Xandria Theater Of Dimensions (2016) - ein Review von Akhanarit

Xandria: Theater Of Dimensions - Cover
1
Review
7
Ratings
8.50
∅-Bew.
Typ: Album
Genre(s): Metal Gothic Metal, Symphonic Metal


Akhanarit Avatar
11.02.2017 05:43

Mit XANDRIA geht es jetzt bereits in die siebte Runde, denn "Theater Of Dimensions" hat das Licht der Welt erblickt und bietet selbstverständlich wieder Symphonic Metal auf Spitzenniveau. Wer die Karriere der Band in den letzten Jahren etwas verfolgt hat, weiß, wozu die Musiker um Bandchef Marco Heubaum fähig sind. Als Frontfrau Dianne van Giersbergen (übrigens nicht verwandt mit Annecke) 2013 bei XANDRIA eingestiegen ist und mit "Sacrificium" ihre erste Duftmarke bei der Band setzte, explodierten die Jubelschreie bei Fans sowie Presse förmlich. Scheinbar auf ihrem Zenit angekommen spielte die Band um die 150 Shows und machte sich dann an die Arbeit für den Nachfolger.

Mit einem musikalischen Knall melden sich die Bielefelder Symphonic Metaller dann auch schon zurück. 'Where The Heart Is Home' ist ein wahres Gourmet-Stück des Genres und zeigt XANDRIA frisch, energiegeladen und vor allem eines: hungrig! Das folgende 'Death To The Holy' gibt einem kurz Zeit, den beeindruckenden Auftakt zu verdauen, bis die Band mit 'Forsaken Love' auch schon zum nächsten Highlight ansetzt. Selten klangen Diannes Vocals reifer, selten treffen sie so sehr ins Schwarze wie es hier der Fall ist. 'Call Of Destiny', welches vorab noch als zweite Singleauskoppelung zu "Theater Of Dimensions" erschien kann dieses Level problemlos halten und macht noch einen Tacken mehr Druck. Dass XANDRIA sich dann aber im Bereich Härte so schnell die Butter nicht vom Brot nehmen lassen, zeigte ja die Single zu 'We Are Murderers (We All)', bei dem sie sich nicht nur gefährlich nahe am Death/Thrash-Jungbrunnen der Fäulnis bedienten, sondern mit Björn Strid (SOILWORK) auch direkt noch einen prominenten Brüllwürfel für ein paar Growls eingeflochten haben, die es wahrlich in sich haben und in Kombination mit dem Soprangesang prima funktionieren. Dann wird es ruhiger, allerdings nicht minder genial, gehört 'Dark Night Of The Soul' mit zum Besten, was ich je auf dem Symphonic Metal-Sektor bisher bestaunen durfte. Ein Stück für die Ewigkeit, welches noch lange in meinem Gedächtnis nachhallen wird und von nun an auch immer wieder mal den Weg in meine Gehörgänge finden wird. Bravo! 'When The Walls Came Down (Heartache Was Born)' zeigt nochmals einige weitere Facetten des Sounds von XANDRIA, bis es bei 'Ship Of Doom' mit Ross Thompson (VAN CANTO) einen weiteren Gastbeitrag zu vermelden gibt und schier in einem symphonischen Feuerwerk mündet. Diese Band hat ihre Hausaufgaben gemacht und beherrscht nicht nur ihr musikalisches Einmaleins, sondern kann nachweislich sogar bis 12 zählen. Die ultratief gestimmten Gitarren unterstreichen dies zudem gekonnt. Das Instrumental 'Céilí' lädt kurz zum Durchatmen ein, bis 'Song For Sorrow And Woe' sich wieder triumphierend in die Glanztaten XANDRIAs einreiht, als wäre das alles ein Kinderspiel. Ein weiterer Gastsänger ist mit Zaher Zorgati (MYRATH) für 'Burn Me' gefunden und 'Queen Of Hearts Reborn' bereitet die Hörerschaft auf das unausweichliche Finale vor. 'A Theater Of Dimensions' ist ein Brocken von über 14 Minuten Spieldauer und glänzt nicht nur mit unglaublichem Facettenreichtum, sondern auch mit einem Gastbeitrag von Henning Basse (FIREWIND). Hier feuern XANDRIA alles ab, was sie haben und wenn man das ganze Album hinter sich hat, reibt man sich nur ungläubig die Augen. XANDRIA sind anno 2017 nicht nur reifer als jemals zuvor, sondern auch düsterer und zugleich epischer. Wem NIGHTWISH schon seit Tarjas Weggang nur noch auf den Zeiger gehen, der greife bitte stattdessen zu XANDRIA und lasse sich in eine Welt voller Erhabenheit und Brillanz hineinsaugen.

Der Gesamtsound ist übrigens ebenfalls mehr als amtlich, denn Joost van den Broek (Produzent, Recording, Mixing) hatte wie auch schon beim Vorgänger wieder seine Finger im Spiel. Bandchef Marco Heubaum hat sich zudem wieder als Co-Producer verdingt, während Jos Driessen das Engineering und Darius van Helfteren das Mastering übernahmen. Für das Artwork zeigt sich Stefan Heilemann verantwortlich. Alles zusammen ergibt ein mehr als stimmiges Bild von einem Album, welches schon im Moment seiner Erscheinens zu den ganz Großen des Genres gezählt werden darf. Und das zu Recht!

http://www.bleeding4metal.de/?show=review_de&id=8456

Punkte: 9 / 10


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Tracklist:

  1. Where The Heart Is Home
  2. Death To The Holy
  3. Forsaken Love
  4. Call Of Destiny
  5. We Are Murderers (We All)
  6. Dark Night Of The Soul
  7. When The Walls Came Down (Heartache Was Born)
  8. Ship Of Doom
  9. Céilí
  10. Song For Sorrow And Woe
  11. Burn Me
  12. Queen Of Hearts Reborn
  13. A Theater Of Dimensions
  1. Call of destiny
  2. Dark Night of the Soul
  3. In Remembrance
  4. Sweet Atonement
  5. Valentine

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