Grief's Infernal Flower (2015) - ein Review von MLSnick

Windhand: Grief's Infernal Flower - Cover
1
Review
1
Rating
8.00
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Doom Metal, Stoner Rock/Metal
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MLSnick Avatar
02.01.2017 13:43

Manchmal beginnen ja Liebesgeschichten nicht so toll. Eigentlich wollte ich mir ‘Grief’s Infernal Flower’ ja bei Relapse als 2LP vorbestellen. Noch’n T-Shirt dazu und die auf 300 Stück limitierte Kassette sollte es auch noch sein, aber dieser Versandkostenbetrag konnte einfach nicht stimmen?! Also Relapse angeschrieben und ja, die Versandkosten von über 30$ waren kein Scherz, sondern nach Aussagen des Labels ein vom amerikanischen Staat auferlegtes Übel. Entweder habe ich da was falsch verstanden oder die wollten mir einen Bären aufbinden oder aber nur die Fans abzocken. Egal, die Bestellung wurde nicht getätigt und mit einem weinenden Auge sagte ich vor allem der hübschen Kassette “Good Bye”.

Da WINDHAND aber zu meinen Faves gehören und ich deren Sound im Knien geniesse, musste die DigiCD genügen, welche ich bei JPC mit der neuen BRAINTICKET und dem ADAC-Bonus orderte. 18€ ist normalerweise nicht so meine Vorstellung von CD-Preisen, aber dann ging’s ja. Das Digi ist dann auch eigentlich nur ein klappbarer, bedrucketer Karton mit der Plastikeinheit, die die CD beherbergt. Dafür dann solche Preise zu kassieren, lastet wohl eher weniger JPC, denn Relapse negativ an. Das Label beäuge ich seitdem auch eher superkritisch.

Zu allem Übel gefiel mir das Album überhaupt nicht. Der Sound war nicht mehr so verwaschen wie auf den Vorgängern, sondern eher ...ähm...ja... “gut”. Das kommt dann bei einem Schwarzstahldevotem nicht so toll. Aber egal, denn jetzt wo ich den Gesang richtig hören konnte, störte er mich eher, obwohl die Gitarrenwände massivst durch den Hörraum schoben. Letztendlich waren es aber die Songs an sich, die so gar nicht zünden wollten und ich weinte tagelang meinem Liebling von WINDHAND, der ‘Soma’ nach.

‘Grief’s Infernal Flower’ blieb trotzdem auf dem MP3-Player. Natürlich kam es dann mal auf Arbeit vor, dass ich nicht rechtzeitig skippen konnte und so schlich sich ganz langsam ein kleiner Ohrwurm namens “Crypt Key” ein, dem “Tanngrisnir” folgte, woraufhin sich auch “Hyperion” meldete und es domino-mäßig so weiter ging.

Mittlerweile schalte ich die Scheibe ein und der typisch geile WINDHAND-Flow setzt ein. Nur diesmal mit richtig knallender Produktion. Selbst die AcousticNummer “Sparrow” ist richtig gut, nicht nur vom Song her, sondern auch vom Gesang. Nix Spektakuläres, aber ich find’s einfach sehr, sehr geil. Eine tolle Nummer für’s Lagerfeuer!

Der erste Track "Two Urns" und gleichzeitig auch die Single-Auskopplung, oder wie man das im Falle von WINDHAND nennen will, brauchte bei mir am längsten. Ich finde das Stück jetzt immer noch nicht überragend, aber es passt halt.

Und so hat mich diese fantastische Band letztendlich doch wieder dran gekriegt. Sehr stark überlegen muss ich mir jetzt allerdings, ob ich mir das starke Teil auch noch auf teurem Vinyl hole. Wert wäre es ‘Grief’s Infernal Flower’ auf jeden Fall!

Punkte: 8 / 10


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Tracklist:

  1. Two urns
  2. Forest clouds
  3. Crypt key
  4. Tang'risnir
  5. Sparrow
  6. Hyperion
  7. Hesperus
  8. Kingfisher
  9. Aition
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