Underworld (2015) - ein Review von Rock'n'Roll Gipsy

Symphony X: Underworld - Cover
1
Review
11
Ratings
8.55
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Progressive Metal


Rock'n'Roll Gipsy Avatar
19.09.2015 18:18

Dieses Symphony X-Album hat wirklich alles, was man von der Band erwartet, und noch mehr. Gitarrist und Mastermind Michael Romeo und Co. halten wieder einmal, was sie versprechen: Kraftvoller, progressiver Power-Metal mit hymnischen Refrains, spannenden Riffs, ausgefeilten Soli und einer der geilsten Stimmen des Genres.

Bereits das Intro „Overture“ bricht mit grossartigen Streicher-Effekten über das Ohr herein wie ein Wasserfall und baut Spannung auf. Der Auftakt zu einer ebenso düsteren, abenteuerlichen wie romantischen Story.

Das vorab veröffentlichte „Nevermore“ leidet ein wenig an der Single-Krankheit, die sonst eigentlich eher in kommerzielleren Genres vorkommt. Es wirkt fast etwas zurückhaltend, abgespeckt. Mich persönlich stört auch das Monotone daran, was allerdings beim Titeltrack „Underworld“ schon wieder verflogen ist. Der Song verführt mit typischem Symphony X Screamer-Refrain und Abwechslungsreichtum. Hier stösst man auch auf die erste geniale Bridge des Albums, wohl eine Art Gütesiegel der Band.

Mit „Without You“ folgt der erste Kracher und auch der erste Kitsch, ist es doch eindeutig als Liebeslied auszumachen, was der Kraft des Sounds aber keineswegs abträglich ist. Es folgen „Kiss Of Fire“ mit seinem hohem Tempo und Härtegrad und „Charon“ mit seinem bombastischen Mitgröhl-Refrain und den bestechenden Strophen. „To Hell And Back“ ist für mein Empfinden ein absolutes Highlight: Grossartiges Riffing, wiederum hymnenhafter Refrain und insbesondere einem fantastischen Tempo- und Melodie-Wechsel in der Bridge. Lauscht man nebenbei noch dem Text, möchte man am liebsten die Welt umarmen.

Das etwas düstere „My Darkest Hour“ holt einen wieder ein wenig herunter, ist aber nicht minder genial und bleibt sofort im Ohr hängen. Mit „Run With The Devil“ folgt wiederum ein schnelleres und härteres Stück. Den krönenden Abschluss bilden schliesslich „Swan Song“ – genau so muss eine Metal-Ballade sein, genau so – und der spektakuläre Rausschmeisser „Legend“, mit seinem tollen Background und einem sehr überraschenden Ende.

Was noch? Dieses Album ist möglicherweise das bisher beste der Band, die Zeit wird es zeigen. Es ist auf jeden Fall das kompakteste der drei letzten, straighten Symphony X-Scheiben, gerechnet ab dem Meisterwerk „Paradise Lost“. Es hört sich insgesamt sehr harmonisch und einheitlich, aber niemals langweilig. Sänger Russel Allen klingt wie nie zuvor und auch die anderen Bandmitglieder laufen zur Höchstform auf. Keine Frage, ein Muss für jeden!

Punkte: 10 / 10


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Tracklist:

  1. Overture
  2. Nevermore
  3. Underworld
  4. Without You
  5. Kiss Of Fire
  6. Charon
  7. To Hell And Back
  8. In My Darkest Hour
  9. Run With The Devil
  10. Swan Song
  11. Legend

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