Closing The Circle (2016) - ein Review von Akhanarit

Assignment: Closing The Circle - Cover
1
Review
2
Ratings
8.00
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Progressive Metal


Akhanarit Avatar
25.08.2016 16:38

Von ASSIGNMENT gibt es mit "Closing The Circle" schon zum vierten Mal melodisch-progressiven Power Metal auf die Ohren. Ich kannte die Band bisher noch gar nicht und somit war ich natürlich erstmal gespannt, was mich erwarten würde. Immerhin ist die Band aus Gütersloh seit diesem Release bei Massacre unter Vertrag, was ja durchaus schon einmal eine Hausnummer ist. Anfangs tue ich mich etwas schwer, in das Album reinzukommen, denn etwas sperrig ist die Musik von ASSIGNMENT schon. Nach etwa zwei Songs hatte ich mich dann an den Stil der Band gewöhnt und 'Presence Of Death' fing an zu wirken. Auch 'Genetic Slavery' kann aufgrund seiner Vielschichtigkeit punkten. Der aus Argentinien stammende Sänger Diego Valdez (HELKER) gibt hier zudem seinen Einstand und erinnert mich sehr stark an Ronnie James Dio, was den Mannen sicherlich aus diesem Lager auch so manchen Fan einbringen dürfte. Heiko Spaarmann (POVERTY'S NO CRIME) bedient seit letztem Jahr den Bass. An der Qualität von ASSIGNMENT gibt es jedenfalls nichts auszusetzen. Eine kleine Überraschung sind dann die plötzlich auftauchenden Female Vocals von Maria José Pot bei 'Variaxis', ein Stilmittel, welches bei den letzten zwei Stücken, dem beinahe zehnminütigen 'Entering The Universe' (hier wird es gar symphonisch) sowie 'Between Parallel Worlds' (hier werden die zehn Minuten dann auch erstmals überschritten) erneut auftaucht und der Band gut zu Gesicht steht. Die Gastsängerin bringt ein erfreuliches Maß an Abwechslung in die Kompositionen und gerade durch den Einsatz gegen Ende des Albums frischt die Gute den Stil der Truppe unverhofft auf. Das vermögen übrigens auch die dezent eingesetzten Growls/Shouts bei 'Entering The Universe', bei dem man Death Metal-Anleihen nun so gar nicht erwartet hätte. Dass dieses Genre jedoch Teil ihrer Vergangenheit war, konnten die Musiker prima vor mir verheimlichen. Ein derartiger Werdegang erinnert mich doch glatt an NOCTURNAL RITES. Das Bandmotto "Metal ohne Grenzen" passt da, wie die Faust aufs Auge!

Auch das tolle Coverartwork ist so manchen Blick wert und stammt von dem brasilianischen Künstler Caio Caldas (DORO, DRAGONFORCE, PAUL DI'ANNO). Die technisierte Visualisierung ist absolut stimmig mit den teils abgefahrenen Gitarrenpassagen der Songs der Jungs aus NRW.

"Closing The Circle" bietet allerhand frickelige Passagen, aber auch immer wieder eingängige Momente, dank derer das Album nur vereinzelt anstrengend wirkt. Etwas schade ist nur, dass der Titelsong bei mir auch nach ein paar Durchläufen nicht zünden will und sich mit 'Crimson Poison' und 'Chemical Healing' auch Nummern darunter befinden, die bei mir nicht wirklich einschlagen wollen. ASSIGNMENT verbleiben somit im gehobenen Mittelfeld und schießen nicht als nächste Sensation durch die Decke. Beachtlich ist das vierte ASSIGNMENT-Album aber allemal.

http://www.bleeding4metal.de/?show=review_de&id=8033

Punkte: 7.5 / 10


Assignment: Closing the Circle

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Tracklist:

  1. Evolution
  2. Closing the circle
  3. Presence of death
  4. Genetic slavery
  5. Crimson poison
  6. Chemical healing
  7. Variaxis
  8. Taste for sin
  9. Act 1: Prelude
  10. Act 4: Overture
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