King Of Kings (2015) - ein Review von Rock'n'Roll Gipsy

Leaves' Eyes: King Of Kings - Cover
1
Review
9
Ratings
9.11
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Symphonic Metal
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Rock'n'Roll Gipsy Avatar
21.02.2016 16:10

Das aktuelle Leaves' Eyes Album strotzt nur so vor Kraft. Bereits das Intro kündigt Grosses an und grossartig ist, was folgt. Es stellt sich die Frage, warum man einen so langsamen Song wie das titelgebende "King Of Kings" als Opener gewählt hat, was dem Album zunächst einen kleinen Dämpfer verleiht. Ab "Halvdan The Black" gibt es aber keinen Wehrmutstropfen mehr, es geht ab wie auf einem Schiff mit einem Haufen Betrunkener Krieger. Nicht realistisch, aber laut, bombastisch und actionreich. Ein Kracher jagt den nächsten, die kommenden Balladen (wie etwa "The Waking Eye" oder später in der Tracklist "Spellbound") können sich hören lassen. Das Album enthält viele dunkle Klänge, folkloristische Elemente, volltönige Chöre – alles, was die Band ausmacht eben. Diverse Tempowechsel und ein vorsichtig abgestimmtes Timing verleihen Atmosphäre.

Textlich dreht sich alles um norwegische Geschichte, wie könnte es auch anders sein? Nun, es kann, muss aber nicht, wie der Vorgänger "Sympohnies Of The Night" gezeigt hat. Wenn es um ihre Heimat geht, ist Sängerin Liv Kristine offenkundig mehr bei der Sache, sowohl beim Schreiben der Konzepte wie auch gesanglich. "Back to the old ways" lautet hier wohl das Motto, was im direkten Vergleich zum Vorgänger-Album ein echtes Plus darstellt.

Fazit: Ohne grosse Experimente (wenn das auch bei "Meredead" noch gut ausgegangen ist), ohne gekünsteltes Spektakel oder die Bemühung, etwas möglichst Originelles zu schaffen, ist Leaves' Eyes mit "King Of Kings" ein spektakuläres, originelles und an manchen Stellen ein wenig ausgefallenes Album gelungen. Sogar der offensichtlich auf Verkaufskraft ausgelegte Hit "Edge Of Steel" mit Simone Simons haut einen von den Socken. Rundum gelungen!

Punkte: 9 / 10


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