II : Morphosis (2017) - ein Review von Akhanarit

Lantern: II : Morphosis - Cover
1
Review
1
Rating
6.50
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Death Metal
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Akhanarit Avatar
20.03.2017 09:10

Ich geh mit meiner Lateeeeerne ... und die wird plötzlich zum Tier ... Oder so. Die Anspielung zielt natürlich auf die finnischen Black-Deather LANTERN ab, die nach ihrem Debüt "Below" (2013) nun mit "II: Morphosis" in die zweite Runde gehen. Federführend ist nach wie vor das Duo bestehend aus Cruciatus (DEATH THRASHERS KUOPIO, IMPERVIOUS, INHUMANE DEATHCULT, ex-CACODAEMON, ex-HELLBOOZER UNION) und Necrophilos, allerdings haben die beiden für das neue Studioalbum die vorherigen Live-Mitglieder J. Noisehunter (Bass), St. Belial (Rhythm guitar) und J. Poussu (Drums) auch bei den Aufnahmen von "II: Morphosis" ins Bandgeschehen integriert. Mix und Mastering wurden in den Resonance Sound Studios von Dan Lowndes vorgenommen, während man dem Label Dark Descent Records treu geblieben ist.

Herausgekommen ist ein finsterer Brocken Death Metal, der immer wieder einen Exkurs in schwarze Gefilde unternimmt, aber auch vor schleppenden Doom-Passagen nicht Halt macht ('Virgin Damnation', 'Transmigration'). Die Riffs sind verschachtelt und es finden sich hier diverse Parallelen zu Bands wie MORBID ANGEL wieder ('Hosting Yellow Fungi'), auch wenn der Vibe eher an eine Band wie MOON erinnert. Dies könnte allerdings auch dem monotonen Gebell von Necrophilos geschuldet sein. Wirklich Innovatives liefern die Musiker aus Kuopio nicht ab, jedoch war dies offenkundig auch nie die Absicht. Fans von DEGIAL werden sich hier absolut heimisch fühlen. Um das Ganze nicht allzu sperrig zu gestalten, greifen LANTERN gerne zum schwarzmetallischen Baukasten mit langsamen und erhabenen Melodiebögen, während das restliche Instrumentarium im Hintergrund alles kurz und klein hackt. Auch Thrash Metal ist ein definitiver Inspirationsbrunnnen in den Kompositionen. Beim Hören bekommt man immer mehr den Eindruck, dass es auch nicht zwingend um einzelne Songs geht, sondern vielmehr um die generelle Grundstimmung, in die einen das zweite Album der Band hineinsaugen möchte. Eine ganz kurze Clean-Guitar-Passage findet sich im instrumentalen 'Necrotic Epiphanies', doch davon abgesehen haben LANTERN mit Sanftheit und Gefälligkeit genauso wenig am Hut, wie Nord-Korea mit freier Meinungsäußerung.

Wie man es auch dreht und wendet. LANTERN sind ein schwer verdaulicher Brocken rohen Fleisches mit zutiefst nihilistischer Prägung.

http://www.bleeding4metal.de/?show=review_de&id=8548

Punkte: 6.5 / 10


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