Pseudo Verminal Cadaverium (2003) - ein Review von Horst_Sergio

Cenotaph: Pseudo Verminal Cadaverium - Cover
2
Reviews
2
Ratings
4.75
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Death Metal, Grindcore


Horst_Sergio Avatar
12.12.2011 17:25

Nach dem großartigen Metzel-Vorgänger "Puked Genital Purulency" litt das Nachfolgewerk "Pseudo Verminal Cadaverium" eindeutig unter einem deutlich schwächeren Sound. Ebenso schlichen sich einige deutliche Veränderungen ein, die dem Gesamtwerk vielleicht nicht so ganz zuträglich waren. Zum einen wurde kräftig im Line Up der Band gedreht und die Kommandozentrale des Terrors von der Türkei in das, für deftigen Metal offenere, Österreich verlegt. Aber das hat ja erstmal nichts zu sagen. Statt jedoch den Weg des Vorgängers gnadenlos weiter zu gehen und erneut eine ultrafett produzierte Packung deftiger, spielerisch abgedrehter, aber dennoch eingängiger Death Grind Kracher abzuliefern, schien sich die Band hier mehr der alten Schule zu widmen.

Suffocation trifft als Vergleich blendend zu: Eine Mischung aus den Kultscheiben "Effigy Of The Forgotten" und "Breeding The Spawn" als etwaiger Qualitätsableich ist nicht zu weit hergeholt. Die Klasse der Musik pendelt sich definitiv im Bereich der "Effigy..." an, auch das Coverartwork macht ein ähnlich ranziges Flair aus. Der Sound des dritten Cenotaph Albums siedelt sich leider aber eher im etwas ausdruckslosen "Breeding The Spawn" Gerumpel an. Songs wie "Stabbed Faces" oder das obercoole "Compulsive Disownency" sind echt geil und machen tierisch Laune, allerdings verkommen durch das etwas saftlose Soundgerüst vor allem die Vocals zu einem mittelmäßig gebölkten Matsch, die den ein oder anderen Song dann doch etwas abwerten. Aber nichts desto trotz bleibt das Album immer noch eine sehr schicke Brutal Death Metal Schlachtplatte, die nur dann verliert, wenn man sie eins zu eins mit dem großartigen Vorgänger vergleicht.

Punkte: 8 / 10


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