To The Unknown (2015) - ein Review von Akhanarit

Sailing To Nowhere: To The Unknown - Cover
1
Review
4
Ratings
8.38
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Power Metal, Melodic Metal


Akhanarit Avatar
27.09.2016 16:17

Italien macht immer wieder mal Spaß, wenn es um Power Metal geht und der scheint im Land des Stiefels prächtig zu gedeihen. SAILING TO NOWHERE reihen sich lediglich in den bunten Reigen ein und haben mit "To The Unknown" ein Debütalbum veröffentlicht, welches vor allem der Old School-Fraktion wieder etwas besser gefallen dürfte. Schon beim Opener 'No Dreams In My Night' stellt man neben einem leicht progressiven Einschlag auch dieses unbändige jugendliche Feuer fest, bei dem vielleicht nicht immer jeder Ton dort sitzt, wo er sitzen sollte, man im Gesamteindruck jedoch eine unglaubliche Spielfreude an den Tag legt, die vielen Bands dieser Tage etwas abhanden gekommen ist. Der Gesang wird aufgeteilt und auch wenn der Wechsel zwischen Male- und Female-Vocals alles andere als neu ist, machen die Italiener ihre Sache prima. Sänger Marco Palazzi hat ja auch bei KALEDON schon bei fünf Alben mitwirken können und ist somit auch nicht gerade ein unbeschriebenes Blatt in der italienischen Szene mehr. So wundert es auch kaum, dass auch ein 'Big Fire' echtes Ohrwurmpotenzial aufzuweisen hat. Viele mögen hier vielleicht die etwas simplen Strukturen bemängeln, doch am Ende kommt es ja nur darauf an, ob man mit erhobener Faust vor der Bühne mitschreit und sich einen unterhaltsamen Abend zugeführt hat. 'Fallen Angel' (bitte beide Worte auf Englisch und nicht auf Deutsch aussprechen!) ist ein sehr typischer Power Metal-Banger, während 'Lovers On Planet Earth' etwas ruhigere Töne anschlägt, was bei dem Titel allein schon nicht verwundern dürfte.
SAILING TO NOWHERE machen mir seit ein paar Tagen schon richtig Spaß und auch wenn ich finde, dass die ersten beiden Songs die stärksten Vertreter auf "To The Unknown" sind, will ich Stücke wie den Titelsong (abgesehen von den aufgesetzt wirkenden Gangshouts) oder auch die herrliche Powerballade 'Sweet Rain' keinesfalls schlechtreden. Das Duett-Konzept geht hier wirklich gut auf. Ich würde diese Scheibe jetzt zwar auch nicht bedingungslos abfeiern und es gibt unzählige Scheiben, die einen bleibenderen Eindruck hinterlassen mögen. Doch ich bin sehr zufrieden mit dem generellen Niveau der Scheibe und "To The Unknown" eignet sich prima, wenn man draußen unterwegs ist und etwas lockere Unterhatung dabei haben möchte.

Für die einen Fluch, für die anderen Segen ... Es gibt auch eine Coverversion des ANASTACIA-Tracks 'Left Outside Alone'. Hier mögen manche von euch jetzt würgen und das tut mir fast ein bisschen leid. Wer aber sowas für seine Party-Cover-Sammlung generell sucht, der tut nicht schlecht daran, der erst 2013 gegründeten Band eine Chance zu geben. Wenn diese Truppe jetzt noch ein wenig mehr an ihrem Stil und ihrer eigenen Identität feilt, dann dürften zukünftige Alben der aus Rom stammenden Combo zweifelsohne interessant werden.

Fazit: Nettes Album-Cover, nette Songs und in jedem Fall ein netter Zeitvertreib!

http://www.bleeding4metal.de/index.php?show=review_de&id=7341

Punkte: 7.5 / 10


Sailing to Nowhere: To the Unknown

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Tracklist:

  1. No Dreams In My Night
  2. Fallen Angel
  3. Big Fire
  4. Lovers On Planet Earth
  5. You Won't Dare
  6. Strange Dimension
  7. Sailing To Nowhere
  8. Sweet Rain
  9. Left Outside Alone (Anastasia Cover)
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