Belphegor Conjuring The Dead (2014) - ein Review von walzenstein

Belphegor: Conjuring The Dead - Cover
1
Review
10
Ratings
8.55
∅-Bew.
Typ: Album
Genre(s): Metal Death Metal, Black Metal


walzenstein Avatar
04.04.2018 14:33

Ich gebe zu, ich hatte BELPHEGOR nie wirklich große Aufmerksamkeit geschenkt. Sicherlich kenne ich das ein oder andere Album, aber außer „Lucifer Incestus“ hat sich bei mir keines festsetzen können. Die Österreicher sind diesmal nach Florida gereist, um ihr Album bei Erik Rutan (HATE ETERNAL) einzuspielen. Die Tatsache, dass Attila von MAYHEM und ein gewisser Glen Benton, das Duo beim Gesang unterstützen, macht mich dann aber doch neugierig. Und siehe da, der Death Metal überwiegt bei BELPHEGOR.

Und von der ersten Sekunde an hauen Helmuth und Serpenth auch gleich in die Vollen. „Gasmask Terror“ ist ein typischer BELPHEGOR-Song; Highspeed-Drumming und beim Chorus geht es über zum Blastbeat, begleitet von schwarzmetallischer Melodie. Letztbesagte Melodie macht sich aber auch nur noch bei „Black Winged Torment“ bemerkbar, denn ansonsten setzt das Duo eindeutig auf Death Metal, wofür Erik Rutan bestimmt nicht ganz unschuldig ist. So hört man z.B. bei „Flesh, Bones And Blood“ oder bei „Lucifer, Take Her!“ doch mal MORBID ANGEL'sche Züge heraus. Das Instrumental „The Eyes“ könnte gar in die glorreiche Bay Area Thrash – Riege, a la TESTAMENT eingeordnet werden. Und doch kann man BELPHEGOR nicht wirklich mit besagten Bands vergleichen, denn die Ösis ziehen ihren eigenen Stiefel durch und haben seit Jahren ihre eigene Note. Wohl kaum eine andere Band hat im extremen Metal-Bereich einen so hohen Wiedererkennungswert. Einziger Schwachpunkt auf „Conjuring The Dead“ ist eigentlich nur der Titeltrack und der letzte Song „Pactum In Aeternum“ , die etwas gelangweilt wirken.

Die Produktion ist kraftvoll und drückend; da hat Erik Rutan wirklich gute Arbeit geleistet. Das Coverartwork ist typisch für BELPHEGOR und wurde vom gleichen Künstler entworfen, der auch für „Pestapokalypse IV“ verantwortlich war. Klar, könnte man auch die kurze Spielzeit von nur knapp 36 Minuten kritisieren; aber das wäre einfach nur Jammern. Helmuth und Serpenth legen mit „Conjuring The Dead“ ein gutes Album vor, das sie auf keinen Fall zurückwirft.

Punkte: 8 / 10