Manifestation Of Inner Darkness (2016) - ein Review von Akhanarit

Coffin Lust: Manifestation Of Inner Darkness - Cover
1
Review
2
Ratings
8.00
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Death Metal


Akhanarit Avatar
30.05.2016 20:07

Im australischen Victoria gibt es nicht nur die Great Ocean Road, atemberaubende Strände und den Great Otway National Park, sondern auch immer wieder Wogen tiefster Finternis, die Death Metal-Begeisterte nicht ignorieren sollten. So auch im Falle von COFFIN LUST. 2010 gegründet, hat das Duo sich daran gemacht, old school Death Metal zu kreieren, der sich nicht in eine bestimmte Ecke drängen lassen sollte. Aus allen Himmelsrichtungen hat man sich das Beste vom Besten ausgesucht. So verwundert es auch nicht, dass allein schon der Opener 'Excoriation Of Morality' starke Parallelen zu den britischen BENEDICTION (etwa zu "The Grand Leveller"-Zeiten) vorfindet, jedoch auch eine Vorliebe zum Gitarrensound von den üblichen Schweden-Verdächtigen (GRAVE, ENTOMBED), was besonders schön bei 'Mass Extinction' durchschimmert. Immer wieder finden sich natürlich auch angeschwärzte Passagen in den Stücken wieder, wie sie MORBID ANGEL & Co. nur zu gerne einsetzten. Der wohl melodischste Track dürfte dann 'Damnation's Bringer' sein, der beinahe hymnisch gegen Ende des Stückes sein Fade-Out zu finden vermag. Klasse, wenn sowas von nur zwei Musikern auf die Beine gestellt werden kann!

P.W. alias Pete Walker (AZAZEL'S HAREM, ex-FUNERAL TWILIGHT, ex-EVILINTENT) kümmert sich um Vocals und Gitarren, während J.R. alias Jarro Raphael (IMPIOUS BAPTISM, NOCTURNAL GRAVES, SITHLORD, ex-DESTRÖYER 666, uvm.) sich um Vocals, Gitarren, Bass und auch noch die Drums kümmert. Klar, in der Livesituation sollte er besser zur Spezies der Kraken gehören, aber im Studio ist ja bekanntlich erlaubt, was gefällt!

Dass J.R. auch noch mit einem eigenen Label am Start war (Apocalyptor Records), wird den meisten von euch wahrscheinlich nichts sagen. Dass sich dort jedoch auch Namen wie WATAIN und NUNSLAUGHTER einreihten, lässt dann aber doch aufhorchen. Für ihr Debüt "Manifestation Of Inner Darkness" haben sich COFFIN LUST jedoch nicht auf das heimische Label versteift, sondern sind für diese Belange bei Hells Headbangers Records aufgeschlagen, die Fans des rohen, anfänglichen Death Metal mit einem kleinen Leckerbissen versorgen. Das Ziel war, so zu klingen, als hätten wir noch Ende der 80er/Anfang der 90er. Und das ist COFFIN LUST definitiv gelungen!

http://www.bleeding4metal.de/?show=review_de&id=7834

Punkte: 7.5 / 10


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