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German Rock Classics (2015) - ein Review von BierBorsti

Udo Lindenberg: German Rock Classics - Cover
1
Review
1
Rating
9.00
∅-Bewertung
Typ: Boxset/Bundle
Genre(s): Rock Progressive Rock


BierBorsti Avatar
20.03.2015 17:23

Seit jüngster Zeit werfen uns Warner oder Sony sämtliche CD Boxen von verschiedenen Interpreten um die Ohren. Mal sind es 3 Cds oder auch 5 Cds. Des öfteren auch mal von nur einem Interpreten oder wie in diesem Falle von verschiedenen in einer Box. Warner hat in diesem Fall eine echte Schatzkiste entfaltet mit dieser Box, denn die hier vertretenen Alben von udo Lindenberg, Interzone, Das dritte Ohr, The Boots und Kin Ping Meh sind zumindest auf Vinyl mehr oder weniger Raritäten und als Einzel Cds auch nicht immer günstig zu ergattern.
Zu den einzelnen Alben:

Udo Lindenberg - Lindenberg (1971) : War das erste Studioalbum unseres Nuschelsängers und wird von vielen meist übersehen, da es noch stark vom damalig aufkommenden Krautrock geprägt ist und von der "Andrea Doria" oder dem "Sonderzug nach Pankow" noch nichts anzumerken. Udo singt hier übrigens komplett auf englisch ;)
Das dritte Ohr - Zahltag (1980) : Deutschlands älteste und vllt. bekannteste Bluesband und doch kennt sie nicht jeder. Schon in den 60`ern gegründet, lieferten sie mit "Zahltag" ihr doch erst 2. ALbum ab.
Während die Herren auf ihrer Debutrille "Pur" von 1977 reihenweise Bluesklassiker von Muddy Waters und Co. coverten, haben sie auf "Zahltag" selbstverfasste Texte auf deutsch, jedoch kommt so manches Riff einem bekannt vor. Für mich dennoch eine sehr starke Bluesscheibe von einer deutschen Band und auch meine liebste Scheibe von allen Fünfen auf der Box.
Interzone - Interzone (1981) : Zu der Band kann ich wenig sagen, lediglich, dass die Herrschaften des öfteren zur NDW gezählt werden, aber nicht ganz so typisch danach klingen. Interzone spielen eine Mischung aus Rock, Rhyth and Blues und einer Prise Pop. In dieser Box wird das Debutalbum der Mannen um Heiner Pudelko, der auch schon mit anderen deutschen Größen, wie Conny Plank oder Anette Humpe zusammengearbeitet hat. Auf jeden Fall ein Lauscher wert das Album.
The Boots - Here are the boots (1966) : Die Berliner Truppe ist vielleicht heutzutage nur noch Kennern ein Name. Die Band spielte mitte der Sechziger typischen Beat im Stile der frühen Beatles oder den Kinks, stehen aber etwas im Schatten der Lords oder den Rattles. "Here are the boots" finde ich ein duftes Album der mittelalterlichen 60`er und für Neuentdecker uriger Musik doch wirklich ein Ohrenschmaus.
Kin Ping Meh - Virtues & Sins (1974) : Die Mannemer Krautrocker legten hier ihr 4. Studioalbum vor und klingen auf jeden Fall etwas anders, als auf dem berühmten Debutalbum von 1971. Etwas rockiger, weniger psychedelischer und progressiver war die Band geworden und klingt an manchen Stellen sogar wie the Sweet, jedoch ohne diese kopieren zu wollen. Mehr Rock`n Roll war angesagt und das hört man auch.
Wer das Debutalbum kennt wird mir zustimmen.

Alles in allem eine tolle Box mit Sachen, die man evtl schon ewig nicht mehr oder gar noch nie gehört hat.
Für Fans deutscher Rockmusik eine Kaufempfehlung.

Punkte: 9 / 10


Max Raabe: Küssen kann man nicht alleine

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Tracklist:

  1. Küssen Kann Man Nicht Alleine
  2. Ich Bin Nur Wegen Dir Hier
  3. Du Weisst Nichts Von Liebe
  4. In geheimer Mission
  5. Täglich besser
  6. Eifersüchtiger Mann
  7. Krise
  8. Doktor, Doktor
  9. Wenn ich Du wär'
  10. Mit Dir möchte ich immer Silvester feiern
  11. Krank vor Liebe
  12. Schlaflied
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