Decrepit Birth Axis Mundi (2017) - ein Review von Akhanarit

Decrepit Birth: Axis Mundi - Cover
1
Review
2
Ratings
7.75
∅-Bew.
Typ: Album
Genre(s): Metal Death Metal, Progressive Metal


Akhanarit Avatar
03.08.2017 17:48

Es geht in die vierte Runde mit den Tech-Deathern von DECREPIT BIRTH. Nach sieben langen Jahren des Wartens, gibt es mit "Axis Mundi" endlich einen Nachfolger zu "Polarity" zu vermelden. Ich kann schon jetzt verraten, dass sich das Warten gelohnt hat, denn die Band hat neben einer Umbesetzung am Schlagzeug mit Sam Paulicelli (ex-GOATWHORE, ex-ABIGAIL WILLIAMS) und Bassist Sean Martinez (ex-RINGS OF SATURN, ex-DECAPITATED) auch noch neun ordentliche Brecher für das Album an sich plus drei Coverversionen auf Lager, die sich gewaschen haben.

Mit 'Vortex Of Infinity – Axis Mundi' legen die Kalifornier direkt brachial los, doch schon mit dem folgenden 'Spirit Guide' zeigen sich DECREPIT BIRTH von einer beeindruckend melodischen Seite. Und das, ohne wirklich auf ihre vielgelobte technische Handwerkskunst zu verzichten. Frontmann Bill Robinson (ex-SUFFOCATION) grunzt sich nicht zuletzt bei 'Hieroglyphic' und 'Ascendant' die Lungen aus dem Brustkorb ... dort aber ganz besonders energisch ... Und mit dem aberwitzigen 'Embryogenesis' macht man den Sack endgültig zu. Denkste!

Denn nun folgen die drei Cover-Songs, und das Album nimmt somit einen extremen Twist ... ja, gewissermaßen sogar Stilbruch vor, denn 'Orion' (METALLICA) wirkt nach diesem Feuerwerk der Skalen nahezu wie ein Waisenknabe mit leicht rockigem Einschlag. Etwas härter geht es dann mit dem SEPULTURA-Cover 'Desprate Cry' zur Sache bis dann das Album mit einem krachenden 'Infecting The Crypts' auf die SUFFOCATION-Zeit von Bill Robinson gedenkt. Bravo!

Mix und Mastering wurden von Stefano Morabito im 16 Cellar Studio (FLESHGOD APOCALYPSE, HOUR OF PENANCE) vorgenommen und das Cover-Artwork stammt von niemand Geringerem als Dan Seagrave höchstselbst.

Fazit: DECREPIT BIRTH haben hier wieder ein richtig gutes Album abgeliefert, bei dem man einzig und allein vielleicht den etwas steril geratenen Drumsound bemängeln könnte. Dass die Vocals recht monoton gehalten sind empfinde ich zwar eher als Pluspunkt, wobei das viele durchaus anders sehen mögen. Geschmäcker sind eben verschieden.

http://www.bleeding4metal.de/?show=review_de&id=8879

Punkte: 8.5 / 10