Dark Horizon Diabolic Agreement (2011) - ein Review von Metal Steam

Dark Horizon: Diabolic Agreement - Cover
1
Review
1
Rating
9.00
∅-Bew.
Typ: Album
Genre(s): Metal Black Metal, Melodic Death Metal
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Metal Steam Avatar
11.12.2017 17:31

Dieses Mal mache ich ein Review zu einem Album, das schon einige Jahre (von 2012) auf der Uhr hat. Der Grund ist die neue EP 'Odyssey' [2017] von der deutschen Band DARK HORIZON, da kann es nicht Schaden, mal deren bisher einziges Album 'Diabolic Agreement' zu beleuchten. Denn dieses Album ist wirklich gut gewesen.

Die fünf Herren aus Kassel spielen aggressiven Melodic Black Metal. Alte DARK FUNERAL mit etwas alte CRADLE OF FILTH passt schon ganz gut als ersten Anhaltspunkt. Dabei sind die zehn Songs alle gut im Songwriting, brachial metalisch und mit kalten Melodien versehen. Die Band verwendet kein Keyboard, dafür einen keifenden Sänger (was im Black Metal schon selten geworden ist). Das Spieltempo ist durchgehend hoch, trotzdem immer abwechslungreich in der Melodieführung, die ein wenig schwedisch ausgerichtet sind.

Bei den Songs fallen drei besonders auf. Den Anfang macht der letzte Song 'Decadence', mit über 10 Minuten der längste Song. Dieser fängt langsam und ruhig an, um in ein keifendes Gewitter mit bösen Backgroundgrowls überzugehen. Dabei ist die Dynamik zwischen ruhigen, langsamen Passagen zu den brachialen Rasereien perfekt abgestimmt. Herrlich zwitschernde Gitarrensaiten begleiten die ruhigen Passagen, um später von Melodic Death Metal Riffs verdrängt zu werden. Wirklich guter Song, hat schon GATES OF ISHTAR Niveau.

Nächstes Highlight ist 'Arising Eclipse', was schon ein wenig an GORGOROTH erinnert. Dieser brachiale Rhythmus mit den Stakkato-Drums ist einfach eine Headbangergranate vor dem Satan. Der dritte Song und mein Anspieltip ist 'Diabolic Agreement' (goiler Titel). Schön blackig, finster, tolle Melodie mit guten Solis. Bei längerer Überlegung erinnert es ein wenig an alte DARK TRANQUILLITY.

Leider gibt es auch etwas Kritik: Die Produktion ist steril und ohne Druck. Dies fällt vorallem bei den schnellen Parts negativ auf. Und die Hauptvocals sind auf Albumdistanz doch etwas monoton. Etwas mehr Mut zu etwas anderen Stimmlagen wäre gut gewesen. Und da wäre noch die Sache mit dem Inlay. Schwarzer Text auf sehr dunklem Grund, ernsthaft?

Fazit: Schade, dass die Band sogut wie nirgends positives Feedback bekommt. Das Album ist für eine deutsche Band in diesem Genre nämlich sehr gut geworden, was von mir mit 9 Punkten belohnt wird.

Anmerkung: Die aktuelle EP 'Odyssey' [2017] beinhaltet vier Songs, wovon zwei Neuaufnahmen sind. Tatsächlich auch von 'Diabolic Agreement'. Euer M.S.

Punkte: 9 / 10


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