces - Cover
1
Review
1
Rating
10.00
∅-Bew.
Typ: Album
Genre(s): Metal Thrash Metal, Death Metal
Werbung


Metal Steam Avatar
22.09.2017 18:42

Nach langer freudiger Wartezeit rotiert nun endlich das Debüt-Album 'Rats In Palaces' (2017) der deutschen Band INCERTAIN im Player. Das besondere an dieser Band dürfte wohl die Tatsache sein, dass man eine Growlerin an der Front hat. Dazu später mehr. Anfangen will ich ausnahmsweise mit dem Coverartwork. Dieses stammt vom Künstler C. Chioreanu, der schon für deutlich bekanntere Bands Covers gemacht hat. Eine 'kleine' Auflistung: AT THE GATES, ARCH ENEMY, ARCTURUS, AURA NOIR, CENTINEX, DARKTHRONE, DEMONICAL, DRACONIAN, EINHERJER, GRAVE, MORGOTH, PRIMORDIAL, SPIRITUAL BEGGARS, THYRFING, TWILIGHT OF THE GODS, VALKYRJA etc. Warum mache ich diese Liste? Weil mit INCERTAIN eine weitere Band sich hinzugesellt, die mehr Aufmerksamkeit verdient hat. Das Cover passt auch gut zu einer Band aus dem Death Metal Genre, nicht unbedingt zum Thrash Metal.

Um eine Sache zu betonen: Auf 'Rats In Palaces' gibt es Death Metal zuhören ... mit einigen Verweisen auf Bay Area Thrash. Dies allein deutet die Frontdame an. Es wird fast nur gegrowlt. Dabei ist die Dame die eigentliche Sensation. Es gibt etliche Frauen, die im Metal-Genre ins Mikro brüllen oder bellen. Aber keine ist so einzigartig und Death Metal-lastig wie diese Stimme. Dagegen war A. Gossow oder ist A. White-Gluz einfach nur nervig (um einmal bekannte Namen zu nennen). Diese Stimme jedoch (L. Walter; warum steht das Line-Up nicht im Booklet?) hat eine einzigartige, schon fast warme Klangfarbe und geht auf Albumdistanz eben nicht auf die Nuss. Für mich die beste Growlerin aller Zeiten, auch weil Sie die Growls songdienlich variiert. Diese Art erinnert mich stellenweise an D. Ingram von BENEDICTION.

Musikalisch spielt die Band Death Metal, hat dabei jedoch ein hervorragendes Songwriting. Es wird also nicht nur gebolzt, sondern die Songs werden durch tolle Solis aufgewertet und bleiben dadurch besser hängen. Nach meiner Meinung beruhen Vergleiche zu Bands wie TESTAMENT auf diesen rudimentären Solis (ok, auch einige Riffs), da diese eben wie von Bay Area Thrash Bands üblich so klingen. Die Rhythmusabteilung der Band ist aber insgesamt mehr die Knüppelfraktion und vermeidet somit, dass die Songs zu Thrash Metal-lastig werden. Diese Balance hat die Band super drauf. Der Song 'Amok' könnte als Beispiel genannt werden. Einfach eine knallharte Abrissbirne.

Alle zehn Songs sind hervorragend, meine Favoriten sind 'Immortality' (klingt nach Swedish Melodic Death Metal) und 'Mask' (da hören wir die Dame nicht nur growlen). Schade eigentlich, häufiger wäre gar nicht schlimm gewesen, da diese Stimme ähnlich wie DRAIN klingt. Kommen wir zur Produktion. Die hat mal wirklich ein dickes Lob verdient. Die Drums kommen so fett aus den Boxen, dass einem schon die Matte um die Ohren fliegt. Dass gleiche gilt für den Bass, so wollen wir es ballern hören.

Pros:
+ Grandiose Growlerin
+ Hervorragendes Songwriting
+ Herausragende Musiker
+ Knallharte Riffs treffen auf tolle Solis
+ Zehn abwechslungsreiche Songs
+ Tolles, passendes Cover
+ Perfekte Produktion

Fazit: Der Vergleich mit einer Band wie BENEDICTION ist gar nicht so abwegig, schliesslich spielt INCERTAIN keinen Florida Death Metal. Sondern die abwechslungreichere Variante. Ich habe nach etlichen Durchgängen keinen negativen Punkt gefunden. Dabei hat Death Metal häufig die Angewohnheit, dass dieser sich schnell abnutzt. Da INCERTAIN aber eben nicht stumpf rumbolzt, kann man dieses Album auch den ganzen Tag hören. Und für dieses Merkmal gibt es nur eine Wertung: 10 Punkte. Euer M.S.

Punkte: 10 / 10


Werbung

Incertain: Rats in Palaces

Audio CD

für 14,55 €
Amazon icon Kaufen bei amazon.de - Mehr Angebote

Tracklist:

  1. Bring back the anarchy
  2. Mankind's grave
  3. AMGK
  4. Rats in palaces
  5. Crusader
  6. Rage & greed
  7. Immortality
  8. Social lies
  9. Mask
  10. Pain diet